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Jun 30

Ein Plädoyer für mehr Höflichkeit im öffentlichen Nah- und Fernverkehr

Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass es mit der Hilfsbereitschaft und Höflichkeit der Menschen in den Trams, S-Bahnen und Zügen dieses Landes nicht allzu weit her ist? Augenrollen, genervte Untertöne – wenn denn überhaupt miteinander geredet wird – Schupsen und Drängeln sind an der Tagesordnung in öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir plädieren für etwas mehr Rücksichtnahme, Gelassenheit und Freundlichkeit.

Der Ton macht die Musik

Letztlich sind es Kleinigkeiten die darüber entscheiden, wie die Kommunikation im öffentlichen Raum positiv beeinflusst werden kann. Angenommen man sitzt in einer Tram, hat seine Aktentasche neben sich auf den Platz gelegt und jemand möchte sich hinsetzen. Sicherlich ist es selbstverständlich, dass man die Tasche von sich aus wegnimmt. Aber mitunter ist man gerade in Gedanken vertieft, schaut auf das Smartphone oder liest in einem Buch – das soll tatsächlich noch vorkommen – und verpasst die Gelegenheit, dem neuen Gast den Platz freizuräumen. Im Allgemeinen schlägt einem als unaufmerksamer Fahrgast dann sofort der geballte Missmut der Mitfahrer entgegen. Da ist das höchste der verbalen Gefühle ein knappes: „Kann ich?“, wobei die Frage natürlich rhetorisch ist und sich derjenige schon halb auf die Tasche gesetzt hat.

Viel sympathischer wäre es doch, wenn man nicht sofort davon ausgeht, dass einem der Träumer etwas Böses will und einfach höflich fragt: „Entschuldigung, ist neben Ihnen noch frei?“ Sie werden so ganz sicher ebenfalls den Platz bekommen und vielleicht sogar noch ein nettes Lächeln dazu.

Ein Gentleman auf Reisen

Gerade an Bahnhöfen ein gewohnter Anblick: Allein reisende Damen mühen sich unter großer Anstrengung mit ihrem schweren Gepäck ab. Zunächst die Stufen zum Bahnsteig und dann noch die in den Zug hinein und fast nie wird ihnen Hilfe angeboten. Im Gegenteil: Wenn sich dann mal ein Helfer in der Not findet, wirken die Damen regelrecht erschrocken ob der Zuvorkommenheit. Manch eine erwartet vielleicht sogar einen gemeinen Diebstahl statt der tatsächlichen Hilfsbereitschaft. Das ist doch sehr schade! Bei aller Gleichberechtigung ist es nach wie vor ein Zeichen formvollendeter Höflichkeit, wenn ein Herr einer Dame seine Hilfe anbietet. Übrigens auch gerne anderen Herren, wenn man(n) sieht, dass diese mit der Fülle ihres Gepäcks überfordert scheinen. Selbst wenn das Hilfsangebot am Ende abgelehnt wird, so können Sie sich doch sicher sein, das Richtige getan und jemandem mit Ihrer Freundlichkeit vielleicht sogar den Tag gerettet zu haben.

Auch wenn es manchmal wie ein Fulltime-Job wirkt, als Gentleman aufzutreten, und auch wenn man manchmal selbst schlechter Laune ist, es lohnt sich immer seinen Mitmenschen gegenüber etwas Nachsicht zu üben und ihnen mit Aufmerksamkeit und Höflichkeit zu begegnen. Sie würden es sich von ihnen doch sicher auch wünschen.

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One Response to “Ein Plädoyer für mehr Höflichkeit im öffentlichen Nah- und Fernverkehr”

  1. rudik sagt:

    Ein toller Artikel wie man sich vorbildlich im Alltag verhalten sollte! Ich kenne es aus persönlichen Erfahrungen, dass man dadurch nicht nur den Anderen eine Freude macht, sondern man selber automatisch ein viel besseres Gefühl bekommt. Wie sagt man so schön: Behandle Andere so, wie du auch behandelt werden möchtest.

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