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Jun 17

Fulltime-Job: Gentleman sein

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Beim Candle-Light-Dinner, einer offiziellen Veranstaltung oder auch dem Besuch bei den Schwiegereltern wissen viele Männer, erfolgreich ihre Gentleman-Qualitäten einzusetzen. Im Alltag sind Kavaliere dagegen spärlich gesät. Der Gentleman-Blog zeigt, mit welchen kleinen Gesten Mann auch abseits des Scheinwerferlichts seinen Wert unter Beweis stellt.

Kavaliere bitte auch abseits der großen Bühne

Das Klischee von einem Gentleman, der sich bereits durch äußerliche Attribute wie Anzug, Zylinder und Gehstock zu erkennen gibt, gehört in eine andere Epoche. Vielmehr zeichnet sich ein Gentleman heute wie damals durch seine Taten aus. Gute Manieren sollten hier eine Selbstverständlichkeit sein, will man meinen. Doch schon beim allmorgendlichen Kampf um einen Sitzplatz in den öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Anstehen an der Kasse im Supermarkt oder auch im Straßenverkehr ist die gute Kinderstube schnell vergessen – selbstredend kein (rein) männliches Phänomen.

Ein Gentleman legt jedoch nicht nur dann Respekt, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft an den Tag, wenn er sich der Aufmerksamkeit anderer gewiss ist. Gerade im alltäglichen Umgang unterscheidet ein umsichtiges und respektvolles Miteinander den Gentleman vom Aufschneider. Ob der Kavaliersakt dabei im feinen Zwirn oder auch in Jeans und Turnschuhen ausgeführt wird, spielt dabei eine untergeordnete Rolle – weitaus entscheidender ist die Tat an sich.

Obacht: Die folgenden Beispiele für ein respektvolles Verhalten sollten im Übrigen sowohl für die Frau gelten, mit der man gern ausgehen würde, bis hin zu einer Dame älteren Semesters.

Gentleman-Qualitäten im Alltag beweisen

Aufmerksamkeit ist das Schlüsselwort im Leben eines Gentlemans. Wer seiner Umgebung und seinen Mitmenschen neugierig und aufgeschlossen begegnet, entdeckt schnell Möglichkeiten, in denen ein Kavaliersakt erforderlich ist. Das fängt bereits bei Kleinigkeiten an wie dem Angebot, den eigenen Sitzplatz in der Bahn freizugeben oder auch die schweren Einkäufe zu tragen.

Zuvorkommenheit. Einer Frau die Tür aufzuhalten oder ihr die eigene Jacke anzubieten, wenn sie friert, mag in Zeiten der Gleichberechtigung altmodisch erscheinen. Frauen wissen diese Klassiker unter den Gentleman-Gesten jedoch zu schätzen, signalisieren sie doch vor allem Wertschätzung.

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Zugegeben, diese Floskel mag nicht in jeder Lebenslage zutreffend sein, doch wirken Männer, die permanent nur von sich selbst reden, auf Dauer uninteressant und überheblich. Ein Gentleman lässt eine Dame ausreden, auch wenn er ihre Meinung nicht teilt.

Retter in der Not. Das Bild vom Prinzen in schimmernder Rüstung ist heute längst überholt. Falsch. Heute muss Mann glücklicherweise nicht mehr gegen Drachen antreten, doch erfordert auch unsere Zeit zuweilen eine Heldentat. Reißt beispielsweise auf der Straße die Tüte mit den Lebensmitteln oder scheint die Suche nach dem passenden Fahrscheingeld aussichtslos, hält ein Gentleman eine Minute inne und bietet seine Hilfe an. Der Dank der Dame ist ihm gewiss.

Fazit: Die aufgeführten Punkte sind keineswegs (reine) Männersache. Dennoch bedarf es einer gehörigen Portion Engagement, um den respektvollen Umgang als Gentleman in jeder Lebenssituation zu beherzigen. Niemand hat behauptet, es sei leicht ein Gentleman zu sein…

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