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Apr 16

Mythos Armbanduhr: Die Geschichte des Handgelenkschmucks

Geschichte der Armbanduhr

Eine Armbanduhr ist weit mehr als ein Gerät zur Messung der Zeit. Ganze Folianten und regelmäßig erscheinende Magazinausgaben sind dem Thema Armbanduhr, den verschiedenen Herstellern und gar einzelnen Modellen gewidmet. Doch was macht die Faszination für die edlen Zeitmesser fürs Handgelenk aus?

Der Beginn eines neuen Zeitverständnisses

Die Uhr im Allgemeinen und die Armbanduhr im Speziellen blicken auf eine bewegte, mit zahlreichen Mythen behaftete Vergangenheit zurück. Seit dem 13. Jahrhundert zierten rotierende Zeiger und kreisförmig angeordnete Indizes die Kirchtürme Europas und bildeten damit den zentralen Anlaufpunkt des städtischen Lebens. Durch die standardisierte Zeitanzeige im öffentlichen Raum und die damit verbundenen geregelteren Tagesabläufe entstand ein neues Gemeinschaftsgefühl. Zeit wurde von nun an als absolute und objektiv messbare Größe verstanden, ein Bewusstsein, das erst durch Einsteins Relativitätstheorie einen leichten, im Alltag kaum relevanten Dämpfer erfuhr.

Durch die Miniaturisierung der Mechanik erfolgte später die Ausweitung in den privaten Raum, was auch den Weg für die tragbare Zeitmessung auf dem Handgelenk ebnete. Vor mehr als 200 Jahren fertigte Breguet für die neapolitanische Königin Caroline Murat eine an Goldfäden und Haarsträhnen befestigte Uhr. Der prestigeträchtige Hersteller und damalige Manteltaschenfüller des Hochadels rühmt sich noch heute damit, die weltweit erste Armbanduhr entwickelt zu haben.

Die Uhr als Schmuckstück des Mannes

Ab der Wende zum 20. Jahrhundert kam es zunächst bei Frauen in Mode, Uhren auf dem Handgelenk zu tragen. Doch zunehmend wurde die Armbanduhr zu dem Schmuckstück, mit dem ein Mann seinem Auftritt eine persönliche Note verleihen konnte. Kaum vorstellbar, dass sich die Armbanduhr als unverzichtbares Modeaccessoire eines jeden Gentlemans etabliert hätte, wenn sie mit der Messung der Zeit nicht eine nützliche Aufgabe im Alltag erfüllen würde. Die Funktion der Zeitmessung dient gewissermaßen als Vorwand dafür, dass selbst Gold und Glitzer einen willkommenen Akzent in einem ansonsten virilen und durchwegs männlichen Outfit setzen. Natürlich ist die Wahl der richtigen Uhr eine Stilfrage, doch ein hochwertiger Zeitmesser erweist sich meist als höchst anpassungsfähiger Weggefährte, mit dem man sowohl in legerer Alltagsmode als auch in nobler Nadelstreifoptik eine gute Figur macht.

Wertanlage und symbolträchtiger Begleiter

Die arrivierten Hersteller von Luxusuhren führen auch heute noch das kostbare Erbe ihrer langjährigen Schaffenstradition fort. Mit zahllosen technischen Errungenschaften und Besonderheiten sowie Anekdoten zu einzelnen Modellreihen bieten Uhren genügend Gesprächsstoff für abendfüllende Diskussionen. Zugleich ist eine Armbanduhr ein beständiger und krisensicherer Vermögenswert. Viele Menschen fühlen sich wohler dabei, zumindest einen Teil ihres Hab und Guts mit einem Zeitmesser im Vorzimmersekretär oder Wertesafe zu lagern, anstatt es auf einem virtuellen Konto oder Depot zu „parken“.

Aufgrund ihrer Langlebigkeit setzen hochwertige Uhren die Zeit, die sie messen, selbst außer Kraft. Sie sind deshalb ein langjähriger Begleiter und oft ein über Generationen weitervererbtes Erinnerungsstück. Eine Armbanduhr repräsentiert somit nicht nur ein Stück Zeitgeschichte sondern ist oftmals Zeuge der ganz persönlichen Lebens- und Familienchronik ihres Trägers.

Jeder Gentleman sollte eine hochwertige Armbanduhr besitzen

Geschenkt werden Uhren häufig von nahestehenden Personen und zu besonderen Anlässen, welche den Beginn eines neuen Abschnitts markieren sollen. Da eine Armbanduhr das wohl kostbarste aller Güter misst, ist sie schließlich ein Gegenstand mit großer symbolischer Strahlkraft, mit dem man für viele Jahre in Verbindung gebracht werden möchte.

Die Faszination für die Zeitmesser auf dem Handgelenk umfasst somit vielerlei Aspekte, die allesamt den Mythos der Uhr als wichtigstes Schmuckstück des Mannes speisen und dafür sprechen, dass ein Gentleman zumindest eine hochwertige Armbanduhr sein Eigen nennen sollte.

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Der Autor

Uhren von MontredoGeschrieben von den Uhren-Experten von Montredo. Montredo ist der erste sichere Online-Marktplatz für hochwertige Uhren. Bevor ein Zeitmesser auf Montredo gelangt, wird er genau begutachtet und anschließend ein Echtheitszertifikat erstellt – für Sicherheit und Transparenz beim Uhrenkauf im Internet. In ihren Beiträgen im Gentleman-Blog geben sie tiefe Einblicke in die faszinierende Welt der Uhren.



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3 Responses to “Mythos Armbanduhr: Die Geschichte des Handgelenkschmucks”

  1. Frank sagt:

    cooler artikel! Gefällt mir sehr gut. Würde mir wünschen ich könnte mir auch mal so eine teure uhr leisten ^^

  2. Seit dem 16. Jahrhundert v. Chr. ist die Verwendung der Wasseruhr im Alten Ägypten bekannt. Der Beamte Amenemhet erfand in der Regierungszeit des Amenophis I. eine Wasseruhr mit einer verbesserten Zeitmessung. Wasseruhren bestanden aus einem Gefäß, in das Wasser entweder ein- oder auslief. Am Wasserstand konnte man die Zeit unabhängig vom Tageslicht und in gleichmäßigen Zeiteinheiten ablesen. Wasseruhren erlaubten so die Verwendung der gleichmäßigen, äqualen Stunden, die in abgewandelter Form in Babylonien beispielsweise als Danna Anwendung fanden. Später verwendete man an den Wasseruhren auch mit Räderwerken verbundene Schwimmer, die eine Zeitanzeige auf Zifferblättern ermöglichten. In Griechenland wurden diese Uhren zur Begrenzung der Redezeit vor Gericht eingesetzt. Die Redewendung „Die Zeit ist abgelaufen“ lässt sich darauf zurückführen.

  3. […] das dem Look eine besondere Note beifügen kann. Sie ist am besten hochwertig und schlicht. Ein Metallarmarmband erspart einem die Mühe, die Uhr mit Ihrem Gürtel und den Herrenschuhen abstimmen zu […]

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