Archive for Dezember, 2009

Dez 31

Gentleman-Blog wünscht allen Lesern ein frohes neues Jahr

Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch, ein frohes neues Jahr und die Kraft, Ihre guten Vorsätze und Ziele für 2010 in die Tat umzusetzen. Bekanntlich klappt das nicht immer, denn der Wille dazu ist immer nur der erste Schritt, leider nicht der letzte. Doch auch wenn die Vorsätze nur fromme Wünsche bleiben: Laster sind per se nichts schlechtes, sondern gehören letztendlich zum Menschsein dazu.

Dankeschön an alle Leser, Blogger und Gastautoren

Bei der Rückschau auf 2009 blicken wir auf einen erfolgreichen Start dieses Gentleman-Blogs im vergangenen Sommer zurück. Nur wenige Monate nach dem Launch verzeichnen wir bereits mehrere tausend Leser im Monat. Wir möchten uns an dieser Stelle für die vielen positiven Reaktionen aus dem Leserkreis und der Blogosphäre bedanken.

Ein großes Dankeschön gebührt auch unsere zahlreichen Gastautoren, die uns mit ihren Beiträgen wertvollen Input geliefert haben. Hier finden Sier eine Liste aller Gastautoren. Kontaktieren Sie uns einfach, falls Sie auch gerne Gastautor für den Gentleman-Blog werden möchten und ein Experte auf einem der Gebiete wie Mode, Benimm, Genuss etc. sind oder eine Webseite zu diesen Themen betreiben.

Bitte geben Sie uns Feedback

Wir möchten wir Sie auch im neuen Jahr weiterhin und noch umfassender über Benimm, Mode, Genuss, Psychologie u.v.m. informieren und Sie bestenfalls auch unterhalten. Wir hoffen, dass Sie uns auch im neuen Jahr als Leser treu bleiben und hier und dort weiterempfehlen. Wir möchten den Blog kontinuierlich ausbauen und möchten Sie einladen, das mit gemeinsam uns zu tun. Ihr Feedback ist uns wichtig. Schreiben Sie uns doch bitte Kommentare unter die Artikel oder direkt eine Mail an lukas@gentleman-blog.de, wenn Sie Anregungen haben, sich Artikel zu einem bestimmten Thema wünschen oder auch Kritik üben wollen.

Wir empfehlen uns mit den besten Wünschen für 2010,
Ihr Gentleman-Blog-Team

Dez 29

Der Derby – vielseitiger und eleganter Herrenschuh

Derby Herrenschuhe

Ein Schuh, dessen Schnitt weltberühmt ist und den eigentlich jeder Mann in seinem Besitz wissen sollte. Kein Wunder also, dass der Derby in Europa zu den beliebtesten Schuhmodellen zählt.

Seine Herkunft ist bis heute nicht einwandfrei geklärt. Vermutlich geht er jedoch auf einen britischen Earl der Grafschaft Derbys zurück. Jener lebte im ausgehenden 19. Jahrhundert und hatte der Legende nach ob seiner korpulenten Erscheinung wegen Probleme beim Einstieg in seine Stiefel. Ein ortsansässiger Schuhmacher nahm sich des unglücklichen Earls an. Er experimentierte eine wenig mit den gängigen Schnittmustern und schuf etwas völlig Neues.

Offene Schnürung des Derbys garantiert bequemen Einstieg

Bei seinem Schaftschnitt lagen die Seitenteile, welche die Schnürung tragen, auf dem Vorderblatt auf. Dieses ging wiederum elegant in die Zunge über. Der Derbyschaftschnitt war geboren und der Earl hatte durch die offene Schnürung keinerlei Probleme mehr in seine Schuhe hineinzukommen. Gerade dieser bequeme Einstieg macht den Derby noch heute, neben seinem eleganten Erscheinungsbild, zu einem äußerst beliebten Herrenschuh-Modell – gerade auch für Männer mit einem hohen Spann und breiten Fuß.

Der Derby ist ein eigenständiges Schuhmodell und doch dient der berühmte Derbyschnitt vielen weiteren Schuhmodellen als Basis. Der Budapester ist an dieser Stelle beispielhaft zu nennen. Gemeinhin sind bei der Bezeichnung Derbyschnitt Schuhe gemeint, die über eine offene Schnürung verfügen. Es kommt jedoch oft vor, dass der Derby mit dem Blücher verwechselt wird. Man sollte sich hier jedoch nicht irritieren lassen, da jener einen völlig anderen Schaftschnitt besitzt.

Falls Sie sich einmal in den USA aufhalten sollten und auf der Suche nach einem Derby sind, greifen sie einfach zu einem »Gibson«. Unter dieser Bezeichnung firmiert der Derby-Schuh dort im Handel. Zurückzuführen ist der Name auf den bekannten Illustrator Charles Dana Gibson, dessen »Gibson Girls« in seinen Zeichnungen, Anfang des 20. Jahrhunderts, Derbys trugen.

André Kostolany war ein Verehrer des Derbys

Im Gegensatz zum Oxford ist der Derby deutlich variabler im Einsatz. Lange Zeit galt er als reiner Freizeitschuh. Sofern verschiedene Broguings dem Derby ein sportlich legeres Aussehen bescheren, gilt dies auch heute noch. In der glatten, unverzierten Form wird er zu einem eleganten und stilsicheren Begleiter, der sehr wohl anzugtauglich ist. Jeder Braunton mit einem passenden Anzug ist bei Meetings im Büro angemessen. Das Gleiche gilt für die Kombination mit Cord und legerer Kleidung. Selbst zu einer Jeans harmoniert der Derby bestens. Mit einem Plain Derby ist sein Besitzer natürlich auch bei feierlichen Anlässen gerne gesehen. Noch ein kleiner Tipp: Besonders an breiten Füßen mit hohem Spann macht der Derby sich hervorragend.

Ein berühmter Liebhaber des Derbys war übrigens der ungarische Gentleman-Spekulant André Kostolany. Heute verwunderlich, damals selbstverständlich: Er trug seit frühster Jugend maßgeschneiderte Derbys. Die richtige Wahl der Schuhe war für Kostolany von höchster Wichtigkeit. Da wir von Shoepassion das genauso sehen, soll dieser Beitrag mit einem Zitat des weisen Mannes enden:

“Für mich persönlich ist ein guter Schuh zur Beurteilung eines wahren Gentleman immer wichtiger als der Anzug gewesen.”

shoepassionDieser Gastbeitrag wurde von den Herrenschuh-Experten von Shoepassion verfasst. Die Herrenschuh-Liebhaber geben uns regelmäßig Einblicke in die faszinierende Welt des Herrenschuhs.

Dez 26

Ausstellung: “Manieren. Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten”

Ausstellung: Manieren. Geschichte von Anstand uns Sitte.


Zum Thema “Manieren. Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten“ läuft im Bremer Focke Museum noch bis zum 30. Mai 2010 eine Sonderausstellung. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Umgangsformen seit dem Mittelalter.

Auf den Spuren des guten und schlechten Benehmens

Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren des guten und schlechten Benehmens und führt dazu in 13 Kapiteln wie „800 Jahre Etikette“, „Tischmanieren“, „Diskretion“ oder „Die Würde des Menschen“ auf spannende und unterhaltsame Weise durch die “anständige Kulturgeschichte”.

Etwa 200 Exponate zeigen dem Besucher die Ursprünge und Erscheinungsformen gesellschaftlicher Regeln und Tabus auf, legen Zeugnis vom Streben nach gefälliger Selbstdarstellung ab, bringen Rücksichtnahme und Distanzverlust sowie Feinsinn und Rüpelei zum Ausdruck und beschreiben Peinlichkeitsschwellen und deren lustvoller Überschreitung. Darüber hinaus macht die Ausstellung dem Besucher auch die Mechanismen der gesellschaftlichen Ausgrenzung bewusst.

Knigges Ziel: gegenseitige Rücksichtnahme

Laut den Veranstaltern geht es mit der Ausstellung aber primär nicht darum, Knigge-Regeln zu vermitteln. Vielmehr wollen sie mit einer Mischung als Ernsthaftigkeit und Humor die Entwicklung und Veränderungen in den allgemein Regeln des gesellschaftlichen Lebens zum Ausdruck bringen und den Besucher für die Würde des Menschen sensibilisieren. Denn letztendlich ging es Adolph Freiherr Knigge nicht darum, wie nun das Besteck korrekt zu halten ist, sondern im Grunde um gegenseitige Rücksichtnahme, die das Miteinander der Menschen erleichtern soll.

Dez 23

Fundgrube: Gentleman Linktipps (1)

Der Gentleman-Blog macht sich von nun an regelmäßig im Informations-Dickicht des Internets auf die Suche nach interessanten, informativen und erkenntnisreichen Inhalten und präsentieren einmal im Monat Fundstücke rund um die Gentleman-Themen Knigge, Stil, Mode, Genuss und vieles mehr.

Gentleman Linktipps

Workout: Das persönliche Charisma stärken
Charisma ist eine der Eigenschaften, die einen Gentleman auszeichnen. Nicht jeder ist von Natur aus damit gesegnet. Woran niemand verzweifeln muss, denn es ist möglich, das eigene Charisma zu stärken, unter anderem mit dem richtigen Blickkontakt, mit Humor oder dem äußeren Eindruck. Wie das genau funktioniert, erklärt Julia Sobainsky, Expertin und Coach für Persönlichkeitsentwicklung. Ihre siebenteilige Serie ist eine Art Anleitung zur Stärkung des persönlichen Charismas.

Prioritäten: Konsumenten ist sozialer Status wichtiger als Qualität
Renee Richardson Gosline von der Sloan School of Management hat in einer Studie herausgefunden, dass die Kauf- und Zahlbereitschaft für Luxusgegenstände weniger davon abhängt, wie hoch die Kunden die Qualität einschätzen. Es geht dem Käufer vielmehr darum, mit dem Luxusgut einen bestimmten sozialen Status zu erreichen.

Überraschung: Kaviar aus Schokolade
Wer seine Freunde oder Gäste mal kulinarisch überraschen möchte, kann das mit Kaviar aus Schokolade tun. Optisch täuschend echt, auch in typischen Kaviardosen verpackt. Insbesondere bei Frauen mag das mitunter sogar besser ankommen als echter Kaviar.

Achtung: Beleuchtung beeinflusst den Geschmack von Wein
Und noch etwas kulinarisches. Einer Studie des psychologischen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zufolge hat die Farbe der Beleuchtung beim Verzehr von Wein im Raum unmittelbaren Einfluss auf das Geschmackempfinden. Meiden Sie in ihrem Speisezimmer weißes und grünes Licht, wenn es Ihren Gästen schmecken soll und installierne Sie stattdessen rotes oder blaue Lichtquellen.

Darf ich vorstellen?: Wie man andere korrekt miteinander bekannt macht
Im Geschäfstleben kommt es immer wieder vor, dass man Kollegen, Kunden oder Geschäftspartner miteinander bekannt machen muss. Das kann man mit ein paar kargen Worten erledigen oder es aber geschickt anstellen. Wie das geht und wer im Geschäftsleben wen wem vorstellen sollte, zeigt Stilbrief.de in diesem Business-Knigge-Artikel auf.

Viel Vergnügen beim Stöbern in den Gentleman Linktipps!

Dez 20

Contenance – Charaktereigenschaft eines wahren Gentleman

Contenance

In schwierigen oder angespannten Situationen kommt es häufig vor, dass man die Fassung verliert und die eigenen Handlungen im Nachhinein bereut. Bei solcherlei Gefühlsausbrüchen hat man jedoch die wesentliche Eigenschaft eines wahren Gentleman vernachlässigt – die Contenance. Contenance beschreibt die Fähigkeit, zu jedem Zeitpunkt Herr über die eigenen Sinne, Triebe und das eigene Verhalten zu sein.

Herr über die eigenen Sinne sein

Es gibt Menschen, die bei der kleinsten Bemerkung in die Luft gehen und ihre Emotionen sofort willkürlich ausbrechen lassen. Für das naheliegende Umfeld wirkt so ein Verhalten überaus lästig und nervenaufreibend. Mitmenschen möchten nicht die geballte Ladung fremder, negativer Emotionen spüren und meiden deshalb zukünftig die Anwesenheit einer solch labilen Person.

Ein Gentleman handelt in einer schwierigen Situation anders. Er beweist Contenance und entlädt seine Emotionen nicht wie ein Choleriker auf die Mitmenschen, sondern löst Probleme entweder eigenständig oder gemeinsam. Die Folgen sind eine langfristige positive Assoziation.

Ein Gentleman übernimmt Verantwortung für seine Taten

Doch wo kann die Contenance noch nützlich sein und wie kann sie das eigene Leben positiv beeinflussen? Menschen spüren sofort, wenn man die eigenen Emotionen im Griff hat und verantwortungsbewusst mit seinem Verhalten umgehen kann. Jemand, der die Emotionen beherrscht, gilt als eigenständiges und selbstbewusstes Individuum. Der Gentleman weist nicht den Emotionen die Schuld für falsches Verhalten zu, sondern übernimmt selbst Verantwortung für seine Taten. Eine solche Persönlichkeit zieht die Aufmerksamkeit der Mitmenschen auf sich und genießt großes Ansehen.

Gelassenheit auch in misslichen Situationen

Neben der Wirkung auf die Mitmenschen, verändert Contenance auch die Geisteshaltung zum Leben. Durch den Verzicht jede negative Gefühlsregung nach außen hin zu kommunizieren, ist der Gentleman fähig ein Glücksmoment noch intensiver zu fühlen. Der Kontrast zwischen Selbstbeherrschung und intensivem Erleben steigert seine Lebensqualität enorm. Falls dem Gentleman ein Fehler unterläuft oder er sich in einer misslichen Lage befindet, löst er die Situation möglichst gelassen und lernt daraus.

Auch in jeder Verhandlung, Diskussion oder Debatte ist der Gentleman ein ernst zu nehmender Gegner. Er vollzieht nur Handlungen, die er sich vorher genauestens überlegt hat. Dadurch sinkt die Gefahr vor falschen Entscheidungen und eventuellen Konsequenzen. Der Gentleman legt viel Wert darauf, die gesamte Kommunikation und Interaktion jederzeit zu überblicken.

Männer mit Sebstbeherrschung in der Frauenwelt gefragt

Ein Mann mit derartiger Selbstbeherrschung ist auch in der Frauenwelt sehr gefragt. Sie unterliegen seinem Charme und sind fasziniert davon, wie er sich ihnen gegenüber verhält. Es braucht mehr als gutes Aussehen und ein freundliches Lächeln, um den Gentleman aus der Fassung zu bringen. Diese Eigenschaft signalisiert sozialen Status und macht ihn zu einer verführerischen Persönlichkeit.

Um sich selbst die Contenance eines Gentleman anzueignen, ist vor allem rationales Denken und bewusstes Leben notwendig. Genau wie er sollte man überlegen, zu welchem Zeitpunkt es wirklich nützlich ist, die eigenen Emotionen nach Außen zu kommunizieren. Die Frage muss also lauten: Welchen Nutzen hätte es, die Mitmenschen mit dieser Emotionen zu beeinflussen und wie würde es sich auf deren Stimmung auswirken?


Gastbeitrag - 30tausend Diesen Beitrag haben die Macher von 30Tausend – Psychologie, Charisma, Karriere verfasst. In ihren Gastartikeln zeigen sie Wege zum Erfolg auf und berichten dazu über allerlei interesssante Dinge aus dem Leben.

Dez 16

Mode Zitate: Margot Hielscher

zitate

Margot Hielscher:

“Mode = Jener seltsame Vorgang, bei dem allen plötzlich etwas gefällt, was ihnen gestern noch nicht gefallen hat und was ihnen morgen nicht mehr gefallen wird.”

Dez 13

Wie viel die Deutschen für Kleidung ausgeben

Ausgaben für Kleidung


Es ist nicht viel, was die Deutschen im Schnitt für Kleidung ausgeben. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes investiert ein alleinstehender Mann in Deutschland pro Jahr 336 Euro in seine Garderobe. Auf den einzelnen Monat herunter gerechnet sind das lediglich 28 Euro, also weniger als Euro pro Tag.. Das erscheint nicht viel, zumal darin die Ausgaben für sämtliche Kleidungsstücke enthalten sind, vom Herrenschuh und Unterwäsche über Hosen und Pullover bis zur Jacke.

Im Schnitt weniger als 1 Euro pro Tag für Kleidung

Nicht wirklich überraschend sieht das bei der Damenwelt etwas anders aus: Eine alleinstehende Frau gibt deutlich mehr für Bekleidung aus. Bei ihr sind es jährlich 588 Euro, was durchschnittlich 49 Euro pro Monat entspricht.

Dazu passen auch die Angaben aus dem Statistik-Buch „Die Welt in Zahlen 2010“, herausgegeben vom Wirtschaftsmagazin brandeins, die eine etwas differenzierte Zahlen nennen. Demnach geben 36,5 Prozent der Deutschen monatlich 0 bis 49 Euro für Kleidung aus und 31,1 Prozent zwischen 50 und 99 Euro. Bei 15 Prozent der Deutschen sind es 100 bis 149 Euro. Nur etwa jder zehnte Deutsche wendet pro Monat mehr als 150 Euro für neue Kleidung auf.

Stil kann man nicht kaufen

Doch letztendlich kommt es weniger auf die Summe an, sondern vielmehr auf die Klamottenauswahl an sich. Zwar hat man mit mehr Geld auch eine größere Wahlmöglichkeiten, und mit einem höheren Preis geht in der Regel auch eine bessere Qualität einher, doch diese darf man nicht mit Stil verwechseln. Stil kann man nicht kaufen. Auch mit einem großen Budget kann man bei der Kleiderwahl ordentlich daneben greifen. Für eine passende Kleiderwahl und eine stimmige Kombination der einzelnen Kleidungsstücke bedarf mehr als nur viel Geld, nämlich in erster Linie Stil und Geschmack. Über letzteren lässt sich zwar bekanntermaßen nicht streiten, denn Geschmack liegt immer im Auge des Betrachters. Nichtsdestotrotz lässt sich vortrefflich darüber diskutieren.

Dez 09

Casual Friday – in lässiger Kleidung ins Wochenende

Casual Friday


Der strengen Kleiderordnung entgegen, gestatten es weltweit viele Firmen ihren Mitarbeitern an jedem Freitag, deutlich zwangloser gekleidet zu sein. Das übliche Business-Outfit ist am Casual Friday kein Muss mehr, statt Anzug, Hemd und Krawatte ist auch das Tragen von Jeans und T-Shirts gestattet. Am „lässigem Freitag“ darf das Dress gern auch sportlich sein.

Casual Friday sollte die Motivation der Mitarbeiter erhöhen

Der Casual Friday fand seinen Ursprung in den späten 50er Jahren in der USA, als einige Banken und größere Firmen es ihren Angestellten gestatteten, zum Wochenausklang vom vorgegebenen Dress-Code des Unternehmens abzuweichen. Die Mitarbeiter sollten sich von den Zwängen des Büroalltags lösen und sich auf das bevorstehende Wochenende einstimmen können. Die eigentliche Hintergrund war aber ein anderer: Die Unternehmen versprachen sich von dem Casual Friday, dass sich die Arbeitsmoral in dem legeren Outfits erhöht, denn mit dieser war es in den damals oft riesigen und lauten Großraumbüros zum Ende der Arbeitswoche nicht immer zum besten bestellt.

Zwanzig Jahre später gab es seitens der amerikanische Bekleidungsindustrie gezielte Werbekampagnen auf, mit dem Ziel, den Casual Friday fest in der amerikanischen Unternehmenskultur zu etablieren. Mit Erfolg. In der Folgezeit weitete sich die Gepflogenheit des Casual Fridays sogar bis nach Asien und Europa aus, wo er bis heute noch weit verbreitet ist.

Casual Friday hat seit der New Economy wieder an Bedeutung verloren

In den letzten Jahren hat der Casual Friday jedoch wieder an Bedeutung verloren, da sich die Unternehmenslandschaft stark gewandelt hat. Insbesondere in den unzähligen vielen neuen Internetfirmen herrscht eine andere Unternehmenskultur, in der es ohnehin kaum noch Kleidungsvorschriften gibt. Nicht ausgeschlossen, dass es in einigen dieser jungen Unternehmen bald einen „Formal Friday“ gibt.

Dez 03

Schleife & Fliege tragen kommt wieder

Schleife


Auf den Laufstegen dieser Welt gab es in der jüngsten Vergangenheit ein regelrechtes Comeback. Viele Modemacher schicken ihre männlichen Models wieder mit Schleife auf den Catwalk.

Die Schleife stellt die Alternative zur Krawatte dar und wird zum Hemd getragen. Bei einer Schleife handelt es sich um ein gebundenes etwa 20 cm bis 100 cm langes Textilband, das mit zwei Schleifen und zwei Enden den Träger schmückt. Ihr Synonym lautet „Schmetterlingsflügel“, wobei sie im Volksmund oft auch Fliege genannt wird.

Schleife wird im Volksmund auch Fliege genannt

Was hat die Schleife für Vorzüge? Man(n) fällt auf! Eine Schleife unterstreicht die eigene Ausstrahlung. Männer, die auf Festlichkeiten Schleife tragen, begeben sich gegenüber Krawattenträgern bewusst in der zahlenmäßige Minderheit und strahlen dadurch Stärke und Selbstsicherheit aus. Zudem ist das Tragen einer Schleife auch ein Statement und ein Bekenntnis zu den Gesetzen der „alten Schule“.

Zu jedem Anlass die passende Schleife

Doch zu welchem Anlass und in welcher Kombination trägt Mann welche Schleife? Wenn in der Einladung um den Dressecode „White Tie“ gebeten wird, bedeutet das für die Abendgarderobe des Gentleman: Frack, Manschettenknöpfe, Taschenuhr und Frackschleife. Die Farbe der Schleife ist dabei natürlich weiß. Die passende Garderobe für die Begleiterin ist ein langes (!) Abendkleid mit Decolleté, Mantel, Stola, Schmuck und aufwändiger Frisur. Für das perfekte Outfit der Dame sollten ihre Schuhe nur einen schmalen Absatz haben.

Lautet der Dresscode hingegen „Black Tie“ oder Tuxedo, erfordert das für den Gentleman das Tragen eines Smokings. Typische Anlässe dafür sind Hochzeiten, Vernissagen und andere gesellschaftliche Feste. Die Abendgarderobe des Gentleman besteht aus einem Smoking mit festlichem Hemd. Als Schleife ist die Satinschleife ein Muss. Sie ist Schwarz oder allenfalls Bordeaux. Für die Kleidung der Frau an der Seite des Schleife tragenden Gentleman: Seidenanzug oder ein Etui-Kleid (analog dem “Kleinen Schwarzen”), Schmuck, und ein festliches Make-up. Die Schuhe sollten hohe und schmale Absätze haben.


SchleifenmanufakturDiesen Gastbeitrag haben die Schleifenexperten der Schleifenmanufaktur verfasst. In ihren Gastartikeln erfahren wir allerlei Interessantes über die Schmetterlingsflügel.

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