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Mai 06

Klischee oder Wahrheit: Macht Geld Männer attraktiver?

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Nun scheint endlich das bestätigt, was viele Männer schon immer vermutet haben. Schenkt man aktuellen Studien glauben, achten Frauen bei der Partnerwahl in erster Linie auf das Geld. Aber haben tatsächlich nur reiche Männer bei Frauen Chancen? Und was sagt das grundsätzlich über das Verhältnis zwischen Männern und Frauen aus? Der Gentleman-Blog widmet sich dem Thema Geld und Attraktivität.

Mehr Geld gleich bessere Chancen bei Frauen?

Das Partnerportal ElitePartner hat in einer jüngsten Umfrage 12.000 weibliche Singles gefragt, worauf sie bei der Suche nach einem neuen Lebenspartner besonders achten. Das Ergebnis bestätigt scheinbar das, was sich der ein oder andere Mann gewiss immer schon dachte: Mehr als die Hälfte aller Befragten gab an, dass sie sich nur dann eine Beziehung vorstellen kann, wenn der Mann mehr Geld verdient als sie selbst.

Auch eine von der Postbank in Auftrag gegebene Umfrage der TNS Emnid aus dem Jahr 2013 scheint dieses Ergebnis zu bestätigen: 40 Prozent der Teilnehmerinnen achteten bei der Partnerwahl darauf, dass der Mann mindestens dasselbe Gehalt bezog wie sie selbst. Doch müssen Romantiker nun nicht den Kopf hängen lassen, denn bei immerhin 58 Prozent der Befragten war nach wie vor die Liebe ausschlaggebend.

Bei Männern sieht dies übrigens ganz anders aus. Das angeblich so unromantische Geschlecht achtet bei der Partnerwahl fast nie aufs Geld. Lediglich ein Viertel aller Männer gab an, dass ihnen eine ebenso gut verdienende Partnerin wichtig sei. Bei über 70 Prozent spielt der Verdienst der Frau sogar gar keine Rolle. Geld und Liebe sind für sie sprichwörtlich zwei verschiedene Paar Schuhe.

Frauen verdienen im Schnitt weniger Geld als Männer

Bleibt die Frage zu klären, warum Frauen scheinbar so sehr auf das Geld achten? Immerhin ist die moderne Frau emanzipiert und kann sich selbst versorgen. Die klassische Rollenverteilung vom Mann, der das Geld nach Hause bringt, während sich die Frau zuhause um Kinder und Haushalt kümmert, ist zumindest in der westlichen Welt schon längst überholt.

Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit. Denn tatsächlich wünschen sich viele Frauen – vor allem Frauen ab 30 Jahren – noch immer einen Mann, der ihnen eine sichere finanzielle Zukunft bieten kann. Finanzielle Sicherheit sei vor allem in einer „schwankenden, wirtschaftlichen Lage“ sehr wichtig, so die Meinung der Diplom-Psychologin Lisa Fischbach von ElitePartner.

Die Erklärung hierfür ist einfacher, als man vielleicht vermutet: Denn noch immer verdienen Frauen im Durchschnitt deutlich weniger als Männer – und das bei gleicher Arbeitsleistung. Dies ergab eine Umfrage der Hans-Böckler-Stiftung. Laut dieser Studie müssen sich Frauen auf dem Arbeitsmarkt mit circa 20 Prozent weniger Gehalt zufriedengeben. Bei derartigen Zahlen darf es nicht wundern, dass finanzielle Aspekte für viele Frauen eine zentrale Rolle im Leben spielen und somit auch bei der Partnerwahl.

Erfolg – das moderne Aphrodisiakum?

Für Männer ist das Geldverdienen natürlich nicht leichter als für Frauen. Mehr Geld zu verdienen allerdings schon, wie beispielsweise Warren Buffett beweist. Als einer der reichsten Männer der Welt zeigte Buffet, wie man mit relativ simplen Börsenweisheiten ein Vermögen aufbaut. Aber übt ein gut gefülltes Konto tatsächlich eine derartig große Wirkung auf Frauen aus?

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Die reichsten Männer der Welt

Für die zunehmende Attraktivität von wohlhabenden Männern spricht, dass sich Frauen bei der Partnerwahl weniger stark von Äußerlichkeiten beeinflussen lassen als Männer. Der Psychologie-Professor Norman Li schrieb im Journal of Personality and Social Psychology: „Frauen bevorzugen Männer mit mindestens durchschnittlichem gesellschaftlichen Status.“ Dies würde folglich bedeuten, dass es nicht unbedingt das Geld ist, sondern vielmehr der damit verbundene gesellschaftliche Status, den Frauen an reichen Männern anziehend finden.

Auch ein Blick auf den Fußball zeigt, dass Geld, Erfolg und gesellschaftliches Ansehen wohl tatsächlich die Attraktivität des Mannes definieren. Immer mehr hochbezahlte Fußballer sind mit Models liiert. Und auch wenn es erfolgreiche Frauen wie Shakira, Lena Gercke und Co. gewiss nicht nötig haben, ihren Mann nach finanziellen Gesichtspunkten auszuwählen, scheint es eher unwahrscheinlich, dass ein weniger bekannte Mann mit geringem Einkommen einen Platz an ihrer Seite findet.

Eine zugegeben sehr oberflächliche Bilanz, die sich hier in puncto Partnersuche auftut. Doch möchten wir die vorherigen Statistiken etwas relativieren. Für viele Frauen scheint das Einkommen ihres Partners zwar wichtig bei der Partnersuche, doch folgt diesem zugleich die Intelligenz des Partners auf dem Fuße.

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5 Responses to “Klischee oder Wahrheit: Macht Geld Männer attraktiver?”

  1. Philosopher_93 sagt:

    „Für viele Frauen scheint das Einkommen ihres Partners zwar wichtig bei der Partnersuche, doch folgt diesem zugleich die Intelligenz des Partners auf dem Fuße.“

    Intelligenz? hahaha

    Rein subjektiv betrachtet, kann ich das absolut nicht unterschreiben. In meinem engeren Umfeld (größtenteils Mittelschicht/Normalverdiener, würde ich sagen) und Freundeskreis bin ich der einzige, der momentan studiert. Und dennoch schlagen sich die Frauen nicht gerade um mich. Ganz im Gegenteil: Ein guter Freund von mir ist Industriemechaniker, eher praktisch begabt und besitzt schlecht allgemein Bildung, aber durch seine wohlhabenden Eltern, Geld. Er hat aber deutlich besser Chance und, dass kann ich sagen, ist weniger Intelligent also ich (mir ist natürlich bewusst, dass noch ganz viele andere Faktoren hier reinspielen als Geld und Intelligenz).
    Der Punkt ist: Es scheint sogar fast so, also sei man, weil man studiert, eher im Nachteil. Kein Einkommen, das Klischee vom faulen Studenten und die Gesellschaft scheint von eher theoretischen, bildenden Laufbahnen abgeneigt. Natürlich kann man jetzt auch argumentieren, dass Studium und Intelligenz nicht zusammenhängen, aber dann würde man Intelligenz anders definieren, als ich es hier beschrieben habe.

    Selbst objektiv betrachte, weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll. Sicher, jemand der ziemlich „hohl und unbebildet“ ist, ist wenige attraktiv. Aber es scheint mir nicht so, dass die Attraktivität mit der Bildung oder dem Abschluss steigen würde. Es geht also eher nur um einen gewissen Grad Intelligenz, den jemand besitzen muss. Wenn man sich im universitären Umfeld umschaut, scheint Intelligenz auch kaum eine Rolle zu spielen, denn hier ist sowieso jeder ein „Genie.“

    Es doch eher so, dass die wirklich klugen, aber schüchternen Männer, stets denen unterlegen sind, die weniger klug, aber selbst überschätzend sind und einfach prahlerisch und angeberisch daher kommen. So ist unsere Gesellschaft halt. Bestes Beispiel momentan: Donald Trump.

    Sei reich, selbstüberschätzend, prahlerisch und du siegst.

  2. LottoKingCarlo sagt:

    Geld hilft schon. Ncht nur bei Frauen, sondern in ganz vielen Lebenslagen!

  3. Gast sagt:

    Lieber Philosopher_93, Studium ist nicht gleich Studium. Mit einem Laberfach gibt es wenig Chancen auf ein hohes Einkommen. Für Frauen ist Intelligenz eher unwichtig, so ist meine Erfahrung. Es geht um Geld und Status. Allerdings sind Männer im Vorteil, die sich zwischen 20 und 30 ohne Frau und Kinder auf ihre Karriere und ihren Erfolg konzentieren. Sie sind unabhängig, können jede Chanche nutzen, sind flexibel und haben viel Zeit für Weiterbildung, Projekte und Experimente. Männer haben im Durchschnitt auch weniger monatliche Fixkosten. Ein erfolgreicher Mann wird erst ab Mitte 30 für Frauen interessent, wenn die selbstbewussten Ehemänner und Väter zum ersten Mal geschieden sind, sich mit Kindes- und Ehegattenunterhalt beschäftigen und nie wieder Sonne sehen. Also alles gut und viel Erfolg. Mit dem Erfolg kommen die Frauen von allein. Habe ich mal gelesen und fand ich einleuchtend: Rede mit Menschen, die weit unter dir oder die weit über dir stehen.

  4. H.Prendick sagt:

    Das ist kein Klischee, gehört aber trotzdem in die Steinzeit und hat in einer emanzipierten Gesellschaft nichts verloren.
    „Alpha fuck, beta buck“, sagt der Volksmund, und dem gibt es nichts hinzuzufügen.
    Gehört Ihr in Gruppe zwei, dann kauft euch Frauen, beklagt euch aber nicht, wenn nach der Scheidung die Karriere kaputt und das Vermögen futsch ist, zumindest die Hälfte, oder wie bei einem englischen Millionär neunzig Prozent, und zur Belohnung werden euch die Kinder des Türstehers oder Drogendealers, die sie mitbringt, Papa nennen.
    Und wie nennt man eigentlich „Golddigger“ in der deutschen Sprache? Gibt es den Begriff überhaupt?

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