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Mrz 02

Frauen wollen erwachsene Männer

Neben Schuhen, mindestens zwei besten Freundinnen und noch einigen anderen Dingen wollen Frauen in ihrer Paarbeziehung vor allem eins: einen erwachsenen Mann.

Sie wollen keinen Muttersohn, der zweimal die Woche Mama anruft. Sie wollen keinen Casanova, dem das Erobern einer Frau wichtiger ist als die Beziehung. Sie wollen keinen Macho, der das patriarchalische Modell für die beste Beziehungsform hält. Und Sie wollen keinen Narzissten, der dauernd bewundert werden will und kein kritisches Feedback verträgt.

Denn nur mit einem erwachsenen Mann kann eine Frau auch eine erwachsene Beziehung führen. Andernfalls ist die Partnerin versucht, Ihren Mann „nachzuerziehen“ und gerät schnell in die unpassende und unerfreuliche Mutterrolle, die ständig nörgelt oder ihm seine Sachen hinterher räumt.

Woran erkennt man nun einen erwachsenen Mann?

Mein Kriterium ist, inwieweit es einem Mann gelingt, eine intime Beziehung zu einem erwachsenen Menschen zu knüpfen und sie über längere Zeit hinweg aufrecht zu erhalten. Das scheint mir wichtiger, als dass jemand im Beruf seinen Mann steht. So kann ein Hausmann durchaus „erwachsener“ sein als einer, der im Job fünfzehn Mitarbeiter führt aber zu Hause keinen Dialog auf Augenhöhe mit seiner Partnerin hinkriegt.

Vielen Männern fällt es schwer, sich auf partnerschaftlicher Ebene mit ihrer Frau auseinanderzusetzen. Denn hängt man nicht dem patriarchalischen oder dem matriarchalischen Modell an, bleibt nur eine Beziehung, in der sich beide gleichberechtigt fühlen und auch so verhalten. Keiner dominiert den anderen, keiner ordnet sich dauernd unter. Das hat aber zur Konsequenz, dass viele Themen miteinander ausgehandelt werden müssen und nicht einfach von einem angeordnet werden.

Warum haben manche Männer Probleme mit dem Erwachsenwerden?

Das hat meist mit einer fehlenden Ablösung von der Mutter zu tun. Kleine Kinder sind fast immer näher bei der Mutter, auch in Kindergarten und Grundschule haben Jungen heute mit Frauen zu tun und dafür wenig männliche Vorbilder. Umso wichtiger ist es, dass sie früh immer wieder aus dem mütterlichen Einflussbereich genommen werden – hin zum Vater.

Denn ein Mann zu sein, lernt man nicht von Frauen, sondern nur von Männern. Dafür muss der Vater aber auch präsent sein. Und das heißt nicht nur körperlich anwesend und von der Arbeit angespannt und nur erholungsbedürftig. Jungen brauchen für ihre Identitätsentwicklung einen Vater, der auch emotional greifbar ist. Oder wenigstens männliche Ersatzpersonen. Das kann der Großvater sein, ein Onkel, der Nachbar oder der Trainer im Sportverein.

Wie erreicht man diese Ablösung?

Diese Ablösung ist nicht leicht. Die Eltern müssen einen loslassen aber vor allem muss man sich selbst ablösen. Dabei geht es mehr um die innere Ablösung. Es gibt zwei Wege, diesen Schritt zu vermeiden. Beim ersten passt man sich an. Bleibt, obwohl der Mann äußerlich erwachsen ist, innerlich der liebe nette Junge, der Konflikte scheut weil er die Frau resp. die Mutter nicht verletzen darf. Der andere Weg ist die Rebellion. Da zieht man schon früh ganz weit weg vom Elternhaus, flüchtet gleichsam. Und beschließt, sich nie wieder etwas von einer Frau sagen zu lassen.

In der Partnerschaft sind beide Männer schwierig. Der Angepasste ist nett, tut alles, um die Partnerin zufrieden zu stellen, aber kann sich nicht gut auseinandersetzen. Der Rebell führt sich zu Hause manchmal wie ein pubertierender Vierzehnjähriger auf. Und findet aber nichts dabei.

Welche Wege gibt es für diese Männer dann noch zur Ablösung?

Sie müssen an ihrem Männerbild und an ihrer Identität arbeiten. Weil das Thema viele Facetten hat, habe ich ein ganzes Buch darüber geschrieben. Dort gibt es einen Test und viele Übungen, mit denen man an den zugrunde liegenden Themen arbeiten kann.

Für viele Männer ist es neu, dass es an der eigenen Persönlichkeit oder in der Beziehung mit der Partnerin etwas zu arbeiten gibt. Beim Klavierspielen oder beim Golfspiel ist ihnen sofort klar, dass es nicht ohne Einsatz geht. Aber bezüglich der Partnerschaft haben viele Männer die Einstellung: „Entweder es klappt oder eben nicht. Wenn man über alles so viel reden muss, dann ist da doch der Wurm drin.“

Frauen haben leider – oder gottseidank – die entgegengesetzte Haltung: „Solange wir auch über schwierige Aspekte unserer Beziehung reden können, ist die Partnerschaft in Ordnung.“ Doch damit ein Mann gleichberechtigt mit seiner Partnerin über persönliche Themen oder die Beziehung sprechen kann, muss er auch innerlich erwachsen sein.

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Über den Autor

Gastbeitrag von Roland Kopp-Wichmann. Seit über dreißig Jahren arbeitet er als Führungskräftetrainer und Coach in Heidelberg. Er ist Buchautor und verantwortlich für den viel gelesenen Persönlichkeits-Blog. Social Media ist sein Steckenpferd, deswegen findet man ihn nicht nur im Gentleman-Blog, sondern auch auf Youtube, Facebook und Twitter mit vielen Beiträgen.



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27 Responses to “Frauen wollen erwachsene Männer”

  1. Thomas sagt:

    Guten Tag, mich würde interessieren, wie hoch die Erfolgsquote bei Paarberatungen ist. Menschen im Allgemeinem, aber Männer wahrscheinlich mehr als Frauen, sind ja schwer zu ändern, was Ihre Einstellungen zu Partnerschaft, Rollenverteilung etc. angeht.

  2. Hallo Thomas,
    der Erfolg einer Paarberatung hängt davon, wie viel Liebe noch vorhanden ist bei beiden und ob wirklich beide an ihrer Beziehung “arbeiten” wollen. Wenn der Sack an Verletzungen größer ist als die Liebe wird es schwierig.

    Auch hängt es mit der jeweiligen Einstellung zusammen, wie ein Paar die auftretenden Schwierigkeiten betrachtet. Frauen denken da meistens: “Solange wir über alles – auch das Schwierige – miteinander reden können, ist die Beziehung in Ordnung.”

    Männer hingegen denken oft: “Entweder es klappt oder es klappt nicht mit uns. Wenn wir über alles reden und diskutieren müssen, dann ist doch der Wurm drin.”

    Danke für Ihre Frage.

  3. [...] dann bin ich wohl erwachsen! Lesenswert!!! LikeSei der Erste, dem dieser post [...]

  4. frau holle sagt:

    interessanter artikel … und wie findet man als frau ebensolche männer?

  5. Hallo liebe Frau Holle,
    es ist wie im Märchen. Manchmal muss man viele Frösche küssen, bis ein Prinz darunter ist.

    Aber im Ernst: wenn Sie mein Buch gelesen haben, erkennen Sie schon mal die deutlichsten Warnzeichen ziemlich früh, welche Rollen unerwachsene Männer so spielen. Einige davon sind recht charmant und anziehend … Da heißt es, doppelt wachsam zu sein.

  6. Karl Hinkel sagt:

    Testosteron, der Stoff aus dem die Männer sind,

    das war der Titel einer Doku von Rangar Yogeshwar im WDR3 hier ist der Link für alla an Männern interessierten Frauen und für alle Männer die über sich selbst was wissen wollen:

    http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/fernsehen/11/03/01_2100_w.php5

  7. Maximilian Krause sagt:

    Sehr spannender Artikel, vielen Dank! Meiner Meinung nach hängen die geschilderten Probleme auch mit der zunehmenden Geringschätzung von Jungen/Männern zusammen. Überall “Girls Days” und Gerede vonn “unseren tollen Mädels, die es den Jungem so richtig zeigen”. Die männliche Identität scheint gefährdet, kein Wunder, dass Mann da nicht mehr weiss was er eigentlich sein soll. Was ist die Meinung von Herrn Kopp-Wichmann zu dieser Problematik? Danke und liebe Grüsse Maximilian

  8. Hallo Maximilian,
    sehe ich genauso. Jahrhundertelang waren die Männer das wichtigste Geschlecht. Durch die Emanzipation der Frauen hat sich das sehr geändert. Es braucht eben jetzt eine Emanzipation der Männer. Also eine Auseinandersetzung mit Fragen der Identität, was eigentlich einen Mann ausmacht.

    Für Jungen ist es heute sehr schwer, gute Rollenbilder zu finden, da sie von klein auf viel zu viel von Frauen umgeben und erzogen werden. Im Kindergarten, Grundschule, Realschule oder Gymnasium. Lehrer sind Mangelware. Wenn dann die Mutter noch alleinerziehend ist oder der Vater zwar vorhanden aber wenig Zeit für den Sohn hat oder emotionale nicht präsent ist, hat der Junge wenige Vorbilder für angemessenes Männlichsein.

    Die Vorliebe von vielen Jugendlichen für brutale PC-Spiele ist da manchmal ein Ventil.

    Danke für Ihre Frage.

  9. Ben sagt:

    Sehr geehrter Herr Kopp-Wichmann
    Ich habe Ihren Artikel gelesen und finde ihn nicht nur sehr gut sondern sehe mich darin auch wieder. Zu meinem bedauern aber leider auf der falschen Seite. Ich gehöre wohl zu den “Rebellen” und da ich meinen Vater nicht kenne fehlt mir auch jegliches männliche Vorbild das -wie sie sagen- von Nöten ist.
    Meine Frage ist nun:
    Wie kann ich mich selber zu einem erwachsenen Mann entwickeln?

  10. Hallo Ben,
    es ist schon mal gut, wenn Sie erkennen, dass Sie rebellieren – und dass Sie damit die anstehende Ablösung eher vermeiden.

    Interessant wäre zu wissen, warum Sie Ihren Vater nicht kennen. Also unehelich geboren und Vater nicht auffindbar oder früh verstorben. Oder Kontakt abgebrochen. Die gute Nachricht: zur Ablösung braucht man nicht unbedingt den realen Vater, denn jeder trägt ein Bild seines Vaters in sich.

    Hilfreich ist manchmal, einen Brief an den Vater zu schreiben. Und da hinein all das zu schreiben, was einen bewegt. Manchmal hilft auch eine professionelle Begleitung in Form einer Psychotherapie, wenn man feststellt, dass der Vaterverlust einen sehr beeinflusst.

    Danke für Ihre Frage.

  11. Ein schöner Artikel, und so wahr!

    Zwei Sachen, die mir dazu einfallen:

    Ich sehe das Problem (das Sie auch angeschnitten haben), dass Kinder zu sehr in einer Frauenwelt leben: Vater abwesend (weil getrennt, auf Arbeit, unterwegs), Mutter daheim, Erzieherinnen im Kindergarten, Lehrerinnen in der Schule. Vor allem für Jungs wird es schwierig, die Männerrolle zu erleben.

    Eine Freundin (Alleinerziehend mit einer kleinen Tochter) sagte mal, nachdem sie mit einem Partner Schluss gemacht hat: “Lieber allein mit einem Kind als in einer Partnerschaft mit kleinem und großem Kind!”

  12. Chris sagt:

    Gibt es ein Alter, bis zu dem man als Mann noch eine gewissen Narrenfreiheit hat? Ist das der berühmt und vor allem berüchtigte 30. Geburtstag?

  13. Hallo Chris,
    der Wunsch nach Narrenfreiheit klingt für mich so, dass Sie nicht gern die Verantwortung für Ihr Tun übernehmen. Das können Sie natürlich versuchen, aber eine allgemeine “Narrenfreiheit” gibt’s noch nicht mal im Karneval.

    Kindern und Jugendlichen billigt man eine gewisse Schonfrist zu. Aber die Freiheit des Erwachsenseins beinhaltet immer auch die Verantwortung. Wenn Ihnen ein 30-jähriger Ihr Auto beschädigt und dann Fahrerflucht begeht, werden Sie ihm wohl auch keine Narrenfreiheit zubilligen wollen. Egal wie alt er ist.

    Danke für Ihre Frage.

  14. [...] Episoden sind mir eingefallen, als ich den Text von Roland Kopp-Wichmann las mit dem Titel Frauen wollen erwachsene Männer. Sie wollen Männer, mit denen sie kommunizieren können, an denen sie sich reiben können, die [...]

  15. Vanesa sagt:

    Was macht man wenn der Patner bereit ist etwas zu ändern und sich “etwas” abzunabbeln, aber die Schwiegermutter uns beiden dadurch das Leben schwer macht und fast soweit geht mit ihm den Kontakt abzubrechen? Wie geht man mit sowas um? Dadurch wird die Partnerschaft meiner Meinung nach nicht besser.

  16. Hallo Vanesa,
    als Partner muss man sich entscheiden, wer einem im Leben wichtiger ist, wer die Nr. 1 ist. Wenn das -hoffentlich – Sie sind, muss Ihr Partner sich gegenüber seiner Mutter stärker abgrenzen. Das wird sie nicht mögen und vielleicht alle Register ziehen. Aber da muss er durch, das ist Teil des Ablöseprozesses.

    Danke für Ihre Frage.

  17. Marc sagt:

    Hallo,
    mein Problem ist, dass ich immer als viel zu nett für eine Beziehung “abgestempelt” werde. Als Kumpel wär ich wohl super, aber für mehr auch nicht. Ich respektiere Frauen sehr, weil ich weiß, dass diese sehr empfindlich sind. Daher weiß ich auch immer vorauszudenken, auch wenn diese Kleinigkeiten sind. Haben Sie eine Lösung für mich?
    Vielen Dank im Voraus.

  18. Hallo Marc,
    wenn Sie zu nett sind, haben Sie vermutlich Ihre Aggressionen früh verdrängt. Dafür gibt es immer eine oder mehrere Ursachen.
    Ich weiß nicht, ob Frauen empfindlicher sind als Männer, aber darum müssen Sie sich ja nicht in erster Linie kümmern. Frau kann sagen, wenn ihr etwas nicht passt oder sie verletzt. Das müssen Sie nicht von vornherein schon ahnen und vermeiden.

    Als Mann muss man manchmal seine maskulinen Batterien aufladen. Das geht nur mit anderen Männern.

    Danke für Ihren Kommentar.

  19. ups! sagt:

    Da habe ich wohl einen der ersten Kategorie erwischt. Allerdings versucht er es nicht mir recht zu machen, sondern allen Anderen – vor Allem seiner Mutter. Die Verletzungeen, die er mir dabei zufügt sieht er nicht. Gibt´s da irgendeine Hoffnung, oder mache ich mir was vor, wenn ich denke, daß es sich ändert?
    Eine schon fast hoffnungslose
    ups!

  20. Hallo Ups,
    die Frage ist, was Sie tun wollen, wenn er sich nicht ändert. Können/wollen Sie dann mit ihm leben.

    Wichtig ist auch die Frage, warum Sie sich gerade so einen Mann ausgesucht haben. Möglicherweise sind Sie eine Vatertochter. Jedenfalls hat es auch viel mit Ihnen zu tun. Sich darum zu kümmern ist lohnender und direkter als auf eine Veränderung bei ihm zu hoffen.

    PS: Im Herbst gibt es einen eMail-Kurs von mir für Muttersöhne und Vatertöchter und wie man diese Bindungen lösen kann.

    Danke für Ihre Frage.

  21. Gast sagt:

    Spannend ihr Theama.

    Ich habe auch so ein Exemplar des Mannes mit starker Mutter-, aber auch Schwesterbindung. Er selbst sagt immer, er hätte ein tolles Verhältnis zu seiner Familie. Ich denke er hat sich nie wirklich abgenabelt.
    Er ist 38, fährt immer noch mit seiner Familie in den Urlaub und meint von sich selbst er sei verkorkst. Ich finde ihn eher narzisstisch und egoistisch. An einer Frau kann er nur länger Interesse zeigen, wenn sie ihn auf Abstand hält. Denen rennt er dann hinterher. Frauen, die wirklich an ihm interessiert sind, läßt er so laufen. Maximal als Affäre, wo er dann aber auch irgendwann aussteigt, zunächst körperlich, dann emotional.
    Ihre Frage, warum ich mir gerade ihn ausgesucht habe und daran fast kaputt gehe, finde ich interessant.

    Eine dieser Frauen, die ihn in der Hand hatte, meinte als sie die Beziehung nach 3 Monaten beendet hat, sie hätte Muttergefühle für ihn. Das habe ich nicht verstanden, weil es mir selbst nicht so geht. Ich habe dann gedacht, Mensch die muss schon echt toll und selbstsicher sein, wenn sie ihm so etwas sagen kann. Das hat mich selbst total schlecht fühlen lassen.

    Mit ihm ist es einziges Distanz-Nähe-Spiel und mittlerweile nicht einmal mehr das. Er sagt er will nichts investieren und es unverbindlich bzw. freundschaftlich halten, manchmal wünscht er sich, dass die Frauen es auslaufen lassen.
    Kann sich aber auf der anderen Seite für die besagten Frauen zum totalen Liebeskasper machen. Ist es falsch zu glauben, der Mann hätte ein Bindungs- und Abnabelungsproblem? Oder ist es einfach ein Fall von “es passt halt nicht, auf zur Nächsten”.

    Danke.

  22. [...] Episoden sind mir eingefallen, als ich den Text von Roland Kopp-Wichmann las mit dem Titel Frauen wollen erwachsene Männer. Sie wollen Männer, mit denen sie kommunizieren können, an denen sie sich reiben können, die [...]

  23. Derya sagt:

    Hallo,

    ich bin seit fast 6 jahren verheiratet und merke erst jetzt so richtig wie unglücklich ich bin.Mein Mann ist der jüngste von 5 Geschwistern.Er benimt sich sehr oft kindisch, kann seinen Eltern und Geschwistern nicht die Meinung sagen, da er angst hat si zu verletzen. Er kann in Gespächsrunden mit Gleichaltrigen nicht mitreden spielt lieber mit Kindern und fühlt sich bei Kindern oder jüngeren sehr wohl.Manchmal habe ich da Gefühl mit einem 16 Jährigen verheiratet zu sein. Ich möchte eine erwachsenen Mann aber dann müsste ich mich trennen.

  24. Herr Ärmel sagt:

    Ein interessanter Beitrag und gelungenes Marketing hinsichtlich eines zu (ver)kaufenden Buches.
    Vielleicht kommt die Zeit ja noch, da ein Mann ein Buch für Frauen schreibt. Thema: wie man mit Jungen umgeht, ohne sie zu kleinen Scheinpartnern zu machen und damit Schäden für ein vernünftiges Männerverhalten in späteren Paarbeziehungen zu verursachen.
    Ein Gang durch eine beliebige deutsche Innenstadt während der Geschäftszeiten, vor allem aber mit offenen Ohren, kann einem da schon die Augen öffnen. Bei der Sprache fängts schon an.

  25. K aus G sagt:

    Hallo,

    meine EX – Partnerin hat mir den LINK geschickt um mir einen Denkanstoss zu geben warum Sie unsere Beziehung beendet hat und was für einen Mann Sie gerne in mir gehabt hätte. Ja, ich muss zugeben. Ihr Beitrag trifft zu 99% zu.
    Das Problem ist nur, dass man sich nicht schnell und nicht um 180° drehen kann.
    Es ist auch falsch sich schlecht zu fühlen wenn einem diese Veränderung nicht voll oder nur teilweise gelingt.
    Ich finde das die Einsicht über die Dinge die falsch laufen schon eine riesen Veränderung sind.
    Ich bin am ändern und es tut mir gut trotz dessen das es manchmal so schwer ist, da es nicht immer aus einem heraussprüht sondern ich mich mühselig zwingen muss.
    Ich bin aber voller Hoffnung das es mir irgendwann ohne Anstrengung gelingen wird.
    Denn eines ist mir klar, ich verlor durch mein Verhalten die Frau die ich liebe und wenn ich wieder eine Beziehung eingehe werde ich nicht wieder in mein altes Muster verfallen.

  26. H.Prendick sagt:

    Bei Frauenverstehern schießt mir immer das Appeacement-Zitat von Churchill in den Kopf, wonach ein Appeacer einer ist, der ein Krokodil füttert, in der Hoffnung als letzter gefressen zu werden, wobei man bei Frauenversteher sagen muss, sie hegen die Hoffnung von dem Krokodil gefressen zu werden, und das vergeblich; denn in der Realität sind sie überall, außer im Bett einer Frau, tragen dafür aber komische Doppelnamen als Gipfel der Selbstverachtung.
    Und dann verschwenden sie Unmengen an Gehirnschmalz an Fragen wie, was Frauen wollen….

  27. BVR sagt:

    Ein unerschöpfliches Thema, wie schon daran zu sehen ist, daß sich noch fast 3 Jahre nach dem Erscheinen des Artikels jemand zum Kommentieren aufschwingt:
    Mir fällt Folgendes auf: ,
    Es werden Mängel in der Persönlichkeitsentwicklung der Männer beschrieben, die „die Frauen“ (als ob sie alle gleich und sich einig wären) stören. Das ist sicher wertvoll, denn damit kann „man“ sich auseinandersetzen (oder auch nicht) und sich eventuell vervollkommnen. Dazu danke!
    Dann wird erläutert, daß diese Mängel, aus Sicht „der Frauen“ vor allem aus einem fehlenden Männerbild der aufwachsenden „Nachwuchsmänner“ entstehen. Das ist sicher richtig, nur möchte ich ergänzen: Woher kommt denn das fehlende Männerbild zur Orientierung der Jungen? In früheren, ach so unmodernen Zeiten, waren Väter auch bei der Arbeit, gar beim Stammtisch, sicher jedoch nicht häufiger mit ihrer Familie bei allerlei lustigen Unternehmungen. Aber – sie wurden weder allgemein als „Erzeuger“ diffamiert noch nach Gebrauch entsorgt, wie es heute nicht nur häufig praktiziert wird, und noch häufiger in allgegenwärtigen Medien propagiert wird. Welchen männlichen Selbstwert sollen Jungen denn bekommen bei einer („alleinerziehenden“) Mutter, die ihrem Sohn täglich in Wort und Praxis vorlebt, daß ein Mann, außer dem verachtenswerten Gegner im Beruf und potentiellen Vergewaltiger im Privaten bestenfalls die positive Funktion des Geldgebers und part-time-Lustspenders hat, der das Leben von Frau und Kindern gerade solange teilen darf, wie es der Frau gefällt? Und angesichts dieser bewusst herbeigeführten Realitäten beklagen sich dann „die Frauen“ über verkorkste Männer? Das halte ich für dreist!
    Wie wäre es eigentlich, wenn sich „die Männer“ fragen würden, wo sie denn eine Frau herbekommen können, die nicht die Hybris besitzt, über das „große und kleine Kind im Haus“ zu lachen? Natürlich sollten wir Männer jede Chance nutzen, an uns zu arbeiten und besser zu werden. Aber sich ausgerechnet wieder den Wünschen von Frauen anzupassen, die gerade die Misere (mit-)verursacht haben, macht uns vermutlich nicht attraktiver – höchstens für das Krokodil, von dem wir hoffen, zuletzt gefressen zu werden.

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