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Mrz 30

Obacht, Gentlemen: Auch Frauen lieben Fußball!

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Frauen im Fußball – noch vor einigen Jahren war es schier undenkbar, dass Frauen in die Männerdomäne Fußball eindringen könnten. Doch auch wenn dem einen oder anderen Mann noch immer verdrehte Augen anblicken, wenn die Rede erneut vom Abseits ist, behaupten Frauen sich mittlerweile auch im beliebtesten Ballsport Europas. Der Gentleman-Blog erklärt, warum Frauen und Fußball einfach zusammengehören.

Der Frauenfußball an sich ist auf dem Vormarsch, immerhin schauten selbst bei weniger interessanten Begegnungen der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft im letzten Jahr bei der WM in Kanada mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland zu – und das waren natürlich nicht nur weibliche Fans. Für Männer hat die neue feminine Fußballbegeisterung sogar etwas Gutes in doppelter Hinsicht: Vergebene Männer stoßen beim Ausleben ihres Fußball-Fanatismus auf mehr Verständnis und Singles dürfen beim Public Viewing nicht nur der Sportveranstaltung frönen, sondern sich parallel nach neuen interessanten Bekanntschaften umschauen.

Wachsende Fußballbegeisterung bei Frauen

Auch wenn manch ein Mann der angeblichen Fußballbegeisterung von Frauen noch nicht gänzlich trauen mag, auch aktuelle Studien belegen die fortschreitende Faszination, die Ronaldo, Messi und Co. auf das weibliche Geschlecht ausüben. Eine Untersuchung der Partneragentur Parship aus dem Jahr 2014 untersuchte kurz vor dem Start der Weltmeisterschaft in Brasilien in einer Umfrage unter knapp 2.000 weiblichen Singles zwischen 18 und 65 Jahren, ob diese sich für das anstehende Großereignis interessieren.

Resultat der Untersuchung: Drei von vier Frauen können sich ebenso für den Sport begeistern wie das männliche Pendant. Seither ist die Fußball-Euphorie natürlich nicht abgeklungen. Schon bald fällt der Startschuss für die EM-Spiele 2016 in Frankreich. Pünktlich am 10. Juni 2016 um 21 Uhr rollt der Ball durch das französische Nationalstadion Stade de France, die deutsche Mannschaft wird allerdings erst am 12. Juni gegen die Ukraine ins Turnier starten.

Zu diesem Zeitpunkt werden die Public-Viewing-Plätze in ganz Deutschland natürlich wieder prall gefüllt sein. Durch die anwachsende weibliche Begeisterung für den Fußball strömen natürlich auch immer mehr Besucher vor die Großbild-Leinwände, um die gefeierten Stars der DFB-Elf, wenn auch aus einiger Entfernung, lauthals anzufeuern.

Für Veranstalter bedeutet dies folgerichtig einen größeren Organisationsaufwand, jedoch auch höhere Umsätze. Auch Fanartikel-Hersteller freuen sich über das neue Interesse, denn allgemein lässt sich das weibliche Geschlecht etwas mehr für schwarz-rot-goldene Schminke, Trillerpfeife und Blumenketten in Nationalfarben begeistern als der Mann, der eher zu Trikot oder Deutschland-Mütze greift. Doch auch die soziale, zwischenmenschliche Komponente dürfte das Public-Viewing-Geschehen während der anstehenden Europameisterschaft zu einem gänzlich neuen Erlebnis für den männlichen Fußballfan wandeln.

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Wenn Fußballgucken zum Single-Treff wird

Auch wenn viele Männer es gewiss nicht zugeben wollen und niemals würden: Die wachsende Zahl von weiblichen Zuschauern beim Fußball ist selbst zu der Zeit, da es um den europäischen Fußballthron geht, von Interesse. Denn wenn gebrüllt und gejubelt, mitgefiebert, gesungen und mitgelitten wird, da ist der Kontakt zur attraktiven jungen Dame gegenüber sehr leicht hergestellt. Und auch Frauen besuchen das Public Viewing zwar nicht vordergründig, um neue männliche Bekanntschaften zu schließen, einem Flirt sind jedoch die wenigsten abgeneigt.

Die steigende Begeisterung für den Fußball bei Frauen lässt sich jedoch nicht ausschließlich auf den Sport selbst zurückführen. Denn für den einen oder anderen Fußballspieler schlägt das Herz vieler Fußball-Mädels womöglich noch etwas mehr als für ein schönes und aufregendes Spiel. Eine Forsa-Umfrage, die für das Magazin „Frau im Spiegel“ durchgeführt wurde, zeigte, welche Fußballer bei Frauen besonders hoch im Kurs stehen.

Die beliebtesten deutschen Fußballer

Platz 1: Thomas Müller (26)

Der Bayern-Spieler Thomas Müller stößt seinen Vereinskollegen Manuel Neuer vom Thron der beliebtesten Fußballer bei weiblichen Fußballfans aus Deutschland. Beim ebenso bei Männern sehr beliebten Fußballer schätzen Frauen vor allem seine Loyalität und lockere sowie lustige Art. Der „Typ von nebenan“ ist nicht nur seit dem Jahr 2000 seinem Heimatverein treu, sondern bereits seit sechs Jahren mit seiner Jugendliebe verheiratet.

Platz 2: Manuel Neuer (29)

Der entthronte Manuel Neuer landet auf dem zweiten Platz, ist bei Frauen aber weiterhin sehr beliebt. Als Welttorhüter des Jahres – übrigens zum dritten Mal in Folge – vermittelt er den Eindruck von Sicherheit und Rückhalt, der bei Frauen sehr geschätzt wird, ebenso wie seine Größe. Der Gelsenkirchener ist 1,93 Meter groß und somit äußerst stattlich.

Platz 3: Mats Hummels (27), Bastian Schweinsteiger (31), Philipp Lahm (32)

Der dritte Platz wird dreigeteilt und geht unter anderem an den Dortmunder Mats Hummels, der bei Frauen wegen seines guten Aussehens und seiner Abgeklärtheit sehr gefragt ist. Der ehemalige Münchener Bastian Schweinsteiger konnte vor allem nach der WM in Brasilien einiges für seinen Ruf tun. Nachdem er sich im Finale gegen Argentinien sogar blutend in jeden Zweikampf warf, steigerte der sympathische Mittelfeldspieler aus Manchester seinen sprichwörtlichen Marktwert. Philipp Lahm hingegen ist vor allem bei etwas älteren weiblichen Fußballfans beliebt. Der 32-Jährige ist der Kapitän des FC Bayern München und steht für Erfahrung, Erfolg und Bodenständigkeit.

Immer mehr Frauen in der Sportberichterstattung

Dass Profifußballer eine derartig anziehende Wirkung auf Frauen haben, ist einfach zu erklären. Sky-Moderatorin Jessica Kastrop begründet die immer größer werdende Begeisterung für Fußball und deren Spieler mit den Worten: »Da sieht man junge, gut aussehende Männer mit teilweise unfassbar hohen Gehältern, sie sind berühmt und scheinen alles zu haben. Sie fahren teure Autos wie Maserati oder Lamborghini.«

Allerdings betont die Fußball-Expertin des Pay-TV-Senders auch die negativen Seiten, die der Profisport mit sich bringt. Denn permanent im Fokus der Öffentlichkeit zu stehen, damit würden viele Frauen wohl nicht zurechtkommen. Auch für die Moderatorin ist es kein Leichtes, sich in der teils noch immer als Männerwelt bezeichneten Domäne Fußball in aller Öffentlichkeit durchzusetzen. Denn mittlerweile ist sie fester Bestandteil der Sky-Berichterstattung aus der 1. Bundesliga, des DFB-Pokals, der Europa League und Champions League.

Die Behauptung, die hübsche Blondine sei nur aufgrund ihrer Attraktivität an den begehrten Posten gekommen, ist indes nicht gerechtfertigt, auch wenn eine Studie im Auftrag des Senders Sky ergeben hat, dass von Frauen in der Sportberichterstattung vor allem Attraktivität und Emotionalität erwartet wird, Fachkenntnis und Expertise hingegen nicht.

Jessica Kastrop aber ist studierte Journalistin, arbeitete in der Sportredaktion der BILD und moderierte die Sportnachrichten auf N-TV. Auf der Messe „Medientage München“ von 2014 wurde über die Vorteile beim Einsatz von Frauen in der Sportberichterstattung eifrig diskutiert und schlussendlich sogar eine Frauenquote gefordert. Am Ende musste sogar Stefan Effenberg einlenken und sprach sich für mehr weibliche Präsenz im deutschen Fußball aus, wogegen die meisten fußballbegeisterten Gentlemen in Deutschland gewiss ebenfalls nichts auszusetzen hätten.

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