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Nov 29

Dresscodes: Guide für den Tag & Abend

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Business Attire, Semi-formal, Casual, White oder Black Tie – jene Kleiderordnungen sind per se kein Gesetz. Bei vielen Anlässen wird ein allgemeiner Dresscode aber tatsächlich als stillschweigende Vereinbarung gehandhabt. Der Gentleman-Blog präsentiert die wichtigsten Regeln für die Tages- und Abendgarderobe im Überblick.

Kleider machen Leute. Das ist schon seit geraumer Zeit so. Auch wenn unsere Kleidung heutzutage weniger auf den gesellschaftlichen Rang schließen lässt als noch im 19. Jahrhundert, erfordern gewisse Anlässe auch eine spezielle Kleiderordnung. Verweigert man sich jenen Vorgaben, wirkt sich dies unter Umständen nicht nur negativ auf unser Image aus, sondern führt mitunter auch zur sozialen Ablehnung – im Beruflichen kann ein unangemessener Kleidungsstil sogar den persönlichen Fortgang erschweren.

Die Tagesgarderobe im Überblick

Sollte der Dresscode also vor dem Berufsstart oder einer offiziellen Veranstaltung nicht klar sein, empfiehlt es sich, ein gehobeneres Outfit zu wählen. Overdressed fällt es deutlich leichter, die überflüssige Krawatte oder das Sakko abzulegen – umgekehrt gestaltet es sich dagegen deutlich schwieriger, das fehlende Kleidungsstück aus dem Hut zu zaubern. Letztlich bleibt aber der Anlass der ausschlaggebende Punkt für die Kleiderwahl. In puncto Tagesgarderobe unterscheidet man zunächst zwischen folgenden Stilen:

SEMI-FORMAL
Dieser Dresscode gilt hauptsächlich für Geschäftsleute in Führungspositionen und/oder mit Kontakt zu externen Kunden, die in ihrer Position repräsentative Aufgaben wahrnehmen. Charakteristisch für jenen Kleidungsstil ist ein elegantes Erscheinungsbild. Anzug, Krawatte und ein klassischer Lederschuh sind Pflicht.

BUSINESS FORMAL
Im klassischen Büroalltag ist meist der formale Dresscode gefragt. Ein zwei- oder dreiteiliger Anzug in dunklen Farben wie Braun, Schwarz oder Anthrazit bildet gemeinsam mit Krawatte und einem unverzierten Oxford oder Derby die Basis für einen stilvollen Auftritt. Auf allzu modische Kombination und große Muster sollte Mann bei der klassischen Kleiderordnung indes verzichten.

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BUSINESS ATTIRE
Diese Tagesgarderobe beschreibt die gehobene Kleiderwahl für geschäftliche Anlässe mit einer modernen Note. Zweifellos sind auch hier Anzug und Krawatte obligatorisch. Allerdings muss es bei diesem Dresscode nicht ausschließlich klassisch Schwarz zugehen – auch Kombinationen in braunen oder blauen Farbtönen sind willkommen.

BUSINESS CASUAL
Für geschäftliche Anlässe mit weniger formellem Charakter wie einem Empfang, dem geschäftlichen Mittagessen, einer Geschäftsreise oder auch am Casual Friday kann die Kleidung durchaus etwas lockerer gewählt werden, ohne jedoch dabei zu freizeitlich anzumuten. Farblich abgestimmte Hemden, Polohemd sowie ein feiner Strickpullover sind beim Business casual immer eine gute Wahl. Die Krawatte kann Mann dagegen gern weglassen. In weniger konservativen Branchen dürfen ebenso die klassischen Schnürschuhe im Sommer gegen Penny oder Tassel Loafer eingetauscht werden.

CASUAL
Hinter diesem Terminus verbirgt sich die allseits beliebte, gehobene Tageskleidung nach Feierabend und am Wochenende. Polohemden, Jackett und gebügelte Baumwollhosen sind in der Freizeit gern gesehen. Auch schicke Pullover, dann aber bitte ohne Kapuze, sind ein fester Bestandteil der legeren Tagesgarderobe. Selbstverständlich sind auch T-Shirt und Jeans erlaubt, allerdings sollte es sich um unauffällige, gut sitzende Schnitte handeln. Das Hemd kann bei der Casual Wear mit einem, höchstens aber zwei offenen Knöpfen getragen werden.

Die Abendgarderobe im Überblick

Für Veranstaltungen am Abend gibt der Gastgeber in der Regel den gewünschten Kleidungsstil vor. Meistens gilt die Parole: je förmlicher der Anlass, desto eleganter das Outfit.

WHITE TIE
Der wohl formellste Dresscode ist die Bitte um einen White Tie. Klassische Abendanlässe und Bälle verlangen nach einem schwarzen Frack samt schwarzer Hose, einer weißen Weste und der namensgebenden weißen Fliege sowie edlen Lackschuhen.

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BLACK TIE
Eine Spur weniger konservativ als ein Opernball, aber allemal förmlich wird ein Dinner bestritten. Die Basis für den passenden Dresscode bildet ein schwarzer Smoking inklusive Doppelmanschetten, Kummerbund, Einstecktuch sowie einer schwarzen Fliege.

INFORMAL
Bei weniger offiziellen Abendveranstaltungen im Kreise von Kollegen oder auch Feierlichkeiten im Familienkreis ist Mann bereits mit einem dunklen Anzug sowie klassischem Schuhwerk bestens gewappnet. Obacht! Informal meint nicht die ausgetragene Lieblingshose.

SMART CASUAL
Die häufigste Form der Abendgarderobe ist wohl Smart Casual. Jene Veranstaltungen finden unmittelbar nach der Arbeit statt, sodass meist keine Zeit zum Umziehen bleibt. Deshalb steht Smart Casual auch für das Outfit, was der Mann gerade trägt. Hier lautet die Faustregel: Come as you are. Wenn Sie also direkt aus dem Büro zu einer angekündigten Veranstaltung wechseln müssen, sollten Sie bereits bei der Kleiderwahl am Morgen den späteren Abendtermin mit einbeziehen.

Das passende Outfit zum passenden Anlass

In der Freizeit ist der abendliche Dresscode allgemein an weniger strenge Auflagen geknüpft. Sei es der gesellige Männerabend in der Stammkneipe oder auch der Besuch im Fußballstadion – für jene Anlässe bewegt sich die Kleiderwahl meist zwischen Casual und Smart Casual. Für manche Freizeitbeschäftigungen ist eine spezielle Kleiderordnung indes obligatorisch, man denke beispielsweise an einen Theater- oder Casinobesuch. Ein allzu lockerer Freizeit-Look wäre hier unangebracht.

Wer keine Lust auf Vorschriften beim Casinobesuch hat, kann diesen Umstand einfach umgehen. Eine Dresscode-freie Zone bieten vor allem Online-Casinos. Hier kann nach Lust und Laune auch im Schlabberlook von zuhause aus gespielt werden. Passende Online-Spielmöglichkeiten finden sich auf verschiedenen Portalen wie etwa auf dieser Webseite.

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7 Responses to “Dresscodes: Guide für den Tag & Abend”

  1. Hans-Peter sagt:

    Da hat sich leider ein sachlicher Fehler eingeschlichen:

    WHITE TIE
    Der wohl formellste Dresscode ist die Bitte um einen Black Tie.

    Der formellste Dresscode ist natürlich der WHITE Tie, nicht der Black Tie. Das sollten Sie bitte korrigieren.

  2. Hans sagt:

    Sorry, aber wenn ich das lese:

    BUSINESS FORMAL
    Ein zwei- oder dreiteiliger Anzug in dunklen Farben wie Braun…

    kann ich den Artikel nicht Ernst nehmen. Braun ist keine Business Farbe.

  3. Florian sagt:

    Vielen Dank für die umfassende Beschreibung! Was die Bedeutung der einzelnen Dress Codes betrifft war ich bisher nicht völlig im Bilde :)

    MfG

  4. Ricardo sagt:

    Gute Tipps und Erläuterungen. Jetzt bin ich schlauer :) Smart Casual ist meine Wahl. Danke!

  5. Philipp sagt:

    Smart Casual ist wohl der am häufigsten getragenen Dresscodes. Schick aber nicht zu übertrieben, so würde ich auch meinen Kleidungsstil beschreiben. White Tie wäre mir schon too much. Gerne ziehe ich auch mal meine Tracht an, also entweder Lederhose (die vom Wirkes sind da sehr hochwertig) die mit schickem Hemd und Janker oder eine schöne Jeans mit Trachtenjanker. So ist man immer gut gekleidet, vor allem in Bayern. Außerdem kommt es auch bei den Kunden sehr gut an. Also ein Tipp für alle die häufig in Kundenkontakt stehen.

  6. Ricardo sagt:

    Ja Philipp, das mit dem Kundenkontakt sehe ich auch so. Nicht zu schick und nicht zu leger. Die meisten scheitern an der Kombination, auch wenn sie wissen welcher Dresscode der richtige ist. Farblich und optisch (gestreift, gekachelt, usw) eine echte Herausforderung. Das sehe ich leider im geschäftlichen Bereich immer öfter. Stilberatung ist hier echt angebracht!

  7. Andreas sagt:

    Business Casual entspricht wohl am ehesten dem Zeitgeist, jedenfalls wenn man in einem modernen Unternehmen tätig ist.
    Hans muss dennoch zustimmen, Braun ist eher unpassend.

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