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Mai 18

Held im Alltag: Cool und versiert mit Spinnen umgehen

Männer haben es schwer. Immer mehr ehemals männliche Domänen sind von Frauen gestürmt worden oder bröckeln heftig. Wie kann man(n) sich da noch als echter Kerl erweisen? Ausgerechnet die Abwehr von achtbeinigen Krabbeltieren erweist sich als eine der letzten Domänen der Männlichkeit. Im Gentleman-Blog lernen Sie, wie Sie zum heldenhaften Spiderman werden können.

Woher kommt die Angst vor Spinnen?

Noch immer streiten sich die Gelehrten, warum so viele Menschen beim Anblick der langbeinigen Krabbelviecher erschaudern. Einige Forscher vermuten, dass uns Tiere umso mehr Angst einjagen, desto mehr sie sich von unseren eigenen Körperproportionen unterscheiden. Interessante Idee, doch warum lieben dann die meisten Menschen Marienkäfer so sehr, die uns doch ebenfalls äußerst unähnlich sehen?

Andere Wissenschaftler führen an, dass wir gar nicht anders können, da uns die Spinnenangst tief in unseren genetischen Code geschrieben wurde. Sind unsere Ahnen etwa von gigantischen Urspinnen gejagt worden? Paläontologen verneinen diese These: Bisher wurden nirgendwo auf der Welt Fossilien von wirklich riesenhaften Spinnen entdeckt. Psychologen vermuten daher, dass die Spinnenfurcht reine Erziehungssache ist. Sieht der Heranwachsende mehrmals wie Mami oder Papi beim Anblick einer Spinne ausflippen, werden die Tierchen im Gehirn rasch mit dem Etikett “Vorsicht Gefahr“ versehen.

Historiker wiederum vermuten, dass Spinnen im Volksglauben jahrhundertelang mit Pest, Tod und Teufel assoziiert wurden und ihnen dieses Negativimage bis heute anhaftet. Völkerkundler geben ihnen Recht: In anderen Kulturen sind Spinnen Heiligtümer, Spielgefährten für Kinder oder gar schmackhafte Leckerbissen.

Schnell, nah und unerwartet

Fest steht, dass Spinnen einfach zu unserem täglichen Leben dazugehören. Sie teilen mit uns Keller, Parks, Wiesen oder Wohnungen, ob wir wollen oder nicht. Und sie treten oft wie aus dem Nichts auf, kommen uns dabei manchmal sehr nah und können sich flink bewegen. Diese drei Faktoren Überraschung, Nähe und Schnelligkeit dürften die wichtigsten Faktoren für die Spinnenfurcht sein.

So wird man(n) Spinnenversteher

Soviel zum theoretischen Überbau. Doch wie soll man reagieren, wenn plötzlich ein schriller, weiblicher Schrei die Wohnung durchschneidet? Zunächst einmal gilt es Ruhe zu bewahren und klar zu denken. Das strahlt Sicherheit aus und lässt Sie vor den Augen Ihrer Angebeteten heldenhaft und souverän erscheinen. Danach gilt es, entschlossen und konzentriert zu handeln. Kleinere Exemplare, wie die berüchtigten spindeldürren Langbeine, lassen sich bequem mit einem Trinkglas fangen. Glas über die Spinne stülpen, ein dünnen Blatt Papier zwischen Glas und Spinne schieben, dann in den Garten eskortiert und das Glas wieder anheben.

Sind die unliebsamen Gäste münzgroß und tiefschwarz, ist es keine Schande sich technischer Hilfsmittel wie dem „Spidercatcher“ (Video) zu bedienen. Mit diesem Gerät können auch stattliche Exemplare lässig an die frische Luft hinauskomplimentiert werden.

Bedenken Sie, dass Spinnen seit über 300 Millionen Jahren, also wesentlich länger als die Dinosaurier, erfolgreich auf unserem Planeten gedeihen. Auch wäre unsere Existenz ohne diese Lebensform angesichts unendlicher Mengen von Insekten wie Fliegen oder Stechmücken unmöglich, da sie in der Natur unendlich nützliche Dieste leisten. Sie erkennen: Spinnen verdienen unseren Respekt, bitte nicht einfach zertreten!

Hier geht es zum >> SpiderCatcher-SpinnenFänger.

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2 Responses to “Held im Alltag: Cool und versiert mit Spinnen umgehen”

  1. Denny sagt:

    Lol, netter Artikel
    Gut den Catcher kaufe ich mir jetzt nicht, aber ein paar praktische Gedanken sind dabei, wie zB cool bleiben (auch wenn man selber spinnen hasst :P)

    DANKE
    Twitt*

  2. Karl sagt:

    Guter Arikel – ich werd jetzt zum Spinnenversteher ;)

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