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Nov 04

Jacken & Mäntel in der Hauptrolle – Herbst & Wintertrends 2016

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Im Sommer geben die heißen Temperaturen oft vor, was man aus dem Schrank holt und anzieht. Zudem trägt die generelle Euphorie der Jahreszeit der Urlaube, Partys, Badewochenenden und Feierabend-Drinks dazu bei, dass man sich mitunter weniger mit seiner Kleidung auseinandersetzt, schließlich lässt strahlender Sonnenschein und blauer Himmel einem viel durchgehen. Mit dem Herbst bricht jedoch wieder die Zeit der Mode und Trends an. Gastautorin Rebecca Koch von Maxwell Scott Bags präsentiert im Gentleman-Blog die diesjährigen Herbst- und Wintertrends.

Wenn es draußen kühler wird, beginnt man oft, sein Interesse an stilvoller Kleidung wieder aktiver zu kultivieren. Dieses Jahr überraschen die Designer mit Trends, die auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen, sich jedoch besonders im Detail alltagstauglich kombinieren lassen.

Der Gentleman-Klassiker

Diese Saison dreht sich alles um Outerwear, sprich Mäntel und Jacken, die auf ganz unterschiedliche Arten präsentiert wurden. So fanden sich auf den Laufstegen der Designer zum Beispiel viele klassisch maskuline Looks. Models trugen feine wollene Zweireiher und Dufflecoats, die entweder schmal wie ein Trenchcoat oder oversized geschnitten waren.

Damit erinnerten sie an schnittige Businessmen der 80er und 90er, besonders mit einem schwarzen Rollkragen darunter. Die schlichten, zeitlosen Mäntel sind zudem ein Trend, der sich nicht nur auf den großen Modemessen, sondern auch im Alltag gut macht. Die edlen Stücke sind in der Regel eine Investition, von der man noch über viele Saisons etwas haben wird.

Maskuline Schnitte

Für wen der feine Wollmantel im Alltag zu streng und nicht sportlich genug ist, der ist mit einer Jacke im Aviator-Stil gut beraten. Die aktuellen Modelle sind aus Leder und innen mit Schaffell gefüttert. Das Outfit wird perfekt mit einem Flanell-Hemd in herbstlichem Karo abgerundet.

Wer hingegen auf der Suche nach etwas Auffälligerem ist, der greift zum Military-Coat. In der Damen- wie Herrenmode macht sich nach dem Einzug des Camouflage-Musters in vergangenen Saisons der Military-Trend weiter breit. Jacken und Mäntel haben breite Revers und goldene, auffällige Knöpfe. In Navy und Dunkelgrün sind die Mäntel ein Fashion-Statement und sollten im Mittelpunkt des Outfits stehen.

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Androgyne Retro-Sportmode

Weit weniger maskulin ist der siebziger Jahre Sport-Trend. Was einst mit einer Welle an Sneakers von Nike, Adidas und Co. angefangen hat, lebt nun auch in Hosen, Jacken und Strickwaren wieder auf. Dieser Trend ist jedoch nicht zu verwechseln mit einem Jogginganzug, den man vielleicht zum Fernsehschauen auf dem Sofa trägt.

Stattdessen besteht er aus androgynen Teilen, die man in anderen Größen genauso in der Damenabteilung finden könnte. Das heißt: sportlich weite Hosen mit Gummizug und farblich abgesetzten Streifen auf der Außennaht, bestickte Bomberjacken und Strickpullover mit hohem Reißverschlusskragen. Der entscheidende Unterschied zur echten Sportbekleidung ist das Material. Hochwertige Stoffe aus Wolle und Seide machen die Trends tragbar.

Tipp für den Alltag: Am besten nicht im Komplett-Look auf die Straße gehen, sondern einzelne Elemente mit schlichten Kleidungsstücken in Szene setzen.

Denim in allen Varianten

Ein Trend, der den Sportlook, den feinen Herrenmantel und die maskuline Lederjacke zusammenbringt und perfekt untermalt, ist Denim. Jeans wurden auf fast allen Laufstegen und in unterschiedlichsten Ausführungen präsentiert. Waschungen rangierten von Mittelblau zu dunklem unbehandelten Denim. In der richtigen Farbe kann auch ein Paar Jeans smart und elegant aussehen, besonders in Kombination mit klassischen Farben wie Navy und Kamelbraun.

Jeans-Hemden gibt es jetzt in zwei Ausführungen. Schmal geschnitten, aus leichterem Material oder weit geschnitten aus festem Denim. Letzteres wird als dünne Jacke oder als weitere Schicht zwischen Pullover und Mantel offen getragen. Auch Double Denim ist jetzt erlaubt, solange man sich nicht zu weit in die frühen Jahre der 2000er Jahre vorwagt. Entweder Jeans oder Hemd sollten aus unbehandeltem Denim sein, dass andere ein wenig heller.

Titelbild: jakubroskosz.com

Loafer-Bild: unsplash.com

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Die Autorin

LogoAls Gastautorin berichtet Rebecca Koch über neueste Trends und klassische Stilfragen. Als Mitarbeiterin des britischen Luxus-Lederwaren-Unternehmens Maxwell Scott Bags lebt sie schon lange in Großbritannien und kennt sich mit der Tradition des britischen Gentlemans bestens aus.



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One Response to “Jacken & Mäntel in der Hauptrolle – Herbst & Wintertrends 2016”

  1. Luqhinhas sagt:

    Super Beitrag! Am besten gefällt mir der Gentleman-Klassiker ;)

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