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Mrz 27

Helden im Gentleman-Check: Batman

Vielschichtiger Superheld Batman

Ende der 1930er erfunden, ist der rächende Fledermausmann Batman weltweit zu einer Kultfigur geworden. Der Gentleman-Blog beleuchtet die Geschichte, die Mission und den Gentleman-Faktor von Batman, dem zweifelnden Helden von Gotham City.

Die Geschichte vom Batman

Autor Bill Finger und Zeichner Bob Kane schufen die Figur des Batman im Jahre 1939. Beide gaben an, dabei von der Romanfigur Zorro und dem frühen US-Superhelden The Shadow inspiriert worden zu sein. Batman ist die geheime Identität des Milliardärs Bruce Wayne. Dieser musste als kleiner Junge mit ansehen, wie seine Eltern von Straßendieben brutal ermordet wurden. Bruce Wayne wächst, von seinem Butler erzogen, in einem riesigen Herrenhaus auf und schwört am Grab seiner Eltern, seine Heimatstadt Gotham City von allen Verbrechen zu säubern. Um diese Mission zu erfüllen, studiert Wayne Kriminologie, sämtliche Naturwissenschaften sowie zahlreiche Selbstverteidigungsarten. Auf der Suche nach einem Symbol für seine Aktivitäten entscheidet sich Wayne für die für viele Menschen unheimliche Fledermaus, da er Verbrecher als ängstlich und abergläubisch einstuft.

Batman – Kein klassischer Superheld

Batman ist kein wirklicher Superheld, da er im Gegensatz zu Superman oder Spiderman über keine außerirdischen oder biologischen Spezialkräfte verfügt. Das einzige, was Bruce Wayne neben seinem Fledermauskostüm zum Batman macht, sind hartes Training, Intelligenz, technisches Wissen und ein immenses Vermögen.

Seit seiner Erfindung vor über 70 Jahren war die Figur des Batman der Held unzähliger Comics, Spielfilme, Fernsehserien, Zeichentrickfilme und Videospiele. In jedem dieser Medienprodukte wurde Batman unterschiedlich interpretiert. So liegen Lichtjahre zwischen dem slapstickhaften Batman Adam West’s aus der TV-Serie aus den Sechziger Jahren und dem nachdenklichen Batman, gespielt von Christian Bale, in der Trilogie von dem Star-Regisseur Christopher Nolan.

Problematisch bleibt in allen Interpretationen das vordergründige Rache-Motiv des Bruce Wayne. Abgeschottet, zielstrebig und grimmig führt er ein Leben wie ein einsamer Wolf und einen Rachefeldzug gegen das Böse. Batmans Feinde sind allesamt Freaks am Rande der Gesellschaft, genau wie der Fledermausmann selbst. Das Verhältnis zwischen Batman und der Polizei sowie der Bevölkerung bleibt hierbei stets ambivalent und wechselt permanent zwischen Verehrung und Verdammung.

Gut, aber auch ein bisschen böse

Zugute halten muss man Bruce Wayne seinen selbst auferlegten Verhaltenskodex: Niemals einen Menschen zu töten und niemals eine Schusswaffe zu verwenden. Sein Zitat: „Ich werde dich nicht töten, aber ich werde dir auch nicht helfen“, zeigt aber deutlich, dass er den Tod seiner Feinde in Kauf nimmt und nicht auf Versöhnung aus ist. Batman möchte Rache und Gerechtigkeit, will aber kein Mörder sein. Nicht nur deshalb ist er ein zerrissener, ständig zweifelnder Held und damit näher an der Lebenswirklichkeit der Menschen als das außerirdische Überwesen Superman.

Die bürgerliche Figur des Bruce Wayne ist eine Paradebeispiel für einen Gentleman: trotz großen Vermögens voller Understatement, immer auf Seiten der Armen und Unterdrückten und stets galant gegenüber Frauen. Sein Alter Ego Batman hingegen ist eine Figur mit tausend Gesichtern, tendenziell auf der Seite des Guten, aber auch unverkennbar dunkel, missmutig und melancholisch. Batman ist unfertig, zweifelt, aber gibt doch nie auf, arbeitet an sich und kann letztendlich vor sich selbst bestehen. Diesen Mut zur Selbstkritik sollte ein Gentleman von der Figur des Batman alias Bruce Wayne lernen.

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2 Responses to “Helden im Gentleman-Check: Batman”

  1. [...] Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis für alle Nerds, Fans der Sitcom „The Big Bang Theory“ oder alle, die einfach nachts heimlich von so manch einem Superhelden träumen: Der „Gentleman-Blog“ hat „Batman“ näher beleuchtet… [...]

  2. Urs sagt:

    Gut geschrieben, allerdings ist das Zitat ein wenig unglücklich gewählt da dies nur in Batman Begins (Chistopher Nolans The Dark Knight Trilogy) vorkommt. In allen andern Spielen, oder Serien etc. rettet er beispielsweise den Joker immer wieder vor dem Tod, was in teilweise unbeliebt sogar bei Robin macht. Es wirft nämlich die Frage auf ob seine Regel in diesen Fällen nicht gleichzeitig der Grund ist, dass noch mehr Leute sterben, da jemand wie der Joker immer wieder ausbricht und weiter tötet.

    Das einfach so nebenbei von einem werdenden Gentleman und Batman Fan ;)

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