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Mai 19

Angemessen anziehen

Dresscode ‚Smart Casual‘ für Männer und Frauen

Smart Casual: Beispiele für ein lässiges aber elegantes Outfit

Es gibt Events, die weniger unter dem Gebot der vollendeten Form stehen. Das sind beispielsweise Events, die einen inoffiziellen, privaten Charakter haben. Das können Tischgesellschaften oder Einladungen zu einer Grillparty im Garten sein. In der Einladung wird dann um ein Outfit gebeten, das casual bzw. smart casual ist. Stilcoach Uwe Fenner erklärt im Gentleman-Blog, was es mit diesem Dresscode auf sich hat und gibt Männern und Frauen konkrete Tipps für einen lässigen Look mit Stil.

Anderes Outfit als im Beruf

Eigentlich bedeutet casual lediglich „nicht wie im Beruf“ gekleidet. Das heißt im Umkehrschluss: Angezogen wie in der Freizeit oder wie beim Einkauf in der Stadt. Smart casual wiederum bedeutet: Eine „nicht berufliche“ Kleidung, die aber smart, die gefällig ist. Achten Sie beim Dresscode smart casual stets auf Eleganz.

Smart casual für Herren

Was also anziehen? Smart casual heißt für Männer zum Beispiel konkret Anzug (z.B. Baumwolle, Popeline, Samt oder Cord) mit offenem Hemd ohne Krawatte. Wenn diese wegbleibt, macht ein zu Hemd und Jackett passendes Einstecktuch das Outfit „smarter“. Eine andere Möglichkeit: ein schicker Blazer mit einem feschen, gemusterten Hemd.

Das Outfit beim Dresscode smart casual ist darüber hinaus auch abhängig vom Gastgeber und vom Wetter. Das kann auch bedeuten, dass man zu einem Sommerfest bei großer Hitze ganz auf das Jackett verzichten kann. Bei sommerlichen Gartenfesten ist das Ablegen der Jacketts bei diesem Dresscode in der Regel erlaubt, zumal einige Herren gar nicht im Jackett kommen werden.

Am Abend bleiben die Schuhe freilich immer schwarz. Die Farbe der (Knie-)Strümpfe sollten farblich eine Helligkeit zwischen Hose und Schuhen haben. Zu grauen Hosen eignen sich dunkelgraue Strümpfe hervorragend, zu weißen und hellbeigen Hosen passen vor allem bordeaux-rote oder braune Strümpfe.

Insbesondere Herren jenseits der Vierzig sollten zudem von Blue Jeans absehen. Sie stehen etwas betagteren Männern einfach nicht mehr und fallen unter die Rubrik casual ohne smart. Ebenso ist beim Dresscode smart casual ausdrücklich von weniger eleganten Pullovern abzuraten.

Smart Casual für Damen

Damen dürfen unter dem Begriff smart casual eigentlich alles tragen, wenn es nur geschmackvoll und elegant ist. Sie sollten nur die immer geltenden „Dont´s“ beachten:

  • Keine weiße Schuhe und hellen Strümpfe zu schwarzen Hosen
  • Nicht bauchfrei gehen (vor allem, wenn sie Bauch haben)
  • Kein buntes Durcheinander von aufdringlichen unterschiedlichen Mustern auf Hosen oder Röcken, Oberteilen und Tüchern
  • Übrigens sollten auch die Damen mit der Wahl ihres Beinkleides kritisch sein. Ob sie es wollen oder nicht, bei den Frauen kommt es sehr stark auf die Figur an, welche Hose ihnen steht.

    Fazit

    Beim Dresscode smart casual sollte man nicht in demselben Outfit kommen, in dem man tagsüber zu Hause gearbeitet hat oder einkaufen war. Der aufmerksame Gast nimmt diese Kleidervorschrift ernst. Er macht sich chic, nur eben nicht business-mäßig.

    Buchtipp – Dieser Beitrag stammt aus dem Buch:
    „Erfolgreich mit Stil: Der Knigge für alle Lebenslagen“

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    Der Autor

    Beitrag von Uwe Fenner, Leiter des Instituts für Stil und Etikette. Im Gentleman-Blog veröffentlicht er Texte über Knigge und Benimm in allen Lebenslagen.



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    12 Responses to “Dresscode ‚Smart Casual‘ für Männer und Frauen”

    1. Bei Herren bietet sich bei sonnigem Wetter auch ein Poloshirt an.

    2. Luca sagt:

      smart casual ist ultra stylisch an jedem ob Mann oder Frau! Man kann so viel damit anstellen <3 Leider gibt es sehr wenige Frauen die diesen Look hervorragend zur Geltung bringen!

    3. Alexander sagt:

      …also Männer jenseits der Vierzig als „etwas betagter“ zu kategorisieren halte ich persönlich(41) für schon etwas grenzwertig! ;-)

      Ansonsten finde ich diesen Stil recht ansprechend und fühle mich darin sehr wohl. Leider hat mein Vorredner Luca absolut recht. Zu wenig Frauen haben diesen Stil „drauf“ und vergeuden damit leider Potential!

      …und German Gentleman: Poloshirt geht unter KEINEN Umständen, egal ob -20 oder +40 Grad Celsius!!! POLOSHIRT ist PROLOSHIRT!!!

    4. Dirk sagt:

      Habe gerade o.a. Artikel gelesen. Bei dem Begriff „betagt“ für „Herren jenseits 40“ denen eine Jeans nicht mehr steht bleibt mir grad der Atem weg! Ich bin lockere 48, sportlich austrainiert, modisch elegant (man verzeihe mir das Eigenlob, ist aber hart erarbeitet). Soll ich den Artikel nach dieser „Beschimpfung“ noch ernst nehmen?

    5. Tobias sagt:

      Hier meldet sich 50-Jähriger Leser des ansonsten sehr hilfreichen Artikels zum Thema Smart Casual. Genauso wie meine Vorredner gehöre auch ich zu einer sportlichen, körper- und stilbewussten „betagten“ Männerklasse. „Jenseits 40“ und das damit einher gehende Jeansverbot klingen für mich hier wie mit einem Bein im Grab – diese Formulierung ist einfach nur anmaßend. Dem Jüngelchen (oder Mädelchen) der schreibenden Zunft möchte ich mit auf den Weg geben, dass unsere Liga längst nicht mehr die Opas von früher stellt. Vielleicht duellieren wir uns demnächst einmal im Diesel-Store… Mal sehen, wer den knackigeren Hintern hat!! :-)

    6. Christian sagt:

      Da muß ich Dirk recht geben. Das mit dem ‚betagt‘ kann man wirklich nicht ernst nehmen.

    7. Fashion Guy sagt:

      Hab mir grade die Kommentare durchgelesen, mit gefällt der smart casual Style gut und ich finde schon dass im Sommer ein schlichtes Poloshirt zum Look passen würde! Ist halt Geschmacksache, alternativ könnte man an heißen Tagen vielleicht auch ein stilvolles Kurzarmhemd oder Leinenhemd tragen.

    8. Matthias sagt:

      Wer sich gerne lächerlich machen möchte, kann natürlich auch im fortgeschrittenen Alter noch überall in Jeans auftauchen.

    9. HennaRot sagt:

      Bei einer Einladung mit dem Dress Code „Smart Casual“ schaue ich noch mal kurz, ob sich was geändert hat… Schön, dass es solche Tips fürs Leben gibt.

      Mir ist schon klar, was ich anziehen werde, finde aber dennoch interessant, wie sich die Herr-schaft
      äußert.

      Ich weiß, dass es ein wunder Punkt ist, aber die Herren über 50 sollten zu diesem Anlass , egal wie „knackig“ die Pobacken auch sein mögen, auf Jeans verzichten.

      Ich gebe Ihnen Recht, 40+ ist sicher nicht mit „betagt“ zu bezeichnen. Dass sagt man doch eher zu wirklich älteren Herren frühestens ab 80 und auch da ist es wahrlich sehr unterschiedlich, je nach mentaler und körperlicher Kondition.

      Jungs, keiner wird gern älter, aber das Gesicht, der Hals und die Hände verraten Euch doch.

      Good in shape ist nicht mehr und nicht weniger als es sagt.

      In angemessener Kleidung sieht Mann immer gut aus. Der Rest ist Persönlichkeit. Aber wenn die nur zum Dieseljeansknackpopovergleich reicht…. Schmunzel

      Viel Spaß noch beim Lästern über die schlecht angezogene Damenwelt.

      Henna Rot

    10. Ralf sagt:

      Naja, auch wenn das mit den „betagteren Herren ab 40“ etwas übertrieben sein mag, verstehe ich die Aufregung – bis auf den beleidigten Stolz – nicht ganz. Ich bin mittlerweile auch schon 37, und habe mir seit 7 Jahren keine Jeans mehr gekauft. Trage ich im Beruf nicht und wenns gehobenere Anlässe sind sowieso nicht. Daher eine schöne Auswahl an Chinos im Schrank und man hat eigentlich alles was man braucht. Für jede Gelegenheit.

    11. Stefan sagt:

      Guten Tag lieber Autor.
      Hei Hei Hei kaum zu glauben mit was für Bananenschüttlern man teilweise heutzutags zu tun hat. Sich mit dem Anschliessen meiner Vorredner hier ist ja manchmal so ne Sache. Dass man jenseits der vierzig keine Bluejeans mehr tragen soll ist wohl ein verfrühter 1. April Scherz im 2017. Es kommt doch schlussendlich auch immer noch auf die Person an, die sowas trägt, kann meines Erachtens ganz sicher nicht pauschalisiert werden.
      Fazit: Die Stellungnahme ist sehr unprofessionell und undifferenziert.

    12. Jörn sagt:

      Ich würde den hier so heftig kritisierten Kommentar zum Tragen einer Blue-Jeans als Ü40er nicht als komplette Absage an die Jeans ansehen. Ich vermute vielmehr, dass der Autor die tendenziell helleren, typischen Blue-Jeans, vielleicht auch noch mit Washed-look und betonten Nähten im Auge hatte. Hingehen gibt es ja auch sehr feine Denim-Gewebe in dunkelblau, und auch ohne betonte Nähte etc. Mit diesen Beinkleidern schiebt sich dann die „Altersgrenze“ doch wohl noch einige Jahre Richtung 60.

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