Autoren Kontakt Impressum Datenschutz
Okt 28

Armbanduhr tragen: 10 Stilregeln

Armbanduhr-Knigge

Das tägliche Anlegen der Uhr ist so selbstverständlich wie der Blick auf das Handgelenk zur Ermittlung der aktuellen Zeit. Kein Wunder also, dass die stilistische Eignung der Armbanduhr häufig nicht hinterfragt wird. Dabei sind frei nach Knigge gar nicht so viele Regeln zu berücksichtigen, damit das Must-Have-Accessoire für jeden Gentleman optimal zur Geltung kommt.

1. Understatement statt Proll-Klunker
Die Uhr fügt sich dem Gesamtauftritt oder setzt einen Akzent, zwängt aber niemandem mit dick aufgetragenen Designs im Neureich-Look ungewollte Blicke auf. Ebenso trägt ein Uhrenkenner keine Armbanduhr, um die Umwelt mit einem prominent auf 12 Uhr platzierten Markenlogo zu beeindrucken. Vielmehr schätzt er die außerordentliche Qualität und Geschichte eines Herstellers und Designs, die Stil und Understatement vermitteln.

2. Handgelenksumfang berücksichtigen
Die Größe eines Gehäuses sollte sich unbedingt nach dem Handgelenksumfang ihres Trägers richten. Trotz eines schon seit vielen Jahre anhaltenden Trends zu größeren Armbanduhren, empfiehlt es sich im Falle eines Handgelenksumfangs von weniger als 18 cm die 40-Millimeter-Marke nicht allzu deutlich zu überschreiten. Wer will schließlich schon einen Zeitmesser in Bratpfannenoptik an seinem Handgelenk?

3. Sportliche Uhren am besten zu legerer Mode
Wie bei jedem anderen Kleidungsstück oder Modeaccessoire ist die Wahl der Uhr abhängig vom Anlass. Sportlichere Uhren, etwa Chronographen oder Taucheruhren, sollten vornehmlich von Freizeitmode bis hin zu Business Casual Outfits getragen werden.

4. Dresswatches für formelle Anlässe
Dresswatches eignen sich am besten für elegante Anlässe und messen meist nicht mehr als 40 mm. Neben vergleichsweise zierlichen Gehäuseabmessungen sind „Dresser“ auch in ihrem Design deutlich zurückhaltender als sportliche Uhren, um so den Auftritt des Trägers sanft zu unterstreichen, nicht aber völlig neu zu definieren.

5. Farben abstimmen
Im Idealfall wird die Farbgebung des Uhrengehäuses auf die restlichen Metallkomponenten des Outfits abgestimmt. Dies betrifft nicht nur Manschettenknöpfe, Piercings, Ringe und Ketten aller Art, sondern auch die Gürtelschnalle. Für das Zifferblatt empfehlen sich eher klassische Farbvarianten wie Schwarz oder Weiß. Zur Alltagsmode können auch Uhren mit einzelnen bunten Akzenten getragen werden. Grell leuchtende Zifferblätter und Armbänder sind jedoch etwas zu viel der Farbenfreude.

6. Lederarmband vs. Metallarmband
Mit einem Lederarmband tritt die Uhr eher dezent und unauffällig in Erscheinung, während sie mit einem Metallband stärker in den Mittelpunkt gerückt wird. Bei besonderen Anlässen wirken Lederarmbänder besonders elegant, wobei die Farbe nach Möglichkeit auf die restlichen Kleidungsstücke aus Leder angepasst werden sollte. So wirkt das Outfit durchdachter und besser koordiniert. Der Vorteil der stählernen Armbandvariante besteht folglich darin, dass sich zu jeder Schuh- und Gürtelfarbe stimmige Outfits kreieren lassen.

7. Rechts oder links? Geschmacksache
Die Uhr wird meist am Gelenk der nicht-dominanten Hand getragen. Dies ist allerdings keineswegs ein Muss. Beispielsweise tragen viele Linkshänder die Uhr an ebendiesem Handgelenk, damit die rechtsseitige Krone zum Aufziehen und Stellen der Uhr bequemer betätigt werden kann. Ob links oder rechts bleibt somit dem Träger überlassen und ist vor allem eine Frage der Gewohnheit.

8. Am besten knapp über dem Knöchel
Grundsätzlich wirkt die Uhr am elegantesten, wenn sie knapp über dem Handgelenksknöchel getragen wird. Zum Sakko oder Langarmhirt kann eine sportlichere Uhr gerne auch etwas tiefer sitzen, damit diese schön mit dem Ärmel abschließt bzw. noch ein Stück weit hinausragt.

9. Armband eng, aber nicht zu eng einstellen
Anders als bei Damen, die Uhren auch wie weite Gliederketten tragen können, sollte die Uhr am männlichen Handgelenk wenig Spielraum haben – am besten genau so viel, dass man nur den kleinen Finger zwischen Gehäuserückseite und Handgelenk bekommt. So ist die Uhr gerade so fest, dass sie nicht lose baumelt und locker genug, um keinen Abdruck am Handgelenk zu hinterlassen.

10. Die Uhr als stilistisches Ausdrucksmittel nützen
Natürlich ist nicht alles Etikette, wenn es um das stilsichere Tragen einer Uhr geht. Wie bei jedem anderen Item existieren zwar gewisse Stilregeln, doch genauso wichtig ist es, seine eigene Linie erkennen zu lassen. Gerade bei formellen Anlässen im Einheitsmoden-Business-Anzug ist die Uhr ein interessantes Stilmittel innerhalb eines ansonsten eng geschnürten Korsetts an modischen Gestaltungsmöglichkeiten. Schließlich repräsentiert eine Uhr nicht zuletzt den Lebensstil und die Persönlichkeit ihres Trägers.

Buchtipp:
Die erfolgreichsten Armbanduhren: Marken & Modelle

Lesen Sie auch:
Die Geschichte der Armbanduhr
http://www.gentleman-blog.de/2010/07/06/luxusuhren-image/
Vom Wesen der Zeit – Über Hyperbeschleunigung und Mut zur Muße

Der Autor

Uhren von MontredoDieser Beitrag entstand mit Hilfe der Uhren-Experten von Montredo. Montredo ist der erste sichere Online-Marktplatz für hochwertige Uhren. Bevor ein Zeitmesser auf Montredo gelangt, wird er genau begutachtet und anschließend ein Echtheitszertifikat erstellt – für Sicherheit und Transparenz beim Uhrenkauf im Internet.



SHOEPASSION.com Banner

21 Responses to “Armbanduhr tragen: 10 Stilregeln”

  1. […] wie einer Armbanduhr kann man leider ein paar Dinge falsch machen. Der „Gentleman-Blog“ sagt uns, wie es richtig […]

  2. Uhrenfreak sagt:

    Meine Empfehlung: Hochwertige Uhren tragen, aber man muss sie seinen Mitmenschen ja nicht unter die Nase reiben. Mein Favorit: >> Diese Armbanduhr von Seiko

  3. RK sagt:

    Unter der 12 kann der Gentleman seine eigene Marke tragen, wenn er mag.

  4. MN sagt:

    Ich habe noch immer aus den 80ern im Kopf, dass Mann keinen Kredit bekommt, wenn die Uhr rechts getragen wird oder Mann gestreifte Hemden mit weissem Kragen trägt. Kennt das noch jemand?

  5. Uhren Mode sagt:

    Ein Uhrenarmband dient nicht nur zur Befestigung einer Armbanduhr, es zeigt auch Persönlichkeit. Es gibt eine Vielzahl von Materialien zwischen denen man wählen kann, nicht nur Leder und Metall, z.B. Mikrofaser, Polyurethan (PU), Kautschuk oder Nylon. Jedoch lassen sich individuelle Uhrenarmbänder am besten aus Leder umsetzen. Lederart, Farbe, Nahtfarbe, extrakurz, extralang, mit Ausschnitt für Faltschließen, mit Clip für feste Stege, extraschmall, extralang oder auch als Wickelarmband lassen sich nach Kundenwünschen anfertigen.

  6. Luxusuhr24 sagt:

    Understatement statt protzen. Genau so sehen wir das auch. Eine Uhr am Handgelenk sollte auf den ersten Blick den Stil seines Trägers vermitteln und nicht, dass sie wahnsinnig teuer war. Sehr guter Beitrag!

  7. Sehr guter Beitrag zum Outfitting und der richtigen Uhr, speziell auch zu Anlässen wo es auf die Etikette ankommt. Das Sportliche Uhren aber am besten zu legerer Mode passen könnte man nochmal durchdiskutieren ;)

  8. MarkusZ88 sagt:

    Meiner persönlichen Meinung, ist die Auswahl der Armbanduhr ein besonderes Merkmal der Persönlichkeit. Es ist gar nicht Frage vom Preis oder Marke.. Okay, wenn man eine Breitling Uhr für 10000Euro trägst, dass überhaupt nicht zu seinem Image passt..
    Ich, als selbständiger Student, habe zum Beispiel eine Seiko Uhr aus der Mittelklasse. Ich habe sie günstig online gekauft. Und hat wirklich gutes Qualtät-Preis-Verhältnis!

  9. Robert Busch sagt:

    Sehr nützliche Tipps für den Umgang mit eleganten Uhren. Ich bin seit einigen Jahren Uhrensammler. Natürlich trage ich meine Uhren auch täglich, aber noch viel wichtiger finde ich zu erwähnen, dass man Uhren, welche man momentan nicht trägt, auch sachgemäß verstaut. Und damit meine ich, man sollte sie so präsentieren, dass jeder sie sehen kann. Dafür gibt es auch richtig hübsche Uhrenboxen. Ich habe meine zum Beispiel bei http://www.uhrenbox.org/ bekommen und kann nun all meine Uhren gut verstauen und gleichzeitig präsent zur Schau stellen. Aber danke für diesen tollen Beitrag.

    Grüße aus dem Norden,
    Robert.

  10. Phillip sagt:

    Ich habe eben diesen Blog entdeckt und bin echt begeistert. Ich fand hier viele tolle Tipps für Uhrenliebhaber wie mich.

  11. […] Alltagsoutfits kombinieren. Etwas auffälliger sind Exemplare mit einem Metallband, das die Uhr in den Mittelpunkt rückt. Besonders bei Anlässen, bei denen Einheitsmode wie ein Anzug gefordert ist, lässt sich mit einer […]

  12. Luxusbrands sagt:

    Ich möchte hier das Thema mal von einer anderen Seite beleuchten.:
    Und zwar insbsonderenauf den Pkt. 1 Understatemant und Pkt. 10 stlistisches Ausdrucksmittel.
    Hintergrund meines Satements ist, daß ich fast 30 Jahre im Vertrieb der Uhren Industrie unterwegs bin.
    Der Juwelier heute nimmt sich meist gar nicht die Zeit, um dem Kunden individuell eine Uhr anzubieten, sondern versucht meistens, es sich einfach zu machen.
    Er bietet i.d.R. bekannte ( vorverkaufte ) elitäre Marken an. Das bedeutet, die Individualität kommt erst an zweiter Stelle.
    Bei seinem Waren Portfolio nimmt er ungerne Marken auf, die nicht den Bekanntheitsgrad von Rolex & Co haben. So kommt es denn auch, daß die Schaufenster in den Städten mehr oder weniger „gleich“ aussehen.
    Somit hat der Endverbraucher, der tatsächlich nicht Wert auf Markennamen, sondern auf den Stil ihrer eigenen Persönlichkeit legen, nicht die Auswahl, die er haben könnte.
    Ich kann daher aus meiner Erfahrung nur den Rat geben, sich nach Uhrenherstellern umzuschauen, die auch und gerade im gehobenen Preissegment liegen, tatsächlich die Möglichkeit bieten, besonders Pkt. 1 und 10 ( siehe oben ) zu berücksichtigen.
    Wer heute eine Rolex, Breitling, etc. kauft, befindet sich in „bester Gesellschaft“ von vielen, vielen Anderen.
    Er trägt somt eigentlich auch ( mitlerweile ) ein mainstream Produkt.
    Lohnt sich, mal darüber nachzudenken.

    meint
    Dieter Lepouse

  13. Julian sagt:

    Also, für mich zählte eine Armbanduhr bisher nicht zum Must-have. Seit man mir irgendwann mal ein Handy in die Hand gedrückt hat, habe ich die Uhr um das Handgelenk abgelegt habt… Aber da ich mich auch eher als Gentleman sehe ;), habe ich mir kürzlich eine klassische Herrenuhr mit sportlichen Elementen von Fossil zugelegt. Muss sagen, es ist noch ein ungewohntes Gefühl, anstatt auf dem Smartphone auf der Armbanduhr die Zeit abzulesen. Aber das wird sicher noch. :D

  14. MARSOXX sagt:

    Ich kann mich dem Vorredner nur anschließen .. seit dem Handy vergesse ich immer wieder die Armbanduhr. Früher wollte ich immer eine Taschenuhr haben … jetzt habe ich eine … nämlich mein Handy

  15. Hannes von Havetime.ch sagt:

    Eine gute Armbanduhr zu tragen ist doch schon fast ein Muss wenn man nach außen repräsentieren will das man etwas auf sich hält und auch einen gewissen Geschmack mit sich bringt. Ich würde aber da nicht nur Breitling und Rolex vorschlagen, einen wirklich interessanten Eindruck macht man wenn man auch mal eine weniger verbreitete Armbanduhr trägt, zum Beispiel Patek Phillipe. Abgesehen von der Wahl der Marke kann ich mich aber nur dem Author des Artikels anschließen:

  16. Frank sagt:

    Gerade wenn eine Armbanduhr das einzige Stilmittel ist um sich vom Einheitslook abzuheben, einem Businessoutfit also Individualität verleiht, ist mehr auch tatsächlich mehr. Gerade die viel gescholtenen Rolex-Modelle sind wahre Klassiker, da sie ihr Aussehen seit Jahrzehnten nicht verändert haben. Wer denkt eine Rolex wäre stets protzig und golden, der irrt gewaltig. Es gibt viele unscheinbare Stahl-Modelle, die den Träger ein Leben lang begleiten und dabei ihren Wert erhalten oder sogar steigern. Insofern ist der Preis das letzte Kriterium nach dem eine Uhr ausgewählt werden sollte.

  17. Frédéric sagt:

    Eine Uhr zu tragen, deutet darauf hin, ein geordnetes System zu bevorzugen.

    Dies wird durch eine Uhr symbolisiert. Dabei ist es unerheblich welche Uhr man trägt.
    Nicht welche Marke, welche Farbe, welches Armband und schon gar nicht welchen Preis man für die Uhr bezahlt hat.

    Ein Mann von Welt kann eine Kinder-Uhr für 3,- € tragen und diese erscheint an seinem Handgelenk wie eine eine Uhr von der Schweizer Manufaktur Vacheron Constantin.

    Es geht wohl darum wie man eine Uhr trägt.

  18. Arthur sagt:

    Für mich gehört die Uhr einfach ans Handgelenk.
    Natürlich soll jeder für sich entscheiden, welches Modell und welches Design seine Uhr haben soll.

    Es ist für uns Männer ja auch irgendwo repräsentativ, und wer mag es nicht für sein Schmuckstück beneidet zu werden?!

  19. Jakop(Uhr3nF4n) sagt:

    Ich persönlich bin ja ein extremer Fan von schlicht, matt, schwarzen Uhren für Herren.
    In Kombination mit einem schicken Anzug einfach genial!

    Grüße!

  20. Torsten sagt:

    Der eigentliche Sinn einer Armbanduhr ist das Anzeigen der Uhrzeit. Leider erfüllt das Handy diesen Zweck genau so gut. Für mich sind meine Armbanduhren eher ein stilistisches Mittel um meine Outfits aufzuwerten.
    Inzwischen besitze ich eine kleine Sammlung schöner Armbanduhren. Darunter sind auch zwei etwas teurere Uhren. Mir ist es daher sehr wichtig diese gebührend zu verwahren, wenn eine der anderen Uhren getragen wird. Wenn ich meine Uhren in einer edlen Schatulle verwahre, fühle ich mich wie ein wahrer Gentleman :)

    Danke für diesen Artikel

    Grüße,
    Torsten

  21. watch123 sagt:

    Mehr ist da vielleicht manchmal weniger. Eine hochwertige Uhr mit jedoch nicht zu größerem Gehäuse besonders wenn man ein Hemd trägt, sie komplettiert so das Outfit. Wenn man jedoch ein T-shirt oder Pullover trägt kann man auch mal zu einer Uhr mit größerem Gehäuse greifen, wie sie z.B Diesel oder Citizen anbieten, meine persönliche Meinung.

    Sehr guter Artikel

    Grüße

Kommentar schreiben