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Jan 10

Tipps zum Gehaltsgespräch: Zusatzleistungen & geldwerte Vorteile

Neues Jahr, mehr Geld? In den ersten Wochen des Jahres werden häufig auch die Gehälter neu verhandelt. Zwar ist die Freude über eine Gehaltserhöhung anfänglich groß, doch folgt mit der ersten Lohnabrechnung meist die große Ernüchterung. Mehr Gehalt zieht nämlich automatisch auch höhere Steuern und Sozialabgaben nach sich. Aus diesem Grund bieten viele Unternehmen entsprechende Zusatzleistungen als Alternative an. Diese geldwerten Vorteile sind zwar ebenfalls steuerpflichtig, allerdings gibt es je nach Leistung auch bestimmte Freigrenzen.

Beide Seiten profitieren von Zusatzleistungen

Für Arbeitnehmer kann es sich in vielen Fällen durchaus lohnen, den Chef direkt nach geldwerten Vorteilen in Form von Zusatzleistungen zu fragen, anstatt mit ihm um mehr Geld zu feilschen. Unter einem geldwerten Vorteil versteht man all das, was nicht als Geld, sondern als Sachleistung vom Arbeitgeber getragen wird und dem Arbeitnehmer auch privat zugute kommt. Bereits kleine Gehaltserhöhungen können etwa von der sogenannten kalten Progression – also der damit verbundenen Steuermehrbelastung – aufgefressen werden.

Soweit der Wert von Zusatzleistungen bestimmte Freigrenzen nicht übersteigt, entfallen auf sie auch keine Steuern und Sozialabgaben. Das bedeutet, dass sie zu 100 Prozent beim Angestellten ankommen. Da sie in verschiedenen Formen ausgezahlt werden können, profitieren sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber von jener finanziellen Entlastung.

Sachgeschenke & Warengutscheine

Grundsätzlich ist es möglich, Arbeitnehmern Zusatzleistungen in Form von Sachleistungen oder Warengutscheinen zu gewähren. Diese sind aber an bestimmte Produkte oder Dienstleistungen gebunden.

  1. Mitarbeiterrabatte: Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern aus der eigenen Produkt- oder Dienstleistungspalette spezielle Vergünstigungen an wie zum Beispiel reduzierte Preise für Hotelzimmer bei Hotelangestellten oder rabattierte Flüge für Mitarbeiter von Fluggesellschaften.
  2. Tankgutscheine: Angestellte erhalten pro Monat Tankgutscheine im Wert von bis zu 44 Euro – ebenso einsetzbar für eine Monatskarte im öffentlichen Nahverkehr, einen Theaterbesuch oder andere Dienstleistungen.
  3. Kantinenessen: Verfügt ein Betrieb über eine eigene Kantine, kann der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern auch das Kantinenessen zu günstigeren Preisen einräumen. Alternativ empfehlen sich Essenscoupons für Restaurants oder Supermärkte im Wert von maximal 6,03 Euro pro Tag.
  4. Betreuungsgeld: Besonders profitieren Arbeitnehmer davon, wenn sich der Arbeitgeber bereit erklärt, die Kosten für die Kinderbetreuung zu übernehmen. Der Arbeitgeber kann die Gebühren für einen Kitaplatz, einen Hort oder eine Tagesmutter nämlich in voller Höhe steuerfrei übernehmen.

Fazit: Zusatzleistungen in Form von Sachgeschenken oder Warengutscheinen bringen Arbeitgebern erhebliche Vorteile, da der Gesetzgeber für diese Zuschüsse in der Regel keine Steuern verlangt. Allerdings dürfen sie den jährlichen Rabattfreibetrag von 1.080 Euro pro Jahr nicht übersteigen.

Dienstwagen als geldwerter Vorteil

Oftmals wird Angestellten anstatt einer Gehaltserhöhung ein Dienstwagen als geldwerter Vorteil zur Verfügung gestellt, den sie auch privat nutzen können. Dieser muss allerdings versteuert werden. Bei der Versteuerung hat der Arbeitnehmer zwei Optionen:

  1. Ein-Prozent-Regel: Der Arbeitnehmer versteuert pro Monat pauschal ein Prozent des Bruttolistenneupreises des PKWs. Zusätzlich wird jeder Kilometer zwischen Wohn- und Arbeitsstätte mit 0,03 Prozent besteuert.
  2. Fahrtenbuch: Mehr Aufwand erfordert das Fahrtenbuch, da jede Fahrt genauestens dokumentiert werden muss. Je mehr der Angestellte jedoch dienstlich unterwegs ist, desto lohnt sich dieser geldwerte Vorteil.

Fazit: Welche die bessere Alternative ist, hängt grundsätzlich vom Einzelfall ab. Meist steht man mit beiden Möglichkeiten aber finanziell deutlich besser da mit einem privaten PKW.

Geldwerte Vorteile auf einen Blick

Geldwerte Vorteile in Form solcher Zusatzleistungen müssen selbstverständlich auch in der Lohnbuchhaltung entsprechend berücksichtigt werden – unabhängig davon, ob sie unterhalb der Freigrenzen liegen oder nicht. Es kann von Vorteil sein, hierfür eine spezielle Buchhaltungssoftware zu nutzen. Entsprechende Programme verfügen über viele praktische Funktionen, mit denen diese Zuwendungen schnell und einfach verbucht werden können. Mit einer solchen Software wie von Lexware behält die Buchhaltung jederzeit alles genau im Blick!

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