Archive for August, 2009

Aug 30

Das Einstecktuch – Die Grundlagen

einstecktuch

Das stilsichere Verwenden eines Einstecktuchs zeichnet den perfekten und selbstsicheren Gentleman aus. Deshalb sollte man wissen, wann, wie und in welcher Form ein Einstecktuch getragen wird. Es gilt, dass das Einstecktuch als stilvolles Accessoire grundsätzlich zu jedem Outfit passt, bei dem man eine Jacke trägt. Es ist somit in keinster Weise an das Tragen der Krawatte gebunden ist, sondern gleichfalls zu einem Blazer oder zu einer Sportjacke kombiniert werden kann. Natürlich eignet es sich aber ganz hervorragend dazu, mit einem Anzug getragen zu werden. Zusammen mit dem Hemd und der Krawatte vervollständigt sich so das perfekte Outfit des Gentleman.

Kombinationsmöglichkeiten mit dem Einstecktuch

Bei der Kombination sollte darauf geachtet werden, dass sich das Einstecktuch farblich nach den übrigen Kleidungsstücken richtet und deren Farbtöne in irgendeiner Form aufgreift, so dass ein interessantes Zusammenspiel entsteht. Um für die verschiedensten Anlässe und Kombinationen gewappnet zu sein, empfiehlt es sich, verschiedene mehrfarbige Einstecktücher zu erwerben, die dann zum Beispiel sowohl zu einer roten aber auch zu einer blauen Krawatte passen.

Bei der endgültigen Auswahl für ein bestimmtes Outfit ist schließlich Stilsicherheit und auch ein gewisses Maß an Experimentierfreudigkeit gefragt. Obwohl einige fest Regeln bestehen, die sich vor allem auf die Kombination bestimmter Muster beziehen, hat letztlich keine davon dauerhaft Bestand. Letztendlich bestimmt der Geschmack jedes einzelnen, was gefällt und getragen wird.

Wie ein Einstecktuch gefaltet wird

Hat man das passende Einstecktuch gefunden, muss es natürlich noch gefaltet werden. Einzige Ausnahmen: Man hat zu einem gebrauchsfertig gefalteten Einstecktuch gegriffen. Von denen sollte man aus Qualitäts- und Flexibilitätsgründen allerdings Abstand nehmen. Eine kleine Artikelserie wird im Gentleman-Blog aufklären, wie Einstecktücher in den verschiedenen Varianten gefaltet werden können.

gastbeitrag-einstecktuchDies ist ein Gastartikel der Einstecktuch-Experten. Als einziger Shop ihrer Art vertreiben sie ausschließlich dieses stilvolle Accessoire. In ihren Beiträgen bringen sie uns die feinen Details des Einstecktuchs näher.

Aug 27

Rahmengenähte Schuhe – Die Könige der Herrenschuhe

rahmengenaeht

Goodyear welted? Handelt es sich hierbei etwa um einen besonderen Autoreifen? Ganz und gar nicht und jeder Schuhliebhaber – und der, der es gerne werden möchte – sollte bei dieser Bezeichnung hellhörig werden, steht sie doch für allerhöchste Qualität im Segment der Herrenschuhe. Es handelt es sich dabei streng genommen um die von Andreas Eppler erfundene und von Charles Goodyear Junior 1872 patentierte maschinelle Fertigungsmethode von Herrenschuhen, bei welcher mittels der Goodyear Einstechmaschine und der Goodyear Aufdoppelmaschine die beiden Bodennähte der Schuhe vernäht werden. Einfach gesagt steht Goodyear welted für rahmengenähte Schuhe, da fast alle Herrenschuhe dieser Machart auf diese Weise fabrikmäßig hergestellt werden.

Rahmengenähte Schuhe nehmen für sich eine Sonderstellung ein. Ihr Tragegefühl, die Langlebigkeit und die besondere Reparaturfreundlichkeit heben sie auf den Thron in Ansehen und Gunst seiner begeisterten Besitzer. Erstaunlich ist jedoch, dass rahmengenähte Schuhe nach Schätzungen lediglich 1,5 bis 3 Prozent im Anteil aller gefertigter Herrenhalbschuhe ausmachen. Der vermeintlich hohe Anschaffungspreis von rahmengenähten Schuhen scheint viele Käufer abzuschrecken. Zu Unrecht, übrigens.

Rahmengenähte Machart für elegante Herrenschuhe

Kümmern wir uns zunächst um die Begriffsklärung. So unterschiedlich die klassischen Herrenschuh-Modelle sind, so unterschiedlich sind auch ihre Macharten. Je nach den gestellten Ansprüchen an den Schuh (robuste Wanderschuhe, elegante Businessschuhe, Tanzschuhe etc.) werden verschiedene Produktionsweisen angewandt. Für elegante Herrenschuhe, die Mann im Büro und auf besonderen Anlässen kleiden sollen (Derby, Oxford, Blucher), wird die rahmengenähte Machart verwendet. Eine unsichtbare Einstechnaht verbindet hierbei den Schaft mit der Brandsohle (die Innensohle, auf der der Fuß steht). Der dem Schuhtyp Namen gebende Rahmen (ein ca. 3 Millimeter breiter Streifen aus Leder) wird dabei mitgenäht. An ihm wird dann außen mit einer zweiten Naht (Doppelnaht) die Laufsohle genäht.

Rahmengenähte Schuhe rentieren sich auf die Dauer

Da dies, wie bereits erwähnt, sehr aufwendig ist, werden auch nur die besten Materialien für den rahmengenähten Schuh von ausgebildeten Fachkräften verarbeitet. Dies lässt den Preis natürlich steigen, doch sind rahmengenähte Schuhe durch dieses Plus an Qualität auch deutlich länger haltbar, leichter zu reparieren, sehen äußerst elegant aus und verfügen über eine hohe Passformtreue (er wird sich niemals „ausgelatscht“ anfühlen).
Und ist ein Schuh tatsächlich so teuer, wenn er doch Jahre hält und der Träger sich so Mehrausgaben für ein neues Paar sparen kann? Auf die Dauer gesehen, wird der rahmengenähte Schuh dadurch zu einer guten Investition.

Erste rahmengenähte Schuhe bereits im 16. Jahrhundert

Rahmengenähte Schuhe können übrigens mittlerweile auf eine lange Geschichte zurückblicken. Archäologische Funde beweisen, dass der Kuhmaulschuh, der im 16. Jahrhundert den bis dahin in Europa weitverbreiteten Schnabelschuh allmählich ablöste, bereits rahmengenäht war. Über die Jahrhunderte erfolgten einige Modifizierungen dieser Rahmennähweise. Wurden sie bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ausschließlich in Handarbeit gefertigt, revolutionierte Charles Goodyear Junior 1872 mit seinen ersten Goodyear-Maschinen in England die rahmengenähte Machart. Die Fabrikfertigung ließ die Produktionszahlen deutlich steigen und den Preis dabei fallen.

shoepassionDieser Gastbeitrag wurde von den Herrenschuh Experten von Shoepassion verfasst. Die Herrenschuh Liebhaber geben uns regelmäßig Einblicke in die faszinierende Welt des Herrenschuhs.

Aug 19

Seidenknoten: Günstige Alternative zum Manschettenknopf

seidenknoten

Manschettenknöpfe sind wieder in Mode. Geben die dem modebewussten Gentleman doch Gelegenheit, auf elegante Weise Stil und Individualität zu beweisen, und sich dezent von anderen abzusetzen. Einziges Manko: Hochwertige Manschettenknöpfe sind nicht ganz billig. Es müssen aber nicht immer zwingend Manschettenknöpfe sein. Mit dem Seidenknoten gibt es eine günstige aber dennoch stilvolle Alternative.

Seidenknoten Vorläufer des Manschettenknopfes

Der moderne Manschettenknopf hat seinen Ursprung ohnehin in dem Seidenknoten. Auch wenn der Name darauf schließen lässt, dass diese aus originaler Seide bestehen, werden die meisten Knoten aus Kunstseide hergestellt. In der Regel sind Seidenknoten zweifarbig, die Zahl der Variationen ist aber immens groß. Am Anfang und am Ende befindet sich jeweils ein Knoten, die durch ein etwas kräftigeres Seidenband miteinander verbunden sind.

Seidenknoten feiert ein Comeback

In jüngster Zeit feierte der Seidenknoten ein regelrechtes Comeback. Ein wesentlicher Grund für die Renaissance des Seidenknotens besteht auch darin, dass die „modernen“ Seidenknoten mittlerweile in immer mehr Farben und Formen erhältlich und auch schon für kleines Geld zu haben sind. Inzwischen werden sie bei vielen Herrenausstattern in den unterschiedlichsten Varianten feilgeboten. So ist es auch ohne große Ausgaben möglich, je nach Outfit (Hemd, Anzug, Krawatte oder andere Accessoires) farblich passende Seidenknoten zu tragen und somit neben den praktischen Nutzen, die Hemdmanschette zu schließen, auch das gesamte Erscheinungsbild abzurunden und geschmackvoll aufzutreten.

Hier bekommen Sie weiterführende Informationen über Manschettenknöpfe.

Aug 16

Mode Zitate: Giorgio Armani

zitate

Giorgio Armani:

“Man soll sich nicht für den Job kleiden, den man hat, sondern für den, den man haben möchte.”

Aug 14

Brogues – Die Lochverzierung der Herrenschuhe

brouge

Als Brogues werden Herrenschuhe bezeichnet, die mit einem Lochmuster versehen sind. Dabei ist es egal, ob der Schuh von Aufbau her ein Oxford, Derby, Blucher oder Monkstrap ist. Jedes dieser Basismodelle kann durch Brogues variiert werden.

Der Herzog von Windsor, eine Stilikone bis in die 1970er Jahre, trug Brogues sowohl zum Golfspielen, als auch in einer feineren Variante zu gesellschaftlichen Anlässen und machte so diesen Herrenschuh weltweit populär.

Ursprünglich hatten Brogues eine mehr funktionale, denn dekorative Funktion

Im 18. Jahrhundert hatten Brogues weniger ästhetische als praktische Aufgaben zu erfüllen. Die Bauern, die in den Hochebenen von Schottland (daher wird oft auch die Bezeichnung „schottische Lochung“ verwendet) und Irland unterwegs waren, nutzten die kleinen Löcher in den Schäften ihres robusten Lederschuhwerks, um eingedrungenes Wasser besser aus den Schuhen ablaufen zu lassen. Gleichfalls half es bei der schnelleren Trocknung.

Bald entdeckte der britische Adel diese Art Schuhe für sich und machte sie dadurch gesellschaftsfähig. Es erfolgte eine Verfeinerung im Laufe der Jahre, bis das Broguing nicht mehr ganz durch das Leder gestanzt wurde, sondern lediglich als Zierde auf den Schaft aufgesetzt wurde.

Zwei Arten des Broguings sind typisch: Lyralochung & Rosette

Broguing betont und schmückt die Nähte oder die Schaftspitze eines Schuhes. In die Lederteile, die entlang der Nähte aufgesetzt werden, wird in der Stanzerei der Schuhfabrik meist die sogenannte „Lyralochung“ vorgenommen. Bei ihr folgen je zwei übereinander stehende kleine Löcher auf ein größeres Loch. Dieses Muster variiert in der Regel nur in der Lochgröße, seltener in der Lochform. Das als „Rosette“ bezeichnete ornamentale Broguing der Schuhvorderkappe besteht hingegen aus großen und kleinen Löcherlinien.

Drei Varianten von Brogues

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen drei verschiedene Arten des Brogues erstmals groß in Mode: der Half-Brogue bzw. Semi-Brogue, der Full-Brogue und der Full-Brogue Longwing. Bei Ersterem ist in der Regel lediglich der Nahtrand, der quer aufgesetzten Vorderkappe, mit einer Lyralochung versehen. Häufig findet sich noch eine Rosette mittig auf der Schuhspitze.

Der Full-Brogue kommt mit einer Flügelkappe daher, die bis zu den Seiten des Schaftes reicht. Neben einer zentral auf der Schuhspitze aufgebrachten Rosette ist dieser Brogue an den Schaftteilrändern reichhaltig mit Lyralochungen versehen.

Eine Steigerung ist dann lediglich der Full-Brogue Longwing. Seine aufgesetzte Flügelkappe, deren seitlichen Ausläufer sich bis weit nach hinten an die Fersennaht erstrecken und somit eine Fersenkappe überflüssig machen, macht diesen Herrenschuh zu einem schicken Freizeitbegleiter.

Grundsätzlich sind Brogues vielseitig einsetzbar, passen sowohl zum Business-Outfit als auch zur Jeans. Blank polierte schwarze Modelle können hervorragend mit der Abendkleidung kombiniert werden.


shoepassionDieser Gastbeitrag wurde von den Herrenschuh Experten von Shoepassion verfasst. Die Herrenschuh Liebhaber geben uns regelmäßig Einblicke in die faszinierende Welt des Herrenschuhs.

Aug 08

Frauen stehen auf den Typ Gentleman

paerchen

Gute Nachricht für alle Gentlemen. Studien und Umfragen sind immer wieder zu entnehmen, dass Frauen bei der Partnerwahl Männer mit guten Manieren und einem zuvorkommenden Wesen bevorzugen. Ein wesentlicher Grund liegt darin, dass sich eine Frau in der Gegenwart eines Gentlemans ernst genommen und verstanden fühlt. Männer, die Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit an den Tag legen, wirken auf Frauen feinfühlig und fürsorglich. Zudem empfinden viele Frauen es als sympathisch und anziehend, wenn Männer ihrer Umwelt etwas geben, ohne dafür eine Gegenleistung einzufordern. Das gilt im Besonderen in einer Welt, in der sich bisweilen jeder selbst der Nächste zu sein scheint.

Soziales Verhalten liefert Rückschlüsse auf den gesellschaftlichen Status

Zudem sind das soziale Verhalten im Allgemeinen und gute Manieren im Besonderen ein klares Indiz für die Bildung und einen sozialen Status eines Menschen. Eine gute Bildung geht dabei häufig mit einem überdurchschnittlichen Einkommen einher. Die meisten Frauen suchen – ob bewusst oder instinktiv – einen Partner, der ihnen Sicherheit und Schutz bietet. Ein nicht unbedeutender Gesichtspunkt ist dabei die wirtschaftliche Situation des Mannes.

Gute Manieren kosten nichts

Es wäre aber viel zu kurz gegriffen, die weibliche Vorliebe für gute Manieren allein auf den finanziellen Aspekt zu beziehen, zumal gute Manieren nichts kosten. Auch ohne ein prall gefülltes Bankkonto signalisieren Höflichkeit, Fürsorge und Respekt einer Frau Zuneigung und Geborgenheit. Bei Frauen ist das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuneigung stärker ausgeprägt als bei Männern. Daher können Männer Frauen schon mit kleinen Gesten schmeicheln, wie zum Beispiel das Aufhalten einer Tür, einem freundlichen Lächeln oder einem kleinen Kompliment.

Ein Gentleman ist nicht berechnend

Gute Manieren hinterlassen bei Frauen also einen nachhaltigen positiven Eindruck. Diese aber als „plumpe Masche“ einzusetzen, wäre ein Widerspruch in sich. Ein wahrer Gentleman verfolgt natürlich seinen Weg, er ist dabei aber nicht berechnend und setzt seinen Charme nicht nur punktuell ein. Stattdessen lebt ein Gentleman Werte wie Anstand und Hilfsbereitschaft und identifiziert sich damit. Alles andere ist auf Dauer zum Scheitern verurteilt. Nicht zuletzt, weil die meisten Frauen deutlich feinfühliger als die meisten Männer sind, und die wahren Absichten eines Mannes oft schnell erkennen.

Ähnlicher Artikel: Freundlichkeit steigert die Attraktivität.

Aug 04

Der richtige Hemdkragen

hemdkragen

Der Hemdkragen – die Entwicklung

Ein wesentliches Stilmerkmal des modernen Herrenhemds ist der Hemdkragen. Waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts noch so genannte Stehkragen in Mode, trägt die Männerwelt seit nunmehr gut 100 Jahren zumeist Hemden mit Umlegekragen in zahlreichen Variationen. Der somit abgelöste Stehkragen kommt aber immer noch bei besonders festlichen Anlässen zum Einsatz. In den Umschlagkragen sind zumeist Kragenstäbchen eingenäht, die verhindern, dass die Kragenspitzen abstehen. Beim Button-Down Kragen ist dies allerdings überflüssig. Darüber hinaus unterscheiden sich die Hemdkragen hauptsächlich in Bezug auf den Winkel zwischen den Kragenspitzen und gegebenenfalls die Anzahl der Knöpfe.

Da es auf Grund der Vielzahl von unterschiedlichen Kragenvarianten häufig zu Verwirrung kommt, erklären wir im Folgenden kurz die verbreitetsten und populärsten Hemdkragen.

Weit verbreitet: Kent-Kragen

Der Kent-Kragen ist die am weitesten verbreitetste Form unter den Hemdkragen. Er hat einen mäßigen Winkel von ca. 95 – 120 Grad und findet in den unterschiedlichsten Varianten Verwendung. Er kann mit oder ohne Krawatte beziehungsweise Fliege getragen werden und ist optimal für Anzüge geeignet.

Optimal für Krawattenträger: Haifischkragen

Der Haifischkragen ist ein modischer, hochgeschnittener Kragen mit einem sehr breiten Neigungswinkel von bis zu 160 Grad. Er ist sehr gut dazu geeignet, mit einer Krawatte getragen zu werden und auch besonders breite Krawattenknoten wie der Doppelte Windsor oder der Kreuzknoten sehen mit dieser Kragenform sehr elegant aus.

Sportlich: Button-Down Kragen

Der Button-Down Kragen ist ein sportlicher, weicher Hemdkragen. Er hat an der Spitze der Kragenschenkel Knopflöcher und wird am Hemd festgeknöpft. Er wird üblicherweise nicht mit einer Krawatte getragen werden und eignet sich daher eher für ein sportliches Outfit oder in Kombination mit einem Pullover. Der Ursprung: Beim Polospiel flatterte den Spielern häufig der Kragen, so dass sie nach einem Weg suchten, diese zu befestigen.

Stehkragen alter Prägung: Kläppchenkragen

Der Kläppchenkragen ist einer der wenigen noch verwendeten Stehkragen. Die Kragenecken sind umgeklappt und er findet überwiegend bei festlichen Hemden, wie zum Beispiel Frackhemden, Verwendung. Er sollte nie mit Krawatten, sondern immer nur mit einer Fliege getragen werden.

herrenschmiede-gastbeitragDieser Gastbeitrag wurde von den Maßanzugs-Experten der Herrenschmiede verfasst. Die Anzugs Kenner veröffentlichen hier regelmäßig Artikel, die uns die Vielfältigkeit der Herrenanzüge näher bringen.

Aug 02

Manschettenknöpfe – der kleine aber feine Unterschied

Manschettenknöpfe

Jeder kennt sie, doch nur wenige tragen sie: Manschettenknöpfe. Dieser Umstand bietet dem modebewussten Gentleman die Gelegenheit, mittels Manschettenknöpfe auf unaufdringliche Art und Weise Stil und Individualität zu beweisen, und sich somit dezent aber bestimmt von der Masse abzusetzen.

Während Frauen bei ihrem Outfit in Sachen Kleidung, Schuhe, Schmuck, Schminke, Taschen und diverse Accessoires immer wieder aufs Neue variieren können, gibt es diesen großen Spielraum für Männer, insbesondere im Berufsleben oder bei öffentlichen Auftritten, nicht. Ein hochwertiger Anzug ist gemeinhin Pflicht, um den herum es sich korrekt zu kleiden gilt. Manschettenknöpfe eröffnen hierbei neue optische Gestaltungsmöglichkeiten. Manschettenknöpfe sind im Prinzip zwar nur ein kleines Detail, für alle Mitmenschen aber dennoch augenscheinlich.

Manschettenknöpfe auf andere Modeaccessoires abstimmen

Männer mit Manschettenknöpfen wirken professionell und ambitioniert. Um diesen Eindruck weiter zu unterstreichen, können die Farben und Formen stets so gewählt werden, dass sie auf die sonstigen Modeaccessoires wie Gürtel, Uhr, Brille oder Krawatte abgestimmt sind.

Der Zweck eines Manschettenknopfes ist das Schließen der Hemdmanschette, wie es sonst ein einfacher Knopf tut. Ursprünglich war der Manschettenknopf ein doppelter farbiger Seidenknoten, der in der Regel aus Stoff hergestellt wurde. Der klassische Manschettenknopf ist jedoch metallisch und gold- oder silberfarben. Sehr hochwertige Manschettenknöpfe bestehen aus teuren Edelmetallen und sind mit Edelsteinen verziert. Entsprechend wertvoll sind sie. Für extra angefertigte Manschettenknöpfe kann man auch einen fünfstelligen Betrag investieren, sofern man über das notwendige Kleingeld verfügt.

Mehrere Paare Manschettenknöpfe eröffnen Variationsmöglichkeiten

Manschettenknöpfe sind aber schon deutlich günstiger zu haben. So wie es preisgünstigen Modeschmuck gibt, so es gibt es auch entsprechend günstige Mode-Manschettenknöpfe. Diese sind allerdings nicht sehr hochwertig, dessen sollte man(n) sich bewusst sein. Ein wahrer Gentleman sollte für den Kauf von Manschettenknöpfen ohnehin ein paar mehr Euro in die Hand nehmen, um seinen individuellen Stil zu unterstreichen. Um dauerhaft Eindruck zu hinterlassen, sollte ein Gentleman zudem unbedingt mehr als nur über ein Paar zu verfügen, um sich so Variationsmöglichkeiten offen zu halten.

Hier finden Sie weiterführende Informationen über Seidenknoten.

Aug 01

Klassische Herrenschuh-Modelle

halbschuhe

Hochwertige und edle Herrenschuhe sind die Visitenkarte eines jeden Gentlemen. Dabei erscheint die Auswahl an Herrenschuh-Modellen riesig zu sein. Doch im Prinzip gehen alle heute existierenden Herrenschuh-Modelle auf eine relativ kleine Anzahl von Grundmodellen zurück. Die meisten von ihnen wurden im 19. Jahrhundert in den Modemetropolen Europas designt, als die ersten Modejournale das Licht der Welt erblickten und durch sie unter den europäischen Schumachermeistern eine Art Wettbewerb in den Jahren zwischen 1880 und 1889 entstand. Klasse setzt sich durch und so haben sich die Modelle über die Generationen bewährt, auch wenn sie im Detail den aktuell modischen Trends entsprechend modifiziert wurden.

Die Klassischen Herrenschuh-Modelle

Bei den klassischen Halbschuhmodellen handelt es sich um den Oxford, den Derby, den Blücher, den Budapester, den Monkstrap, den Loafer und die Mokassins. Am besten einteilen lassen sie sich nach ihrer Verschlussart. Es existieren Schnürschuhe (Oxford, Derby, Blücher, Budapester), Schlupfschuhe (Loafer, Mokassin) und Schnallenschuhe (Monkstrap).

Bei den Schnürschuhen wird noch einmal die offene Schnürung (Derby) und die geschlossene Schnürung unterschieden. Das hört sich komplizierter an, als es tatsächlich ist. Ein Blick genügt und ein jeder kann die Schnürungen voneinander unterscheiden. Bei der geschlossenen Schnürung (Oxford), die gemeinhin einen eleganteren Schuh definiert, werden die Seitenteile unter das Vorderblatt genäht. Es erscheint alles wie aus einem Guss geformt zu sein. Bei der offenen Schnürung hingegen liegen die Seitenteile auf dem Vorderblatt auf.

Schlupfschuhe, wie die Loafer und Mokassins welche sind, stehen für einen bequemen Einstieg in den Herrenschuh, da auf jegliche äußere Verschlusstechnik verzichtet wurde. Einzig der enge Schaft hält den Fuß im Schuh. Rasch ist der Träger, unter zu Hilfenahme eines Schuhlöffels, in den Herrenschuh geschlüpft und genießt sein lockeres Tragegefühl.

Der Schnallenverschluss hingegen gehört zu den extravaganten Möglichkeiten seinen Schuh zu verschließen. Der Monkstrap, als klassischer Schnallenschuh, wird mittels einer, oder maximal zwei, Metallschnallen verschlossen. Diese fällt direkt ins Auge des Betrachters und dementsprechend handelt es sich bei diesem Herrenschuhmodell um ein sehr gewagtes. Entweder mag man seine Erscheinung oder wird sich nie mit dem Monk anfreunden können.

Weitere Unterscheidungsmerkmale klassischer Herrenschuh-Modelle

Neben den Bestandteilen des Schuhoberteils (bei der einfachsten Variante des Mokassin besteht es auch einem Lederteil, beim Blücher aus Seitenteilen, Vorderblatt und äußeren Hinterkappen) wird ein Herrenschuh ebenso nach der Art seiner Verzierung eingeteilt. Ist keine vorhanden, spricht man von einem Plain. Eine einzige Naht, die quer über die Vorderkappe verläuft und der Herrenschuh bekommt die Bezeichnung Captoe. Reichhaltige Lochmusterverzierungen hingegen fallen unter den Begriff Brogue.

Letztlich ist die Anzahl der Herrenschuh-Modelle, die für einen Gentlemen in Betracht kommt, doch gar nicht so groß. Entscheidend bleibt am Ende der Anlass, zu dem Mann ein Paar hochwertige Schuhe auftragen möchte. Mit einem Mokassin wird niemand zu einer Hochzeit erscheinen und ein Oxford ist gänzlich unpassend für einen Spaziergang in der Natur.



shoepassionDieser Gastbeitrag wurde von den Herrenschuh Experten von Shoepassion verfasst. Die Herrenschuh Liebhaber geben uns regelmäßig Einblicke in die faszinierende Welt des Herrenschuhs.