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Sep 19

Modesünden von Frauen: 15 No Gos

Modesuenden von Frauen

Nicht nur Männer können Modesünden begehen. Auch Frauen sind nicht davor gefeit, bei ihrem Outfit daneben zu vergreifen. Stil-Experte Uwe Fenner nennt im Gentleman-Blog die 15 gängigsten Stil- und Modesünden, die von Damen nicht begangen werden sollten. Er orientiert sich dabei an Uschi Fellners Buch „Die Geheimnisse der Klassefrauen“.

Stilsünden aus der Damenwelt

1. Modesünde: Grelle Farbkombinationen
Auch wenn manche Designer Buntes propagieren, grelle Kombinationen (Gelb mit Pink, Grün mit Orange) lassen Damen inkompetent, unseriös und in vielen Fällen sogar kränklich aussehen.

2. Modesünde: Gemusterte Strümpfe
Je auffälliger das Muster, desto dicker wirken Waden, Knie und Oberschenkel.

3. Modesünde: Marlene-Dietrich-Hosen
Weite „Marlene-Dietrich-Hosen“ stehen allenthalben Damen von ein Meter neunzig an. Uschi Fellner: „Auch wohlgewachsene Damen wirken in ‚Marlene-Dietrich-Hosen’ wie gestauchte Zwerge.

4. Modesünde: Leggins
Im Job unmöglich – in der Freizeit auch!

5. Modesünde: Kleider aus Stretch
Sehen billig aus, und der Stoff rutscht bei jeder Bewegung hoch.

6. Modesünde: Hosenröcke
Uschi Fellner sagt dazu, selbst ein Kartoffelsack wirke erotischer. Und außerdem mache so ein Kleidungszwitter eine schreckliche Figur, weil das Hinterteil der Trägerin darin eine gewaltige Dimension erreiche.

7. Modesünde: Shorts und Pumps als Kombination
Ich persönlich möchte sowieso von Shorts für Damen eher nur in Ausnahmefällen, etwa im Urlaub raten. Zusammen mit Pumps wirke eine Frau mit Shorts wie eine „Vorstadtmieze“, meint Uschi Fellner.

8. Modesünde: Karierte Hosen
Großkarierte Beinkleider gelten als Gift für die weiblichen Proportionen, die Beine wirken kürzer.

9. Modesünde: Dunkle Strümpfe, helle Schuhe
Hier ist es ausnahmsweise mal wie bei den Herren: Der Schuh muss immer das dunkelste Teil der Bekleidung sein. Bei Damen wichtig: Gleichfarbene Schuhe und Strümpfe machen optisch längere Beine.

10. Modesünde: Dekolleté ohne Aussicht
Uschi Fellner meint: „Wenn’s eh’ nichts zu sehen gibt, soll man gar nicht erst das Dekolleté soweit ausschneiden als ob.” Meine Auffassung: Im Büro rate ich sowieso zur Bescheidenheit, was die Größe des Dekolletés angeht.

11. Modesünde: Mustermix
Das ist ja auch bei Herren ein Thema, wenn sie zum Beispiel gemusterte Sport-Sakkos (engl. Tweed-Jacken) darunter einen gemusterten Pullover, ein kariert gemustertes Hemd und noch bunte Krawatte und vielleicht sogar noch ein Einstecktuch kombinieren. Die Engländer können das zum Teil brillant. Aber solche Kombinationen so zu gestalten, das sie gekonnt wirken, ist sehr schwer. So auch bei den Damen, die dazu durch die Vielfalt ihrer Kleidung noch eher verführt werden.

12. Modesünde: Raubtier-Look
Meist wirkt das Leopardenmuster nur billig, selbst wenn das Kleidungsstück vom Nobeldesigner kommt.

13. Modesünde: Schmuckexzesse
Zumindest muss eine Dame, die furchtbar viel Schmuck trägt der Typ dafür sein. Darüber sollte eine Dame, die das möchte, lieber ihre beste Freundin urteilen lassen!

14. Modesünde: Umgeschlagene Ärmel am Jackett
Vergangene Mode, die eigentlich nie elegant war.

15. Modesünde: Designernamen quer über der Brust
Wirkt protzig, neureich, unelegant.

Kleidervorschriften für Damen?

Tatsächlich beziehen sich Kleidervorschriften auf Einladungen, wie „dunkler Anzug“ oder „Frack/Smoking“, immer auf die Kleidung des Herrn, weil die Dame weiß, wie sie mit passenden Kleidungsstücken darauf reagiert. Zum Frack gehört das lange Kleid. Zum Smoking kann, muss es aber nicht getragen werden. Das kommt auf den Anlass an. Häufig sind mittellange oder kurze Cocktailkleider passend. Es gibt auch den eleganten Smoking für Damen. Übrigens brauchen die Damen – im Gegensatz zu den Herren – ihre Jacken beim Aufstehen nicht zu schließen. Auch das können die Frauen halten, wie sie wollen.

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Der Autor

Gastartikel von Uwe Fenner, Leiter des Instituts für Stil und Etikette. Der Beitrag stammt aus seinem Buch “Erfolgreich mit Stil“. Darin schreibt er über Knigge und Benimm in allen Lebenslagen.



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9 Responses to “Modesünden von Frauen: 15 No Gos”

  1. […] 15 Stil- und Modesünden, orientiert an Uschi Fellners Buch „Das Geheimnis der Klasse Frauen“, die von Frauen nicht begangen werden sollten.  […]

  2. Thelad sagt:

    Manche Punkte gehen mal gar nicht.. Karierte Hosen sind keine Modesünde, nur weil diese dem von der Gesellschaft perfekt kreierten Bild der Frau (90,60,90; lange Beine, makelloses Gesicht, …) nicht entsprechen. Ein richtiger Gentleman muss derartiges eigentlich wissen.

  3. Dani sagt:

    Ich bin mir bei einigen Punkten auch nicht so sicher. Karierte Hosen finde ich toll, Mustermix kann großartig aussehen, genauso wie Statementketten und auch umgekrempelte Hosenbeine oder Ärmel finde ich wunderbar und gehören z.B. zum Preppy-Stil einfach dazu.

    Herzliche Grüße
    Daniela

  4. Enam sagt:

    EEEEENDLICH MAL EINER, DER MIT MIR FÜHLT!!!

    Endlich mal ne “offizielle” Anleitung sich nicht negativ auffallend zu kleiden, danke…

    Grüße
    Enam

  5. Michi sagt:

    Einige Punkte sind meiner Meinung nach durchaus angebracht, andere wiederum gehen gar nicht. Würde meinen Vorschreibern zum Punkt karierte Hose zustimmen. AUßerdem werden hier etliche Punkte aufgezählt, die inzwischen so geläufig sind, dass sie wohl kaum noch als Modesünde gelten könne. Man sieht an jeder Straßenecke Frauen in Leggins, Stretchkleidern oder Leopardenmuster.

  6. K. sagt:

    Seit wann definiert die Masse Stil?

  7. Mann sagt:

    Für mich als Mann sind Tätowierungen und Piercings(bis auf dezente Ohrstecker) an Frauen mit das schlimmste!

  8. ADC sagt:

    Sie schreiben: “Der Schuh muss immer das dunkelste Teil der Bekleidung sein.” Das finde als absoluten Nonsens. Dann würden ja die cognacfarbenen Lederschuhe zum dunklen Armani-Anzug gar nicht gehen? Im Gegenteil! Das sieht sehr elegant und klasse aus. Man muss natürlich auch der Typ dazu sein…

  9. AnnaB sagt:

    Wieso geht Leopardenmuster nicht? ich trage sehr gerne Tücher mit Leoprint zu einem komplett schwarzem Outfit. Sieht also billig aus? Warum? Und angesichts der neuen Marlene-Hosen sagte mein Mann: geiler Arsch. Es kommt immer auf die Frau an, die etwas trägt. Und den Anlass. An der richtigen Figur und am passenden Anlass sehen auch gemusterte Strümpfe und Karohosen toll aus. Umgekehrt stehen nicht jeder Frau vermeintlich bombensichere Klassiker wie Hosenanzug mit Schuhen “die immer der dunkelste Teil der Bekleidung sein sollen” – langweilig ….

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