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Mai 05

Vom Militär, zur Jagd, auf die Straße

Übergangsjacken und wie man(n) sie trägt – Teil 1

Auch wenn sich das Wetter momentan eher noch nach Mantelzeit anfühlt, kommt doch langsam der Frühling und mit ihm die Frage: Was zieht Mann für den Weg zur Arbeit über den Anzug? Und wie hält man sich trotz Wind und Wetter warm? Wir stellen Ihnen typische Vertreter der Übergangsjacke vor und erklären, welche Jacke zu welchem Stil passt.

In der Herrenmode gibt es da einige bewährte Klassiker, die sich nicht nur vielfältig kombinieren lassen, sondern die es auch in so vielen verschiedenen Ausführungen gibt, dass für jeden Geschmack und Stil das Passende dabei sein sollte.

Der Trenchcoat

Im Business-Bereich und bei Abendveranstaltungen wird der warme Wollmantel in der Übergangszeit vom Trenchcoat abgelöst. Allerdings ist auch er nicht für sehr formelle Anlässe geeignet, da sollte nach Möglichkeit ganz auf einen Überzug verzichtet werden, sobald es die Temperaturen zulassen.

Der Klassiker ist hier natürlich das beige Modell, welches mittlerweile einen regelrechten Kultstatus erreicht hat und in keinem Kleiderschrank fehlen sollte. Wem helle Beigetöne nicht stehen oder gefallen, kann hier jederzeit auf ein Modell in Schwarz oder Dunkelblau zurückgreifen, welches sich ebenso gut mit der klassischen Herrengarderobe kombinieren lässt.

Zur Auswahl stehen beim Trenchcoat außerdem verschiedene Längen. Von hüftkurz über Oberschenkel-Länge bis hin zur Kniehöhe (oder gar noch länger) reicht die Varianz. Die kurze Variante ist nicht ganz so klassisch und wirkt fast schon sportiv. Die beiden mittleren Längen sind letztendlich eine reine Geschmackssache. Man sollte jedoch beachten, dass sich zu weiteren Hosenbeinen eher ein kürzerer Schnitt empfiehlt, damit der Körper nicht zu gestaucht wirkt.

Die gesteppte Jacke

Für kältere Tage in der Übergangszeit eignet sich die gesteppte Jacke. Häufig als Altherren-Jacke abgestempelt, sieht man doch auch immer wieder jüngere Herren in blauen oder grünen Varianten dieses Outdoor-Klassikers.

In der Regel wird sie zu legeren Freizeitlooks kombiniert, gern zu Jeans oder Chinohosen, aber auch zu Cord, ein Material, welches sich häufig auch an den Jacken wiederfindet. Die Größe und Form der Steppung entscheidet hier maßgeblich über den Gesamteindruck. Klassischerweise sind es mittelgroße Rauten-Muster, die diese Jacken schmücken, aber die dünnere Version der Daunenjacke zieren meistens quergestreifte Steppungen. Letztere ist die besonders sportliche Version dieses Jacken-Typs. Wie auch Daunenwesten wird sie häufig in der Activwear angetroffen, weniger in der Alltagsgarderobe.

Die Wachstuchjacke

Bei Wachstuchjacken handelt es sich um Jacken aus einem derben Baumwollstoff, welcher zusätzlich mit einer Wachsschicht überzogen wurde. Sie sind besonders robust und langlebig, außerdem wasserdicht und dank ihres dichten Obermaterials auch relativ windabweisend. Meist findet man sie in einem dunklen Grün- oder Braunton. Besonders vielfältig einsetzbar werden sie dann, wenn man nachträglich noch eine warme Innenjacke einsetzen kann etwa aus Fleece oder Fell. Dann ist die Wachstuchjacke bis in den Winter hinein ein wetterfester Begleiter.

Ursprünglich kommt sie im Übrigen aus der Fischerei, wird heute auch bei der Jagd oder bei Spaziergängen auf englischen Landsitzen getragen. – Wer kennt nicht die Bilder der Queen, wie sie in ihrer Wachstuchjacke über ihren Landsitz in Balmoral spaziert?

Aber natürlich ist diese Jacke auch in deutschen Großstädten längst angekommen, ihre Zweckmäßigkeit prädestiniert sie auch in hiesigen Breitengraden als elegante Alternative zur Regenjacke. Durch ihre vielen, teilweise versteckten, Taschen ist sie außerdem sehr praktisch und erleichtert die Frage, wo man seine Habseligkeiten unterwegs unterbringen kann.

Die Lederjacke

Wer es etwas rockiger und legerer mag, setzt mit den ersten warmen Tagen auf die Lederjacke. James Dean machte sie in den 50er-Jahren zu dem Kultobjekt, auch ohne Harley-Davidson. In der Zwischenzeit haben sich viele verschiedene Modelle und Schnitte etabliert. Seit einigen Jahren ist zum Beispiel die Fliegerjacke, eine Lederjacke, die mit Lammfell gefüttert ist, der Liebling der Streetstyle-Szene. Für Herren gibt es mittlerweile einige Modelle, die mit einem klassischen, geraden Schnitt weniger Rock’n’Roll sind und sich damit auch zu gediegenerer Freizeitmode kombinieren lassen. Farblich bewegt man sich hier am besten zwischen Schwarz und Braun, farbige Lederjacken sind wirklich nur etwas für Menschen mit einem ausgefallenen Modegeschmack, welche nicht an strenge Kleiderordnungen gebunden sind. Ein Modell in Rot etwa kann durchaus cool wirken, aber nur, wenn der Träger auch ansonsten diesen Stil verkörpert und nicht verkleidet wirkt.

Bilder: styleman.blog.pl, casualism.pl

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One Response to “Übergangsjacken und wie man(n) sie trägt – Teil 1”

  1. Omar sagt:

    Zählt die Bomberjacke auch zu den Übergangsjacken? Spiele mit dem Gedanken mit eine zu kaufen. Wäre das aus Modesicht ratsam?

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