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Aug 15

Der grüne Gentleman – Respekt gegenüber der Umwelt

Der Gentleman achtet die Umwelt

Das Bild vom Gentleman umfasst nach landläufiger Definition primär den respektvollen und höflichen Umgang mit anderen Menschen. In Zeiten von Umweltzerstörung und Klimawandel scheint es sinnvoll diesen Begriff um eine ökologische Dimension zu erweitern. Nicht nur unsere Mitmenschen, sondern auch die Umwelt und die natürlichen Ressourcen unseres Planeten verdienen einen repektvollen und behutsamen Umgang.

Denn das 21. Jahrhundert braucht ein neues Rollenmodell: Den grünen Gentleman. Mit folgenden Verhaltensweisen handeln Sie nachhaltig und umweltschonend.

Spenden statt wegwerfen

Die meisten in den Müll geworfene Dinge werden einfach vernichtet und nützen niemanden mehr etwas. Wäre es nicht viel schöner, wenn diese einem anderen Menschen noch eine Freude machen würden? Kleidungsstücke und Küchenutensilien, oder… Wem die Zeit oder der Wille fehlt seine alten Sachen bei eBay einzustellen, dem stehen die Türen zu den zahlreichen Sozialkaufhäusern und Tafeln in Deutschland offen: Einfach die Dinge dort vorbeibringen und ein wenig stolz auf sich sein, denn der Verkaufserlös kommt den Menschen zugute, die es wirklich nötig haben. Und Ihre alten Sachen beginnen bei anderen Menschen ein neues Leben. Ein gutes Gefühl.

Qualität statt Wegwerfprodukte

In jeder deutschen Stadt sind sie mittlerweile in den Fußgängerzonen eine feste Größe: 1-Euro-Läden locken mit Billigpreisen. Für einen kurzen Spaß sind diese Dinge gerade gut genug. Kaufen, lachen und gedankenlos wegschmeißen, lautet das Motto, es kostet ja fast nichts. Doch der tatsächliche Preis ist viel höher: Der wertlose Plunder musste unter schlechten Arbeitsbedingungen gefertigt werden, den langen Weg aus Asien antreten und hat dank seiner Langlebigkeit das Potential, uns locker um einige hundert Jahre zu überleben. Da hört der Spaß wirklich auf. Bevorzugen Sie deshalb langlebige und qualitativ hochwertige Waren.

Umweltbewusst und stressfrei Autofahren

Die rote Ampel ist schon in Sicht, trotzdem pressen nicht wenige ihren Fuß weiter stupide aufs Gaspedal, um dann vor dem unüberwindlichen Hindernis doch abrupt abzubremsen. Ungeduldiges Warten, nervöses Klopfen mit den Fingern aufs Lenkrad und dann rasantes Lospreschen nach Ende der Rotphase. Auf diese Weise wird Autofahren zum täglichen Kraftakt, der Nerven verschleißt, den Puls in die Höhe treibt und Stress pur bedeutet. Zudem wird unnötig viel Kraftstoff ohne Nutzen in die Luft geblasen. Schalten Sie den Kopf ein und ersparen Sie sich und der Umwelt diese Qual. Darüber hinaus: Ein schnelles Auto ist schon längst keine Visitenkarte mehr für den Gentleman. Selbst Weltstars wie Leonardo DiCaprio fahren heute Hybridautos, die unspektakulär aber vernünftig daherkommen. Und der Filmstar wirkt dadurch umso sympathischer.

Bahn statt Flugzeug

Auf innerdeutschen Strecken ist es meist günstiger zu fliegen, als mit der Bahn zu fahren. So freuen wir uns über tolle Schnäppchen und vergessen bei der Buchung gerne drei Fakten: Erstens ist das Fliegen auf allen nationalen Strecken mitnichten schneller als die Bahn. Rechnet man die Anfahrt zum Flughafen, den Check-In, die Sicherheitskontrolle, das Warten aufs Gepäck etc. schmilzt der angebliche Zeitvorsprung dahin. Zweitens kann man die Zeit im Zug meist wesentlich entspannter und produktiver verbringen als im Flieger und drittens sind Flugzeuge mit ihrem immensen Kraftstoffverbrauch und ihrem CO2-Ausstoß Klimakiller. Sicher, die Bahn ist nicht gerade günstig, aber mit einer BahnCard rechnet es sich schnell. Nicht nur für Sie, sondern auch für die Umwelt.

Wider der Lebensmittelverschwendung

Wir alle kennen die moralsauren Appelle der Kriegsgeneration und lächeln manchmal heimlich über sie. Fest steht jedoch: Kein Gut ist für uns so wichtig wie Lebensmittel. Doch diese sind auf unserer Erde sind begrenzt und die Bevölkerung wächst immer mehr und muss ernährt werden. Wir kennen diese Realitäten und handeln trotzdem dumm und rücksichtslos: Ungenutzt schmeißen wir viele Lebensmittelweg weg. Und dafür müssen Tiere umsonst sterben und Wälder umsonst gerodet werden?

Frische regionale Produkte statt exotische Konserven

Müssen es im Supermarkt wirklich Äpfel aus Brasilien oder Erdbeeren zu Weihnachten aus Neuseeland sein? Regional angebautes und saisonal verfügbares Obst und Gemüse ist meist die bessere Wahl, da sie ohne Einbußen beim Geschmack und Nährstoffgehalt von Ihnen genossen werden können. Zudem schonen die kurzen Wege die Umwelt.

Stopp dem Mineralwasserwahn

Kenner schwören auf den einmaligen Geschmack und verweisen auf ihre Lieblingswässer aus den italienischen Alpen und den französischen Bergquellen. Dass das kostbare Nass dafür aufwändig durch halb Europa gekarrt wird, lässt sie völlig kalt. Denken Sie sich Ihren Teil und machen Sie nicht mit bei dem albernen Zirkus. Sie werden sicher auch ein regionales Wasser finden, das Ihnen schmeckt!

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