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Dez 02

Jim Beam Bourbon Legends Bar

Zu Gast auf dem Bourbon Legends Event

 

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Der beste Ort, um einen Bourbon zu genießen, dürfte wohl die Destillerie selbst sein. Doch liegen die USA mit dem Bourbon-Zentrum Kentucky meist allzu fern. Der Gentleman-Blog hatte jüngst Gelegenheit, diesen Whiskey anderweitig direkt in bester Umgebung zu verkosten.

Vom 28. bis zum 30. November 2015 lud Jim Beam zur gemütlichen Verkostung einiger Bourbons der eigenen Marken in eine mit viel Aufwand nachempfundene Destillerie ein, nach dem großen Vorbild in Kentucky. Der Gentleman-Blog hatte die Freude, diesem außergewöhnlichen Ereignis beizuwohnen und vor allem Fred Noe kennenzulernen, den Master Distiller von Jim Beam in siebter Generation – eine wahre Legende.

»The best possible way to enjoy a good Bourbon«

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Am Eingang begrüßen uns bereits zwei wuchtige Eichenfässer, die uns unmissverständlich darauf hinweisen, was uns heute Abend erwartet. Und kaum schreiten wir durch die Türe, haben wir nicht mehr das Gefühl, in Frankfurt zu sein. Aus dem hinteren Teil des Saals erklingen Bluegrass-Klänge, die Wände sind den Lagerhäusern in Kentucky nachempfunden und zeigen uns Reihe um Reihe Fässer mit dem bekannten Schriftzug „Jim Beam“. Oder wie uns später Fred Noe sagen wird: »The best possible way outside of Kentucky to enjoy our Bourbon.«

 

Kurze Zeit später beginnt auch schon die Führung. Insgesamt drei Stationen vermitteln uns die Einzelheiten der Bourbon-Herstellung. Mit einer kleinen Erfrischung in der Hand erfahren wir vom Host, dass für Bourbon jedes Fass nur ein einziges Mal verwendet werden darf. Dementsprechend lässt Jim Beam jedes Jahr 800.000 Fässer aus amerikanischer Weißeiche herstellen und betreibt damit einen immensen Aufwand, der sich jedoch geschmacklich auszahlt.

Süß, herb oder geschmeidig – für jeden Geschmack der passende Bourbon

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Wer sich mit Whiskey befasst, weiß um die Bedeutung der Fässer. Jedes Fass wird nicht nur einmal verwendet, sondern es wird auch unterschiedlich ausgeflammt. Vier unterschiedliche Brennstufen entscheiden im beträchtlichen Maße über den Whiskeygeschmack. So wird auf der höchsten Brennstufe das Holz für circa 50 Sekunden in ein Feuer gehalten. Das Holz wird somit sehr offenporig und springt sogar teilweise auf. Auf diesem Weg nimmt es bei der Lagerung im Sommer einen Teil des Whiskeys auf, gibt seine Aromen an ihn ab, und lässt den Whiskey im Winter wieder ins Fass zurückfließen. Mit dieser Methode eröffnen sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, einen leckeren Bourbon herzustellen.

Schließlich kam die Verkostung. Zuvor wurden wir gebeten, anhand einer kleinen Tabelle unsere Geschmacksvorlieben anzugeben, um damit unsere Bourbon-Vorliebe zu ermitteln. Der herbe Roggenwhiskey, der geschmeidige »Classic Bourbon« oder doch eher der »Sweet Wheat« für Menschen mit einem etwas süßeren Zahn? Hier präsentierte sich eine gute Bandbreite für die Geschmäcker.

»Enjoy the bourbon any damn way you want«

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An der dritten Station empfing uns schließlich Fred Noe. Der Master-Distiller von Jim Beam plauderte aus dem Nähkästchen und gab einen kleinen Überblick über die Geschichte von Jim Beam. Und auf die häufig gestellte Frage, wie man Bourbon „richtig“ trinke, erwiderte er nur, dass es kein richtig gebe. Stattdessen möge man seine Produkte so genießen, wie man wolle. Egal, ob mit Cola, Soda oder pur – Einschränkungen gibt es laut Noe nicht.

Traditionell endete die Führung an der Bar. Zu den Klängen der Bluegrass-Band konnten wir entweder aus einem feinen Sortiment von Cocktails und verschiedenen Bourbons von Jim Beam wählen. Der Abend fand so einen angenehmen Ausklang und bot ausreichend Gelegenheit, sich mit anderen Interessierten über Bourbon zu unterhalten oder einfach die Musik zu genießen. Wann bekommt man denn einmal die Gelegenheit, Bluegrass in Kentucky-Atmosphäre in Deutschland zu erleben?

Insgesamt war es ein sehr gelungener Abend, der uns Einiges über Bourbon lehrte und verdeutlichte, dass Jim Beam nicht nur den Massenmarkt im Auge hat. Gleichwohl befinden sich in dem Repertoire schmackhafte Schätze, die selbst eingefleischte Single Malt-Connaisseure erfreuen können.

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