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	<title>Gentleman &#187; Interviews</title>
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	<description>Die Renaissance des guten Stils ist all­gegenwärtig. Souveränität und Under­statement sind wahrhaft lebenswert und imponieren Frauen wie Männern gleicher­maßen. Der Gentleman-Blog präsentiert diese anmutige und anziehende Welt des Stils, der Manieren und der Mode.</description>
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		<title>&#8220;Auch Durchschnittsverdiener können stilvoll investieren&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2011/10/24/interview-michael-brueckner-stilvoll-investieren/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Oct 2011 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/brueckner.jpg" alt="Anblage-Experte Michael Brückner im Interview " title="Michael Brückner im Interview " width="488" height="301" class="alignnone size-full wp-image-5981" />

Der Titel den neuen Buches von Journalist und Anlage-Experte Michael Brückner lautet „<strong><a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/offer-listing/3868057188/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&#038;tag=gentlemblog-21&#038;linkCode=am2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3868057188">Stilvoll investrieren - Geldanlage mit emotionaler Rendite</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=gentlemblog-21&#038;l=am2&#038;o=3&#038;a=3868057188" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" "target="_blank" />“.</strong> Der Gentleman-Blog sprach mit ihm über die Vorzüge von Sachinvestitionen, Emotionen als Zinsersatz und Anlagetipps für Durschnittsverdiener. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-5981" title="Michael Brückner im Interview " src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/brueckner.jpg" alt="Anlage-Experte Michael Brückner im Interview " width="488" height="301" /></p>
<p>Der Titel den neuen Buches von Journalist und Anlage-Experte Michael Brückner lautet „<strong><a href="http://www.amazon.de/gp/offer-listing/3868057188/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=gentlemblog-21&amp;linkCode=am2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3868057188" target="_blank">Stilvoll investieren &#8211; Geldanlage mit emotionaler Rendite</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=gentlemblog-21&amp;l=am2&amp;o=3&amp;a=3868057188" border="0" alt="" width="1" height="1" />“.</strong> Der Gentleman-Blog sprach mit ihm über die Vorzüge von Sachinvestitionen, Emotionen als Zinsersatz und Anlagetipps für Durschnittsverdiener.</p>
<p><strong>Sehr geehrter Herr Brückner, Krise, Staatspleiten, Rezensionsangst wohin man hört: Ist unser Geld heute überhaupt noch sicher?</strong></p>
<p>Das Risikopotenzial ist so hoch wie nie. Die Staaten haben gigantische Schuldenberge aufgebaut, unter denen noch unsere Enkel ächzen werden. Ob unser Geld heute noch sicher ist, vermag niemand zu sagen. Man sollte aber immer auf den Worst-case vorbereitet sein. Und das bedeutet: Geld nur kurzfristig anlegen, ansonsten Sachwerte vorziehen, wozu natürlich auch Aktien gehören.</p>
<p><strong>Der Untertitel Ihres Buches lautet „Geldanlage mit emotionaler Rendite“. Sind Emotionen die besseren Zinsen?</strong></p>
<p>Emotionen sind eine Art Zinsersatz. Wenn Sie zum Beispiel wertvolle Uhren oder Bilder auch unter dem Aspekt der Kapitalanlage erstehen, bekommen Sie bekanntlich weder Zinsen noch Dividenden. Aber Sie erfreuen sich an diesen Werten. Deshalb sage ich immer wieder: Investieren Sie nur dann, wenn Sie wirklich eine Affinität zu dem betreffenden Thema haben. Nur unter spekulativen Aspekten in Weine, Whisky, <a href="http://www.gentleman-blog.de/tag/uhren/">Uhren</a>, Oldtimer oder andere Werte zu investieren, macht keinen Sinn.</p>
<p><strong>Sind Investitionen in <a href="http://www.gentleman-blog.de/tag/wein/">Wein</a>, Whiskey und Champagner mehr Spielerei als seriöse Wertanlagen? </strong></p>
<p>Abgesehen von guten Jahrgangschampagnern würde ich diese Edel-Schaumweine lieber trinken als mit ihnen spekulieren. Mit Whisky und Wein lassen sich durchaus Renditen erwirtschaften, teilweise sogar mit Rum. Bei Wein gilt: Gesuchte Bordeaux-Gewächse mit großen Namen machen das Hauptgeschäft, also zum Beispiel die fünf Premiers Crus, als da wären Chateau Lafite-Rothschild, Chateau Latour, Chateau Margaux, Chateau Haut-Brion und Chateau Mouton-Rothschild. Unter den Burgundern ist insbesondere die Kultmarkte La Romanée-Conti interessant. Wenn es um Whisky als Kapitalanlage geht, kommen ausschließlich Single Malts – also keine „Blends“ – in Betracht, nach Möglichkeit aus mittlerweile nicht mehr existierenden Brennereien, so genannten „Lost distilleries“.</p>
<p><strong>Was sind die wesentlichen Vor- und Nachteile von Sachinvestitionen? </strong></p>
<p>Die Nachteile liegen auf der Hand: Sie bekommen keine laufenden Einnahmen, wie Zinsen oder Dividenden. Im Gegenteil, Ihnen entstehen sogar Kosten für Reparaturen, Restaurierung, Aufbewahrung, Versicherung et cetera. Außerdem weiß man bei einem Kunstinvestment – wozu ich im weitesten Sinne auch Uhren zähle – nie genau, welcher Künstler oder welche Modelle in 10 oder 20 Jahren gefragt sein werden. Der Vorteil: Sachinvestitionen sind inflationsgeschützt. Ist ein aktiver Sammlermarkt vorhanden, sind erhebliche Wertsteigerungen möglich. Und Gewinne sind nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei. Und das für einen Sammler vielleicht Wichtigste: Solche Investments machen wirklich Spaß. Was ist im Vergleich dazu schon ein schnöder Depotauszug?</p>
<p><strong>Wo hört der Spaß auf bei der Wahl des Investitionsobjekts durch persönlichen Interessen auf?</strong></p>
<p>Persönliche Leidenschaften spielen eine große Rolle, wenn es um Sammel- und Liebhaberobjekte geht. Aber auch, wer in Gold oder Silber investiert, sollte an diese Edelmetalle glauben und überzeugt sein, dass sie mittel- bis langfristig weiter im Wert steigen werden. Das schützt davor, mit panischen Verkäufen zu reagieren, wenn der Preis für Gold oder Silber wieder einmal kräftig fällt. Damit muss man immer rechnen. Der Goldpreis ist volatil, der Silberpreis extrem volatil.</p>
<p><strong>Im Vergleich zum hohen Goldpreis scheint Silber zurzeit unterbewertet. Ist es ein Geheimtipp?</strong></p>
<p>Wie ich schon sagte, ist der Silberpreis extrem volatil. Das meiste Silber liegt nicht in den Tresoren der Anleger, sondern wird industriell verarbeitet. Wer weiß schon, dass für die Produktion eines Mittelklassewagens im Schnitt zwei Unzen Silber erforderlich sind? Auch die Ressourcenreichweite dieses Edelmetalls ist sehr kurz. Insofern wird der Silberpreis nach meiner Überzeugung weiter steigen. Ich habe jedenfalls investiert – in Silbermünzen. Allerdings braucht der Silber-Investor starke Nerven, denn die Märkte fahren häufig Achterbahn.</p>
<p><strong>Welche Fragen sollte man sich vor jedem Investment grundsätzlich stellen?</strong></p>
<p>Zunächst die Frage nach dem liquiden Vermögen. Wie viel Geld steht für ein Investment überhaupt zur Verfügung? Dazu gehören nicht die eisernen Reserven auf dem Sparbuch oder Tagesgeldkonto für Notfälle. Selbstverständlich gehört auch Immobilienbesitz nicht zum liquiden Vermögen. Aktienbestände, bei deren Verkauf der Anleger Verluste einfahren würde, kommen ebenfalls nicht in Betracht. Kurzfristig verfügbare Spareinlagen, Verkaufserlöse, demnächst anstehende Versicherungsleistungen und natürlich Guthaben auf dem Girokonto können hingegen als liquides Vermögen angesehen werden. Brauche ich das Geld kurz- bis mittelfristig für Neuanschaffungen oder Steuernachzahlungen, macht es keinen Sinn, davon Gold, Wein oder Uhren zu kaufen. In all diesen Fällen sollte der Anlagehorizont bei mindestens zehn Jahren liegen. Kommt es – wie aktuell bei Gold – schon früher zu signifikanten Preissteigerungen, spricht nichts dagegen, „Kasse zu machen“.</p>
<p><strong>Ist es nicht ein Luxusproblem, sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie man sein Geld stilvoll anlegen kann?</strong></p>
<p>Dazu müsste man zunächst einmal den Begriff Luxus definieren, was praktisch unmöglich ist. Denn von Luxus hat jeder ganz andere Vorstellungen. Ich kenne Leute mit sehr überschaubarem Einkommen, die ein ganzes Jahr oder noch länger sparen, um sich eine Rolex leisten zu können. Soll man darüber die Nase rümpfen? Ich meine, jeder hat das Recht, sein seriös verdientes Geld so anzulegen, wie es ihm Freude bereitet. Und eine Rolex oder Patek Philippe Armbanduhr hat sich noch immer als werthaltiger erwiesen als beispielsweise eine Aktie der Deutschen Telekom.</p>
<p><strong>Ein bekannter Songtitel lautet „Diamonds are the girls best friends“. Sind Diamanten auch die besten Freunde der Anleger? </strong></p>
<p>Nur für Anleger, die sich wirklich sehr gut auskennen. Denn der Markt ist alles andere als transparent. Andererseits sind die Diamantpreise in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen. Ein weiterer Vorteil: Diamanten dürften die diskreteste Form der Geldanlage sein. Immerhin passt der Gegenwert eines Eigenheims in eine Streichholzschachtel – vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Interessant erscheinen mir ferner die klassischen Farbedelsteine, also Rubine, Saphire und Smaragde. Wer sich für Diamanten interessiert, sollte das kleine Investment nicht scheuen und sich das sehr empfehlenswerte Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/offer-listing/3000314652/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=gentlemblog-21&amp;linkCode=am2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3000314652">Reich mit Diamanten</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=gentlemblog-21&amp;l=as2&amp;o=3&amp;a=3000314652" border="0" alt="" width="1" height="1" /> von Robert Brachfeld kaufen, das es in jeder Internetbuchhandlung gibt. Darin findet er leicht verständlich das unverzichtbare Basiswissen.</p>
<p><strong>Sind die Preise von so genannten „Sweetheart-Investitionen“ wie Porzellan, Luxus-Uhren, Oldtimern genauso transparent wie zum Beispiel der Goldkurs oder Aktien-Werte?</strong></p>
<p>Nein, es gibt keine wirkliche Börse und auch kein Fixing wie beim Gold. Daher sollte man sich intensiv informieren. In Fachbüchern und –zeitschriften stöbern, im Internet recherchieren und vor allem die Auktionskataloge studieren. Oder man fragt einfach einen Fachmann um Rat. Die von Ihnen genannten Assetklassen setzen ein hohes Maß an Wissen voraus. Einfach mal Aktien verkaufen und auf das Geratewohl in Uhren investieren – das geht mit ziemlicher Sicherheit daneben.</p>
<p><strong>Sollte sich heute auch der Durchschnittsverdiener Alternativen zum Sparbuch suchen?</strong></p>
<p>Natürlich, die Streuung des Vermögens ist das A und O. Meine Empfehlung: Ein Drittel des Vermögens in sehr sichere Anlageformen investieren wie Sparbuch, Festgeld, Tagesgeld und so weiter,  ein Drittel in internationale Blue-chip-Aktien, also Aktien von international anerkanten Unternehmen. Ich persönlich halte nicht viel von Aktienfonds, denn die sind erstens teuer und gaukeln zweitens  eine Sicherheit vor, die es nicht gibt. Denn wenn der Markt einbricht, geht natürlich auch der Preis für den Fondsanteil in den Keller. Das letzte Drittel wird in Sachwerte investiert. Dazu zählen vor allem Gold und Silber in physischer Form, also Barren oder Münzen. Im Fall von Silber bieten sich in erster Linie Münzen an, weil Sie dafür nur sieben Prozent Mehrwertsteuer zahlen müssen, für Barren hingegen 19 Prozent. Gold zu Anlagezwecken ist mehrwertsteuerfrei. Und wenn dann noch etwas übrig bleibt, kann man es für „Sweetheart“-Investments ausgeben. Immobilien empfehle ich nur zur Eigennutzung.</p>
<p><strong>Kann ein Durchschnittsverdiener angesichts eines begrenzten Budgets auch stilvoll investieren? </strong></p>
<p>Ja, durchaus. Er muss sich ja nicht gleich in zwei, drei Jahren eine komplette Uhrensammlung aufbauen. So eine Leidenschaft verfolgt einen meist ein Leben lang. Und so entsteht über viele Jahre hinweg eine veritable Sammlung.</p>
<p><strong>Letzte Frage: Eine gute Fee schenkt Ihnen eine Million Euro. Der Haken: Sie kommen erst in fünf Jahren an das Geld ran. Wie würden Sie es bis dahin anlegen? </strong></p>
<p>Angesichts der anhaltenden Turbulenzen und der eher kurzen Laufzeit von fünf Jahren würde ich 50 Prozent auf ein Tagesgeldkonto bei einer sicheren Bank einzahlen, für jeweils 25 Prozent würde ich Aktien sowie Gold und Silber kaufen. Und in fünf Jahren würde ich den Gewinn in eine Uhr aus der Schweiz oder Glashütte stilvoll investieren.</p>
<p><strong>Besuchen Sie auch die beiden Online-Magazine <a href="http://www.luxus-momente.de/" target="_blank">Luxus-Momente.de</a> und <a href="http://www.kapitalanlage-sachwerte.de/" target="_blank">Kapitalanlage-Sachwerte.de</a>, bei denen Michael Brückner jeweils Gründer und Chefredakteur ist. </strong></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/a5717552e20b4a3494a84d446d38caae" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>&#8220;Einrichtungsshows im TV lehren, wie man es definitiv nicht machen sollte&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2011/06/07/wohnpsychologie-intervie/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 06:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Einrichtung]]></category>
		<category><![CDATA[Partnerschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/wohnpsychologie.jpg" alt="" title="Wohnpsychologe Uwe Linke im Interview" width="488" height="310" class="alignnone size-full wp-image-4422" /><br /><br />
Der <a href="http://www.wohnpsychologie.com">Wohnpsychologe Uwe R. Linke</a> spricht im <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman-Blog</a> über die richtige Einrichtung einer Wohnung für das persönliche Wohlbefinden, Rückschlüsse der Einrichtung auf den Charakter eines Menschen, den Unterschied zwischen Frauen- und Männerwohnungen sowie über goldene Regeln für Paare, die zusammenwohnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/wohnpsychologie.jpg" alt="" title="Wohnpsychologe Uwe Linke im Interview" width="488" height="310" class="alignnone size-full wp-image-4422" /></p>
<p>Der <a href="http://www.wohnpsychologie.com">Wohnpsychologe Uwe R. Linke</a> spricht im <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman-Blog</a> über die richtige Einrichtung einer Wohnung für das persönliche Wohlbefinden, Rückschlüsse der Einrichtung auf den Charakter eines Menschen, den Unterschied zwischen Frauen- und Männerwohnungen und gibt Tipps für Paare, die zusammen ziehen.</p>
<h3>Wie reagieren Ihre Mitmenschen, wenn Sie sich als Wohnpsychologe vorstellen?</h3>
<p>Alle finden es erst einmal interessant, um dann zu fragen, was ich genau mache. Man tippt zunächst auf feng shui oder ähnliche Philosophien, die aber nichts mit meiner Arbeit zu tun haben. Man hält dann meine Arbeit eher für die Reichen und Schönen vorbehalten, aber das stimmt nicht unbedingt. Wohnpsychologie muss nichts außer der Beratung selbst kosten. </p>
<h3>Und was genau machen Sie als Wohnpsychologe?</h3>
<p>Wohnpsychologie ist ein Coachingangebot, weil Wohlfühlen kein Luxusgut ist, sondern lebensnotwendig.  Ich unterstütze Menschen und Unternehmen dabei Lebens- und Arbeitsräume authentisch zu gestalten, also mit ihnen zusammen herauszufinden, was sie brauchen, um Glück, Ruhe, Geborgenheit, Zufriedenheit oder Vertrauen zu finden.  Wir erarbeiten ein Konzept, also einen roten Faden der Gestaltung des Ambiente und des Lebensalltags. Unternehmen,  Ärzte und Geschäfte suchen bei mir Rat, wenn es um das äußere Erscheinungsbild geht und wie man erfolgreich Kunden bindet.  Als Unternehmer und ehemaliger Kaufmann mit fast 25 Jahren Erfahrung und Ausbildungen als Coach und Therapeut habe ich einen Blick und ein Gespür für Stimmungen und kommunikative Kompetenzen, die ich einsetze.</p>
<h3>Einrichtung ist also nicht gleich Einrichtung? </h3>
<p>Genau. Die Einrichtung ist für jeden Menschen eigentlich mit Tisch, Stuhl und Bett, Kleiderschrank und ein paar Leuchten erledigt.  Eigentlich. Aber was macht  aus einem Haus ein Zuhause, wie verändere ich bestehende Situationen, wenn ich nur eingeschränkte Möglichkeiten habe? Wie integriere ich den Geschmack meines Partners oder die Bedürfnisse der Familie? Das sind hier die Fragestellungen. Es geht um nichts Geringeres als ein großer Teil des Lebensglücks, denn wir halten uns 80 Prozent der Lebenszeit in Räumen auf und sollten uns hier Energie sammeln können, um den Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Gestalter geben oft gute Tipps, die im Einklang mit Trends oder dem Raum stehen, aber wer hört den Ratsuchenden so zu, dass die Lebensgeschichte berücksichtigt wird und jemand weiß, wo er hingehört und eine Heimat findet?  </p>
<h3>Lassen sich aus der Wohnungseinrichtung Rückschlüsse auf den Charakter schließen?</h3>
<p>Wenn ich beruflich unterwegs bin, kann ich Räume „lesen“ und sehen, wie die Bewohner mit Nähe, Kommunikation, Sehnsucht oder der eigenen Rolle umgehen. Vorbilder und Weltbilder sind im der Einrichtung transparent. Kleinigkeiten haben oft große Aussagekraft, wenn sie gehäuft vorkommen oder ein Prinzip dahinter zu erkennen ist. In der Wohnung verstellt man sich ebenso wenig wie bei der Auswahl von Farben. Man macht es instinktiv.  Menschen, die kaputte Möbel „heilen“, indem sie gerne reparieren oder überall doppelt aufgestellte <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/accessoires/">Accessoires</a> sprechen Bände über die Sehnsucht. Jemand, der sich nicht von belastenden Dingen aus der Vergangenheit trennen mag oder gar nichts Altes hat, muss dazu nichts erklären &#8211; die Art, wie man mit Vergangenheit  umgeht, ist sehr aussagekräftig.</p>
<h3>Der Untertitel Ihres Buches lautet „Vom Glück, sich ein authentisches Zuhause zu schaffen“. Was verstehen Sie unter einem „authentischen Zuhause“?</h3>
<p>Wenn ich mir eine Wohnung „stylen“ lasse, sieht sie vielleicht schön aus, aber das ist noch lange keine Garantie dafür, dass ich mich wohlfühle. Authentisch wird es, wenn meine Vergangenheit, meine Zukunft, meine Wünsche und Sehnsüchte vorkommen. Und dann wachse ich mit dem Gesamtkonzept über mich hinaus. Mein Heim macht mich stärker und selbstbewusster. Authentisch meint, dass ich die Wohnung eines Menschen betrete und feststelle: Das passt genau zu ihm und ich merke es daran, dass ich mich jeden Tag freue nach Hause zu kommen und dort auch nicht nur vor dem TV sitze, sondern lebendig bin und aufgeladen wieder aus dem Haus gehe. Auf ein authentisches Zuhause freue ich mich wie auf den Urlaub. </p>
<h3>Welche Rolle spielt Licht für das Wohlbefinden?</h3>
<p>Eine erhebliche. Hier werden die meisten Fehler gemacht und die Potentiale für das Wohlbefinden nicht genutzt. Meist geht man vom Lichtanschluss aus und nicht davon, an welchen Punkt Licht benötigt wird. Der Kunde kauft dann ein Schmuckstück, das zufällig leuchtet, aber selten eine Beleuchtung, die Atmosphäre schafft. Und die wäre wichtig, weil wir 80 Prozent der freien Zeit Im Haus verbringen, wenn es draußen dunkel ist. </p>
<h3>Ist die Wirkung der einzelnen Farben auf alle Menschen gleich?</h3>
<p>Die Wirkung von Farben ist zum einen objektiv. Rot beispielsweise regt unser Gehirn an. Subjektiv ist die Bewertung der Farbe dann durch unsere emotionale Verknüpfung: Dann kann Rot mit Liebe, Wärme oder aber auch mit Gewalt und Blut assoziiert werden. </p>
<h3>Inwiefern wohnen Frauen anders als Männer?</h3>
<p>Wenn man Frauenwohnungen sieht und mit Männerwohnungen vergleicht, trifft oft das Klischee zu: Frauen wohnen verspielter und wärmer. Dadurch, dass sie mit Gefühlen offener umgehen, wird dieses auch in ihrem Lebensraum sichtbarer. Alleinwohnende Männer geben sich cooler und setzen andere Prioritäten. „Farben sind eher was für Mädchen“ finden Männer und lieben Grau- und Brauntöne. In gemeinsamen Haushalten werden bestimmte Themen an die Frau delegiert: Gemütlichkeit, Textilien, Farben. Für die technischen Dinge will der Mann aber jedenfalls mitbestimmen, oder es wird ihm überlassen. Darüber  könnte man ein eigenes Buch schreiben, wie Männer sich unterschiedlich im Vergleich zu Frauen einrichten. </p>
<h3>Zählen mehr Frauen oder Männer zu Ihren Kunden?</h3>
<p>Im Privatbereich dominieren Frauen oder Paare. Bei Unternehmen sind es die Entscheider, also meist die Männer. </p>
<h3>Wie läuft eine Einzelberatung ab? </h3>
<p>Das hängt sehr von der Fragestellung ab. Meist ein <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/gentleman-blog-vor-ort/">Vor-Ort</a>-Termin um einen Einblick zu haben und dann folgt eine Klärung der Fragen. Anschließend erarbeite ich eine Präsentation eines Konzepts. Manche Fragen klären sich auch gleich beim ersten Termin. Geht es um einen Neubau, eine Entscheidung über einen Hauskauf oder die Konzeption einer Praxis oder die Verbesserung eines Images, kann die Begleitung mehrere Wochen dauern. </p>
<h3>Und Ihre Seminare mit mehreren Teilnehmern? </h3>
<p>Ich biete ab Herbst 2011 Seminare für die einzelnen Tools der Wohnpsychologie an, darunter psychologische Gesprächsführung, Beraterkompetenzen und Deutung von Wohnambienten. Auch hier versuche ich auf die einzelnen Teilnehmer einzugehen, denn jeder kann seine Wohnsituation mitbringen und hier bearbeiten.</p>
<h3>Wohnen ist eine höchst individuelle Sache. Gibt es trotzdem so etwas wie No-Go´s?</h3>
<p>Immer dann, wenn offensichtlich ist, dass sich jemand überhaupt nicht wohlfühlt, obwohl das Ambiente ansprechend ist. Dann hat jemand vorbeigeplant oder konzeptlos gearbeitet. Designer- und Trendhörigkeit gehören sicher dazu. Und die üblichen Einrichtungsshows im TV. Hier kann man lernen, wie man es definitiv nicht machen sollte.  Planen Sie nicht für Ihre Gäste oder Ihren Innenarchitekten, denn Sie müssen es bezahlen und damit leben. </p>
<h3>Und gibt es auch &#8220;Goldene Regeln&#8221; fürs Zusammenwohnen?</h3>
<p>Beim Zusammenziehen mit dem Partner gibt es sicher einige Regeln, die hilfreich sind und Krisenvermeiden. Erstens: Werden Sie sich einig, was den Wohnstil anbelangt, vor allem: Lieben wir Kontraste oder Harmonie? Zweitens: Denken sie über ein Farbkonzept in jedem Raum nach. Ohne <a href="http://www.gentleman-blog.de/tag/farben/">Farbe</a> fehlt die Lebendigkeit, mit zu viel Farbe wird es sehr unruhig. Drittens: Planen Sie einen Rückzugsbereich für jeden Bewohner, selbst wenn es nur eine schmale Ecke ist. Viertens: Klären Sie, ob das gemeinsame Wohnen ein Entschluss ist das Leben miteinander zu verbringen &#8211; und das so nah wie möglich &#8211; oder ob Sie einem anderen Thema ausweichen wollen und andere Probleme damit übertünchen. Und fünftens: Hören Sie Ihrem Partner zunächst kommentarlos zu, wenn es um die Wohnvorstellungen geht. Glauben Sie nie, wenn der Partner sagt, ihm sei das alles egal.</p>
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		<title>Interview mit Florian S. Küblbeck: &#8220;Die Deutschen haben Angst davor, sich falsch anzuziehen&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2011/05/23/interview-florian-kueblbeck-herrengarderobe/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 10:27:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Florian S. Küblbeck]]></category>
		<category><![CDATA[Herrengarderobe]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/kueblbeck-headbild.jpg" alt="" title="Florian S. Küblbeck im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="310" class="alignnone size-full wp-image-4385" /><br /><br />Autor und Coach Florian S. Küblbeck schreibt seit Anfang 2009 im <a href="http://www.stilmagazin.de">Stilmagazin</a> eine regelmäßige Kolumne zum Thema „Grundsteine einer nachhaltigen Herrengarderobe“. Seit Oktober 2010 betreut er auch federführend den redaktionellen Teil des Magazins. Im Interview mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman-Blog</a> spricht er über seine Leidenschaft für Herrengarderobe, den typisch deutschen Stil und das richtige Outfit auf einer Hochzeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/kueblbeck-headbild.jpg" alt="" title="Florian S. Küblbeck im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="310" class="alignnone size-full wp-image-4385" /></p>
<p>Autor und Coach Florian S. Küblbeck schreibt seit Anfang 2009 im <a href="http://www.stilmagazin.de">Stilmagazin</a> eine regelmäßige Kolumne zum Thema „Grundsteine einer nachhaltigen Herrengarderobe“. Seit Oktober 2010 betreut er auch federführend den redaktionellen Teil des Magazins. Im Interview mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman-Blog</a> spricht er über seine Leidenschaft für Herrengarderobe, den typisch deutschen Stil und das richtige Outfit auf einer Hochzeit.</p>
<h3>Sehr geehrter Herr Küblbeck, woher stammt eigentlich Ihre Leidenschaft für Herrenmode?</h3>
<p>Ich interessiere mich schon seit meiner frühen Jugend für Mode und Kleidung. Das konkrete Interesse für die Herrengarderobe, also alles das, was nicht für die Entsorgung nach einer Saison konzipiert ist, entwickelte sich dann im Laufe der Zeit daraus. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass Herrengarderobe mit Mode nur am Rande zu tun hat, nämlich da, wo sich Mode und Kleidung gegenseitig beeinflussen und befeuern. Eine bestimmte Mode ist für mich also keine Grundlage für eine Garderobe.</p>
<h3>Wie wichtig und wie unwichtig darf beziehungsweise sollte es einem Mann eigentlich sein, was andere Personen über seine Kleidung und seinen Stil denken?</h3>
<p>Eine interessante Frage, auf die man sicherlich keine allgemeingültige Antwort geben kann. Ich möchte sie eher lieber von der Seite des „auf-andere-wirken“ statt des „für-andere-anziehen“ her beschreiben. Für mich ist guter Stil im allgemeinen die Verlängerung der eigenen Geisteshaltung nach außen. Das gilt im speziellen auch für die Garderobe. Wer das Kunststück schafft, diese Verlängerung nach außen modisch umzusetzen, wirkt auf sein Umfeld zwangsläufig stimmiger als jemand, der sich nach dem Motto „Wie will ich heute aussehen?“ quasi verkleidet. Auf diese Weise an die eigene Garderobe heranzugehen kann vielen helfen, das Stigma der Eitelkeit zu überwinden, mit dem man sich als gut gekleideter Mann oft konfrontiert sieht. Natürlich sollte es uns nicht egal sein, wie unser Kleidungsstil auf andere wirkt, schließlich sieht unser gegenüber den Großteil seines Gesprächspartners in Kleidung. Aber ebenso wenig sollte uns egal sein, wie wir charakterlich auf andere wirken. Und damit schließt sich der Kreis meiner These: Die Wirkung auf andere ist wichtig, die eigene Kleidung macht aber nur einen Teil dieser Wirkung aus. </p>
<h3>In der Mode gibt es den britischen oder den italienischen Stil. Gibt es auch einen typisch deutschen Stil und wenn ja, was verstehen Sie darunter? </h3>
<p>Die zynische Antwort würde lauten: Sandalen, weiße Sportsocken, Bermudas und ein Achselhemd. Etwas weniger klischeehaft könnte man vielleicht sagen, der deutsche Stil ist von starkem Regeldenken geprägt, allerdings nicht auf diese englische, standes- und herkunftsorientierte Art und Weise. Uns geht es eher um situationsabhängige Korrektheit, ob eingebildet oder tatsächlich. Ein österreichischer Stoffhändler meinte kürzlich einmal zu mir: „Die Deutschen haben eigentlich immer Angst davor, sich irgendwie falsch anzuziehen“. Ganz unrecht hat er damit nicht. Ich kenne kaum Länder, die mehr Literatur zum Thema „<a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/08/30/einstecktuch/">Einstecktücher</a> richtig falten“ hervorbringen als unseres.</p>
<h3>Welche Marken repräsentieren den typisch deutschen Stil?</h3>
<p>Alles, was der klassischen, vor allem in den 1950er und 1960er Jahren verbreiteten und damals noch sehr reichhaltigen, deutschen Schneidertradition folgt. Schlichte, unaufdringliche Schnitte ohne unnötigen Firlefanz. Für die meisten Deutschen wird dieses Bild am ehesten von Hugo Boss erfüllt werden. Wenn das Produkt dann noch tatsächlich in Deutschland hergestellt sein soll, und zwar handwerklich so wie wir Liebhaber uns das wünschen, kommt man an Regent nicht vorbei. Deren Qualität kann mit den großen italienischen Namen mithalten, ohne die eigene traditionelle Ästhetik aufzugeben.</p>
<h3>Gibt es Stilikonen, die für den typisch deutschen Stil stehen und diesen vertreten?</h3>
<p>Das ist geschichtlich sicher einfacher als gegenwärtig. Interessant finde ich beispielsweise den Stil von Trigema-Inhaber Wolfgang Grupp, wobei seine Garderobe nicht dem entspricht, was ich typisch deutsch nennen würde. Wesentlich typischer wäre etwa Horst Tappert als Derrick.</p>
<h3>Neben Ihrer Tätigkeit für das Stilmagazin bieten Sie auch Beratungen und Seminare an. Wie läuft so eine Beratung ab?</h3>
<p>Das kommt ganz auf die Bedürfnisse desjenigen an, den ich berate. Es gibt Leute, die nur ein wenig Hilfe bei der Auswahl, Vervollständigung oder Kombination ihrer Garderobe suchen. In solchen Fällen reicht es oft, die betreffende Person einmal zum Einkaufen zu begleiten und einige Strategien zur systematischen Beurteilung und zur gezielten Anschaffung von Kleidung zu erarbeiten. Andererseits werde ich auch ab und an gebeten, jemandem bei der Suche nach einem geeigneten Maßkonfektionär, Maßschneider oder Hemdenmacher behilflich zu sein. Dieser Prozess gestaltet sich dann etwas aufwendiger, weil nicht jeder Schneider zu jedem Kunden passt und auch nicht jeder Schnitt an jedem Träger gut aussieht. Nicht wenige Neukunden fühlen sich beim Schneider überfordert oder verunsichert, weil sie plötzlich jedes Detail selbst bestimmen sollen. Der ein oder andere gezielte Schubs in eine bestimmte stilistische Richtung, natürlich passend zum Träger, kann da Wunder wirken und helfen, Schwellenängste abzubauen. Zwischen den beiden dargestellten Extremen sind die Grenzen natürlich fließend.</p>
<h3>Und Ihre Seminare? </h3>
<p>Derzeit halte ich hauptsächlich Vorträge zu allen möglichen Themen rund um Kleidung, <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/image/">Stil</a> und Herrenmode. Daneben biete ich auch mehrstündige Seminare an, in denen die Teilnehmer lernen, wie sie mit minimalem Einkauf und der gezielten Auswahl von Kleidungsstücken eine maximal vielfältige Garderobe erzeugen können. Dabei ist Warenkunde ebenso Thema wie Passform, Kombination und Kleiderpflege.</p>
<h3>Der Sommer steht vor der Tür. Wie würden Sie sich mit einem Budget von maximal 500 Euro für den Sommer von Kopf bis Fuß im typisch deutschen Stil einkleiden?</h3>
<p>Wie die zynische Antwort ausfallen würde, können Sie sich inzwischen sicher denken. Dann bliebe sogar noch was vom Einkaufsgeld übrig. In Wirklichkeit würde ich für dieses Budget aber nur ein Paar gute sommertaugliche Schuhe, zum Beispiel einen mittelbraunen <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/12/29/der-derby-%E2%80%93-vielseitiger-und-eleganter-herrenschuh/">Derby</a> aus Rauleder, kaufen und ansonsten Kleidung aus dem letzten Sommer anziehen. Lieber weniger kaufen, dafür das beste, was man sich leisten kann. Wie wichtig gute Schuhe für den gelungenen Look sind, kann man gar nicht oft genug betonen.</p>
<h3>Heißt das etwa, man kann sich nur mit viel Geld gut einkleiden?</h3>
<p>Nicht zwangsläufig, nein. Geschmack kann man nicht kaufen, weshalb ästhetisches Feingespür sicher wichtiger für den guten Auftritt ist, als schnödes Geld. Viel Geld für ein Kleidungsstück auszugeben, erfordert für die meisten von uns jedoch mehr Auseinandersetzung mit dem Produkt — schließlich soll es lange halten, sein Geld also wert sein. Ich finde liebgewonnene und perfekt gepflegte Dauergäste im Kleiderschrank sinnvoller als billige Saisonartikel.</p>
<h3>Der Sommer ist traditionell die Hochsaison für Hochzeiten. Welchen Dresscode empfehlen Sie bei hohen Temperaturen für festliche Hochzeiten?</h3>
<p>Bei einer klassischen Hochzeit führt kein Weg am Cut oder „morning coat“ vorbei, also einer dunkelgrauen Jacke mit langen Rockschößen im Rücken, gestreifter Hose und hellgrauer oder pastellfarbener <a href="http://www.gentleman-blog.de/2010/08/13/weste-anzugweste/">Weste</a>. Etwas weniger förmlich ist der Stresemann, bei dem die lange Jacke durch ein schwarzes <a href="http://www.gentleman-blog.de/2010/09/22/jackett-sakko/">Sakko</a> ersetzt wird. </p>
<h3>Und bei einer eher formlosen Hochzeit?</h3>
<p>In dem Fall würde ich einen dunkelblauen Anzug aus leichtem Wolltuch tragen, dazu eine einfarbige oder kleinformatig gewebte Seidenkrawatte und ein weißes Hemd. Die meisten Zugeständnisse an den Sommer kann man bei der Wahl der <a href="http://www.gentleman-blog.de/2011/03/08/hemdenstoffe-hemd-stoffe/">Stoffe</a> machen, also offenporigere Gewebe wählen. Zu allen drei Kombinationen sollte man schwarze <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/herrenschuhe/">Schuhe</a> tragen. Von allem, was noch weniger formell ist, empfehle ich schon aus Respekt vor dem Brautpaar abzusehen.</p>
<p><strong>Wollen Sie mehr über klassische Herrengarderobe erfahren? Florian S. Küblbeck schreibt auch als Gastautor für den Gentleman-Blog über Kleidung, Stil und Herrenmode.</strong></p>
<p><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/ddaa1deac5ed4786b4d281873e225123" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<item>
		<title>„Authentizität ist nach wie vor das Thema“</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/06/18/interview-uwe-maier/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 11:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Trends]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-maier.jpg" alt="" title="Uwe Maier" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-1732" /><br /><br />
Was bringt der Sommer in Sachen Mode, wie sollte man Farben kombinieren und welche Newcomer-Labels sind angesagt? Dazu befragten wir Uwe Maier, den ehemaligen Geschäftsführer von Holy’s und Betreiber des exklusiven Online-Shops für Männer-Mode <a href="http://www.bungalow-gallery.com/">bungalow-gallery.com</a>.<br />

<strong>Wie hat sich in Ihren Augen das Männerbild in den letzten Jahren gewandelt?</strong>

Männer pflegen und kleiden sich heute anders als noch vor ein paar Jahren. Besonders junge Männer sehen oft sehr gut und lässig aus, ohne viel Offensichtliches dafür zu tun. Neu ist, dass Männer mehr Wert auf Sicherheit legen. Sie geben gerne viel Geld für Mode aus, erwarten aber, dass sich ihre Investition lohnt und sie länger als nur eine Saison Bestand hat. Wenn ich einen Kunden in einer Lederjacke sehe, die er vor Jahren bei mir gekauft hat, freue ich mich. Immer mehr Männer wollen immer öfters und nicht nur einmal in der Saison shoppen gehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1732" title="Uwe Maier" src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-maier.jpg" alt="" width="488" height="414" /></p>
<p>Was bringt der Sommer in Sachen Mode, wie sollte man Farben kombinieren und welche Newcomer-Labels sind angesagt? Dazu befragten wir Uwe Maier, den ehemaligen Geschäftsführer von Holy’s und Betreiber des exklusiven Online-Shops für Männer-Mode <a href="http://www.bungalow-gallery.com/">bungalow-gallery.com</a>.</p>
<p><strong>Wie hat sich in Ihren Augen das Männerbild in den letzten Jahren gewandelt?</strong></p>
<p>Männer pflegen und kleiden sich heute anders als noch vor ein paar Jahren. Besonders junge Männer sehen oft sehr gut und lässig aus, ohne viel Offensichtliches dafür zu tun. Neu ist, dass Männer mehr Wert auf Sicherheit legen. Sie geben gerne viel Geld für Mode aus, erwarten aber, dass sich ihre Investition lohnt und sie länger als nur eine Saison Bestand hat. Wenn ich einen Kunden in einer Lederjacke sehe, die er vor Jahren bei mir gekauft hat, freue ich mich. Immer mehr Männer wollen immer öfters und nicht nur einmal in der Saison shoppen gehen.</p>
<p><strong>Was ist Ihrer Meinung nach in diesem Sommer besonders angesagt?</strong></p>
<p>Eine maskuline Lässigkeit wie sie das amerikanische Label Riviera Club vertritt. Es wird von Surfern designt, ist superlässig und gleichzeitig sehr maskulin.</p>
<p><strong>Was sind die <a href="http://www.gentleman-blog.de/2010/05/20/farbwahl-welche-farben-passen-dominanztypen/">Farben</a> des Sommers?</strong></p>
<p>Als Farbe ist Blau in allen Varianten für mich die Sommerfarbe. Zusätzlich empfehle ich Gelb als Farbklecks sowie Flieder und Lila, besonders bei Hemden und T-Shirts.</p>
<p><strong>Und wie sollte man Farben kombinieren?</strong></p>
<p>Es kommt natürlich immer auf den Typ an. Aber nach wie vor gilt als wichtige Regel: Weniger ist mehr. Eine kräftige Farbe pro Outfit reicht. Zum Beispiel ein gelbes T-Shirt zur Indigo-Jeans und zu weißen Sneakern. Oder ein fliederfarbenes <a href="http://www.gentleman-blog.de/2010/04/23/hemd-geschichte">Hemd</a> zur beigen Hose, dazu einen blauen Blazer mit braunen <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/herrenschuhe/">Schuhen</a>.</p>
<p><strong>Worauf verzichtet man besser?</strong></p>
<p>Auf Flip Flops, außer am Strand – selbst, wenn man dazu kurze Hosen trägt!</p>
<p><strong>Welche Marken haben es Ihnen derzeit am meisten angetan?</strong></p>
<p>Ich bin ein großer Fan von Bottega Veneta, weil die Qualität und die Farben super sind. Auch Acne ist ein geniales Label. Es bietet immer etwas Neues. Bei jeder Order bin ich gefordert, mich auf das neue Design einzulassen.</p>
<p><strong>Was gibt es Neues in der Mode-Szene? Welches Newcomer-Label haben Sie kürzlich entdeckt?</strong></p>
<p>Ich liebe die Sneaker von Common Projects. Sie sind pures Understatement und dabei nie langweilig. Die Turnschuhe sind limiert. Artikelnummer und Größe sind in  goldener Schrift seitlich eingraviert. Die monochrome Sohle gibt dem Schuh einen coolen Basic-Look.</p>
<p><strong>Wagen wir einen Blick voraus. Was erwartet uns in der kommenden Wintersaison?</strong></p>
<p>Der Look bleibt lässig und gleichzeitig angezogen. Jung, aber nicht affig, lautet meine Devise. Männer wollen sich heute nicht mehr verkleiden, sondern setzen verstärkt auf <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/image/">Stil</a>, anstatt den neuesten <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/fashion/">Fashion</a>-Trends nachzujagen. Authentizität ist nach wie vor das Thema, auch bei den Materialien. Es wird viel Braun geben, aber auch Grau und dezente kräftige Farben.</p>
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		<title>Interview mit Stilcoach Uwe Fenner (2): &#8220;Gutes Benehmen hilfreich für die Karriere&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/11/02/interview-stilcoach-uwe-fenner-karriere/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/11/02/interview-stilcoach-uwe-fenner-karriere/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 15:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Benehmen]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner21.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner" title="Stilcoach Uwe Fenner" width="488" height="600" class="alignnone size-full wp-image-501" /><br/>
Stilcoach Uwe Fenner spricht im zweiten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog über die Bedeutung von Manieren in der Geschäftswelt, das angemesse Business-Outfit und gibt ein Plädoyer pro Benimmregeln.<br/>

<strong>Herr Fenner, Sie sind nicht nur Stilcoach sondern auch seit vielen Jahren als Personal- und Unternehmensberater tätig. Wie viele Karrieren haben Sie schon wegen mangelhaften Benehmens scheitern sehen?</strong>

Eine genaue Zahl kann ich Innen nicht nennen. Aber viele Karrieren scheitern daran, dass der Betroffene mehr versprochen hat, als er zu halten vermochte. Wenn er zusätzlich noch ruppig war und seine Vorgesetzten nicht höflich behandelt hat, dann ist’s schnell zu Ende auf der Karriereleiter.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-501" title="Stilcoach Uwe Fenner" src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner21.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner" width="488" height="600" /></p>
<p>Stilcoach Uwe Fenner spricht im zweiten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog über die Bedeutung von Manieren in der Geschäftswelt, das angemesse Business-Outfit und gibt ein Plädoyer pro Benimmregeln.</p>
<p><strong>Herr Fenner, Sie sind nicht nur Stilcoach sondern auch seit vielen Jahren als Personal- und Unternehmensberater tätig. Wie viele Karrieren haben Sie schon wegen mangelhaften Benehmens scheitern sehen?</strong></p>
<p>Eine genaue Zahl kann ich Innen nicht nennen. Aber viele Karrieren scheitern daran, dass der Betroffene mehr versprochen hat, als er zu halten vermochte. Wenn er zusätzlich noch ruppig war und seine Vorgesetzten nicht höflich behandelt hat, dann ist’s schnell zu Ende auf der Karriereleiter.</p>
<p><strong>In Stellenangeboten von Unternehmen wird immer wieder die Relevanz ausgeprägter Soft Skills betont. Inwieweit sind Soft Skills auch gleichzeitig Benimmregeln und Etikette?</strong></p>
<p>Soft Skills bezeichnen die so genannten menschlichen Faktoren, diejenigen Eigenschaften, die ein Mensch im Unternehmen zeigt, die nicht zu den leicht  messbaren Erfolgen zählen, also guter Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden. Das ist die „Sozialkompetenz“. Hohe Sozialkompetenz besitzt nur ein Mensch mit gutem Benehmen.</p>
<p><strong>Was sind die wichtigsten Soft Skills beziehungsweise Benimm- und Ettiketteregeln für eine erfolgreiche Karriere?</strong></p>
<p>Die wichtigste Regel für eine erfolgreiche Karriere ist hier erneut, wie schon oben gesagt, die Alterozentriertheit. Das „Sich-hinein-denken-Können“ in die Mitmenschen mit ihren Fragen, Problemen, Nöten, Ängsten und Schwächen und Stärken. Und dann die vornehme, freundliche, trotzdem natürlich zielorientierte Behandlung, Führung und Motivation dieser Menschen. Das ist eine hohe Kunst.</p>
<p><strong>Gemeinsam mit dem Institut für Stil und Etikette geben auch Seminare für Benimm- und Business-Kleidungsregeln. Wer sind ihre Besucher?</strong></p>
<p>Ich gebe überwiegend Seminare für Unternehmen und ähnliche Institutionen, zum Beispiel auch an Hochschulen und anderen Weiterbildungsinstituten oder auf Messen. Dann kommen, wie auch bei meinen Publikumsseminaren, zu denen sich jedermann anmelden kann, 60 Prozent Frauen und 90 Prozent Menschen, die sich in „Weiße-Kragen-Berufen“ befinden und die Karriereleiter aufsteigen wollen. Sie sind teils Angestellte, zum Beispiel in Banken oder großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Anwaltskanzleien oder Selbständige, die sich gesellschaftlich perfektionieren wollen. Die meisten Teilnehmer sind dabei keineswegs völlig ahnungslos in Sachen Stil &amp; Etikette. Aber es gibt niemals einen, der das schon alles weiß und kennt.</p>
<p><strong>Welche dieser Veranstaltungen haben den größten Zulauf?</strong></p>
<p>Bei den Publikumsveranstaltungen, die mein <a href="http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/">Institut für Stil und Etikette</a> zum Teil selbst produziert und zum Teil aber auch in Kooperationen mit Partnern veranstaltet, dominiert der Klassiker: Das Viereinhalb-Stunden-Seminar „Guter Stil und Etikette“, das auch ein Drei-Gänge-Menü mit einschließt.</p>
<p><strong>Wie erklären Sie sich den hohen Zulauf beziehungsweise den Nachholbedarf?</strong></p>
<p>Menschen, die ein positives Image ausstrahlen wollen, die Karriere machen und in der Gesellschaft respektiert werden möchten, wollen heute nicht mehr so abgerissen rumlaufen, wie ihre Eltern, auch nicht so unappetitlich essen. Sie wollen „alles richtig machen“. Diese meist jüngeren Zeitgenossen gehen mit diesem Thema auch leidenschaftslos um. Während Angehörige meiner Generation sich teilweise zu Unrecht schämen, in eines meiner Seminare zu gehen, sehen die Jüngeren das einfacher: Ihnen ist bewisst, wenn ihnen diese Kenntnisse  fehlen. Sie sagen sich, „in Mathematik habe ich eine Zwei gehabt, in Sport eine Eins, aber Stil und Etikette gab’s weder in der Schule noch an der Uni. Also muss ich da hin.“ Meine Seminare sind für den Umgang mit Menschen das, was für den Körper das Sportstudio ist!</p>
<p><strong>Kommen wir zu Mode und dem klassichen Business-Outfitt hochrangiger Personen. Wie sieht das aus?</strong></p>
<p>Es ist nicht vorrangig eine Modefrage. Der Topmanager trägt im internationalen Geschäftsleben einen durchgehenden dunklen Business-<a href="http://www.gentleman-blog.de/category/anzuege/">Anzug</a>, zwei- oder dreiteilig, dunkelgrau oder dunkelblau, vielfach sogar schwarz, was ein bisschen einfallslos ist. Der sehr offizielle Business-Anzug hat allenfalls das klassische Nadelstreifenmuster, und dieses auch nur, wenn er dunkelblau ist, oder er  ist ungemustert. Der <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/03/anzug/">Anzug</a> ist ein- oder zweireihig. Das Hemd dazu besitzt Doppelmanschetten, die mit goldenen oder silbernen Manschettenknöpfen, am besten solchen mit kleinen Gapouchons (ovalen Halbedelsteinen), niemals mit Brillianten oder Diamanten besetzt sind, ist weiß oder pastellfarben oder blau-weiß bzw. rot-weiß gestreift, die Strümpfe reichen bis zu den Knien und sind mindestens so dunkel wie der Anzug, besser eine Nuance dunkler, die Schuhe sind oben und unten aus Leder und sind schwarz.</p>
<p><strong>Bei welchen Anlässen sind und bleiben Anzug, Schlips und edle <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/herrenschuhe/">Herrenschuhe</a> für Männer ein ungeschriebenes Gesetz?</strong></p>
<p>Ich denke als Business-Outfit sind Anzüge etc. in Geschäftstätigkeiten im Umfeld von Banken und internationalen Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie von Unternehmensberatungen sowie auch in den Top-Etagen großer Unternehmen selbst Pflicht. Das gilt insbesondere für den internationalen Geschäftsverkehr. Außerdem nutzen Gastgeber und Teilnehmer von Events, zu denen als Teilnehmer Businesspeople, Politiker und/oder Wissenschaftler erwartet werden, diese offizielle Businesskleidung. Ebenfalls gehört sie zu allen geschäftlichen Dinner- oder Cocktailpartys. Als festliche Kleidung gehören Anzug und Schlips zum korrekten Outfit in der Oper, in Konzerten, zu offiziellen Abendessen, zu welchen keine Abendgarderobe  wie Frack oder Smoking vorgeschrieben ist, zu offiziellen Empfängen und zu Hochzeiten in der Kirche.</p>
<p><strong>Und für weniger offizielle Anlässe?</strong></p>
<p>Es gibt natürlich auch weniger offizielle Kleidung im Business, die sehr schön und sehr passend sein kann und die auch in anderen Berufen bzw. Unternehmungen üblich und angebracht ist. Für tagsüber beispielsweise die klassische Kombination aus einer eher braun-gemusterten Tweedjacke und einer mittelgrauen Hose, zu welcher durchaus braune Schuhe getragen werden.</p>
<p><strong>Wie sieht das Business-Outfit für Damen aus?</strong></p>
<p>Die Damen tragen entsprechendes Outfit mit Kostümen und Hosenanzügen. Sie können aber genau so gut auch Kleider tragen. Für Damen gibt es eigentlich keine genauen Muss-Vorschriften, eher Don´ts, wie zum Beispiel im Büro Spagettiträger und Sandalen zu tragen. Sandalen sind für die Herren übrigens genauso ein Tabu.</p>
<p><strong>Gibt es in Sachen legerer Kleidung so etwas wie eine Altersgrenze?</strong></p>
<p>Das kann man so nicht sagen. Für Jeans jedenfalls gibt es eher eine Figur-Grenze. Jeansträger müssen schlank sein, sonst sollten sie es lassen. Das gilt auch besonders für Damen.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt: Wie lautet ihr Plädoyer pro Benimmregeln?</strong></p>
<p>Ob gutes Benehmen materielle Vorteile bringt, weiß ich nicht hundertprozentig mit Ja zu beantworten. Zumindest können guter Stil und Etikette nicht schaden. Dass gutes Benehmen aber immaterielle Vorteile, vor allem Imagevorteile bringt, weiß ich sicher. Und da ein gutes Image häufig auch zu persönlichen und beruflichen Erfolgen führt, ist es dann doch häufig mit auch materiellen Erfolgen verbunden. Vor allem aber: Man selber fühlt sich einfach viel wohler, wenn man anderen Menschen den Vortritt lässt, die Tür aufhält, und ihnen einen gesitteten Anblick beim Essen bietet. Das ist allemal ein Grund, Benimmregeln ernst zu nehmen. Nur eines sollte man beachten: Man soll sie mit einer gewissen Mischung aus Lässigkeit und Noblesse anwenden, nicht verkrampft und überkorrekt. Man soll den mittleren Knopf des Jacketts im Stehen und beim Gehen zugeknöpft haben, aber wenn im Eifer des Aufstehens mal die Zeit nicht reicht, sich vor dem Handschlag noch schnell zuzuknöpfen,&#8230;was soll’s? Aber danach muss man es dann tun, wenn man stehen bleibt.</p>
<p>Lesen Sie auch den <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/10/23/interview-stilcoach-uwe-fenner/">ersten Teil des Interviews mit Uwe Fenner</a> über Benimmregeln un den Manierenverfall der &#8220;Achtundsechziger&#8221;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Stilcoach Uwe Fenner (1): &#8220;Benimmregeln erleichtern das alltägliche Zusammenleben&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/10/23/interview-stilcoach-uwe-fenner/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/10/23/interview-stilcoach-uwe-fenner/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 18:24:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>
		<category><![CDATA[Manieren]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner1.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" title="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="600" class="alignnone size-full wp-image-483" /><br/>
Stilcoach und Buchautor <a href="http://www.uwefenner.de/">Uwe Fenner</a> spricht im Interview mit dem Gentleman-Blog über die Manierenverfall der "Achtundsechziger", den tieferen moralischen Sinn von Benimmregeln und erklärt, wer bei einem Date von Mann und Frau die Rechnung zahlen sollte.
<strong>
Herr Fenner, die ersten Worte Ihres Buches „<a href="http://www.amazon.de/Erfolgreich-mit-Stil-Knigge-Lebenslagen/dp/370930251X">Erfolgreich mit Stil</a>“ lauten „Benimm ist in“. Waren Benimmregeln denn jemals „out“?</strong>

Oh ja, die Generation der „Achtundsechziger“ hat Benimm nicht nur abgelehnt, sondern geradezu als „spätbürgerlich und spießig“ verdammt. Nur wenige selbstbewusste und kultivierte Familien haben in den Zeiten zwischen 1970 und 1990 ihre Kinder überhaupt erzogen. Heute schlägt das Bewusstsein um  -  zum Glück: Denn zu einem guten Inhalt gehört immer auch eine gute Form, wie der Bilderrahmen zum Gemälde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-483" title="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner1.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="600" /></p>
<p>Stilcoach und Buchautor <a href="http://www.uwefenner.de/">Uwe Fenner</a> spricht im Interview mit dem Gentleman-Blog über die Manierenverfall der &#8220;Achtundsechziger&#8221;, den tieferen moralischen Sinn von Benimmregeln und erklärt, wer bei einem Date von Mann und Frau die Rechnung zahlen sollte.<br />
<strong><br />
Herr Fenner, die ersten Worte Ihres Buches „<a href="http://www.amazon.de/Erfolgreich-mit-Stil-Knigge-Lebenslagen/dp/370930251X">Erfolgreich mit Stil</a>“ lauten „Benimm ist in“. Waren Benimmregeln denn jemals „out“?</strong></p>
<p>Oh ja, die Generation der „Achtundsechziger“ hat Benimm nicht nur abgelehnt, sondern geradezu als „spätbürgerlich und spießig“ verdammt. Nur wenige selbstbewusste und kultivierte Familien haben in den Zeiten zwischen 1970 und 1990 ihre Kinder überhaupt erzogen. Heute schlägt das Bewusstsein um  &#8211;  zum Glück: Denn zu einem guten Inhalt gehört immer auch eine gute Form, wie der Bilderrahmen zum Gemälde.</p>
<p><strong>Geschmack und guter Stil war früher eine Art Luxusgut, das nur einer kleinen Gruppe vorbehalten war. Wann kamen Benimmregeln für weite Teile der Gesellschaft in Mode?</strong></p>
<p>Für den guten Geschmack mag das zutreffen. Das ordentliche höfliche Benehmen hingegen wurde auch in einfachsten Verhältnissen hoch gehalten. Schon immer hat die Elite ihre Gepflogenheiten an andere Teile der Gesellschaft weitergegeben. Es sind ja im Grunde nur Regeln. Mit der Weitergabe dieser Regeln haben wirklich erst die Achtundsechziger aufgehört.</p>
<p><strong>Sind die Benimm- und Kniggeregeln zeitlos, oder verändern sich diese im Zeitverlauf zum Teil auch?</strong></p>
<p>Die zeitlose Generalklausel lautet: „Gutes Benehmen ist „alterozentriert“. Das heißt man genießt nicht allein seinen eigenen Vorteil, was einer „egozentriert“ entspricht, sondern sieht zu, dass dem anderen mein Verhalten gefällt. Der Franzose sagt: „Gutes Benehmen, das ist après vous  &#8211;  nach Ihnen“. Das sagt eigentlich alles. Da hat sich im Generellen nichts geändert. Nur ein paar früher artige Gepflogenheiten haben sich durch Veränderung der Lebensumstände geändert. Zum Beispiel macht man, seit sich das Telefon durchgesetzt hat, keinen unangemeldeten Höflichkeitsbesuch mehr, wie er früher üblich war.</p>
<p><strong>Benimmregeln gelten aber nicht nur, um anderen zu Gefallen, oder Stil und Etikette ihrer selbst Willen zu wahren.</strong></p>
<p>Richtig. Der tiefe Sinn von Benimmregeln ist es, das alltägliche Zusammenleben zu erleichtern! Wenn ich den anderen Menschen durch meine Höflichkeit Freude mache, erleichtert das den Umgang miteinander. Wenn ich mich in die Wünsche anderer Menschen hineindenke, kommt es weniger zu Kollisionen und seltener zu Missverständnissen. Wenn ich den anderen durch Höflichkeitsgesten ehre, verbessere ich damit automatisch die Stimmung. Nur wenn derlei Gesten nicht verstanden und nicht erwidert werden, oder diese von meinen Mitmenschen vielleicht sogar zu ihrem eigenen Nutzen ausgenutzt werden, dann kann’s auch schon mal krachen.</p>
<p><strong>Welche grundlegenden Verhaltensregeln sollte sich jedermann für sein Alltagsleben aneignen?</strong></p>
<p>Andere Menschen nicht durch unangenehme Geräusche, üble Gerüche, dumme Redensarten, peinliche Bewegungen oder einen visuell grässlichen Auftritt zu bepeinlichen. Und vor allem ehrlich sein. Das Ehrlichkeitsgebot findet nur da seine Grenzen, wo man den anderen mit Ehrlichkeit beleidigen würde. Man sagt zum Beispiel nicht &#8216;Sie sehen heute aber wieder fürchterlich aus&#8217;. Eine weitere Verhaltensregel lautet, dem anderen zuhören, ihn aussprechen lassen und ihn niemals unterbrechen. Des Weiteren gilt: Sich nicht vordrängeln, nicht mit vollem Mund sprechen und auch nicht beim Essen mit dem Besteck gestikulieren, den anderen Menschen durch freundliches Grüßen ehren, Aufstehen, wenn der andere steht oder sich zum Grüßen nähert. Eine weitere Grundregel lautet, keine Vorteile in Anspruch zu nehmen, die man sich erschlichen hat oder die einem nicht zustehen. Gutes Benehmen hat immer auch eine höchst moralische Dimension.</p>
<p><strong>Viele Knigge-Regeln drehen sich rund um Tischmanieren beim Essen. Nennen Sie uns bitte die wichtigsten Grundregeln.</strong></p>
<p>Neben dem &#8220;nicht mit vollen Mund sprechen&#8221; und dem mit dem &#8220;nicht Besteck gestikulieren&#8221; gilt ferner: Mit dem Essensbeginn warten, bis alle anfangen können. Niemals mit dem Ellenbogen den Tisch berühren. Und die gegebenenfalls nicht benutzte Hand liegt genau bis zum Knöchel auf dem Tisch.</p>
<p><strong>In welchen Ausnahmefällen ist es gestattet mit den Händen statt mit Besteck zu essen?</strong></p>
<p>Im Bierzelt oder wenn es Fingerschalen zum Waschen der Finger an jedem Platz gibt.<br />
<strong><br />
Woran sollte ein Mann beim Date im Restaurant mit einer Frau seine Entscheidung festmachen, ob er die Rechnung zahlt oder nicht?</strong></p>
<p>Wenn es sich um eine Frau handelt, die  wie der Mann im Berufsleben steht und Geld verdient, sollten sich die beiden darum streiten, wer bezahlen darf. Der „Unterlegene“ in diesem Streit verspricht, das nächste Mal zu zahlen, und tut es auch! Nur wenn der Unterschied in puncto Finanzen sehr groß ist, darf sich der Geringerverdiener öfter einladen lassen  &#8211;  egal, ob Mann oder Frau.</p>
<p>mit<strong>Lesen Sie auch den <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/11/02/interview-stilcoach-uwe-fenner-karriere/">zweiten Teil des Interviews mit Uwe Fenner</a> über die Bedeutung von Benimm und Soft Skills im Berufsleben und das richtige Business-Outfit. </strong></p>
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		<title>Stilpapst Bernhard Roetzel im Interview (2): &#8220;Ein Gentleman muss Persönlichkeit haben&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/10/01/stilpapst-bernhard-roetzel-gentleman-personlichkeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 09:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Roetzel]]></category>
		<category><![CDATA[Gentleman]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst1.jpg" alt="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" title="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-385" /><br/>
Im zweiten Teil des Interviews mit „Stilpapst“ Bernhard Rötzel spricht der Buchautor über die Coolness und die Umgangsformen eines Gentlemans, über seine Vorbilder und gesteht, selbst nicht in allen Lebenslagen ein Gentleman zu sein. 

<strong>Die Bezeichnung Gentleman klingt recht elitär. Wie „cool“ darf oder muss ein Gentleman sein?</strong>

BR: Es kommt drauf an, wie man cool definiert. Wenn man Phileas Fogg (Jules Vernes Romanfigur aus „In 80 Tagen um die Welt“, Anm. d. Red.) als „cool“ bezeichnen will, dann ist der Gentleman ganz bestimmt „cool“. Cool im Sinne von blasiert, hat dagegen nichts mit Gentleman zu tun. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-385" title="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst1.jpg" alt="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="414" /></p>
<p>Im zweiten Teil des Interviews mit <a href="http://www.bernhardroetzel.de/">„Stilpapst“ Bernhard Rötzel</a> spricht der Buchautor über die Coolness und die Umgangsformen eines Gentlemans, über seine Vorbilder und gesteht, selbst nicht in allen Lebenslagen ein Gentleman zu sein.</p>
<p><strong>Die Bezeichnung <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a> klingt recht elitär. Wie „cool“ darf oder muss ein Gentleman sein?</strong></p>
<p>BR: Es kommt drauf an, wie man cool definiert. Wenn man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reise_um_die_Erde_in_80_Tagen">Phileas Fogg</a> (Jules Vernes Romanfigur aus „In 80 Tagen um die Welt“, Anm. d. Red.) als „cool“ bezeichnen will, dann ist der Gentleman ganz bestimmt „cool“. Cool im Sinne von blasiert, hat dagegen nichts mit Gentleman zu tun.</p>
<p><strong>Was unterscheidet einen Gentleman von einem Kavalier?</strong></p>
<p>BR: Ein Gentleman ist immer auch Kavalier. Wobei Kavalier vom Wortstamm aus lateinischen Sprachraum stammt, insofern schwingt da immer etwas von Schürzenjäger und Schmeichler mit, was der Gentleman nicht ist.</p>
<p><strong>Mit welchen Mode-Grundregeln für ihr Auftreten können Männer sich die Bezeichnung „gentlemanlike“ verdienen.</strong></p>
<p>BR: Man muss einfach immer nur passend zur Situation erscheinen und jede Art von Kleidung mit der gleichen Selbstverständlichkeit tragen.</p>
<p><strong>Wenn es um Mode und <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/accessoires/">Accessoires</a> geht, haben Frauen einen deutlich breiten Spielraum als Männer. Womit können Männer über <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/herrenschuhe/">Schuhe</a>, <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/03/anzug/">Anzug</a> und Hemd hinaus Stil und Individualität beweisen?</strong></p>
<p>BR: Mit Ihrer Persönlichkeit. Man muss überraschen und die Leute zum Lachen bringen können. Und vielleicht mit farbigen Strümpfen.</p>
<p><strong>Zur Persönlichkeit zählen auch die gelebten Umgangsformen. Welche Umgangsformen zeichnen einen Gentleman aus</strong>?</p>
<p>BR: Ein Gentleman muss sich benehmen können. Darunter verstehe ich, dass er jedem Menschen das Gefühl geben kann, dass er wichtig und wertvoll ist. Jesus Christus war ein Gentleman, ihm sollten wir alle nachstreben.</p>
<p><strong>Wie lautet die Grundregel in Hinblick auf Anstand und Umgangsformen.</strong></p>
<p>BR: Ganz einfach: Was Du nicht willst, das man dir tut, das füg´ auch keinem anderen zu. Das gilt immer und überall.</p>
<p><strong>Wer sind Ihre Vorbilder, wenn es um Mode und Umgangsformen geht?</strong></p>
<p>BR: Die Figur des Siegried Farnon aus der Serie „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/All_Creatures_Great_and_Small">All Creatures Great And Small</a>“ beziehungsweise seine Ausstattung hat mich außerordentlich stark beeinflusst. Außerdem ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prinz_Charles">Prince Charles</a> eine große Inspiration für mich.</p>
<p><strong>Verraten Sie uns zum Schluss bitte noch, in welchen Situationen Sie selbst alles andere als ein Gentleman sind.</strong></p>
<p>BR: Ich war natürlich in zahllosen Momenten meines Lebens kein Gentleman, und es wird mir auch in Zukunft immer wieder misslingen. Aber ich versuche jeden Tag, ein besserer Mensch zu werden. Ob es mir gelingt, sei dahingestellt. Allerdings darf ich wohl sagen, dass ich die kleinen Dinge des guten Umgangs mit Menschen stets beachte, also zum Beispiel Tür für andere Leute aufhalten etwas aufheben, wenn jemandem etwas herunterfällt, Hilfsbereitschaft zeigen und Gastfreundschaft.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch Teil 1 des Interviews mit <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/20/stilpapst-bernhard-roetzel-interview-mode/">Bernhard Roetzel: &#8220;Gute Schuhe sehr wichtig für den Gentleman-Look”</a> </strong></p>
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		<title>Stilpapst Bernhard Roetzel im Interview (1): &#8220;Gute Schuhe sehr wichtig für den Gentleman-Look&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/09/20/stilpapst-bernhard-roetzel-interview-mode/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/09/20/stilpapst-bernhard-roetzel-interview-mode/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas große Klönne</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Bernhard Roetzel]]></category>
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		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst2.JPG" alt="Stilpapst Bernhard Roetzel" title="Stilpapst Bernhard Roetzel" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-322" /><br/>
 <a href="http://www.bernhardroetzel.de/">Bernhard Roetzel</a> ist Autor diverser Bücher über elegante Herrenmode und gibt Seminare über Kleidung und die richtigen Umgangsformen. Im ersten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog verrät er, wie er zu seinem Beinamen „Stilpapst“ kam, woraus die Grundausstattung eines Gentleman besteht, und was sein modisches Lieblingsaccessoires ist. 
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-322" title="Stilpapst Bernhard Roetzel" src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst2.JPG" alt="Stilpapst Bernhard Roetzel" width="488" height="414" /></p>
<p><a href="http://www.bernhardroetzel.de/">Bernhard Roetzel</a> ist Autor diverser Bücher über elegante Herrenmode und gibt Seminare über Kleidung und die richtigen Umgangsformen. Im ersten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog verrät er, wie er zu seinem Beinamen „Stilpapst“ kam, woraus die Grundausstattung eines Gentleman besteht, und was sein modisches Lieblingsaccessoires ist.</p>
<p><strong>Herr Roetzel, Sie gelten und bezeichnen sich selbst als „Stilpapst“. Wer hat Ihnen diesen Beinamen verpasst und wie kam es dazu?</strong></p>
<p>BR: Der Titel kam im Freundeskreis auf, natürlich als Spaß. Ich habe die Bezeichnung dann häufiger selbstironisch verwendet und jetzt ist sie fast offiziell. Wobei ich natürlich nicht die Gefühle von Katholiken verletzten möchte.</p>
<p><strong>Amüsiert sich ein Stilpapst gelegentlich über die Kleidung anderer Männer, oder verdreht es Ihnen vielmehr den Magen, wenn Sie Männer in kurzen Hosen, ausgetretenen Sandalen und weißen Tennis-Socken sehen?</strong></p>
<p>BR: Ich beobachte das alles, es betrifft mich persönlich aber genauso wenig, wie ein Arzt von einer Krankengeschichte betroffen ist, über die er im Fernsehen hört. Ich habe überdies wenig missionarischen Eifer in Modedingen.</p>
<p><strong>Dennoch haben Sie über Mode Ihr weltbekanntes Buch „<a href="http://www.amazon.de/Gentleman-Handbuch-klassischen-Herrenmode/dp/3833152699">Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode</a>“ geschrieben. Es wurde mittlerweile in 18 Sprachen übersetzt. Haben Sie insgeheim mit diesem Erfolg gerechnet, und wie erklären Sie sich den großen Erfolg? </strong></p>
<p>BR: Den Erfolg habe ich beim Erscheinen des Buchs 1999 weder erwartet noch erhofft. Als der Erfolg sich dann abzeichnete, habe ich mich natürlich sehr gefreut. Auch heute noch ist es ein tolles Gefühl, wenn ich E-Mails von Lesern aus allen Weltteilen bekomme. Den Erfolg zu erklären, ist schwer, vor allem für den Autor des Buchs. Vielleicht liegt es an der Mischung aus Detailreichtum, humorvoll-ironischem Schreibstil und spürbarer Begeisterung des Verfassers.</p>
<p><strong>Stand Ihr Buchtitel „Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode“ von Anfang an fest? </strong></p>
<p>Ganz und gar nicht. Er entstand im Verlag, zunächst mehr ironisch &#8211; wie mein Titel „Stilpapst“ -, dann wurde es ernst. Ich war zuerst sehr skeptisch. Aber da lag ich mit meiner Einschätzung daneben.</p>
<p><strong>Sie sind nicht nur Autor, sondern Sie halten auch spezielle <a href="http://www.bernhardroetzel.de/de/html/live.htm">Seminare zu Kleidung und Dresscode</a>. Was kann man(n) da lernen?</strong></p>
<p>BR: Es gibt ja das Goethe-Wort „Man sieht nur, was man weiß“. Bei den Seminaren lernt man, was man sehen soll. Und ich erzähle natürlich spontan sehr viele Details und Anekdoten, die das Ganze dann sehr würzen.</p>
<p><strong>Welche Seminare werden am besten besucht?</strong></p>
<p>Das Seminar über die Grundlagen des klassischen Stils ist in verschiedenen Abwandlungen sehr beliebt. Ich habe es schon vor hunderten von Menschen gehalten, in Firmen und bei offenen Seminaren.</p>
<p><strong>Wie setzt sich die modische Grundausstattung eines Gentlemans zusammen?</strong></p>
<p>BR: Das hängt jeweils sehr stark von den Lebensumständen ab. Vielleicht ein dunkelblauer <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/03/anzug/">Anzug</a>, ein Sportsakko, ein Smoking, ein paar graue Hosen, zwei bis drei Paar <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/08/27/rahmengenaehte-schuhe">rahmengenähte Schuhe</a>, etwa 10 Hemden, einige Krawatten, Pullover, Bootsschuhe, Chinos sowie Kord- oder Moleskinhosen für die Freizeit, ein Covert-Coat, ein Trenchcoat und vielleicht eine Wachsjacke.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen die Schuhe?</strong></p>
<p>BR: Gute Schuhe sind natürlich sehr wichtig für den Gentleman-Look. Mit den falschen Schuhen gehören Sie nicht zum Club dazu.</p>
<p><strong>Raten Sie zu einem Maßanzug, sofern man über das nötige Kleingeld verfügt? </strong></p>
<p>BR: Ein Maßanzug von einem guten Schneider ist das Optimum. Man muss aber Sinn für Handarbeit und das Ritual haben, sonst ist es Geldverschwendung. Vor allem muss man genau wissen, was man will. Daran hapert es bei vielen Männern.</p>
<p><strong>Ein Gentleman zeichnet sich zu einem nicht unwesentlichen Teil durch seine Kleidung aus. Kann man auch ohne teure Garderobe ein vollwertiger Gentleman sein?</strong></p>
<p>BR: Sicher. Die Garderobe eines Gentlemans muss nicht zwangsläufig teuer sein. Wozu gibt es Ebay und Second-Hand-Läden? Und natürlich nackt im Bett.</p>
<p><strong>Und was ist Ihr persönliches Lieblings-<a href="http://www.gentleman-blog.de/category/accessoires/">Modeaccessoires</a>?</strong></p>
<p>BR: Ich mag auffällige Farbe an unerwarteter Stelle, zum Beispiel bei Strümpfen, Hosenträgern oder dem Futter von Anzügen. Wobei das natürlich eigentlich auch ein alter Hut ist. Aber es macht Spaß.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch den zweiten Teil des Interviews mit Bernhard Roetzel &#8220;<a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/10/01/stilpapst-bernhard-roetzel-gentleman-personlichkeit/">Ein Gentleman muss Persönlichkeit haben</a>&#8220;.</strong></p>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9e063b4717bf41f9b0f3df7616f730af" width="1" height="1" alt=""></p>
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