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Jul 04

Zum Start von Wimbledon 2017

Inspiration Center Court – Mode wie frisch vom Tennisplatz

Am 3 Juli startete in Wimbledon, London, wieder das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt. Gespielt wird auf Rasen, häufig vor royalem Publikum und natürlich in weißer Sportkleidung. Dieser Dresscode ist heute zwar nur noch in Wimbledon präsent, trotzdem wird die Mode ungemein vom „weißen Sport“ geprägt – und auch von ehemaligen Spielern wie René Lacoste oder Björn Borg, die nach ihren Sportkarrieren Modeimperien aufbauten. Wie der Tennissport und die großen Spieler die Modewelt beeinflussen, haben sich für uns die Mode-Experten von OUTFITTERY zum Start von Wimbledon einmal genauer angeschaut.

Der weiße Sport

Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein war Tennis der Sport für Adlige und Reiche, der nur in weißer Kleidung gespielt wurde, da auf dem hellen Stoff Schweiß weniger sichtbar ist. Angeblich findet Tennis seinen Ursprung jedoch schon vor etwa 700 Jahren, als sich Rückschlagspiele in England und Frankreich bereits großer Beliebtheit erfreuten. Gespielt wurde damals in Ballhäusern. Da diese meist dunkel gestrichen waren, entstand bei heller Kleidung ein größerer Kontrast zur Umgebung.

Nur noch 90 Prozent

Seit 1963 gilt in Wimbledon die Regel „predominantly white“, die Spieler dazu auffordert 90 Prozent weiße Kleidung zu tragen. Das zwang den siebenfachen Wimbledonsieger Roger Federer übrigens im Jahr 2013 dazu seine Schuhe zu wechseln, da der Rasenspezialist des Turniers an den orangenen Sohlen des Schweizer Tennisspielers Anstoß fand.

Tennis im Alltag

Auch abseits des Center Courts inspirieren Tennis-Outfits die Mode: Im Sommer lassen sich legere Outfits in hellen Farbtönen wie Weiß, Beige oder Pastellgelb kombinieren. Ein weißes Leinenhemd zur Chino in Beige sieht nicht nur schick aus, sondern ist bei Hitze außerdem angenehm zu tragen. Wer es noch bequemer mag, wählt dazu ein Poloshirt. Das hat seinen Ursprung – wie der Name schon sagt – im Polosport, kam aber erst so richtig in Mode, als es der Tennisspieler René Lacoste trug und schließlich unter dem Markennamen „Lacoste“ in Serienproduktion brachte. Es wird bis heute aus leichtem Piqué-Stoff gefertigt, der atmungsaktiv und dehnbar ist. Und wenn es doch mal etwas kälter wird, tragen mittlerweile nicht mehr nur Tennisspieler einen Blouson über dem Poloshirt. Durch den eng anliegenden Bund schützt er hervorragend vor Zugluft und Kälte und ist somit modisch und praktisch zugleich.

Vom Retro-Tennisschuh zur Mode-Ikone

Viele, die den „Stan Smith“-Sneaker heute tragen, haben seinen Namensgeber wohl nie spielen sehen. Stanley Roger Smith, kurz Stan Smith, war in den 70er-Jahren ein erfolgreicher US- amerikanischer Tennisspieler. 1971 benannte Adidas einen Tennisschuh nach ihm, welcher als erstes Turnschuh-Modell aus Leder besonders viel Halt gab. Bei seinem sensationellen Wimbledonsieg 1972 trug Stan Smith diese weißen Schuhe. Danach war das Modell lange nur unter Tennisspielern populär. 2013 feiert der Sneaker dann ein Comeback – und was für eines! Millionenfach geht der Tennisschuh-Traum in Weiß über die Ladentheken und erfreut sich seither bei Alt und Jung als sportliche Ergänzung zu lässigen Freizeit-Outfits großer Beliebtheit.

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Der Autor

Outfittery – Die persönliche Online-Stilberatung für den Mann. Kunden beantworten Fragen zu Kleidungsstil und Größen, dann stellen die Stylisten von Outfittery individuelle Outfits zusammen, die er zur Anprobe bequem nach Hause geschickt bekommt. Für uns schreiben sie über modische Trends für den modernen Gentleman.



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