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Feb 10

Die 10 größten Modesünden für einen Mann

Aufmerksamen Lesern des Gentleman-Blogs kann es eigentlich kaum passieren, dass sie sich in der Garderobe vergreifen. Dennoch sind immer wieder gravierende Mode-und Stil-Sünden zu entdecken, die uns dazu veranlasst haben, in unserer Gentleman´s Top Ten die schlimmsten Mode-Fauxpas für Männer aufzulisten.

Die falschen Socken

Socken und Strümpfe sind ein schwieriges Kapitel in der Gentleman-Mode, da ihnen meist wenig Beachtung geschenkt wird. Dennoch sollten einige Regeln beachtet werden, um modischen Fauxpas aus dem Weg zu gehen.

Zum Anzug sowie zu den Schuhen sollten die Strümpfe unbedingt farblich abgestimmt werden und vor allem bis zum Knie reichen, damit beim Sitzen keine nackte Wade freigelegt wird. Tennissocken sind ausschließlich beim Sport erlaubt und Comicfiguren auf den Socken sind etwas für kleine Jungs, aber nichts für einen Gentleman.

Schuh-Experimente

Grundsätzlich gilt, dass ein Gentleman auch bei noch so heißen Temperaturen keine Sandalen tragen sollte. Widersteht er diesem Rat jedoch, müssen die offen zur Schau gestellten Füße top gepflegt sein und dürfen nie niemals in Socken stecken.

Für kleiner gewachsene Männer mag es äußerst praktisch anmuten, Schuhe mit Absätzen zu tragen, aber mit Stil hat dies nicht viel zu tun. Hohe Absätze sollten der Frauenwelt vorbehalten werden und lassen männliche Träger leider nur albern aussehen.

Turnschuhe zum Anzug

Ex-Außenminister Joschka Fischer hat diesen „Trend“ in den Bundestag gebracht, ihn jedoch auch bald wieder abgelegt. Heutzutage zeigen sich auf den roten Teppichen noch einige junge Künstler, wie Musiker oder Schauspieler mit Turnschuhen zum Anzug, aber dieser Look gehört allenfalls auf einen Abi-Ball, aber nicht in die Garderobe eines Gentlemans.

Schuhe und Gürtel

Zum Anzug trägt der Gentleman hochwertige Lederschuhe, die er farblich auf den Anzug (und die Strümpfe) abstimmt. Genauso sollte sich auch der Gürtel harmonisch in das Gesamtbild einfügen und deshalb in der gleichen Farbe wie der Schuh gewählt werden. Dies gilt nicht nur in Verbindung mit einem Anzug, sondern auch bei Jeans.

Handy am Gürtel

Da ausgebeulte Hosentaschen ein schwerer Mode-Fauxpas sind, findet manch ein Vieltelefonierer die Aufbewahrungsvariante seines Mobiltelefons am Gürtel sicher unheimlich praktisch. Aber eines steht fest: Ist der Träger dieser „Gürteltasche“ nicht gerade auf einer Baustelle beschäftigt, gehört ein Telefon auf keinen Fall an den Gürtel.

Das Hemd – kurzärmelig und bügelfrei

Zum Anzug gehört das Hemd zur Pflichtgarderobe, doch dies verursacht leider auch einen beachtlichen Bügel-Aufwand. Bügelfreie Hemden scheinen die Lösung, doch leider sieht man ihnen ihren Kunstfaser-Vorteil in vielen Fällen leider allzu deutlich an.

Im Sommer sind auch oft Kurzarm-Hemden zu bewundern, im schlimmsten Fall noch in Kombination mit einer Krawatte. Doch das erinnert nicht nur zwangsläufig an eine Beamten-Garderobe, sondern hat auch überhaupt keinen Stil.

Comic-Krawatten

Krawatten können zwar einen farbliches Highlight sein, sollten den Betrachter jedoch nicht „anschreien“. Comic-Prints, wilde Muster oder Farben, die so gar nicht zum restlichen Outfit passen sollten daher ebenso vermieden werden, wie Krawatten aus ungewöhnlichen Materialien, wie beispielsweise aus Holz.

Sprüche-T-Shirts

Natürlich trägt ein Gentleman nicht ausschließlich Anzüge und maßgeschneiderte Hemden, sondern greift auch mal zum sportlichen T-Shirt oder Polohemd. Hier sollten jedoch Tragweisen, wie ein hochgestellter Kragen, in Kombination mit einem um die Schultern gebundenen Pulli, dringend vermieden werden. Auch platte T-Shirt-Sprüche, wie „Bier formte diesen Körper“ gehören selbst am Ballermann zu den schlimmsten Mode-Sünden, die ein Mann begehen kann.

Lederhosen

Sollte zu Ihren Hobbies das Motorradfahren zählen, sind Lederhosen zum Schutz vor Verletzungen durchaus erlaubt. Jedoch auch nur dann, wenn Sie diese ausschließlich bei der Ausübung Ihres Hobbies tragen und nicht etwa auch in Ihrer sonstigen Freizeit.

Rucksäcke/ Handgelenktaschen/Handytaschen

Zum Verreisen oder auf dem Weg ins Fitness-Studio ist so ein Rucksack durchaus praktisch. Allerdings hat sich dieses Stauraumwunder bei vielen Herren auch als Teil der Business-Garderobe durchgesetzt und wird zum Anzug, beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit, mit der gleichen Selbstverständlichkeit getragen, als würde man sich auf den Weg zur Bergwanderung machen.

Gerade ältere Herren haben offenbar häufig das Bedürfnis ihre Habseligkeiten mit sich herum zu tragen. Damit hat sich auch die Handgelenkstasche in diesen Kreisen etabliert, die jedoch, selbst wenn farblich auf das Schuhwerk abgestimmt, eines der schlimmsten Mode-Fauxpas überhaupt darstellt.

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15 Responses to “Die 10 größten Modesünden für einen Mann”

  1. Basti sagt:

    Finde ich ebenfalls. Die größte Todsünde ist, finde ich, Comic Krawatten – geht gar nicht!

  2. Chris sagt:

    T-Shirt Sprüche… oh je, vor 10 Jahren hat die mit Sicherheit jeder im Schrank gehabt – aber getragen hat das doch damals schon keiner

  3. Michael sagt:

    Eine Liste zum Abhaken für schlichte Gemüter.
    Als echter Gentleman könnte man alle diese “Sünden” gleichzeitig begehen und dennoch Grandezza und Stil ausstrahlen.

  4. Robert sagt:

    @ Michael: Na das will ich sehen, wie man mit unpassenden Socken, Comic-Krawatte, Rucksack auf dem Rücken, Handytasche am braunen Gürtel zu schwarzen Turnschuhen und Kunstfaser-Faser noch stilvoll aussehen kann. Wenn das möglich sein sollte, dann will ich das wirklich gerne mal erleben.

  5. Lucien Meier sagt:

    Für Handgelenktaschen war ich noch nie. Frage mich aber, was ich ohne meine zum Outfit
    passenden Handtaschen, auf Flug- und langen Zugreisen, machen würde!?

  6. Leider auch immer wieder zu sehen und ein absolutes No-Go sind abgelaufene Schuhe.

  7. Tim sagt:

    Opernpumps könnte man durchaus hohe Absätze attestieren, trotzdem sind sie für Herren gedacht!

  8. Jan-Simon sagt:

    Diese Zusammenstellung von größeren und kleineren Sünden in dieser Kompaktheit ist jeder Person männlichen Geschlechts spätestens ab der Volljährigkeit, besser ab Mitte der Pubertät, dringend zur Lektüre zu empfehlen.

    Ich stoße mich jedoch im Absatz über Gürteltaschen für Mobiltelefone an der Formulierung “Ist der Träger dieser „Gürteltasche“ nicht gerade auf einer Baustelle beschäftigt, gehört ein Telefon auf keinen Fall an den Gürtel.” – Hier kann der Eindruck entstehen, Bauarbeiter seien per se nicht als Gentleman oder Menschen mit Stil anzusehen. Einerseits geziemt es sich für einen Menschen, der sich als Gentleman verstehen will, nicht, andere derart verallgemeinernd herabzusetzen, andererseits kenne ich eine ganze Reihe von (Bau-)Arbeitern, die ich eher als Gentleman titulieren würde, als manche Akademiker, die ich bislang kennen lernen musste.

    Damit der Eindruck, dessen Entstehung ich oben befürchtet habe, nicht entsteht, vermute ich einfach, dass Mobiltelefone am Gürtel auf Baustellen auch “Gentleman” mit der Begründung der besseren Erreichbarkeit des Geräts im Falle eines Unfalls zugestanden werden können ;-)

  9. Tyrus sagt:

    Dass Socken in Sandalen ein absolutes No-Go und vor allem “typisch deutsch” seien, ist eine seit Jahrzehnten kolportierte Binsenweisheit. Ihre tausendneunte Wiedergabe zählt geradezu zu den billigsten Arten, sich als vermeintlicher Mann von Welt zu outen. Meines Erachtens kann diese Kombination im Casual-Bereich durchaus gut aussehen. Hängt, wie so oft, von der Qualität der Zutaten ab. Die Socken müssen natürlich makellos sauber sein, gut sitzen und in Farbe und Stoffstruktur zu den Sandalen passen.

  10. Thomas S. sagt:

    Und wenn man es dann eben zum tausendzehnten Male sagt. Socken & Sandalen sind ein no go. Pünktchen –>.

  11. Biggi N. sagt:

    Artikel trifft den Nagel auf den Kopf… ich habe nichts anzufügen – höchstens: schade, dass es wahrscheinlich gerade die Männer (oder Ehefrauen usw.) die das lesen sollten sich nicht auf diese Seite verirren.

  12. Roman W. sagt:

    Das mit den abgestimmten Socken trifft den Zahn der Zeit. Wir sollten uns mal Zeit nehmen und mehr auf die Details achten.

  13. Name sagt:

    Die Freiheit ist immer die Freiheit der Anderen. Für viele Kombinationen gibt es nachvollziehbare Gründe. Es ist doch wichtiger, dass die Person sich an Körper und Geist pflegt und nicht stumpf Regeln einer längst vergangenen Zeit befolgt. Letztendlich ist es eine Art der Gleichmacherei.

  14. Florian sagt:

    Hallo,

    was soll ich bitte an Stelle meines Rucksackes nehmen?

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