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Jan 31

„Schmuckuhren werden hauptsächlich von Damen getragen“

Managing Director von Cartier im Interview

Renaud Lestringant ist Managing Director bei Cartier. Im Interview mit dem Gentleman-Blog spricht er über die Erfindung der Armbanduhr, das Image von Cartier-Uhren und über den Panther als Markenzeichen.

Herr Lestringant, lange Zeit gab es für Männer nur Taschenuhren. Wann setzte sich die Armbanduhr durch?

Cartier entwickelte 1904 mit der Santos de Cartier die erste moderne Armbanduhr. Sie wurde für das Tragen am Handgelenk entwickelt. Das war eine absolute Pionierleistung.

Und wie kam es dazu?

Man muss wissen, dass es um die Jahrhundertwende viele technische Entwicklungen gab, ein Drang nach Neuerungen. Eine Neuheit waren die Fluggeräte und einer der Flugpioniere war Albertos Santos-Dumont. Er war ein enger Freund von Louis Cartier, dem er auch sein Anliegen näher brachte: Er konnte die Zeit während seiner Flüge nicht messen, da es zu gefährlich war eine Hand vom Steuerknüppel zu nehmen, um auf der Taschenuhr die Zeit abzulesen. Er benötigte also eine praktische Armbanduhr. Und so kam es zu der Fliegeruhr Santos de Cartier.

Das Markenzeichen von Cartier ist der Panther. Warum eigentlich?

Alles begann 1914 mit einer Einladungskarte, auf der ein Panther zu sehen war. Louis Cartier, der Leiter der Paris Cartier Boutique, liebte dieses Tier. Ihn faszinierte die Stärke und Eleganz, die es ausdrückt. In dieser Zeit lernte er auch Jeanne Toussaint kennen, seine Muse und spätere Leiterin der High Jewellery Ateliers. Auch sie war stark und elegant und schlich selbst wie ein Panther über die Flure. Kein Wunder also, dass sie 1948 für die Herzogin von Windsor – eine Frau wie sie, selbstbewusst und mit eigenem Willen – eine Brosche mit einem Panther kreierte, der auf einem Smaragd thront.

Cartier gilt als »the jeweller of kings and the king of jewellers«. Welche prominenten Könige und Staatschefs hat Cartier bereits ausgestattet?

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eigentlich kein europäisches Königshaus, das nicht von Cartier beliefert wurde. Sogar der russische Zar und viele Maharadschas aus Indien ließen sich Kreationen in Paris anfertigen.

Welche Schmuckstücke jenseits der Armbanduhren sind bei den Männern noch beliebt?

Der Ehering natürlich. Aber auch Manschettenknöpfe werden als Schmuck angesehen.

Welches Image verkörpern die Armbanduhren von Cartier?

Uhren von Cartier sind klassisch und zeitlos. Sie unterliegen keinem Trend. Die Herrenkollektion ist sehr markant und maskulin. Außerdem legen wir größten Wert auf eine Technik, die Maßstäbe setzt. In der Calibre de Cartier ist zum Beispiel unser eigenes Uhrwerk 1904-MC verarbeitet.

Neben den Klassikern haben Sie auch luxuriöse, mit Gold und Diamanten bestückte Schmuckuhren im Angebot. Wer ist hier die Zielgruppe?

Schmuckuhren werden hauptsächlich von Damen getragen. Aber natürlich gibt es auch Männer, die gerne Golduhren tragen. Das ist immer eine Frage des persönlichen Geschmacks und des nötigen Kleingelds.

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3 Responses to “„Schmuckuhren werden hauptsächlich von Damen getragen“”

  1. Louis Francois hat mit der Wahl des Patnhers alles richtig gemacht, denn durch den Panther wird das ganze zu etwas besonderem!

  2. Uhren begeistern mich schon immer und ohne meine Armbanduhr könnte ich nicht leben. Das Frauen die Uhren eher als Schmuck Objekt wahrnehmen glaube ich persönlich aber eher nicht, die Uhr hat für sie die gleiche Bedeutung.

  3. Uhren sagt:

    Ich finde Uhren an Damen besonders Sexy, besonders Pompöse Uhren sind sehr Sexy an schönen Damenhänden!

    lg

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