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Mai 02

Sonnenbrillen von gestern und heute – Teil 1

Was haben Jack Nicholson, Johnny Depp und Robert Downey Jr. gemeinsam? Richtig, alles sind bekannte amerikanische Schauspieler. Aber außerdem sieht man sie fast nie ohne Sonnenbrille. In unserer zweiteiligen Serie stellen wir Ihnen eine Auswahl an Modellen vor, die über Jahrzehnte nichts von ihrem Kultstatus eingebüßt haben und noch heute als die Klassiker der Sonnenbrillen gelten. Außerdem werden wir Ihnen weniger klassische Modelle vorstellen, die sich aber nichtsdestotrotz über die Jahre zu einem festen Bestandteil der Herren-Accessoires etabliert haben.

Nicholson und Downey Jr. mögen es bunt und führen häufig Modelle mit farbigen Gläsern zur Abendgarderobe über die roten Teppiche dieser Welt. Johnny Depp ist ohnehin der ungeschlagene Meister der Sonnenbrillen. Er scheint fast jedes Modell zu besitzen und kombiniert diese munter zu seinen ohnehin recht exzentrischen Outfits.

Smaragd, Quarz und Elfenbein

Seit Jahrtausenden nutzt die Menschheit verschiedene Hilfsmittel, um die Augen vor der Sonne zu schützen. Somit eigentlich als Objekt mit mehr oder weniger hohem medizinischen Nutzen gedacht, erfuhr die Sonnenbrille zu Beginn des 20. Jahrhunderts besondere Beliebtheit als modisches Accessoire.

Kaiser Nero, welcher als kurzsichtig galt, hat sich die Kämpfe der Gladiatoren in der Arena durch geschliffene Smaragde angeschaut. Modischer und vor allem funktionaler Nutzen dieser Methode sind allerdings fraglich. Die Chinesen des 12. Jahrhunderts hielten sich rauchige Quarzplatten vor die Augen, um sie vor der Einstrahlung zu schützen, ebenso wie die Inuit, die sich brillen-artige Gestelle aus Elfenbein schnitzten, lediglich mit schmalen Schlitzen für die Sicht versehen.

Bereits seit den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts trugen Filmstars Sonnenbrillen als Mittel zur Abschirmung vor Paparazzi. In der Ära der großen Hollywood-Stars der 40er- und 50er-Jahre wurde die Sonnenbrille dann immer mehr zum Schmuck, zunehmend auch für den ‚kleinen Mann’.

Die Klassiker

Jeder kennt sie, sie laufen einem an jedem sonnigen Tag mindestens einmal über den Weg und fast jeder besitzt mindestens eines dieser Modelle: die Klassiker. Diese Modelle werden mittlerweile unisex, von Männern wie Frauen, getragen und haben über die Jahre jeden Trend überstanden. Wer es also nicht zu ausgefallen mag und seine Sonnenbrille vielfältig kombinieren will, geht mit diesen Modellen auf Nummer sicher.

Die Pilotenbrille

Die wohl am meisten getragene Sonnenbrille der Welt. Wie es ihr Name schon andeutet, wurde sie entwickelt, um den Flieger der amerikanischen Air Force der 30er-Jahre eine bessere Sicht zu ermöglichen. Das strahlende Blau des Himmels, potenziert durch die Reflektionen der Wolken, erschwerte den Piloten die Arbeit. Es wurde daher eine Brille gesucht, die dies ausgleicht. 1936 war es so weit und die ersten Pilotenbrillen wurden herausgebracht. Mit ihren relativ großen, tropfenförmigen Gläsern und dem schmalen Metallrahmen steht dieses Modell eigentlich den meisten Gesichtsformen. Sie ist prädestiniert für den Freizeitlook, je nach Farbe, Größe und Ausführung ist sie aber auch für andere Gelegenheiten denkbar.

Heutzutage ist die Variante mit goldfarbenem Metallgestell und grünlichen Gläsern wohl die bekannteste. Wer es etwas dezenter und männlicher halten möchte, wählt ein Modell mit einem dunkleren Metallrahmen und eher monochromen Gläsern. Denkbar sind auch Modelle mit einem etwas breiteren Rahmen aus Acetat, ebenfalls in gedeckten Farben.

Die Wayfarer

Auf Grund ihres robusten Rahmens und der breiten Bügel, ist sie einfacher zu händeln als die Pilotenbrille und lässt sich auch als Korrekturbrille tragen. Beide eint, dass es sie in verschiedenen Größen und Ausführungen gibt. Für Herren empfiehlt sich in beiden Fällen meist das größte Gestell, die kleineren werden vorrangig von Damen gekauft. Das hängt aber natürlich immer von der Gesichtsform des Trägers ab. Farblich kann man es wie die Blues Brothers halten und sie in zeitlosem Schwarz nehmen. Für etwas mehr Farbe und Pepp sorgt ein Modell in Schildplatt-Optik. Nicht minder zeitlos als das schwarze Modell, sorgt sie gerade bei helleren Haaren oder Hauttönen für einen dezenteren Kontrast. Besonders experimentelle Köpfe haben mittlerweile die Wahl zwischen verschiedenen Farben, Gestellen aus Holz oder sogar lederbezogenen Rahmen.

Die Browline Glasses

Kultstatus gewann dieses Modell als Korrekturbrille und erst in den letzten Jahren wurden sie auch als Sonnenbrille immer beliebter. Wie auch die zuvor beschriebenen Brillen-Modelle, sind die Browline Glasses heute unisex Brillen, für die wiederum gilt: Die Größe des Gestells bestimmt die Optik. Ähnlich der Wayfarer, welche sich z.B. weniger für eckige Gesichter eignet, ist die spezifische Form der Browline Glasses nicht für jede Gesichtsform geeignet, eine vorherige Anprobe ist also unerlässlich. Wem sie jedoch steht, hat erneut die Qual der Wahl bei Farbe und Materialien. Auch hier gibt es mittlerweile Varianten aus Holz und eine schier unendliche Auswahl an Gläserfarben.

Bei all diesen Modellen gilt: Die Klassiker garantieren einen stilvollen Auftritt, wenn man sie in dezenten Farben und ohne auffällige Extras, wie etwa verspiegelte Gläser, wählt. Bei Kunststoffrahmen empfiehlt sich für Herren der schwarze Klassiker oder die Schildplatt-Optik. Auch bei Metallgestellen sollte auf die Farben der täglichen Accessoires geachtet werden und im Zweifel lieber auf ein mattes Schwarz gesetzt werden.

Bilder und Grafik via Mister Spex

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