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Feb 17

Wenn’s hitzig wird, ganz Gentleman – Tipps zum stilvollen Saunagang

Ein Saunabesuch weckt im Winter die müden Lebensgeister, entspannt den ganzen Körper und stärkt das Immunsystem. Aller Freizügigkeit zum Trotze sollte das eigene Verhalten auch in der Sauna immer mal wieder reflektiert werden, um nicht aus falschen Gründen ins Schwitzen zu geraten. Knigge-Trainerin Birgit A. Eggerding gibt hilfreiche Tipps für einen entspannten Saunabesuch mit Wohlbefinden.

IMMER GUT VORBEREITET

Der Gentleman ist auch in der Sauna bestens gerüstet. Die erforderliche Saunatasche beinhaltet Badeschuhe, ein Saunahandtuch, ein normal großes Handtuch sowie ein kleines Gäste-Handtuch. Auf dem großen Handtuch sitzt der Gentleman beim Schwitzen, mit dem mittleren Handtuch kann er sich abtrocknen und das kleine eignet sich bei Bedarf für eine separate Trocknung von Gesicht und Händen. Lesestoff, Duschgel, Shampoo, eine Haarbürste und warme Frotteesocken komplettieren die Ausrüstung für den winterlichen Saunagang. Doch das Wichtigste: Wer einen Saunabesuch plant, sollte sich gut und gesund fühlen.

MIT UND OHNE

Bewaffnet mit einem großen Saunatuch, geht es in die Saunakabine – allerdings ohne Kleidung. Diese Vorgehensweise hat sich in den meisten Saunen – zumindest in Deutschland – durchgesetzt. Aus rein funktionalen Gründen wird in Deutschlands Saunen in der Regel nackt gebadet: Die Wärmestrahlung in der Saunakabine soll die Haut ungehindert erreichen können und die Schweißverdunstung nicht etwa beeinträchtigen. Zudem ist es weder angenehm noch hygienisch, in Badekleidung zu schwitzen, die meist aus synthetischen Materialien hergestellt wird.

DISKRETION & DISTANZ

In der Sauna ist Diskretion und Distanz das oberste Gebot. Es empfiehlt sich daher, eine höfliche, leise Begrüßung beim Eintritt in die Saunakabine. Auf keinen Fall sollte man sich auf launige Plaudereien mit der Begleitung einlassen. Unproblematisch ist dagegen meist eine kurze, geflüsterte Unterhaltung mit dem Sitznachbarn. Der Kardinalsfehler: Es verbietet sich, andere Saunagäste anzustarren oder gar körperliche Interessensbekundungen zu äußern. Was einem selbst respektlos vorkommen würde, sollte man auch anderen Saunagästen nicht zumuten.

SCHWITZEN IM SITZEN

In aller Regel sitzen die Besucher in der Sauna. Doch wenn man Sorge hat, dass einem schwindlig wird, kann man sich auch auf sein Handtuch legen. Die Rückenlage sorgt für Wohlergehen beim Schwitzen und wird gerade von Saunaanfängern häufig bevorzugt. Tipp: Das spätere Aufstehen sollte allerdings nicht zu abrupt geschehen, da aus der liegenden Position heraus Schwindelgefahr droht.

DAVOR & DANACH

Vor dem ersten Saunagang ist ein ausgiebiges Duschbad Pflicht. Das Duschen dient der allgemeinen Hygiene, entfernt Kosmetika und Körperfett, das die Haut beim Schwitzen behindern könnte. Gut abgetrocknet fällt das Schwitzen außerdem leichter und das saubere Gefühl sorgt für Wohlbefinden. Nach dem Verlassen der Sauna reicht es hingegen völlig aus, sich einfach nur mit klarem Wasser abzuduschen, denn Schweiß ist wasserlöslich. Im Winter sollte die Heimreise unbedingt warm eingekleidet angetreten werden, damit sich keine Erkältung einschleicht.

Fazit: Wer jene kleinen Hinweise sowie die Hausordnung des jeweiligen Saunabetreibers beherzigt, hat Freude am Saunieren und ist auch in diesem Terrain „ganz Gentleman“.

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Die Autorin

gastbeitrag-eggerdingBirgit A. Eggerding ist ausgebildete Kommunikationstrainerin, Businesscoach, Knigge-Expertin und Vizepräsidentin des Bundesverbandes Farbe, Stil, Image e.V. Im Gentleman-Blog vermittelt sie praxisnahe Lösungsansätze für das Verhalten in herausfordernden Lebenslagen.



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