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	<title>Gentleman &#187; Interviews</title>
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	<description>Die Renaissance des guten Stils ist all­gegenwärtig. Souveränität und Under­statement sind wahrhaft lebenswert und imponieren Frauen wie Männern gleicher­maßen. Der Gentleman Blog präsentiert diese anmutige und anziehende Welt des Stils, der Manieren und der Mode.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 15:37:17 +0000</lastBuildDate>
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			<item>
		<title>„Authentizität ist nach wie vor das Thema“</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/06/18/interview-uwe-maier/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 11:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-maier.jpg" alt="" title="Uwe Maier" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-1732" /><br /><br />
Was bringt der Sommer in Sachen Mode, wie sollte man Farben kombinieren und welche Newcomer-Labels sind angesagt? Dazu befragten wir Uwe Maier, den ehemaligen Geschäftsführer von Holy’s und Betreiber des exklusiven Online-Shops für Männer-Mode <a href="http://www.bungalow-gallery.com/">bungalow-gallery.com</a>.<br />

<strong>Wie hat sich in Ihren Augen das Männerbild in den letzten Jahren gewandelt?</strong>

Männer pflegen und kleiden sich heute anders als noch vor ein paar Jahren. Besonders junge Männer sehen oft sehr gut und lässig aus, ohne viel Offensichtliches dafür zu tun. Neu ist, dass Männer mehr Wert auf Sicherheit legen. Sie geben gerne viel Geld für Mode aus, erwarten aber, dass sich ihre Investition lohnt und sie länger als nur eine Saison Bestand hat. Wenn ich einen Kunden in einer Lederjacke sehe, die er vor Jahren bei mir gekauft hat, freue ich mich. Immer mehr Männer wollen immer öfters und nicht nur einmal in der Saison shoppen gehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-maier.jpg" alt="" title="Uwe Maier" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-1732" /></p>
<p>Was bringt der Sommer in Sachen Mode, wie sollte man Farben kombinieren und welche Newcomer-Labels sind angesagt? Dazu befragten wir Uwe Maier, den ehemaligen Geschäftsführer von Holy’s und Betreiber des exklusiven Online-Shops für Männer-Mode <a href="http://www.bungalow-gallery.com/">bungalow-gallery.com</a>.</p>
<p><strong>Wie hat sich in Ihren Augen das Männerbild in den letzten Jahren gewandelt?</strong></p>
<p>Männer pflegen und kleiden sich heute anders als noch vor ein paar Jahren. Besonders junge Männer sehen oft sehr gut und lässig aus, ohne viel Offensichtliches dafür zu tun. Neu ist, dass Männer mehr Wert auf Sicherheit legen. Sie geben gerne viel Geld für Mode aus, erwarten aber, dass sich ihre Investition lohnt und sie länger als nur eine Saison Bestand hat. Wenn ich einen Kunden in einer Lederjacke sehe, die er vor Jahren bei mir gekauft hat, freue ich mich. Immer mehr Männer wollen immer öfters und nicht nur einmal in der Saison shoppen gehen. </p>
<p><strong>Was ist Ihrer Meinung nach in diesem Sommer besonders angesagt?</strong></p>
<p>Eine maskuline Lässigkeit wie sie das amerikanische Label Riviera Club vertritt. Es wird von Surfern designt, ist superlässig und gleichzeitig sehr maskulin. </p>
<p><strong>Was sind die <a href="http://www.gentleman-blog.de/2010/05/20/farbwahl-welche-farben-passen-dominanztypen/">Farben</a> des Sommers?</strong></p>
<p>Als Farbe ist Blau in allen Varianten für mich die Sommerfarbe. Zusätzlich empfehle ich Gelb als Farbklecks sowie Flieder und Lila, besonders bei Hemden und T-Shirts.</p>
<p><strong>Und wie sollte man Farben kombinieren?</strong></p>
<p>Es kommt natürlich immer auf den Typ an. Aber nach wie vor gilt als wichtige Regel: Weniger ist mehr. Eine kräftige Farbe pro Outfit reicht. Zum Beispiel ein gelbes T-Shirt zur Indigo-Jeans und zu weißen Sneakern. Oder ein fliederfarbenes <a href="http://www.gentleman-blog.de/2010/04/23/hemd-geschichte">Hemd</a> zur beigen Hose, dazu einen blauen Blazer mit braunen <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/herrenschuhe/">Schuhen</a>. </p>
<p><strong>Worauf verzichtet man besser?</strong></p>
<p>Auf Flip Flops, außer am Strand – selbst, wenn man dazu kurze Hosen trägt! </p>
<p><strong>Welche Marken haben es Ihnen derzeit am meisten angetan?</strong></p>
<p>Ich bin ein großer Fan von Bottega Veneta, weil die Qualität und die Farben super sind. Auch Acne ist ein geniales Label. Es bietet immer etwas Neues. Bei jeder Order bin ich gefordert, mich auf das neue Design einzulassen.</p>
<p><strong>Was gibt es Neues in der Mode-Szene? Welches Newcomer-Label haben Sie kürzlich entdeckt?</strong></p>
<p>Ich liebe die Sneaker von Common Projects. Sie sind pures Understatement und dabei nie langweilig. Die Turnschuhe sind limiert. Artikelnummer und Größe sind in  goldener Schrift seitlich eingraviert. Die monochrome Sohle gibt dem Schuh einen coolen Basic-Look.</p>
<p><strong>Wagen wir einen Blick voraus. Was erwartet uns in der kommenden Wintersaison?</strong></p>
<p>Der Look bleibt lässig und gleichzeitig angezogen. Jung, aber nicht affig, lautet meine Devise. Männer wollen sich heute nicht mehr verkleiden, sondern setzen verstärkt auf <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/image/">Stil</a>, anstatt den neuesten <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/fashion/">Fashion</a>-Trends nachzujagen. Authentizität ist nach wie vor das Thema, auch bei den Materialien. Es wird viel Braun geben, aber auch Grau und dezente kräftige Farben.</p>
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		<title>Interview mit Stilcoach Uwe Fenner (2): &#8220;Gutes Benehmen hilfreich für die Karriere&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/11/02/interview-stilcoach-uwe-fenner-karriere/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/11/02/interview-stilcoach-uwe-fenner-karriere/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 15:15:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner21.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner" title="Stilcoach Uwe Fenner" width="488" height="600" class="alignnone size-full wp-image-501" /><br/>
Stilcoach Uwe Fenner spricht im zweiten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog über die Bedeutung von Manieren in der Geschäftswelt, das angemesse Business-Outfit und gibt ein Plädoyer pro Benimmregeln.<br/>

<strong>Herr Fenner, Sie sind nicht nur Stilcoach sondern auch seit vielen Jahren als Personal- und Unternehmensberater tätig. Wie viele Karrieren haben Sie schon wegen mangelhaften Benehmens scheitern sehen?</strong>

Eine genaue Zahl kann ich Innen nicht nennen. Aber viele Karrieren scheitern daran, dass der Betroffene mehr versprochen hat, als er zu halten vermochte. Wenn er zusätzlich noch ruppig war und seine Vorgesetzten nicht höflich behandelt hat, dann ist’s schnell zu Ende auf der Karriereleiter.

<strong>In Stellenangeboten von Unternehmen wird immer wieder die Relevanz ausgeprägter Soft Skills betont. Inwieweit sind Soft Skills auch gleichzeitig Benimmregeln und Etikette?</strong>

Soft Skills bezeichnen die so genannten menschlichen Faktoren, diejenigen Eigenschaften, die ein Mensch im Unternehmen zeigt, die nicht zu den leicht  messbaren Erfolgen zählen, also guter Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden. Das ist die „Sozialkompetenz“. Hohe Sozialkompetenz besitzt nur ein Mensch mit gutem Benehmen.

<strong>Was sind die wichtigsten Soft Skills beziehungsweise Benimm- und Ettiketteregeln für eine erfolgreiche Karriere?</strong>

Die wichtigste Regel für eine erfolgreiche Karriere ist hier erneut, wie schon oben gesagt, die Alterozentriertheit. Das „Sich-hinein-denken-Können“ in die Mitmenschen mit ihren Fragen, Problemen, Nöten, Ängsten und Schwächen und Stärken. Und dann die vornehme, freundliche, trotzdem natürlich zielorientierte Behandlung, Führung und Motivation dieser Menschen. Das ist eine hohe Kunst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner21.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner" title="Stilcoach Uwe Fenner" width="488" height="600" class="alignnone size-full wp-image-501" /><br/><br />
Stilcoach Uwe Fenner spricht im zweiten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog über die Bedeutung von Manieren in der Geschäftswelt, das angemesse Business-Outfit und gibt ein Plädoyer pro Benimmregeln.<br/></p>
<p><strong>Herr Fenner, Sie sind nicht nur Stilcoach sondern auch seit vielen Jahren als Personal- und Unternehmensberater tätig. Wie viele Karrieren haben Sie schon wegen mangelhaften Benehmens scheitern sehen?</strong></p>
<p>Eine genaue Zahl kann ich Innen nicht nennen. Aber viele Karrieren scheitern daran, dass der Betroffene mehr versprochen hat, als er zu halten vermochte. Wenn er zusätzlich noch ruppig war und seine Vorgesetzten nicht höflich behandelt hat, dann ist’s schnell zu Ende auf der Karriereleiter.</p>
<p><strong>In Stellenangeboten von Unternehmen wird immer wieder die Relevanz ausgeprägter Soft Skills betont. Inwieweit sind Soft Skills auch gleichzeitig Benimmregeln und Etikette?</strong></p>
<p>Soft Skills bezeichnen die so genannten menschlichen Faktoren, diejenigen Eigenschaften, die ein Mensch im Unternehmen zeigt, die nicht zu den leicht  messbaren Erfolgen zählen, also guter Umgang mit Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden. Das ist die „Sozialkompetenz“. Hohe Sozialkompetenz besitzt nur ein Mensch mit gutem Benehmen.</p>
<p><strong>Was sind die wichtigsten Soft Skills beziehungsweise Benimm- und Ettiketteregeln für eine erfolgreiche Karriere?</strong></p>
<p>Die wichtigste Regel für eine erfolgreiche Karriere ist hier erneut, wie schon oben gesagt, die Alterozentriertheit. Das „Sich-hinein-denken-Können“ in die Mitmenschen mit ihren Fragen, Problemen, Nöten, Ängsten und Schwächen und Stärken. Und dann die vornehme, freundliche, trotzdem natürlich zielorientierte Behandlung, Führung und Motivation dieser Menschen. Das ist eine hohe Kunst.</p>
<p><strong>Gemeinsam mit dem Institut für Stil und Etikette geben auch Seminare für Benimm- und Business-Kleidungsregeln. Wer sind ihre Besucher?</strong></p>
<p>Ich gebe überwiegend Seminare für Unternehmen und ähnliche Institutionen, zum Beispiel auch an Hochschulen und anderen Weiterbildungsinstituten oder auf Messen. Dann kommen, wie auch bei meinen Publikumsseminaren, zu denen sich jedermann anmelden kann, 60 Prozent Frauen und 90 Prozent Menschen, die sich in „Weiße-Kragen-Berufen“ befinden und die Karriereleiter aufsteigen wollen. Sie sind teils Angestellte, zum Beispiel in Banken oder großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Anwaltskanzleien oder Selbständige, die sich gesellschaftlich perfektionieren wollen. Die meisten Teilnehmer sind dabei keineswegs völlig ahnungslos in Sachen Stil &#038; Etikette. Aber es gibt niemals einen, der das schon alles weiß und kennt.</p>
<p><strong>Welche dieser Veranstaltungen haben den größten Zulauf?</strong></p>
<p>Bei den Publikumsveranstaltungen, die mein <a href="http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/">Institut für Stil und Etikette</a> zum Teil selbst produziert und zum Teil aber auch in Kooperationen mit Partnern veranstaltet, dominiert der Klassiker: Das Viereinhalb-Stunden-Seminar „Guter Stil und Etikette“, das auch ein Drei-Gänge-Menü mit einschließt.</p>
<p><strong>Wie erklären Sie sich den hohen Zulauf beziehungsweise den Nachholbedarf?</strong></p>
<p>Menschen, die ein positives Image ausstrahlen wollen, die Karriere machen und in der Gesellschaft respektiert werden möchten, wollen heute nicht mehr so abgerissen rumlaufen, wie ihre Eltern, auch nicht so unappetitlich essen. Sie wollen „alles richtig machen“. Diese meist jüngeren Zeitgenossen gehen mit diesem Thema auch leidenschaftslos um. Während Angehörige meiner Generation sich teilweise zu Unrecht schämen, in eines meiner Seminare zu gehen, sehen die Jüngeren das einfacher: Ihnen ist bewisst, wenn ihnen diese Kenntnisse  fehlen. Sie sagen sich, „in Mathematik habe ich eine Zwei gehabt, in Sport eine Eins, aber Stil und Etikette gab’s weder in der Schule noch an der Uni. Also muss ich da hin.“ Meine Seminare sind für den Umgang mit Menschen das, was für den Körper das Sportstudio ist!</p>
<p><strong>Kommen wir zu Mode und dem klassichen Business-Outfitt hochrangiger Personen. Wie sieht das aus?</strong></p>
<p>Es ist nicht vorrangig eine Modefrage. Der Topmanager trägt im internationalen Geschäftsleben einen durchgehenden dunklen Business-<a href="http://www.gentleman-blog.de/category/anzuege/">Anzug</a>, zwei- oder dreiteilig, dunkelgrau oder dunkelblau, vielfach sogar schwarz, was ein bisschen einfallslos ist. Der sehr offizielle Business-Anzug hat allenfalls das klassische Nadelstreifenmuster, und dieses auch nur, wenn er dunkelblau ist, oder er  ist ungemustert. Der <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/03/anzug/">Anzug</a> ist ein- oder zweireihig. Das Hemd dazu besitzt Doppelmanschetten, die mit goldenen oder silbernen Manschettenknöpfen, am besten solchen mit kleinen Gapouchons (ovalen Halbedelsteinen), niemals mit Brillianten oder Diamanten besetzt sind, ist weiß oder pastellfarben oder blau-weiß bzw. rot-weiß gestreift, die Strümpfe reichen bis zu den Knien und sind mindestens so dunkel wie der Anzug, besser eine Nuance dunkler, die Schuhe sind oben und unten aus Leder und sind schwarz.</p>
<p><strong>Bei welchen Anlässen sind und bleiben Anzug, Schlips und edle <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/herrenschuhe/">Herrenschuhe</a> für Männer ein ungeschriebenes Gesetz?</strong></p>
<p>Ich denke als Business-Outfit sind Anzüge etc. in Geschäftstätigkeiten im Umfeld von Banken und internationalen Anwaltskanzleien und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sowie von Unternehmensberatungen sowie auch in den Top-Etagen großer Unternehmen selbst Pflicht. Das gilt insbesondere für den internationalen Geschäftsverkehr. Außerdem nutzen Gastgeber und Teilnehmer von Events, zu denen als Teilnehmer Businesspeople, Politiker und/oder Wissenschaftler erwartet werden, diese offizielle Businesskleidung. Ebenfalls gehört sie zu allen geschäftlichen Dinner- oder Cocktailpartys. Als festliche Kleidung gehören Anzug und Schlips zum korrekten Outfit in der Oper, in Konzerten, zu offiziellen Abendessen, zu welchen keine Abendgarderobe  wie Frack oder Smoking vorgeschrieben ist, zu offiziellen Empfängen und zu Hochzeiten in der Kirche.</p>
<p><strong>Und für weniger offizielle Anlässe?</strong></p>
<p>Es gibt natürlich auch weniger offizielle Kleidung im Business, die sehr schön und sehr passend sein kann und die auch in anderen Berufen bzw. Unternehmungen üblich und angebracht ist. Für tagsüber beispielsweise die klassische Kombination aus einer eher braun-gemusterten Tweedjacke und einer mittelgrauen Hose, zu welcher durchaus braune Schuhe getragen werden.</p>
<p><strong>Wie sieht das Business-Outfit für Damen aus?</strong></p>
<p>Die Damen tragen entsprechendes Outfit mit Kostümen und Hosenanzügen. Sie können aber genau so gut auch Kleider tragen. Für Damen gibt es eigentlich keine genauen Muss-Vorschriften, eher Don´ts, wie zum Beispiel im Büro Spagettiträger und Sandalen zu tragen. Sandalen sind für die Herren übrigens genauso ein Tabu.</p>
<p><strong>Gibt es in Sachen legerer Kleidung so etwas wie eine Altersgrenze?</strong></p>
<p>Das kann man so nicht sagen. Für Jeans jedenfalls gibt es eher eine Figur-Grenze. Jeansträger müssen schlank sein, sonst sollten sie es lassen. Das gilt auch besonders für Damen.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt: Wie lautet ihr Plädoyer pro Benimmregeln?</strong></p>
<p>Ob gutes Benehmen materielle Vorteile bringt, weiß ich nicht hundertprozentig mit Ja zu beantworten. Zumindest können guter Stil und Etikette nicht schaden. Dass gutes Benehmen aber immaterielle Vorteile, vor allem Imagevorteile bringt, weiß ich sicher. Und da ein gutes Image häufig auch zu persönlichen und beruflichen Erfolgen führt, ist es dann doch häufig mit auch materiellen Erfolgen verbunden. Vor allem aber: Man selber fühlt sich einfach viel wohler, wenn man anderen Menschen den Vortritt lässt, die Tür aufhält, und ihnen einen gesitteten Anblick beim Essen bietet. Das ist allemal ein Grund, Benimmregeln ernst zu nehmen. Nur eines sollte man beachten: Man soll sie mit einer gewissen Mischung aus Lässigkeit und Noblesse anwenden, nicht verkrampft und überkorrekt. Man soll den mittleren Knopf des Jacketts im Stehen und beim Gehen zugeknöpft haben, aber wenn im Eifer des Aufstehens mal die Zeit nicht reicht, sich vor dem Handschlag noch schnell zuzuknöpfen,&#8230;was soll’s? Aber danach muss man es dann tun, wenn man stehen bleibt. </p>
<p>Lesen Sie auch den <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/10/23/interview-stilcoach-uwe-fenner/">ersten Teil des Interviews mit Uwe Fenner</a> über Benimmregeln un den Manierenverfall der &#8220;Achtundsechziger&#8221;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Stilcoach Uwe Fenner (1): &#8220;Benimmregeln erleichtern das alltägliche Zusammenleben&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/10/23/interview-stilcoach-uwe-fenner/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/10/23/interview-stilcoach-uwe-fenner/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 23 Oct 2009 18:24:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gentleman-blog.de/?p=467</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner1.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" title="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="600" class="alignnone size-full wp-image-483" /><br/>
Stilcoach und Buchautor <a href="http://www.uwefenner.de/">Uwe Fenner</a> spricht im Interview mit dem Gentleman-Blog über die Manierenverfall der "Achtundsechziger", den tieferen moralischen Sinn von Benimmregeln und erklärt, wer bei einem Date von Mann und Frau die Rechnung zahlen sollte.
<strong>
Herr Fenner, die ersten Worte Ihres Buches „<a href="http://www.amazon.de/Erfolgreich-mit-Stil-Knigge-Lebenslagen/dp/370930251X">Erfolgreich mit Stil</a>“ lauten „Benimm ist in“. Waren Benimmregeln denn jemals „out“?</strong>

Oh ja, die Generation der „Achtundsechziger“ hat Benimm nicht nur abgelehnt, sondern geradezu als „spätbürgerlich und spießig“ verdammt. Nur wenige selbstbewusste und kultivierte Familien haben in den Zeiten zwischen 1970 und 1990 ihre Kinder überhaupt erzogen. Heute schlägt das Bewusstsein um  -  zum Glück: Denn zu einem guten Inhalt gehört immer auch eine gute Form, wie der Bilderrahmen zum Gemälde.

<strong>Geschmack und guter Stil war früher eine Art Luxusgut, das nur einer kleinen Gruppe vorbehalten war. Wann kamen Benimmregeln für weite Teile der Gesellschaft in Mode?</strong>

Für den guten Geschmack mag das zutreffen. Das ordentliche höfliche Benehmen hingegen wurde auch in einfachsten Verhältnissen hoch gehalten. Schon immer hat die Elite ihre Gepflogenheiten an andere Teile der Gesellschaft weitergegeben. Es sind ja im Grunde nur Regeln. Mit der Weitergabe dieser Regeln haben wirklich erst die Achtundsechziger aufgehört.

<strong>Sind die Benimm- und Kniggeregeln zeitlos, oder verändern sich diese im Zeitverlauf zum Teil auch?</strong>

Die zeitlose Generalklausel lautet: „Gutes Benehmen ist „alterozentriert“. Das heißt man genießt nicht allein seinen eigenen Vorteil, was einer „egozentriert“ entspricht, sondern sieht zu, dass dem anderen mein Verhalten gefällt. Der Franzose sagt: „Gutes Benehmen, das ist après vous  -  nach Ihnen“. Das sagt eigentlich alles. Da hat sich im Generellen nichts geändert. Nur ein paar früher artige Gepflogenheiten haben sich durch Veränderung der Lebensumstände geändert. Zum Beispiel macht man, seit sich das Telefon durchgesetzt hat, keinen unangemeldeten Höflichkeitsbesuch mehr, wie er früher üblich war.

<strong>Benimmregeln gelten aber nicht nur, um anderen zu Gefallen, oder Stil und Etikette ihrer selbst Willen zu wahren.</strong>

Richtig. Der tiefe Sinn von Benimmregeln ist es, das alltägliche Zusammenleben zu erleichtern! Wenn ich den anderen Menschen durch meine Höflichkeit Freude mache, erleichtert das den Umgang miteinander. Wenn ich mich in die Wünsche anderer Menschen hineindenke, kommt es weniger zu Kollisionen und seltener zu Missverständnissen. Wenn ich den anderen durch Höflichkeitsgesten ehre, verbessere ich damit automatisch die Stimmung. Nur wenn derlei Gesten nicht verstanden und nicht erwidert werden, oder diese von meinen Mitmenschen vielleicht sogar zu ihrem eigenen Nutzen ausgenutzt werden, dann kann’s auch schon mal krachen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner1.jpg" alt="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" title="Stilcoach Uwe Fenner im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="600" class="alignnone size-full wp-image-483" /><br/><br />
Stilcoach und Buchautor <a href="http://www.uwefenner.de/">Uwe Fenner</a> spricht im Interview mit dem Gentleman-Blog über die Manierenverfall der &#8220;Achtundsechziger&#8221;, den tieferen moralischen Sinn von Benimmregeln und erklärt, wer bei einem Date von Mann und Frau die Rechnung zahlen sollte.<br />
<strong><br />
Herr Fenner, die ersten Worte Ihres Buches „<a href="http://www.amazon.de/Erfolgreich-mit-Stil-Knigge-Lebenslagen/dp/370930251X">Erfolgreich mit Stil</a>“ lauten „Benimm ist in“. Waren Benimmregeln denn jemals „out“?</strong></p>
<p>Oh ja, die Generation der „Achtundsechziger“ hat Benimm nicht nur abgelehnt, sondern geradezu als „spätbürgerlich und spießig“ verdammt. Nur wenige selbstbewusste und kultivierte Familien haben in den Zeiten zwischen 1970 und 1990 ihre Kinder überhaupt erzogen. Heute schlägt das Bewusstsein um  &#8211;  zum Glück: Denn zu einem guten Inhalt gehört immer auch eine gute Form, wie der Bilderrahmen zum Gemälde.</p>
<p><strong>Geschmack und guter Stil war früher eine Art Luxusgut, das nur einer kleinen Gruppe vorbehalten war. Wann kamen Benimmregeln für weite Teile der Gesellschaft in Mode?</strong></p>
<p>Für den guten Geschmack mag das zutreffen. Das ordentliche höfliche Benehmen hingegen wurde auch in einfachsten Verhältnissen hoch gehalten. Schon immer hat die Elite ihre Gepflogenheiten an andere Teile der Gesellschaft weitergegeben. Es sind ja im Grunde nur Regeln. Mit der Weitergabe dieser Regeln haben wirklich erst die Achtundsechziger aufgehört.</p>
<p><strong>Sind die Benimm- und Kniggeregeln zeitlos, oder verändern sich diese im Zeitverlauf zum Teil auch?</strong></p>
<p>Die zeitlose Generalklausel lautet: „Gutes Benehmen ist „alterozentriert“. Das heißt man genießt nicht allein seinen eigenen Vorteil, was einer „egozentriert“ entspricht, sondern sieht zu, dass dem anderen mein Verhalten gefällt. Der Franzose sagt: „Gutes Benehmen, das ist après vous  &#8211;  nach Ihnen“. Das sagt eigentlich alles. Da hat sich im Generellen nichts geändert. Nur ein paar früher artige Gepflogenheiten haben sich durch Veränderung der Lebensumstände geändert. Zum Beispiel macht man, seit sich das Telefon durchgesetzt hat, keinen unangemeldeten Höflichkeitsbesuch mehr, wie er früher üblich war.</p>
<p><strong>Benimmregeln gelten aber nicht nur, um anderen zu Gefallen, oder Stil und Etikette ihrer selbst Willen zu wahren.</strong></p>
<p>Richtig. Der tiefe Sinn von Benimmregeln ist es, das alltägliche Zusammenleben zu erleichtern! Wenn ich den anderen Menschen durch meine Höflichkeit Freude mache, erleichtert das den Umgang miteinander. Wenn ich mich in die Wünsche anderer Menschen hineindenke, kommt es weniger zu Kollisionen und seltener zu Missverständnissen. Wenn ich den anderen durch Höflichkeitsgesten ehre, verbessere ich damit automatisch die Stimmung. Nur wenn derlei Gesten nicht verstanden und nicht erwidert werden, oder diese von meinen Mitmenschen vielleicht sogar zu ihrem eigenen Nutzen ausgenutzt werden, dann kann’s auch schon mal krachen.</p>
<p><strong>Welche grundlegenden Verhaltensregeln sollte sich jedermann für sein Alltagsleben aneignen?</strong></p>
<p>Andere Menschen nicht durch unangenehme Geräusche, üble Gerüche, dumme Redensarten, peinliche Bewegungen oder einen visuell grässlichen Auftritt zu bepeinlichen. Und vor allem ehrlich sein. Das Ehrlichkeitsgebot findet nur da seine Grenzen, wo man den anderen mit Ehrlichkeit beleidigen würde. Man sagt zum Beispiel nicht &#8216;Sie sehen heute aber wieder fürchterlich aus&#8217;. Eine weitere Verhaltensregel lautet, dem anderen zuhören, ihn aussprechen lassen und ihn niemals unterbrechen. Des Weiteren gilt: Sich nicht vordrängeln, nicht mit vollem Mund sprechen und auch nicht beim Essen mit dem Besteck gestikulieren, den anderen Menschen durch freundliches Grüßen ehren, Aufstehen, wenn der andere steht oder sich zum Grüßen nähert. Eine weitere Grundregel lautet, keine Vorteile in Anspruch zu nehmen, die man sich erschlichen hat oder die einem nicht zustehen. Gutes Benehmen hat immer auch eine höchst moralische Dimension.</p>
<p><strong>Viele Knigge-Regeln drehen sich rund um Tischmanieren beim Essen. Nennen Sie uns bitte die wichtigsten Grundregeln.</strong></p>
<p>Neben dem &#8220;nicht mit vollen Mund sprechen&#8221; und dem mit dem &#8220;nicht Besteck gestikulieren&#8221; gilt ferner: Mit dem Essensbeginn warten, bis alle anfangen können. Niemals mit dem Ellenbogen den Tisch berühren. Und die gegebenenfalls nicht benutzte Hand liegt genau bis zum Knöchel auf dem Tisch.</p>
<p><strong>In welchen Ausnahmefällen ist es gestattet mit den Händen statt mit Besteck zu essen?</strong></p>
<p>Im Bierzelt oder wenn es Fingerschalen zum Waschen der Finger an jedem Platz gibt.<br />
<strong><br />
Woran sollte ein Mann beim Date im Restaurant mit einer Frau seine Entscheidung festmachen, ob er die Rechnung zahlt oder nicht?</strong></p>
<p>Wenn es sich um eine Frau handelt, die  wie der Mann im Berufsleben steht und Geld verdient, sollten sich die beiden darum streiten, wer bezahlen darf. Der „Unterlegene“ in diesem Streit verspricht, das nächste Mal zu zahlen, und tut es auch! Nur wenn der Unterschied in puncto Finanzen sehr groß ist, darf sich der Geringerverdiener öfter einladen lassen  &#8211;  egal, ob Mann oder Frau.</p>
<p> mit<strong>Lesen Sie auch den <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/11/02/interview-stilcoach-uwe-fenner-karriere/">zweiten Teil des Interviews mit Uwe Fenner</a> über die Bedeutung von Benimm und Soft Skills im Berufsleben und das richtige Business-Outfit. </strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Stilpapst Bernhard Roetzel im Interview (2): &#8220;Ein Gentleman muss Persönlichkeit haben&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/10/01/stilpapst-bernhard-roetzel-gentleman-personlichkeit/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/10/01/stilpapst-bernhard-roetzel-gentleman-personlichkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 09:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst1.jpg" alt="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" title="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-385" /><br/>
Im zweiten Teil des Interviews mit „Stilpapst“ Bernhard Rötzel spricht der Buchautor über die Coolness und die Umgangsformen eines Gentlemans, über seine Vorbilder und gesteht, selbst nicht in allen Lebenslagen ein Gentleman zu sein. 

<strong>Die Bezeichnung Gentleman klingt recht elitär. Wie „cool“ darf oder muss ein Gentleman sein?</strong>

BR: Es kommt drauf an, wie man cool definiert. Wenn man Phileas Fogg (Jules Vernes Romanfigur aus „In 80 Tagen um die Welt“, Anm. d. Red.) als „cool“ bezeichnen will, dann ist der Gentleman ganz bestimmt „cool“. Cool im Sinne von blasiert, hat dagegen nichts mit Gentleman zu tun. 

<strong>Was unterscheidet einen Gentleman von einem Kavalier?</strong>

BR: Ein Gentleman ist immer auch Kavalier. Wobei Kavalier vom Wortstamm aus lateinischen Sprachraum stammt, insofern schwingt da immer etwas von Schürzenjäger und Schmeichler mit, was der Gentleman nicht ist.  

<strong>Mit welchen Mode-Grundregeln für ihr Auftreten können Männer sich die Bezeichnung „gentlemanlike“ verdienen.</strong>

BR: Man muss einfach immer nur passend zur Situation erscheinen und jede Art von Kleidung mit der gleichen Selbstverständlichkeit tragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst1.jpg" alt="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" title="Stilpapst Bernhard Rötzel im Interview mit dem Gentleman-Blog" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-385" /><br/><br />
Im zweiten Teil des Interviews mit <a href="http://www.bernhardroetzel.de/">„Stilpapst“ Bernhard Rötzel</a> spricht der Buchautor über die Coolness und die Umgangsformen eines Gentlemans, über seine Vorbilder und gesteht, selbst nicht in allen Lebenslagen ein Gentleman zu sein. </p>
<p><strong>Die Bezeichnung <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a> klingt recht elitär. Wie „cool“ darf oder muss ein Gentleman sein?</strong></p>
<p>BR: Es kommt drauf an, wie man cool definiert. Wenn man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reise_um_die_Erde_in_80_Tagen">Phileas Fogg</a> (Jules Vernes Romanfigur aus „In 80 Tagen um die Welt“, Anm. d. Red.) als „cool“ bezeichnen will, dann ist der Gentleman ganz bestimmt „cool“. Cool im Sinne von blasiert, hat dagegen nichts mit Gentleman zu tun. </p>
<p><strong>Was unterscheidet einen Gentleman von einem Kavalier?</strong></p>
<p>BR: Ein Gentleman ist immer auch Kavalier. Wobei Kavalier vom Wortstamm aus lateinischen Sprachraum stammt, insofern schwingt da immer etwas von Schürzenjäger und Schmeichler mit, was der Gentleman nicht ist.  </p>
<p><strong>Mit welchen Mode-Grundregeln für ihr Auftreten können Männer sich die Bezeichnung „gentlemanlike“ verdienen.</strong></p>
<p>BR: Man muss einfach immer nur passend zur Situation erscheinen und jede Art von Kleidung mit der gleichen Selbstverständlichkeit tragen.</p>
<p><strong>Wenn es um Mode und <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/accessoires/">Accessoires</a> geht, haben Frauen einen deutlich breiten Spielraum als Männer. Womit können Männer über <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/schuhe/">Schuhe</a>, <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/03/anzug/">Anzug</a> und Hemd hinaus Stil und Individualität beweisen?</strong></p>
<p>BR: Mit Ihrer Persönlichkeit. Man muss überraschen und die Leute zum Lachen bringen können. Und vielleicht mit farbigen Strümpfen. </p>
<p><strong>Zur Persönlichkeit zählen auch die gelebten Umgangsformen. Welche Umgangsformen zeichnen einen Gentleman aus</strong>? </p>
<p>BR: Ein Gentleman muss sich benehmen können. Darunter verstehe ich, dass er jedem Menschen das Gefühl geben kann, dass er wichtig und wertvoll ist. Jesus Christus war ein Gentleman, ihm sollten wir alle nachstreben.</p>
<p><strong>Wie lautet die Grundregel in Hinblick auf Anstand und Umgangsformen.</strong></p>
<p>BR: Ganz einfach: Was Du nicht willst, das man dir tut, das füg´ auch keinem anderen zu. Das gilt immer und überall. </p>
<p><strong>Wer sind Ihre Vorbilder, wenn es um Mode und Umgangsformen geht?</strong></p>
<p>BR: Die Figur des Siegried Farnon aus der Serie „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/All_Creatures_Great_and_Small">All Creatures Great And Small</a>“ beziehungsweise seine Ausstattung hat mich außerordentlich stark beeinflusst. Außerdem ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prinz_Charles">Prince Charles</a> eine große Inspiration für mich.</p>
<p><strong>Verraten Sie uns zum Schluss bitte noch, in welchen Situationen Sie selbst alles andere als ein Gentleman sind.</strong></p>
<p>BR: Ich war natürlich in zahllosen Momenten meines Lebens kein Gentleman, und es wird mir auch in Zukunft immer wieder misslingen. Aber ich versuche jeden Tag, ein besserer Mensch zu werden. Ob es mir gelingt, sei dahingestellt. Allerdings darf ich wohl sagen, dass ich die kleinen Dinge des guten Umgangs mit Menschen stets beachte, also zum Beispiel Tür für andere Leute aufhalten etwas aufheben, wenn jemandem etwas herunterfällt, Hilfsbereitschaft zeigen und Gastfreundschaft.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch Teil 1 des Interviews mit <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/20/stilpapst-bernhard-roetzel-interview-mode/">Bernhard Roetzel: &#8220;Gute Schuhe sehr wichtig für den Gentleman-Look”</a> </strong></p>
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		<title>Stilpapst Bernhard Roetzel im Interview (1): &#8220;Gute Schuhe sehr wichtig für den Gentleman-Look&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/09/20/stilpapst-bernhard-roetzel-interview-mode/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/09/20/stilpapst-bernhard-roetzel-interview-mode/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 12:06:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst2.JPG" alt="Stilpapst Bernhard Roetzel" title="Stilpapst Bernhard Roetzel" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-322" /><br/>
 <a href="http://www.bernhardroetzel.de/">Bernhard Roetzel</a> ist Autor diverser Bücher über elegante Herrenmode und gibt Seminare über Kleidung und die richtigen Umgangsformen. Im ersten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog verrät er, wie er zu seinem Beinamen „Stilpapst“ kam, woraus die Grundausstattung eines Gentleman besteht, und was sein modisches Lieblingsaccessoires ist. 

<strong>Herr Roetzel, Sie gelten und bezeichnen sich selbst als „Stilpapst“. Wer hat Ihnen diesen Beinamen verpasst und wie kam es dazu?</strong>

BR: Der Titel kam im Freundeskreis auf, natürlich als Spaß. Ich habe die Bezeichnung dann häufiger selbstironisch verwendet und jetzt ist sie fast offiziell. Wobei ich natürlich nicht die Gefühle von Katholiken verletzten möchte. 

<strong>Amüsiert sich ein Stilpapst gelegentlich über die Kleidung anderer Männer, oder verdreht es Ihnen vielmehr den Magen, wenn Sie Männer in kurzen Hosen, ausgetretenen Sandalen und weißen Tennis-Socken sehen?</strong>

BR: Ich beobachte das alles, es betrifft mich persönlich aber genauso wenig, wie ein Arzt von einer Krankengeschichte betroffen ist, über die er im Fernsehen hört. Ich habe überdies wenig missionarischen Eifer in Modedingen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/stilpapst2.JPG" alt="Stilpapst Bernhard Roetzel" title="Stilpapst Bernhard Roetzel" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-322" /> <br/><br />
<a href="http://www.bernhardroetzel.de/">Bernhard Roetzel</a> ist Autor diverser Bücher über elegante Herrenmode und gibt Seminare über Kleidung und die richtigen Umgangsformen. Im ersten Teil des Interviews mit dem <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog verrät er, wie er zu seinem Beinamen „Stilpapst“ kam, woraus die Grundausstattung eines Gentleman besteht, und was sein modisches Lieblingsaccessoires ist. </p>
<p><strong>Herr Roetzel, Sie gelten und bezeichnen sich selbst als „Stilpapst“. Wer hat Ihnen diesen Beinamen verpasst und wie kam es dazu?</strong></p>
<p>BR: Der Titel kam im Freundeskreis auf, natürlich als Spaß. Ich habe die Bezeichnung dann häufiger selbstironisch verwendet und jetzt ist sie fast offiziell. Wobei ich natürlich nicht die Gefühle von Katholiken verletzten möchte. </p>
<p><strong>Amüsiert sich ein Stilpapst gelegentlich über die Kleidung anderer Männer, oder verdreht es Ihnen vielmehr den Magen, wenn Sie Männer in kurzen Hosen, ausgetretenen Sandalen und weißen Tennis-Socken sehen?</strong></p>
<p>BR: Ich beobachte das alles, es betrifft mich persönlich aber genauso wenig, wie ein Arzt von einer Krankengeschichte betroffen ist, über die er im Fernsehen hört. Ich habe überdies wenig missionarischen Eifer in Modedingen.</p>
<p><strong>Dennoch haben Sie über Mode Ihr weltbekanntes Buch „<a href="http://www.amazon.de/Gentleman-Handbuch-klassischen-Herrenmode/dp/3833152699">Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode</a>“ geschrieben. Es wurde mittlerweile in 18 Sprachen übersetzt. Haben Sie insgeheim mit diesem Erfolg gerechnet, und wie erklären Sie sich den großen Erfolg? </strong></p>
<p>BR: Den Erfolg habe ich beim Erscheinen des Buchs 1999 weder erwartet noch erhofft. Als der Erfolg sich dann abzeichnete, habe ich mich natürlich sehr gefreut. Auch heute noch ist es ein tolles Gefühl, wenn ich E-Mails von Lesern aus allen Weltteilen bekomme. Den Erfolg zu erklären, ist schwer, vor allem für den Autor des Buchs. Vielleicht liegt es an der Mischung aus Detailreichtum, humorvoll-ironischem Schreibstil und spürbarer Begeisterung des Verfassers.</p>
<p><strong>Stand Ihr Buchtitel „Gentleman. Handbuch der klassischen Herrenmode“ von Anfang an fest? </strong></p>
<p>Ganz und gar nicht. Er entstand im Verlag, zunächst mehr ironisch &#8211; wie mein Titel „Stilpapst“ -, dann wurde es ernst. Ich war zuerst sehr skeptisch. Aber da lag ich mit meiner Einschätzung daneben.</p>
<p><strong>Sie sind nicht nur Autor, sondern Sie halten auch spezielle <a href="http://www.bernhardroetzel.de/de/html/live.htm">Seminare zu Kleidung und Dresscode</a>. Was kann man(n) da lernen?</strong></p>
<p>BR: Es gibt ja das Goethe-Wort „Man sieht nur, was man weiß“. Bei den Seminaren lernt man, was man sehen soll. Und ich erzähle natürlich spontan sehr viele Details und Anekdoten, die das Ganze dann sehr würzen.</p>
<p><strong>Welche Seminare werden am besten besucht?</strong></p>
<p>Das Seminar über die Grundlagen des klassischen Stils ist in verschiedenen Abwandlungen sehr beliebt. Ich habe es schon vor hunderten von Menschen gehalten, in Firmen und bei offenen Seminaren.</p>
<p><strong>Wie setzt sich die modische Grundausstattung eines Gentlemans zusammen?</strong></p>
<p>BR: Das hängt jeweils sehr stark von den Lebensumständen ab. Vielleicht ein dunkelblauer <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/03/anzug/">Anzug</a>, ein Sportsakko, ein Smoking, ein paar graue Hosen, zwei bis drei Paar <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/08/27/rahmengenaehte-schuhe">rahmengenähte Schuhe</a>, etwa 10 Hemden, einige Krawatten, Pullover, Bootsschuhe, Chinos sowie Kord- oder Moleskinhosen für die Freizeit, ein Covert-Coat, ein Trenchcoat und vielleicht eine Wachsjacke. </p>
<p><strong>Welche Rolle spielen die Schuhe?</strong></p>
<p>BR: Gute Schuhe sind natürlich sehr wichtig für den Gentleman-Look. Mit den falschen Schuhen gehören Sie nicht zum Club dazu. </p>
<p><strong>Raten Sie zu einem Maßanzug, sofern man über das nötige Kleingeld verfügt? </strong></p>
<p>BR: Ein Maßanzug von einem guten Schneider ist das Optimum. Man muss aber Sinn für Handarbeit und das Ritual haben, sonst ist es Geldverschwendung. Vor allem muss man genau wissen, was man will. Daran hapert es bei vielen Männern.</p>
<p><strong>Ein Gentleman zeichnet sich zu einem nicht unwesentlichen Teil durch seine Kleidung aus. Kann man auch ohne teure Garderobe ein vollwertiger Gentleman sein?</strong></p>
<p>BR: Sicher. Die Garderobe eines Gentlemans muss nicht zwangsläufig teuer sein. Wozu gibt es Ebay und Second-Hand-Läden? Und natürlich nackt im Bett. </p>
<p><strong>Und was ist Ihr persönliches Lieblings-<a href="http://www.gentleman-blog.de/category/accessoires/">Modeaccessoires</a>?</strong></p>
<p>BR: Ich mag auffällige Farbe an unerwarteter Stelle, zum Beispiel bei Strümpfen, Hosenträgern oder dem Futter von Anzügen. Wobei das natürlich eigentlich auch ein alter Hut ist. Aber es macht Spaß.</p>
<p><strong>Lesen Sie auch den zweiten Teil des Interviews mit Bernhard Roetzel &#8220;<a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/10/01/stilpapst-bernhard-roetzel-gentleman-personlichkeit/">Ein Gentleman muss Persönlichkeit haben</a>&#8220;.</strong></p>
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