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Aug 19

Willkommen in Q´s Labor – Zu Besuch im Forschung- und Entwicklungszentrum von Braun & Gillette

Zu Besuch im Gilette-Forschungszentrum in Kronsberg

Wir machen uns kaum Gedanken darüber, wie viel Arbeit, Hirnschmalz und Aufwand in den Alltagsprodukten steckt, die wir tagtäglich benutzen. Das trifft besonders auf Rasierer zu. An der Entwicklung eines Rasierers wie dem ProGlide Styler wirken unter anderem Chemiker, Biologen, Techniker, Designer und sogar Tondesigner mit. Der Gentleman-Blog war im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Braun und Gillette in Kronberg vor Ort, und hat sich dort umgeschaut.

Technologie trifft Kundenwunsch

Um näher an den Wünschen ihrer Kunden zu sein, schauten die Gillette-Experten monatelang über 900 freiwilligen Männern täglich beim morgendlichen Rasieren über die Schultern, filmten sie dabei und sprachen über Vorlieben, Probleme und Wünsche beim Rasieren. Gillette-Wissenschaftlerin Dr. Kristina Vanoosthuyse stellt fest: „Das Verhalten von Männern beim Rasieren ist unglaublich individuell und vielfältig. Einige brauchen dafür 20 Minuten, andere dagegen nur 60 Sekunden“. Und ihr Kollege Dr. Gerrit Rönneberg ergänzt: „Für die perfekte Rasur versuchen wir täglich alle denkbaren technischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Technologie darf dabei aber niemals zum Selbstzweck werden, es geht stets um einen greifbaren Vorteil für den Anwender“.

Rasur-Beobachtungen hinter einem durchsichtigen Spiegel

Männer wollen keine roten Rasierer

Bjoern Kling ist für den sinnlichen Teil der Entwicklung des ProGlide Stylers verantwortlich und hat am Design des Gerätes mitgearbeitet. Dieses wird zunächst rein virtuell am Computer erstellt, diskutiert und verändert. Später wird die Datei an eine riesige Spezialmaschine übertragen. Diese Apparatur schnitzt aus einem Hartschaumblock ein dreidimensionales Modell des Designentwurfes. Die Erstellung eines solchen High-Tech Prototypen kostet allein über 20.000 Euro. Ziemlich traditionell ist dagegen Wahl der Farbe für den ProGlide Styler. „Jede Saison bringe ich neue Farben ins Spiel“, so Kling, „doch letztlich landen wir immer bei den typisch maskulinen Farben blau und schwarz. Rot wäre für einen Rasierer wohl auch keine glückliche Wahl“.

Der gute Ton und der heiße Raum

Nicht nur Designer, sondern auch Ton-Designer sind an der Entwicklung eines Rasierers beteiligt. Einer von ihnen ist Dr. rer. nat Andreas Moehring. Sein Arbeitsplatz ist wahrscheinlich der leiseste Raum in ganz Hessen. Die völlige Isolation von Fremdgeräuschen ist für seine Arbeit extrem wichtig, denn bei ihm werden Haushaltsgeräte auf ihren Sound und ihre Lärmentwicklung hin untersucht. Ein ultramoderner Ton-Scanner zeigt Moehring durch Farbcodes bei jedem Gerät sogar die genaue Quelle von missliebigen Geräuschen an. Rot bedeutet: Hier müssen die Kollegen noch einmal nachbessern, zum Beispiel durch die Neuanordnung einzelner Komponenten. Manchmal sei dieser Aufwand aber gar nicht nötig, so Moehring: „Eine Studie fand vor kurzem heraus, dass deutsche Frauen von ihren Haartrocknern eine gewisse Lautstärke erwarten. Arbeiten diese also zu leise, kommt das als schwachbrüstig rüber und wird als uneffektiv empfunden“.

Display-Anzeigen

Schwach auf der Brust dürfen Elektrogeräte keinesfalls sein, findet auch Luis Vasquez. Der gebürtige Kolumbianer prüft im Dienste des Konsumenten täglich Haushaltsgeräte auf Herz und Nieren. Dafür steht ihm eine Vielzahl von speziellen Geräten und Messverfahren zur Verfügung. Sein Liebling ist dabei eine regulierbare Klimakammer, in der die Wetterbedingungen in den verschiedensten Ländern der Erde simuliert werden können. „Gerade im strengen deutschen Winter macht es natürlich viel Spaß in der Klimakammer die Lebensdauer von Geräten in tropischen Gebieten zu testen“, meint Vasquez augenzwinkernd.

Immer noch Made in Germany

Am Ende der Anstrengungen steht die Produktion des fertigen Produkts. Diese findet im Gillette Werk Kronberg statt – nur wenige Meter entfernt von den Forschungslaboren der Wissenschaftler. In einer riesigen Halle werden die empfindlichen Klingen der Rasierer durch chemische Ätzung in Form gebracht. „Über dieses Verfahren lassen sich ultrapräzise kleinste Details in die Klingen modellieren. Nur diese spezielle Technologie ermöglicht es die verschiedensten Klingentypen herzustellen“, so der Fabrikleiter.

Trotz aller ausgefeilten Technik: Die Rasur bleibt ein altes, einfaches und schönes Ritual, eine kleine Morgenmeditation für Männer und unterstreicht dabei dezent unseren Anspruch gepflegt auszusehen. Für uns selbst und für andere.

Verlosung von 3 ProGlide Syler

Der Gentleman-Blog verlost drei ProGlide Syler. Um mitzumachen brauchen Sie nur den Post zu diesem Artikel auf der Facebook-Fanpage vom Gentleman-Blog liken oder kommentieren. Teilnahmeschluss ist der 31.08.2012, den Gewinner resp. die Gewinnerin bestimmt das Los, und der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück!

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4 Responses to “Willkommen in Q´s Labor – Zu Besuch im Forschung- und Entwicklungszentrum von Braun & Gillette”

  1. Oliver sagt:

    Der Gentleman rasiert sich mit dem klassischen, langlebigen Rasierhobel aus Chrom und mit der klassischen Rasierklinge oder gleich mit dem Messer. Diese völlig überteuerten, unsere Welt vermüllenden Systemrasierer sind nichts Anderes als Geldmacherei. Ein(!) Wechselkopf für den ProGlide, den Gilette gerade großzügig verschenkt und verlost kostet um die 4 €, dafür bekommt man 10 gute Rasierklingen, die darüberhinaus noch länger halten. Ich empfinde diesen Artikel als Schleichwerbung.

  2. Daniel sagt:

    Also ich würde nicht so weit gehen und sagen, dass Systemrasierer nur Geldmacherei sind. Der Vergleich ist mir möglich und ich kann wohl sagen, dass Rasierhobel nicht ohne Grund die zweite Geige spielen. Es sind ganz einfach die weiterentwickelten Rasierklingen vorzugsweise von Gilette Rasierern, die vieles besser machen. Hier spricht oft einfach nur ein Mann, der sich mit dem Handwerk Rasur an seinem eigenen Körper ergötzt. Ein Ritual dass man auch nicht verachten sollte.

  3. [...] sondern ist eine Wissenschaft für sich. Gillette & Braun haben beispielsweise ein hauseigenes Forschungs- und Entwicklungszentrum eingerichtet und sind auf der Suche nach dem perfekten Rasierer oder besser gesagt der perfekten [...]

  4. Michael sagt:

    Hallo, ich finde den Artikel sehr interessant und es zeigt sich deutlich, dass man immer weiter an neuen Innovationen arbeitet um die tägliche Rasur noch ein Stück angenehmer zu machen.

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