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Jun 29

Anzughosen und ihre Feinheiten

Anzughosen werden neben den Sakkos mit ihren auffallenden Revers und Schnitten häufig erst auf den zweiten Blick wahrgenommen. Dennoch zeichnen sie sich durch verschiedene Feinheiten aus und können bei der richtigen Gestaltung den Gesamtauftritt abrunden – oder aber nachteilig beeinflussen. Was sind Bundfalten, aufgeschlagener Hosensaum und wie erkennt man eigentlich ein gutes Stoßband? Dieser Beitrag geht diesen und weiteren Fragen zur Anzughose nach.

Bügelfalte oder Bundfalte?

Häufig kommt es hierbei zu Verwechselungen – denn während eine korrekte Bügelfalte an jede Anzughose gehört und idealerweise gerade am Bein herunterlaufen sollte, so dass Knie und Schuhe mittig gestreift werden, sind Bundfalten in keinster Weise Pflicht. Bei einer Bundfaltenhose sind am Bund der Hose Falten gelegt, die dafür sorgen, dass die Hose weiter sitzt und somit sehr bequem ist. Je nach Geschmack kann die Anzahl der Falten variieren. Generell sagt man dieser Ausführung der Hose eine etwas konservativere Wirkung nach. Eine Alternativ zur Bundfaltenhose ist die Anzughose mit flacher Front. Diese ist glatt geschnitten, somit nicht ganz so weit und bisweilen auch nicht ganz so bequem wie eine Bügelfalte, doch dafür ist die Passform unübertroffen. Während Bundfaltenhosen tendenziell mit schrägem Tascheneingriff geschneidert werden, wird dieser bei Hosen mit flacher Front gerader angesetzt.

Futter oder kein Futter?

Konfektionsanzüge werden häufig gar nicht mehr mit Futter geschneidert, so dass man hier höchstens die Möglichkeit hat, sich nachträglich ein Innenfutter in die Hose einnähen zu lassen. Hochwertigere und maßgeschneiderte Anzüge dagegen haben in der Regel ein Innenfutter, das bis zu den Knien reicht. Nach Wunsch, zum Beispiel bei einer Wolleallergie, kann die Hose auch voll gefüttert werden. Dadurch wird sie natürlich wärmer, aber die Haut hat keinen direkten Kontakt zum Oberstoff mehr. Dies kann auch dann vorteilhaft sein, wenn man keine Wolleallergie hat, denn Naturstoffe werden auf der Haut von vielen Menschen als unangenehm empfunden.

Hosensaum, Stoßband und Satinbänder

Der Hosensaum von Anzughosen kann entweder mit oder ohne Aufschlag geschneidert werden. Üblicher ist die Variante ohne Aufschlag. Nur bei Herren, die sehr groß sind, empfiehlt sich der Aufschlag, da dieser die Beine optisch verkürzt. Unabhängig vom Aufschlag sollte der Hosensaum mit einem Stoßband versehen sein. Die Aufgabe des Stoßbands ist es, den Hosensaum vor Abnutzung zu schützen. Zu diesem Zweck sollte es aus einem festen Material gefertigt und so eingenäht sein, dass es leicht über den Hosensaum hinausragt und dadurch ein Abwetzen verhindert. Bei sehr festlichen Anzügen, wie zum Beispiel einem Frack, wird seitlich an den Hosenbeinen üblicherweise ein Satinband angenäht. Das unterstreicht die festliche Wirkung besonders.

Die Hose ist kein dominierender Teil des Anzugs. Um sich aber spätere Enttäuschung zu ersparen, sollt man vor jedem Anzugkauf einige Überlegungen anstellen, um die Hose entsprechend des Anlasses und der eigenen Vorlieben zu gestalten.

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One Response to “Anzughosen und ihre Feinheiten”

  1. [...] bei einem ganz klassischen, schwarzen Modell, bestehend aus einem schönem Sakko und einer feinen Hose. Manchmal fährt man mit den klassischen Sachen doch einfach am besten, habe ich das Gefühl. Und [...]

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