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Jun 24

Souvenirs – billiger Ramsch vs. individuelle Artefakte

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Souvenirs haben ein schlechtes Image. Oft zu Recht, wenn man aber mit offenen Augen durch den Urlaub geht, kann man kleine Schätze finden, anstatt sich auf den letzten Drücker Erinnerungsstücke aus dem Ramschladen zu kaufen. Der Gentleman-Blog über das Phänomen Souvenir.

Keine Reise ohne Souvenir

Bei fast jeder Reise begegnen uns Souvenirs. Am Rasthof, am Bahnhof, am Flughafen oder am Zielort werden sie Touristen förmlich aufgedrängt. Souvenirs sind ein kulturelles Phänomen. Das Wort Souvenir stammt aus dem Französischen und bedeutet schlicht „Erinnerung“ oder „Andenken“. Das sprichwörtlich begreifbare Ding verweist also auf immaterielle und somit schwer greifbare Werte wie Erinnerungen oder Gefühle an ein Ereignis, einen Ort oder eine Person. Es wird somit zu einer Tür in die Vergangenheit.

Massenware aus Asien

Eine ganze Industrie lebt davon, Andenken als globalisierte Massenware für die Touristen dieser Welt auf den Markt zu werfen. Egal, ob auf der Damentasche hundertmal Paris, New York oder Berlin steht, das Heimatland dieser Produkte liegt doch meist in Asien. Das gleiche gilt für die kleinen Eifeltürme, Pyramiden oder Kölner Dome. Souvenirtechnisch gesehen ist die ganze Welt ist ein Dorf, denn in Fernost liegen oft nur wenigen Meter zwischen Rhein und Hudson River und zwischen Seine und Themse.

Individuelle Souvenirs lauern an jeder Ecke

Souvenirläden wirken oft wie billige Ramschläden, in denen es jedes Stück zigfach zu überteuerten Preisen gibt. Die wirklich interessanten Souvenirs erwirbt man nicht in Touristenzentren, auf witzige Unikate oder einheimische Handwerkskunst stösst man mehr oder weniger zufällig. Andenken können auch Dinge sein, die auf den ersten Blick keinen Wert haben, aber durch den Reisenden mit einer ganz individuellen Bedeutung aufgeladen werden. Beispiele hierfür können ein Sack mit kleinen Steinchen von der Lieblingssteilküste, eine Flasche mit Sand (Klassiker), eine Speisekarte oder auch Kronkorken exotischer Biersorten sein. Der Wert liegt also im Auge des Betrachters. Alles kann Souvenir sein! Wer mit offenem, interessierten Blick durch die Welt geht, der kann jederzeit kleine Schätze finden.

Der Gentleman und die Souveniers

Ein Gentleman bringt seiner Liebsten von jeder Reise zumindest eine Kleinigkeit mit. Um was es sich dabei handelt, ist eigentlich zweitrangig, denn auf die Geste kommt es an. Doch wenn das Mitbringsel eine persönliche Aufmerksamkeit ist und im Idealfall noch eine Story dazu gehört, wird es die Wiedersehensfreude um ein Vielfaches steigern.

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2 Responses to “Souvenirs – billiger Ramsch vs. individuelle Artefakte”

  1. Rene sagt:

    Also ich persönlich bringe mir aus jeder Stadt ein paar Schuhe mit. Ich gebe zu, dass dies etwas ungewöhnlich ist für einen Mann aber so habe ich a. etwas was sonst keiner hat und b. eine beachtliche Schuhsammlung:-)
    Ein Souvenir sollte ja letztlich etwas sein was nicht jeder hat und was einen immer daran erinnert – und nicht jede Stadt hat einen Strand wo man Sand abfüllen kann :-)

  2. Joe sagt:

    Im Berlin gibt es auch an jeder Ecke diesen billigen China Kram zu völlig überteuerten Preisen und die Touristen kaufen es doch! Schade eigentlich!

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