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	<title>Gentleman &#187; Knigge &amp; Manieren</title>
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	<description>Die Renaissance des guten Stils ist all­gegenwärtig. Souveränität und Under­statement sind wahrhaft lebenswert und imponieren Frauen wie Männern gleicher­maßen. Der Gentleman Blog präsentiert diese anmutige und anziehende Welt des Stils, der Manieren und der Mode.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 30 Jul 2010 15:37:17 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Was machst du gerade &#8230;? &#8211; Kleine Facebook-Knigge</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/07/23/facebook-knigge/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 08:10:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/facebook-etikette.jpg" alt="" title="Facebook Etikette" width="488" height="333" class="alignnone size-full wp-image-1822" /><br /><br />
Noch in dieser Woche wird <a href="http://www.facebook.com/gentlemanblog">Facebook</a> nach nur sechs Jahren die unglaubliche Marke von 500 Mio. Nutzern durchbrechen. Eine halbe Milliarde Menschen hat sich dann im "Gesichtsbuch" verewigt. Wäre Facebook ein Land, würde es auf die Einwohner bezogen nach China und Indien das drittgrößte der Welt sein.

Ein kleiner Vergleich: Um 50 Mio. Nutzer zu erreichen, benötigte
...das Radio: 38 Jahre
...das Fernsehen: 13 Jahre
...das Internet: 4 Jahre
...der iPod: 3 Jahre
...Facebook: nach 9 Monaten über 200 Mio. !

Jeden Tag publizieren die Mitglieder rund 6 Milliarden Nachrichten und laden monatlich über 3 Milliarden Bilder auf die Plattform hoch. Sie sagen jetzt vielleicht, "das sind doch alles pickelige, pubertierende Jungs, die den ganzen Tag vor ihrem Computer hängen!". Dann darf ich Sie ein wenig korrigieren. Alleine in Deutschland liegt das Durchschnittsalter der Facebooknutzer bei knapp 40 Jahren. Die am schnellsten wachsende Gruppe sind 55-65-jährige Frauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/facebook-etikette.jpg" alt="" title="Facebook Etikette" width="488" height="333" class="alignnone size-full wp-image-1822" /></p>
<p>Noch in dieser Woche wird <a href="http://www.facebook.com/gentlemanblog">Facebook</a> nach nur sechs Jahren die unglaubliche Marke von 500 Mio. Nutzern durchbrechen. Eine halbe Milliarde Menschen hat sich dann im &#8220;Gesichtsbuch&#8221; verewigt. Wäre Facebook ein Land, würde es auf die Einwohner bezogen nach China und Indien das drittgrößte der Welt sein.</p>
<p>Ein kleiner Vergleich: Um 50 Mio. Nutzer zu erreichen, benötigte&#8230;<br />
&#8230;das Radio: 38 Jahre<br />
&#8230;das Fernsehen: 13 Jahre<br />
&#8230;das Internet: 4 Jahre<br />
&#8230;der iPod: 3 Jahre<br />
&#8230;Facebook: nach 9 Monaten über 200 Mio. !</p>
<p>Jeden Tag publizieren die Mitglieder rund 6 Milliarden Nachrichten und laden monatlich über 3 Milliarden Bilder auf die Plattform hoch. Sie sagen jetzt vielleicht, &#8220;das sind doch alles pickelige, pubertierende Jungs, die den ganzen Tag vor ihrem Computer hängen!&#8221;. Dann darf ich Sie ein wenig korrigieren. Alleine in Deutschland liegt das Durchschnittsalter der Facebooknutzer bei knapp 40 Jahren. Die am schnellsten wachsende Gruppe sind 55-65-jährige Frauen.</p>
<h3>
Warum machen die das?</h3>
<p>Die Gründe für ein eigenes Profil bei Facebook sind ebenso vielschichtig wie deren Inhaber. Es gibt jene, die nach alten Schulfreunden, Kommilitonen oder ehemaligen Arbeitskollegen suchen und den Kontakt aufleben lassen möchten. Einige wollen neue Bekanntschaften schließen oder gemeinsame Interessen austauschen. Wiederum andere leben ihren privaten und/oder beruflichen Alltag gerne in der Öffentlichkeit aus oder versorgen ihre Freunde (so werden die Menschen bei Facebook genannt, mit denen man digital verbunden ist) mit aktuellen Berichten, Fotos oder Videoclips.</p>
<p>Und es gibt natürlich Unternehmen, die den Weg des sozialen Miteinanders eingeschlagen haben und sich über Facebook eine wachsende und loyale &#8220;Fan&#8221;-Gruppe aufbauen.</p>
<p>Wenn man sich ein wenig von Freundesliste zu Freundesliste klickt und dabei die veröffentlichten Profile ansieht, wird man bei einigen den Wunsch hegen, mit diesen Menschen vernetzt zu sein. Bei anderen wird man eher mitleidig den Kopf schütteln und sich peinlich berührt denken: &#8220;Wie kann man denn so etwas veröffentlichen?&#8221;</p>
<p>Eines sollte man aber grundsätzlich anerkennen. Jeder dieser Menschen hat den Schritt in die (individuell zu beschränkende) Öffentlichkeit gewagt und eine Entscheidung getroffen, die nicht mehr reversibel ist. Denn: Google vergisst nie!</p>
<h3>Wie mache ich es denn nun richtig?</h3>
<p>Ob Sie bei Facebook &#8220;Gesicht zeigen&#8221; möchten oder nicht, ist alleine Ihre Entscheidung. Überlegen Sie es gut und lassen sich dabei nicht in die eine oder andere Richtung drängen. Schließlich ist es Ihr Leben und Sie alleine sind dafür verantwortlich.</p>
<p>Wenn Sie sich dazu entschließen, sich bei Facebook zu registrieren und ein eigenes Profil anzulegen, sollten Sie einige Punkte in Betracht ziehen.</p>
<h3>10 Umgangsformen für Facebook:</h3>
<ul>
<strong>Hören Sie zu.</strong></ul>
<p>Lesen Sie zunächst einmal, was andere so über sich preisgeben, wie sie sich präsentieren, wie und worüber sie sich unterhalten.</p>
<ul>
<strong>Hören Sie weiter zu.</strong></ul>
<p>Übereilen Sie nichts. Auch wenn Facebook täglich wächst, spielen einige Tage mehr oder weniger keine wirklich entscheidende Rolle für Ihren Auftritt.</p>
<ul>
<strong>Entwickeln Sie eine Strategie.</strong></ul>
<p>Auch wenn es sich nach einer unternehmerischen Marketingplanung anhört, geht es doch um Sie persönlich. Wofür möchten Sie Ihr Facebook-Profil nutzen? Möchten Sie sich nur mit bestehenden, &#8220;echten&#8221; Freunden vernetzen oder sind Sie auch an neuen Kontakten interessiert? Sie werden früher oder später Kontaktanfragen von Menschen erhalten, die Sie nicht oder nur über mehrere Ecken kennen.</p>
<ul>
<strong>Seien Sie konsequent.</strong></ul>
<p>Wenn Sie sich dafür entschieden haben, nur Menschen in Ihre Freundesliste aufzunehmen, mit denen Sie tatsächlich befreundet sind, belassen Sie es auch dabei. Beantworten Sie entsprechende Kontaktanfragen, zum Beispiel von Arbeitskollegen oder Geschäftspartnern höflich und wertschätzend und bieten Sie als Alternative zum Beispiel Ihr öffentliches Profil auf einem Kontaktnetzwerk wie <a href="http://www.linkedin.com/">LinkedIn</a> oder <a href="http://www.xing.com/">Xing</a> an.</p>
<ul>
<strong>Denken Sie vor dem Schreiben.</strong></ul>
<p>Was auch immer Sie in Ihrem Profil veröffentlichen, ist für die Ewigkeit. Angefangen vom Profilbild (Bikini oder Anzug?), über Ihren privaten Status (&#8220;Single&#8221;, &#8220;Es ist kompliziert&#8221;, &#8220;Auf der Suche nach &#8230;&#8221; etc.) bis zu Einträgen auf Ihrer Seite (&#8220;Heute total langweilig im Büro, surfe seit Stunden im Netz&#8221;, &#8220;Bin jetzt für drei Wochen im Urlaub in Australien&#8221;). Beachten Sie die möglichen Folgen, sowohl die negativen als auch die positiven.</p>
<ul>
<strong>Beteiligen Sie sich.</strong></ul>
<p>Wenn Sie möchten, dass sich andere für Sie interessieren, sollten Sie sich auch für andere interessieren. Lesen Sie die Einträge Ihrer Facebook-Freunde und wenn Ihnen etwas gefällt (und wenn Sie damit leben können, dass auch andere Nutzer es mitbekommen), zeigen Sie es ruhig durch mit dem &#8220;Gefällt mir&#8221;-Button. Kommentieren Sie Beiträge und beteiligen Sie sich an Diskussionen.</p>
<ul>
<strong>Netzwerken Sie.</strong></ul>
<p>Zum Netzwerken gehört nicht nur, eigene Inhalte zu veröffentlichen sondern auch auf andere interessante Beiträge und Quellen hinzuweisen. Wenn Ihr Ziel darin besteht, ein möglichst großes Netzwerk aufzubauen, kann es von Vorteil sein, regelmäßig andere, relevante oder interessante Inhalte zu referenzieren und damit für Ihre Facebook-Freunde zugänglich zu machen. Stets mit Angabe des Urhebers, versteht sich.</p>
<ul>
<strong>Was du nicht willst, was man dir tu&#8217; &#8230;</strong></ul>
<p>Kommunizieren Sie wertschätzend. Reagieren Sie auf Beiträge, mit deren Inhalt Sie nicht einverstanden sind, nicht sofort gekränkt oder eingeschnappt. Häufig ist es besser, eine gewisse Zeit verstreichen zu lassen, durchzuatmen und sich erst einmal mit anderen Dingen zu befassen. Wenn die ersten Emotionen ein wenig abgekühlt sind, sieht man die Situation oft entspannter und kann so reagieren, dass ein möglicher Konflikt nicht weiter eskaliert und in der Öffentlichkeit ausgetragen wird.</p>
<ul>
<strong>Bestellen Sie Ihr Feld alleine.</strong></ul>
<p>Sind Sie Farmer oder Aquarianer? Sehr beliebt auf Facebook sind so genannte Social Games. Digitale Spiele, während dessen Verlauf Bauernhöfe errichtet und betrieben oder Fische adoptiert, aufgezogen und gepflegt werden. Jede Aktion, sei es das Bestellen des virtuellen Feldes oder die Suche nach einem bestimmten Rohstoff, wird dabei im eigenen Profil veröffentlicht. Und damit auch auf der Startseite jedes vernetzten Freundes. Bei intensiver Beteiligung an einem solchen Spiel kann die veröffentlichte Aktivität für die digitalen Freunde schnell nervig werden und dazu führen, dass der engagierte Farmer &#8220;entfreundet&#8221; wird. Richten Sie für derartige Aktivitäten einfach ein zusätzliches Profil ein und quälen Sie niemanden mit ständigen Status-Nachrichten zu Ihrer Fischzucht.</p>
<ul>
<strong>Verkaufen Sie nicht.</strong></ul>
<p>Niemals. Wenn Sie der Meinung sind, Ihre aufgebaute Facebook-Gemeinde sei die ideale Zielgruppe für den Inhalt Ihrer beruflichen Beschäftigung, versuchen Sie bitte nie, über diese Plattform ebenso platt wie formlos etwas an den Mann oder an die Frau zu bringen. Auf diese Idee sind bereits etliche vor Ihnen gekommen und in der Regel ist das einzig messbare Ergebnis eine schlagartig schrumpfende Freundesliste. Und womit? Mit Recht.</p>
<p><a href="http://www.gentleman-blog.de/autoren"><br />
<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gastbeitrag-stiltrainer.png" alt="" title="Gastbeitrag von Stiltrainer Jan Schaumann" width="174" height="83" class="alignleft size-full wp-image-1832" /></a>Gastartikel von Jan Schaumann. Der <a href="http://www.stiltrainer.de">Stiltrainer</a> schreibt in seinem Kolumnen für den Gentleman-Blog über Umgangsformen, Stil und werteorientierte Kommunikation.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie ein Gentleman mit Niederlagen umgeht</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/07/15/umgang-mit-niederlagen/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2010/07/15/umgang-mit-niederlagen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 09:46:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gentleman-niederlage.jpg" alt="" title="Der richtige Umgang mit Niederlagen" width="488" height="350" class="alignnone size-full wp-image-1791" /><br /><br />

Egal wie gut man gekleidet und wie einflussreich die eigene Persönlichkeit auch sein mag: Auch ein echter Gentleman, muss ab und zu herbe Niederlagen einstecken. Niemand kann vorhersehen, ob man den Job verliert, das gewünschte Ziel doch nicht erreicht oder einen wichtigen Kunden verliert. Doch genau dort, wo andere vor Wut und Frust verzweifeln würden, zeigt der Gentleman sein wahres Wesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gentleman-niederlage.jpg" alt="" title="Der richtige Umgang mit Niederlagen" width="488" height="350" class="alignnone size-full wp-image-1791" /></p>
<p>Egal wie gut man gekleidet und wie einflussreich die eigene Persönlichkeit auch sein mag: Auch ein echter <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>, muss ab und zu herbe Niederlagen einstecken. Niemand kann vorhersehen, ob man den Job verliert, das gewünschte Ziel doch nicht erreicht oder einen wichtigen Kunden verliert. Doch genau dort, wo andere vor Wut und Frust verzweifeln würden, zeigt der Gentleman sein wahres Wesen.</p>
<h3>Niederlagen erlebt jeder</h3>
<p>Auch wenn man besonders hart für etwas gearbeitet hat, ist es möglich, dass es nach all der Anstrengung trotzdem nicht funktioniert. Vielleicht hat man etwas nicht richtig durchdacht, die Umstände haben sich geändert oder der Zufall kam dazwischen. Unabhängig davon, was die Gründe waren: Man muss lernen, richtig mit Niederlagen umzugehen. Die meisten Menschen neigen dazu, sich bei einer Niederlage aufzuregen und ihren Frust an Außenstehenden auszulassen: Vielleicht wird jemand unfreundlich behandelt, wegen Kleinigkeiten angebrüllt oder gar ignoriert. Der Gentleman geht bei Niederlagen jedoch anders vor.</p>
<h3>Überblick verschaffen und erst dann handeln</h3>
<p>Die Gründe von Niederlagen sind auf den ersten Blick häufig unverständlich. Es scheint, als ob alle anderen schuldig sind und man selbst das Opfer ist. Gentlemen nehmen sich deshalb Zeit, die aktuelle Situation genau und möglichst nüchtern zu betrachten. War die eigene Reaktion vielleicht doch zu direkt? Hätte man die Kollegen doch mehr einbeziehen sollen? War man selbst zu engagiert? Nur mit Ruhe und Gelassenheit kann man die Lage realistisch einschätzen und bewerten.</p>
<h3>Nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen</h3>
<p>Nachdem man die Lage objektiv betrachtet hat und sich herausstellt, dass man selbst für die Niederlage verantwortlich ist, versinken die einen in Selbstmitleid. Die anderen suchen, wie ein Gentleman, nach Verbesserungsmöglichkeiten: Worauf sollte ich in Zukunft besonders achten? Wie werde ich das Projekt beim nächsten Mal beginnen? Auch wenn die aktuelle Situation wirklich miserabel sein mag, kann man dennoch immer etwas daraus lernen und es in Zukunft besser machen.</p>
<h3>Frust empfinden und verstehen</h3>
<p>Falls der Gentleman nichts für die Niederlage kann, kommen auch bei ihm die Emotionen hoch. Wichtig ist dann, wie er damit umgeht. Es ist verständlich, dass man wütend ist und die Verantwortlichen zur Rede stellen möchte. Doch dieser Zustand sollte sich auch recht schnell wieder beruhigen. Es bringt nichts, seine Energie in Dinge zu investieren, an denen man ohnehin nichts ändern kann. Der Gentleman nutzt seine Energie nur für die Lösung eines Problems.</p>
<h3>Frust übertragen und nutzen</h3>
<p>Manche Emotionen kann man nicht so einfach mit purer Logik verarbeiten. Diese Energien sollte man aber auf andere Tätigkeiten übertragen. So kann man sich beispielsweise endlich wieder dem Sport widmen und eine Runde Laufen, Rad Fahren oder Schwimmen gehen. Andere fühlen sich vielleicht wohler mit Yoga, Autosuggestivem-Training oder Meditation und können so ihren Ärger verarbeiten. Wie schon <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud">Sigmund Freud</a> in „Das Unbehagen in der Kultur“ schrieb, kann auch Kunst oder Literatur unsere Triebe kompensieren und ausgleichen. Für welchen Ansatz man sich auch immer entscheiden mag. Eines haben alle Ansätze des Gentleman gemeinsam: Er kann selbst mit seinem Frust umgehen.</p>
<p></br></p>
<p><a href="http://www.gentleman-blog.de/autoren/"><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gastbeitrag-30tausend.png" alt="Gastbeitrag - 30tausend" title="Gastbeitrag - 30tausend" width="174" height="83" class="alignleft size-full wp-image-598" /></a> Diesen Beitrag haben die Macher von <a href="http://www.30tausend.de">30Tausend &#8211; Psychologie, Charisma, Karriere</a> verfasst. In ihren Gastartikeln zeigen sie Wege zum Erfolg auf und berichten dazu über allerlei interesssante Dinge aus dem Leben.  </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Business-Etikette &#8211; Was ist das und woher kommt sie?</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/07/10/business-etikette-ursprung/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2010/07/10/business-etikette-ursprung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 08:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/knigge-businessetikette.jpg" alt="" title="Der Ursprung der Business-Etikette" width="488" height="392" class="alignnone size-full wp-image-1782" /><br /><br />
Die Bezeichnung Business-Etikette hat sich durchgesetzt als Zusammenfassung aller Etikette-Regeln, die der Mensch - in der Regel derjenige, der in einem Büro seinen Arbeitsplatz hat - während seines beruflichen Einsatzes zu beachten hat. Ich finde den Ausdruck „Business-Etikette“ nicht gut. Denn es gibt keine „Gebrauchsetikette für das gesellschaftliche oder Zivilleben“ und demgegenüber Regeln für das menschliche Miteinander im Business. Richtig ist, dass man im Verhältnis zum Kunden und Geschäftspartner nicht wissen muss, wie man formvollendet einen Heiratsantrag stellen muss, aber muss man das überhaupt wissen? Die große Mehrzahl von Regeln über den Umgang von Menschen untereinander gelten doch im Business ebenso wie im Privatleben. Und so war es immer. 

<h3>Herrschaftshäuser Ursprungsorte der Benimmregeln</h3>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/knigge-businessetikette.jpg" alt="" title="Der Ursprung der Business-Etikette" width="488" height="392" class="alignnone size-full wp-image-1782" /></p>
<p>Die Bezeichnung Business-Etikette hat sich durchgesetzt als Zusammenfassung aller Etikette-Regeln, die der Mensch &#8211; in der Regel derjenige, der in einem Büro seinen Arbeitsplatz hat &#8211; während seines beruflichen Einsatzes zu beachten hat. Ich finde den Ausdruck „Business-Etikette“ nicht gut. Denn es gibt keine „Gebrauchsetikette für das gesellschaftliche oder Zivilleben“ und demgegenüber Regeln für das menschliche Miteinander im Business. Richtig ist, dass man im Verhältnis zum Kunden und Geschäftspartner nicht wissen muss, wie man formvollendet einen Heiratsantrag stellen muss, aber muss man das überhaupt wissen? Die große Mehrzahl von Regeln über den Umgang von Menschen untereinander gelten doch im Business ebenso wie im Privatleben. Und so war es immer. </p>
<h3>Herrschaftshäuser Ursprungsorte der Benimmregeln</h3>
<p>Benimmregeln kommen letztlich von den Höfen der Herrscherhäuser, vor allem vom spanischen Hof und vom absolutistischen Versaille. Das war aber Business in Reinkultur. Business von morgens bis abends. Das, was wir heute als „Privatleben“ bezeichnen, gab es damals überhaupt nicht. Der Hofbeamte, der mit seinen Hunderten von meist adeligen Kollegen in dem riesigen Schloss zusammen wohnte und arbeitete, hatte überhaupt kein Privatleben, wie wir das heute kennen. </p>
<p>Nach dem Motto, wenn ich nach Feierabend mit meinem Auto aus der Firmentiefgarage herausfahre, dann beginnt für mich die Freizeit. Gerade das sehr enge Zusammenleben auf diesem Schloss zwang zu einem klaren Verhaltenscodex, zu „Benimmregeln“. Diese galten natürlich von morgens bis nachts und umfassten sämtliche denkbaren Lebenssituationen, um das enge Zusammenleben erträglich zu machen. Eigentlich müsste man aus dieser Entstehungsgeschichte der guten Manieren heraus die gesamte Palette von Etiketteregeln deshalb als Business-Etikette bezeichnen.</p>
<h3>Etiketteregeln gleich Business-Etikette </h3>
<p>Die höfische Etikette hat sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte kaskadenartig heruntergebrochen und ist &#8211; freilich vielfach verwässert bzw. einfach auf die Lebensbedingungen der jeweiligen Gesellschaftsstrukturen angepasst &#8211; von fast allen Teilen und Kreisen der Bevölkerung in unterschiedlichen Ausprägungen übernommen worden. Die Regeln haben über all diese Zeiten den gesamten Lebensbereich der Menschen eingenommen, sofern sie die sich mit diesen Vorschriften identifizieren wollten oder mussten.</p>
<p>Das „Privatleben“ ist erst in den Zeiten entstanden, als man selbst in begüterten Familien keine ständigen Hilfskräfte, Diener, Stubenmädchen, Hausknechte, Chauffeure, Hausdamen und Dienstmädchen mehr um sich hatte und als man sich als Besuch bei anderen telefonisch anmelden konnte, so dass man nicht mehr immerzu und überall, auch zu Hause, fast „öffentlich“ war. Zwar war es dem Besuchten auch schon früher gestattet, einem zur üblichen Besuchszeit, etwa sonntags um 12 Uhr, erscheinenden Gast durch den Diener oder das Dienstmädchen ausrichten zu lassen, man möchte heute nicht empfangen (und dann galt der Besuch nach der Etikette als abgestattet). Aber in der Regel hielten sich Familien doch immer bereit, Gäste zu empfangen, und sie waren eben auch gegenüber den Bediensteten immer die „Herrschaften“, die nach Regeln, die die Bediensteten kannten und ebenfalls zu beachten hatten, lebten. </p>
<h3>Benimmregeln als Führungsinstrument</h3>
<p>Die Benimmregel war mithin auch eine Art Führungsinstrument für den heimischen Personalapparat. Die Dame des Hauses erklärte dem Diener und den jeweils zuständigen weiteren Angestellten, was bei welcher Gelegenheit dem Gast in welcher Form anzubieten ist. Zum Zehn-Minuten-Höflichkeitsbesuch genügte das Anbieten einer Zigarette, die natürlich von der Gnädigen Frau selber angeboten wurde. War der Besuch weniger offiziell,  gab es eine Tasse Tee. Die Tagesgarderobe war zu Hause der Hausrock, zum Sport ging der <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a> in Knickerbockers und abends natürlich Abendgarderobe. Das wusste der gut ausgebildete Kammerdiener und legte die entsprechenden Kleidungsstücke zurecht. Allein die hierarchische Haushaltsstruktur hielt die Regeln von <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/image/">Stil</a> und Etikette lebendig.</p>
<p>Auch beim Militär alter Prägung schloss die soldatische Ausbildung die Verhaltensregeln, den Benimmkodex mit ein. Strengstens war geregelt, wer wen wann zu grüßen und wie dieser Gruß erwidert zu werden hat. Wann wer mit dem Essen beginnt und wann er das Besteck auf den Teller zu legen hat. Nirgendwo waren Etiketteregeln so bis ins Kleinste festgelegt, wie beim Militär.</p>
<p>Ähnlich ist das heute im Business. Zuhause gibt es kaum noch solche Strukturen, vielleicht noch in wenigen Adels- und Industriellenhäusern oder an der Cote d’Azure. Aber im Business gibt es dafür Hierarchien, die denen, wie sie am Hofe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_XIV.">Ludwigs des XIV.</a> organisiert waren, ähneln. <br/><br/><br />
<a href="http://www.gentleman-blog.de/autoren"><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gastbeitrag-fenner.png" alt="" title="Institut für Stil und Etikette" width="174" height="83" class="alignleft size-full wp-image-1227" /></a></a>Gastartikel von Uwe Fenner, Leiter des <a href="http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/">Instituts für Stil und Etikette</a>. In seinen Beiträgen schreibt der Stilcoach und Buchautor über Knigge und Benimm in allen Lebenslagen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Höflichkeit muss von Herzen kommen</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/05/29/hoeflichkeit-knigge/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2010/05/29/hoeflichkeit-knigge/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 29 May 2010 06:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gentleman-blog.de/?p=1633</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/kniggeregeln-hoeflichkeit.jpg" alt="" title="Knigge - Höflichkeit" width="488" height="392" class="alignnone size-full wp-image-1638" /><br /><br />
Dass Fragen der Höflichkeit und des guten Benehmens in den vergangenen 30 Jahren so wenig beachtet wurden, oder häufig sogar auf Ablehnung und Spott stießen, hängt wohl mit dem Missbrauch der Höflichkeitsfloskeln zusammen, die man aus der sicher teilweise auch verlogenen Welt der „guten Gesellschaft“ von früher her kannte. In dieser Welt war es selbstverständlich, dass eine feiner Mann, der von einer Dame um einen Gefallen gebeten wurde, antwortete: „Mit dem allergrößten Vergnügen, gnädige Frau“, auch wenn er es innerlich ablehnte vor Zorn, weil er in dem Moment eigentlich etwas völlig anderes vorgehabt hatte, als jener alten Schrabnelle den Mantel zu holen. Diese Divergenz war es, die zu Recht als Unehrlichkeit entlarvt wurde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/kniggeregeln-hoeflichkeit.jpg" alt="" title="Knigge - Höflichkeit" width="488" height="392" class="alignnone size-full wp-image-1638" /></p>
<p>Dass Fragen der Höflichkeit und des guten Benehmens in den vergangenen 30 Jahren so wenig beachtet wurden, oder häufig sogar auf Ablehnung und Spott stießen, hängt wohl mit dem Missbrauch der Höflichkeitsfloskeln zusammen, die man aus der sicher teilweise auch verlogenen Welt der „guten Gesellschaft“ von früher her kannte. In dieser Welt war es selbstverständlich, dass ein feiner Mann, der von einer Dame um einen Gefallen gebeten wurde, antwortete: „Mit dem allergrößten Vergnügen, gnädige Frau“, auch wenn er es innerlich ablehnte vor Zorn, weil er in dem Moment eigentlich etwas völlig anderes vorgehabt hatte, als jener alten Schrabnelle den Mantel zu holen. Diese Divergenz war es, die zu Recht als Unehrlichkeit entlarvt wurde.</p>
<p>Dies kann jedoch auch ein bequemes Argument sein, um sich vor Höflichkeit und ungeliebten Hilfsdiensten zu drücken. Dabei sollte ein (junger) Mann es als Ehrenpflicht ansehen, einer Dame in den Mantel zu helfen – als eine sich glücklicherweise bietende Gelegenheit, einer Dame seine Aufmerksamkeit, seine Wertschätzung und sein gutes Benehmen zu zeigen. Doch eine Dame, die ihren Begleiter dazu auffordert, ihr den Mantel zu holen, ist meist keine Dame, denn Höflichkeiten werden – zumindest unter Gleichrangigen – niemals eingefordert. </p>
<h3>Gleichrangige fordern untereinander keine Höflichkeiten ein</h3>
<p>Ein Chef kann seinen Lehrling jedoch durchaus darauf hinweisen, dass er ihm behilflich sein sollte. Mitarbeiter, die nicht auf die Idee kommen, einem mit zwei schweren Akten- oder Reisetaschen bepackten Chef eine der Taschen abzunehmen, sollte zu einem Benimmtraining geschickt werden. In solchen Fällen kann oder muss der Vorgesetzte einen Gefallen, eine Höflichkeit einfordern. </p>
<p>Ist hier Ehrlichkeit vorzuziehen, indem man sagt, man habe „keinen  Bock“ darauf, Hilfestellung zu geben? Das muss jeder für sich entscheiden. Meiner Auffassung nach, sollte jeder versuchen, mit Freude höflich und gefällig zu sein. Es bereitet Freude, Stil und Etikette, Hilfsbereitschaft und Höflichkeit anderen gegenüber zu zeigen. Diese gelebte Höflichkeit kommt zurück und führt auf diese Weise zu mehr Lebensfreude. Dazu muss man sich allerdings ein wenig zurücknehmen und dazu durchringen, seien Mitmenschen wichtig und erst zu nehmen und ihnen wahrhaft  gerne gefällig sein. </p>
<h3>Nur ernstgemeinte Hilfe und ernstgemeinter Dank sind wahrhaftig</h3>
<p>Hält einem jemand beispielsweise die Tür auf, doch diesem jemand entgleitet die Tür aus seiner Hand, so dass sie gegen die Schulter fällt, kann und sollte man sich bei demjenigen dennoch bedanken. „Das ist reizend von Ihnen“. Indem man den Dank mit einer herzlich dankenden Stimme äußert, sein gegenüber anlächelt, erkennt jeder sofort, dass es ein erst gemeinter Dank ist, Obwohl die Tür entglitten ist, wurde die gute Absicht bemerkt und honoriert. </p>
<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/uwe-fenner2-150x150.jpg" alt="" title="Autor Uwe Fenner ist Headhunter und Coach und gibt mit seinem „Institut für Stil &amp; Etikette“  Knigge-Seminare in ganz Deutschland. Er hat bereits mehrere Benimmbücher geschrieben." width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-1641" />Derselbe Satz könnte aber auch vorwurfsvoll-ironisch ausgesprochen werden, so dass seine Bedeutung in etwa die folgende ist:  „Das ist ja reizend von Ihnen, die Tür vor meiner Nase loszulassen, damit sie mir entgegenfällt.“ Unterstrichen mit einem bösen Blick und einem Kopfnicken, dass die Ironie dieses Ausspruches unterstreicht. Mit ein und demselben Satz können also zwei gänzlich verschiedenen Aussagen getroffen werden. Der Ton macht die Musik. Es kommt oft nicht in erster Linie darauf was genau man sagt, sondern man es sagt und wie man es rüberbringt. </p>
<p>Dieses kleine Beispiel aus dem alltäglichen Leben zeigt, dass sich Höflichkeitsfragen und Benehmen nicht in mehr oder weniger artigen Bemerkungen erschöpfen. Sie müssen von Herzen können. Worte und Taten sollten ebenso übereinstimmen wie die gesprochene Worte und nonverbale Signale. </p>
<p><strong>Lesen Sie auch: <a href="http://www.gentleman-blog.de/2010/03/16/schlechtes-benehmen-moral/">Schlechtes Benehmen ist eine Sache der Moral</a></strong><br/><br />
<a href="http://www.gentleman-blog.de/autoren"><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gastbeitrag-fenner.png" alt="" title="Institut für Stil und Etikette" width="174" height="83" class="alignleft size-full wp-image-1227" /></a></a>Gastartikel von Uwe Fenner, Leiter des <a href="http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/">Instituts für Stil und Etikette</a>. In seinen Beiträgen schreibt der Stilcoach und Buchautor über Knigge und Benimm in allen Lebenslagen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Knigge-Essensregeln: Wie isst man was?</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/04/03/knigge-essensregeln-wie-isst-man-was/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 07:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/wie-isst-man-was.jpg" alt="" title="Wie isst man was?" width="488" height="359" class="alignnone size-full wp-image-1325" /></a><br/>
Dass man Kartoffeln nicht „zermatschen“ sollte, ist weitgehend bekannt. Doch bei anderen Speisen wie Austern, Geflügel oder Hummer herrscht nicht selten Unsicherheit, wie diese gesellschaftlich korrekt gegessen werden sollten. Um bei einem privaten oder beruflichen Dinner eine gute Figur zu machen, soll dem an dieser Stelle Abhilfe geschaffen werden. 

<h3>Von der Ananas bis zum Hummer - Anleitung zum gesellschaftlich korrekten Verzehr</h3>

<strong>Ananas</strong> wird in der Küche vorbereitet und in verzehrbaren Stückchen oder in Scheiben serviert, die mit der Obstgabel, der kleinen Gabel oder mit Gabel und Löffel gegessen werden.

<strong>Artischocken</strong> werden in der Regel so auf einem Teller serviert, dass man von oben nach unten Blatt für Blatt abziehen kann. Mit dem dicken, fleischigen Ende des Blattes in die leckere Sauce dippen und diesen Teil des Blattes mit den Zähnen mitsamt dem Dip abziehen. Das Innere der Artischocke ist das Herz. Es besteht aus dem Boden und dem Heu. Letzteres kann man nicht essen, man hebt es ab und legt es an die Seite. Der Boden dagegen schmeckt sehr gut. Man zerschneidet ihn am Ende mit Messer und Gabel und verzehrt ihn anschließend.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/wie-isst-man-was.jpg" alt="" title="Wie isst man was?" width="488" height="359" class="alignnone size-full wp-image-1325" /></a><br/><br />
Dass man Kartoffeln nicht „zermatschen“ sollte, ist weitgehend bekannt. Doch bei anderen Speisen wie Austern, Geflügel oder Hummer herrscht nicht selten Unsicherheit, wie diese gesellschaftlich korrekt gegessen werden sollten. Um bei einem privaten oder beruflichen Dinner eine gute Figur zu machen, soll dem an dieser Stelle Abhilfe geschaffen werden. </p>
<h3>Von der Ananas bis zum Hummer &#8211; Anleitung zum gesellschaftlich korrekten Verzehr</h3>
<p><strong>Ananas</strong> wird in der Küche vorbereitet und in verzehrbaren Stückchen oder in Scheiben serviert, die mit der Obstgabel, der kleinen Gabel oder mit Gabel und Löffel gegessen werden.</p>
<p><strong>Artischocken</strong> werden in der Regel so auf einem Teller serviert, dass man von oben nach unten Blatt für Blatt abziehen kann. Mit dem dicken, fleischigen Ende des Blattes in die leckere Sauce dippen und diesen Teil des Blattes mit den Zähnen mitsamt dem Dip abziehen. Das Innere der Artischocke ist das Herz. Es besteht aus dem Boden und dem Heu. Letzteres kann man nicht essen, man hebt es ab und legt es an die Seite. Der Boden dagegen schmeckt sehr gut. Man zerschneidet ihn am Ende mit Messer und Gabel und verzehrt ihn anschließend.</p>
<p><strong>Austern</strong>: Die geöffnete Auster wird mit Zitrone beträufelt und ausgeschlürft. Man sollte sie mit der kleinen Austerngabel erst von ihrem Schalenboden trennen, dafür hat die Austerngabel häufig eine Schneideseite. Dann kann man sie entweder mit diesem Werkzeug spießen, aus der Schale ziehen, verspeisen und die Flüssigkeit, das Meerwasser, gegebenenfalls vermischt mit einer leichten Essigsauce, im Anschluss durch leichtes Kippen der Schale trinken. Man kann auch alles zusammen direkt aus der Austernschale schlürfen, die man vorher an den Mund setzt.</p>
<p><strong>Avocado:</strong> Sie wird im Allgemeinen halbiert serviert. Man löffelt sie aus. Eventuell mit einem Dip zusammen oder bereits püriert. Nur die dunkelgrüne, kräftige Lederhaut bleibt übrig.</p>
<p><strong>Bananen</strong> besitzen von Natur aus den praktischen Bananen-Reißverschluss, mit dem sie allerdings nur zu öffnen sind. Die Banane stattdessen mit Messer und Gabel zu öffnen, ist erlaubt, wirkt aber ein bisschen albern. Die von der Schale entkleidete Banane isst man dann mit (Obst-) Messer und Gabel.</p>
<p><strong>Fisch</strong> durfte früher nur mit dem Fischbesteck, oder ersatzweise mit zwei Gabeln, zerlegt und gegessen werden. Ausnahmen galten und gelten auch heute noch für Matjes, Rollmöpse sowie Räucheraal und geräucherten oder gebeizten Lachs. Denn diese Meerestiere erfordern wegen der Festigkeit ihres Fleisches ein richtiges Messer mit richtiger Schneide. Heute sieht man den Verzehr von Fisch aber auch mit normalem Besteck nicht mehr so streng. Denn der wahre Grund, warum man Fisch nicht mit einem Messer schneidet, ist mit den rostfreien Stahlklingen entfallen. So ist das Fischbesteck eigentlich nur noch ein Relikt an gute alte Zeiten.</p>
<p><strong>Geflügel</strong>, wie Enten, Gänse, Fasane, Tauben, Rebhühner, Poularden und anderes Federvieh, kommt entweder schon zerteilt, mitunter sogar entbeint auf den Tisch. Dann ist es leicht. Oder man muss sich mit dem großen Tranchiermesser sein Stück abschneiden, etwas Brust, einen Flügel oder ein Bein. Wenn auf dem Tisch Fingerschalen stehen &#8211; das sind kleine Schälchen mit Wasser und einer Zitronenscheibe, um sich darin seine Finger waschen und mit der Serviette abtrocknen zu können &#8211; darf man die Beine in die Hand nehmen und abnagen. Aber eben nur dann. Es geht aber auch gut mit Messer und Gabel!</p>
<p><strong>Hummer</strong> isst man mit Hummergabeln. Mit diesem langen und schmalen Gabelwerkzeug lässt sich das Fleisch aus den Gliedmaßen des Hummers ziehen.</p>
<p>Zum Abschluss noch einmal zu den <strong>Kartoffeln</strong>: Wie bereits eingangs erwähnt, werden diese nicht zermatscht. Sie werden aber genauso wenig mit dem Messer zerschnitten, das gilt ebenfalls als unfein. Dies hat – genauso wie beim Fisch &#8211; seinen Ursprung darin, dass die Silbermesser bis vor einigen Jahrzehnten noch nicht über die rostfreien Stahlklingen verfügten und die Kartoffeln so den üblen Geschmack des Metalls annahmen.<br/><br/><br />
<a href="http://www.gentleman-blog.de/autoren"><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gastbeitrag-fenner.png" alt="" title="Institut für Stil und Etikette" width="174" height="83" class="alignleft size-full wp-image-1227" /></a></a>Gastartikel von Uwe Fenner, Leiter des <a href="http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/">Instituts für Stil und Etikette</a>. In seinen Beiträgen schreibt der Stilcoach und Buchautor über Knigge und Benimm in allen Lebenslagen.</p>
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		<title>Schlechtes Benehmen eine Sache der Moral</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/03/16/schlechtes-benehmen-moral/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 07:30:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/knigge2.jpg" alt="" title="Knigge und Benimmregeln" width="488" height="354" class="alignnone size-full wp-image-1225" /></a><br/>
„De gustibus non est disputandum“ - über Geschmack lässt sich nicht streiten, ist ein kluges Sprichwort, nur trifft es häufig nicht zu. Zumindest gibt es im Umgang mit den Mitmenschen Geschmacklosigkeiten, über deren Einstufung als solche weitgehend Konsens herrscht. Die wichtigsten Geschmacklosigkeiten sind:

	<li>Angeberei, die sich durch evidente Tatsachen als Vorspiegelung von Falschem entlarvt.</li>
	<li>Sichern und Inanspruchnahme von Vorteilen, die nicht redlich erworben wurden.</li>
	<li>Überrumpeln von kultivierten und freundlichen Menschen zur Ausnutzung von Gütigkeit und Höflichkeit und unredlicher Verbesserung der eigenen Position.</li>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/knigge2.jpg" alt="" title="Knigge und Benimmregeln" width="488" height="354" class="alignnone size-full wp-image-1225" /></a><br/></p>
<blockquote><p>„De gustibus non est disputandum“</p></blockquote>
<p>Zu deutsch: Über Geschmack lässt sich nicht streiten, ist ein kluges Sprichwort, nur trifft es häufig nicht zu. Zumindest gibt es im Umgang mit den Mitmenschen Geschmacklosigkeiten, über deren Einstufung als solche weitgehend Konsens herrscht. Die wichtigsten Geschmacklosigkeiten sind:</p>
<li>Angeberei, die sich durch evidente Tatsachen als Vorspiegelung von Falschem entlarvt.</li>
<li>Sichern und Inanspruchnahme von Vorteilen, die nicht redlich erworben wurden.</li>
<li>Überrumpeln von kultivierten und freundlichen Menschen zur Ausnutzung von Gütigkeit und Höflichkeit und unredlicher Verbesserung der eigenen Position.</li>
<li>Mit Unwahrheiten den anderen zu Handlungen zu bringen, die er bei Kenntnis des wahren Sachverhalts nicht vornehmen würde.</li>
<li>Andere in der Diskussion unterbrechen, dazwischenreden, nicht ausreden lassen, niederbrüllen.</li>
<li>Andere in ihrem ästhetischen Empfinden beleidigen durch schlechte, unpassende oder einfach zu wenig Kleidung, durch schlechte eigene Hygiene, Ungepflegtheit, schlechte Gerüche und unpassende Geräusche.</li>
<li> Hilflose in ihrer Hilflosigkeit sich selber überlassen, über sie lachen, sie verspotten.</li>
<li>Zusagen machen, Versprechen abgeben und nicht einhalten.</li>
<li>Klare eigene Schuld leugnen und andere wider besseren Wissens beschuldigen.</li>
<li>Die Vorteile einer Gemeinschaft nutzen, sich aber den Pflichten entziehen.</li>
<p>Zu dem letzten Punkt gibt es ein treffendes <a href="http://www.gentleman-blog.de/category/mode-zitate/">Zitat</a> des Deutschen Dichters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gottfried_Herder">Johann Gottfried Herder</a> (1744 &#8211; 1803): </p>
<blockquote><p>„Wer seinen Pflichten entsagt, verliert seine Rechte, die der Pflicht ankleben“.</p></blockquote>
<p> Wie Recht er damit hat.</p>
<h3>Benimmregeln eine Anleitung zum moralischen Handeln</h3>
<p>Die Liste von Geschmacklosigkeiten zeigt, wie sehr schlechtes Benehmen, schlechter Geschmack eine Sache der Moral ist. Das beweist, dass das Regelwerk des guten Benimms letztlich eine Anleitung zum moralischen Handeln ist. Jedenfalls finden die meisten Benimmregeln ihre Wurzel in moralischem Tun. </p>
<h3>Regeln für ein reibungsloses Miteinander</h3>
<p>Vielfach sind Benimmregeln allerdings auch nur die Voraussetzung für reibungsloses Miteinander. Wenn festgelegt ist, dass der Mann links und die Frau rechts gehen, dann hat das natürlich nichts mit einer moralischen Dimension zu tun. Es klappt nur einfach der Spaziergang besser, wenn Mann und Frau das wissen und beachten. Aber da die Regelung nun mal herrscht, dass der Würdigere immer rechts geht, hat die Beachtung dieser Regel dann doch wieder eine moralische Dimension: Indem ich jemanden bitte, doch rechts von mir zu gehen, ehre ich ihn, denn ich sage ihm „selbstverständlich bist Du von uns beiden der Würdigere“, ohne dass ich diesen Satz aussprechen muss.<br/><br/><br />
<a href="http://www.gentleman-blog.de/autoren"><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gastbeitrag-fenner.png" alt="" title="Institut für Stil und Etikette" width="174" height="83" class="alignleft size-full wp-image-1227" /></a></a>Gastartikel von Uwe Fenner, Leiter des <a href="http://www.institut-fuer-stil-und-etikette.de/">Instituts für Stil und Etikette</a>. In seinen Beiträgen schreibt der Stilcoach und Buchautor über Knigge und Benimm in allen Lebenslagen</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Knigge-Regeln bei „Haatschiiii“ und Erkältung</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/01/20/knigge-regeln-niesen-gesundheit/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2010/01/20/knigge-regeln-niesen-gesundheit/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 06:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/kniggeregeln-hatschiii.jpg" alt="" title="Knigge Gesundheit" width="488" height="296" class="alignnone size-full wp-image-948" /><br /><br />
Winterzeit gleich Erkältungszeit. Im Büro, in der U-Bahn oder im Theater. Allerorten ist das „Haatschiie“ zu vernehmen, meistens gefolgt von einem „Gesundheit“. Dabei wurde vor gut zehn Jahren von den Hütern der Benimm-Regeln festgelegt, dass man das Gesundheit-Wünschen unterlassen solle. Die Begründung lautete, dass ein Niesen ein unbeabsichtigter Fauxpass sei. Mit dem „Gesundheit!“ lenke man zusätzlich noch die Aufmerksamkeit darauf. Daher solle man über das Niesen der Mitmenschen einfach hinwegsehen. Diese Regel hat sich jedoch kaum durchgesetzt. Auch deswegen fordert nun die <a href="http://www.deutsche-knigge-gesellschaft.de/">Deutsche Knigge-Gesellschaft</a> eine Änderung und plädiert dafür, dass Gesundheit-Wünschen wieder zu gestatten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/kniggeregeln-hatschiii.jpg" alt="" title="Knigge Gesundheit" width="488" height="296" class="alignnone size-full wp-image-948" /></p>
<p>Winterzeit gleich Erkältungszeit. Im Büro, in der U-Bahn oder im Theater. Allerorten ist das „Haatschiie“ zu vernehmen, meistens gefolgt von einem „Gesundheit“. Dabei wurde vor gut zehn Jahren von den Hütern der Benimm-Regeln festgelegt, dass man das Gesundheit-Wünschen unterlassen solle. Die Begründung lautete, dass ein Niesen ein unbeabsichtigter Fauxpass sei. Mit dem „Gesundheit!“ lenke man zusätzlich noch die Aufmerksamkeit darauf. Daher solle man über das Niesen der Mitmenschen einfach hinwegsehen. Diese Regel hat sich jedoch kaum durchgesetzt. Auch deswegen fordert nun die <a href="http://www.deutsche-knigge-gesellschaft.de/">Deutsche Knigge-Gesellschaft</a> eine Änderung und plädiert dafür, dass Gesundheit-Wünschen wieder zu gestatten. </p>
<p>Dr. Hans-Michael Klein, Vorsitzender der Knigge Gesellschaft sagt in seiner Begründung, dass der Ausspruch zum einen höflich gemeint sei und zum anderen weit verbreitet. So wären Niesende fast beleidigt, wenn niemand etwas sagt. Nachdem es zehn Jahre von vielen unbemerkt auf dem Index stand, ist der Ausspruch „Gesundheit!“ also wieder erlaubt. Sich selst für einen Nieser entschuldigen muss man sich übrigens nicht.</p>
<h3>Stoff- oder Papiertaschentuch?</h3>
<p>Wenn jemand selbst von einer Erkältung heimgesucht wurde, sollte er laut Knigge stets ein Stofftaschentuch dabei haben – möglichst sauber und faltenfrei. Die Regel hat noch immer Bestand, doch Stofftaschentücher sind nicht jedermanns Sache. So wird es in der gelebte Praxis meist anders gehandhabt und dem Papiertaschentuch Vorzug gegeben. Das liegt nicht zuletzt daran, dass diese praktischer und vor allem hygienischer sind.</p>
<p>Beim Niesen in der Gesellschaft bzw. in einer Gruppe sollte man zunächst einen Schritt zurückziehen. Falls der Nieser spontan kommt und keine Zeit für das Zücken eines Taschentuchs bleibt, sollte man in die linke Hand niesen, da man bei Begrüßung und Verabschiedung die rechte Hand gibt.</p>
<p><strong>Der <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a>-Blog wünscht allen Lesern Gesundheit!</strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gentlemen’s Agreement &#8211; moralische Verpflichtung</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2010/01/06/gentlemens-agreement/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jan 2010 08:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gentlemans-agreement.jpg" alt="" title="Gentlemen´s Agreement" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-785" /><br /><br />
Eine Gentlemen´s Agreement ist eine Vereinbarung, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht, ohne die Ergebnisse bereits schriftlich und vertraglich fixiert zu haben. 

Schon im Römischen Recht gab es den Grundsatz „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pacta_sunt_servanda">pacta sunt servanda</a>“ (wörtlich: „Verträge sind einzuhalten) der besagt, dass auch mündliche Verträge zu erfüllen sind. In der deutschen Rechtssprechung versteht man unter einem Gentlemen’s Agreement jedoch eine Vereinbarung, die nicht juristisch durchgesetzt werden kann. Die Erfüllung der Vereinbarung hängt daher im Besonderen von der Vertrauenswürdigkeit der Vertragspartner ab. 

<h3>Keine juristische Bindung aber gesellschaftlicher Druck</h3>

Die Nichterfüllung hat also keine juristischen Konsequenzen und kann lediglich mit sozialen Sanktionen geahndet werden. Aus einem Gentlemen´s Agreement entsteht also vielmehr eine moralische Verpflichtung, da man sein Wort gegeben hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gentlemans-agreement1.jpg" alt="" title="Gentlemens Agreement" width="488" height="414" class="alignnone size-full wp-image-973" /></p>
<p>Eine Gentlemen´s Agreement ist eine Vereinbarung, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht, ohne die Ergebnisse bereits schriftlich und vertraglich fixiert zu haben. </p>
<p>Schon im Römischen Recht gab es den Grundsatz „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pacta_sunt_servanda">pacta sunt servanda</a>“ (wörtlich: „Verträge sind einzuhalten) der besagt, dass auch mündliche Verträge zu erfüllen sind. In der deutschen Rechtssprechung versteht man unter einem Gentlemen’s Agreement jedoch eine Vereinbarung, die nicht juristisch durchgesetzt werden kann. Die Erfüllung der Vereinbarung hängt daher im Besonderen von der Vertrauenswürdigkeit der Vertragspartner ab. </p>
<h3>Keine juristische Bindung aber gesellschaftlicher Druck</h3>
<p>Die Nichterfüllung hat also keine juristischen Konsequenzen und kann lediglich mit sozialen Sanktionen geahndet werden. Aus einem Gentlemen´s Agreement entsteht also vielmehr eine moralische Verpflichtung, da man sein Wort gegeben hat.</p>
<p>Ein bekanntes Beispiel für ein Gentlemen’s Agreement ist auch heute noch der internationale Diamantenhandel. Der Handel mit Edelsteinen im Wert von mehreren Millionen US-Dollar wird oft per Handschlag verabredet. Sobald ein Vertragspartner seinen Pflichten nicht nachkommt, wird er innerhalb dieser elitären Gruppe geächtet und ausgeschlossen. Da der Diamantenmarkt und die Anzahl der Teilnehmer überschaubar und darüber hinaus in weiten Teilen auch sozial eng miteinander verbunden sind, bedeutet dies für den Betreffenden nicht selten das geschäftliche und auch gesellschaftliche Aus.</p>
<h3>Langfristige Partnerschaften wertvoller als ein kurzfristiger Vorteil</h3>
<p>Wenn also jemand man auf ein Gentlemen´s Agreement beschließt, sollte (gentle-)man die Verainbarung auch unbedingt einhalten. Längerfristige, auf Vertrauen und Fairness basierende Partnerschaften sind in aller Regel ergiebiger als der kurzfristige Profit. Ein unlauteres Geschäftsgebaren spricht sich überdies oft schnell herum und erschwert das Eingehen neuer Allianzen. Und abgesehen davon, ist es einfach ein gutes Gefühl, wenn man sich darauf verlassen kann, dass ein Wort noch gilt und eingehalten wird- auch ohne schriftlichen Vertrag. Es macht die Welt lebenswerter.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausstellung: &#8220;Manieren. Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten&#8221;</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/12/26/manieren-ausstellung/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 06:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/manieren.jpg" alt="Ausstellung: Manieren. Geschichte von Anstand uns Sitte." title="Ausstellung: Manieren. Geschichte von Anstand uns Sitte." width="488" height="350" class="alignnone size-full wp-image-719" /><br /></br>
Zum Thema "Manieren. Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten“ läuft im <a href="http://www.focke-museum.de/de/sonderausstellungen/aktuell/manieren">Bremer Focke Museum</a> noch bis zum 30. Mai 2010 eine Sonderausstellung. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Umgangsformen seit dem Mittelalter. 

<h3>Auf den Spuren des guten und schlechten Benehmens</h3>

Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren des guten und schlechten Benehmens und führt dazu in 13 Kapiteln wie „800 Jahre Etikette“, „Tischmanieren“, „Diskretion“ oder „Die Würde des Menschen“ auf spannende und unterhaltsame Weise durch die "anständige Kulturgeschichte".  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/manieren.jpg" alt="Ausstellung: Manieren. Geschichte von Anstand uns Sitte." title="Ausstellung: Manieren. Geschichte von Anstand uns Sitte." width="488" height="350" class="alignnone size-full wp-image-719" /><br /></br><br />
Zum Thema &#8220;Manieren. Geschichten von Anstand und Sitte aus sieben Jahrhunderten“ läuft im <a href="http://www.focke-museum.de/de/sonderausstellungen/aktuell/manieren">Bremer Focke Museum</a> noch bis zum 30. Mai 2010 eine Sonderausstellung. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Umgangsformen seit dem Mittelalter. </p>
<h3>Auf den Spuren des guten und schlechten Benehmens</h3>
<p>Die Ausstellung begibt sich auf die Spuren des guten und schlechten Benehmens und führt dazu in 13 Kapiteln wie „800 Jahre Etikette“, „Tischmanieren“, „Diskretion“ oder „Die Würde des Menschen“ auf spannende und unterhaltsame Weise durch die &#8220;anständige Kulturgeschichte&#8221;.  </p>
<p>Etwa 200 Exponate zeigen dem Besucher die Ursprünge und Erscheinungsformen gesellschaftlicher Regeln und Tabus auf, legen Zeugnis vom Streben nach gefälliger Selbstdarstellung ab, bringen Rücksichtnahme und Distanzverlust sowie Feinsinn und Rüpelei zum Ausdruck und beschreiben Peinlichkeitsschwellen und deren lustvoller Überschreitung. Darüber hinaus macht die Ausstellung dem Besucher auch die Mechanismen der gesellschaftlichen Ausgrenzung bewusst.</p>
<h3>Knigges Ziel: gegenseitige Rücksichtnahme</h3>
<p>Laut den Veranstaltern geht es mit der Ausstellung aber primär nicht darum, Knigge-Regeln zu vermitteln. Vielmehr wollen sie  mit einer Mischung als Ernsthaftigkeit und Humor die Entwicklung und Veränderungen in den allgemein Regeln des gesellschaftlichen Lebens zum Ausdruck bringen und den Besucher für die Würde des Menschen sensibilisieren. Denn letztendlich ging es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolph_Freiherr_Knigge">Adolph Freiherr Knigge</a> nicht darum, wie nun das Besteck korrekt zu halten ist, sondern im Grunde um gegenseitige Rücksichtnahme, die das Miteinander der Menschen erleichtern soll. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Contenance &#8211; Charaktereigenschaft eines wahren Gentleman</title>
		<link>http://www.gentleman-blog.de/2009/12/20/contenance-charaktereigenschaft-gentleman/</link>
		<comments>http://www.gentleman-blog.de/2009/12/20/contenance-charaktereigenschaft-gentleman/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Dec 2009 12:15:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Knigge & Manieren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gentleman-blog.de/?p=684</guid>
		<description><![CDATA[<img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/contenance.jpg" alt="Contenance" title="Contenance" width="488" height="350" class="alignnone size-full wp-image-693" /><br /><br/>In schwierigen oder angespannten Situationen kommt es häufig vor, dass man die Fassung verliert und die eigenen Handlungen im Nachhinein bereut. Bei solcherlei Gefühlsausbrüchen hat man jedoch die wesentliche Eigenschaft eines wahren Gentleman vernachlässigt - die Contenance. Contenance beschreibt die Fähigkeit, zu jedem Zeitpunkt Herr über die eigenen Sinne, Triebe und das eigene Verhalten zu sein.

<h3>Herr über die eigenen Sinne sein</h3>

Es gibt Menschen, die bei der kleinsten Bemerkung in die Luft gehen und ihre Emotionen sofort willkürlich ausbrechen lassen. Für das naheliegende Umfeld wirkt so ein Verhalten überaus lästig und nervenaufreibend. Mitmenschen möchten nicht die geballte Ladung fremder, negativer Emotionen spüren und meiden deshalb zukünftig die Anwesenheit einer solch labilen Person.

Ein <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a> handelt in einer schwierigen Situation anders. Er beweist Contenance und entlädt seine Emotionen nicht auf die Mitmenschen, sondern löst Probleme entweder eigenständig oder gemeinsam. Die Folgen sind eine langfristige positive Assoziation.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/contenance.jpg" alt="Contenance" title="Contenance" width="488" height="350" class="alignnone size-full wp-image-693" /><br /><br/>In schwierigen oder angespannten Situationen kommt es häufig vor, dass man die Fassung verliert und die eigenen Handlungen im Nachhinein bereut. Bei solcherlei Gefühlsausbrüchen hat man jedoch die wesentliche Eigenschaft eines wahren <a href="http://www.gentleman-blog.de">Gentleman</a> vernachlässigt &#8211; die Contenance. Contenance beschreibt die Fähigkeit, zu jedem Zeitpunkt Herr über die eigenen Sinne, Triebe und das eigene Verhalten zu sein.</p>
<h3>Herr über die eigenen Sinne sein</h3>
<p>Es gibt Menschen, die bei der kleinsten Bemerkung in die Luft gehen und ihre Emotionen sofort willkürlich ausbrechen lassen. Für das naheliegende Umfeld wirkt so ein Verhalten überaus lästig und nervenaufreibend. Mitmenschen möchten nicht die geballte Ladung fremder, negativer Emotionen spüren und meiden deshalb zukünftig die Anwesenheit einer solch labilen Person.</p>
<p>Ein Gentleman handelt in einer schwierigen Situation anders. Er beweist Contenance und entlädt seine Emotionen nicht wie ein Choleriker auf die Mitmenschen, sondern löst Probleme entweder eigenständig oder gemeinsam. Die Folgen sind eine langfristige positive Assoziation.</p>
<h3>Ein Gentleman übernimmt Verantwortung für seine Taten</h3>
<p>Doch wo kann die Contenance noch nützlich sein und wie kann sie das eigene Leben positiv beeinflussen? Menschen spüren sofort, wenn man die eigenen Emotionen im Griff hat und verantwortungsbewusst mit seinem Verhalten umgehen kann. Jemand, der die Emotionen beherrscht, gilt als eigenständiges und selbstbewusstes Individuum. Der Gentleman weist nicht den Emotionen die Schuld für falsches Verhalten zu, sondern übernimmt selbst Verantwortung für seine Taten. Eine solche Persönlichkeit zieht die Aufmerksamkeit der Mitmenschen auf sich und genießt großes Ansehen.</p>
<h3>Gelassenheit auch in misslichen Situationen</h3>
<p>Neben der Wirkung auf die Mitmenschen, verändert Contenance auch die Geisteshaltung zum Leben. Durch den Verzicht jede negative Gefühlsregung nach außen hin zu kommunizieren, ist der Gentleman fähig ein Glücksmoment noch intensiver zu fühlen. Der Kontrast zwischen Selbstbeherrschung und intensivem Erleben steigert seine Lebensqualität enorm. Falls dem Gentleman ein Fehler unterläuft oder er sich in einer misslichen Lage befindet, löst er die Situation möglichst gelassen und lernt daraus.</p>
<p>Auch in jeder Verhandlung, Diskussion oder Debatte ist der Gentleman ein ernst zu nehmender Gegner. Er vollzieht nur Handlungen, die er sich vorher genauestens überlegt hat. Dadurch sinkt die Gefahr vor falschen Entscheidungen und eventuellen Konsequenzen. Der Gentleman legt viel Wert darauf, die gesamte Kommunikation und Interaktion jederzeit zu überblicken.</p>
<h3>Männer mit Sebstbeherrschung in der Frauenwelt gefragt</h3>
<p>Ein Mann mit derartiger Selbstbeherrschung ist auch in der Frauenwelt sehr gefragt. Sie unterliegen seinem Charme und sind fasziniert davon, wie er sich ihnen gegenüber verhält. Es braucht mehr als gutes Aussehen und ein <a href="http://www.gentleman-blog.de/2009/09/13/freundlichkeit-steigert-attraktivitat/">freundliches Lächeln</a>, um den Gentleman aus der Fassung zu bringen. Diese Eigenschaft signalisiert sozialen Status und macht ihn zu einer verführerischen Persönlichkeit.</p>
<p>Um sich selbst die Contenance eines Gentleman anzueignen, ist vor allem rationales Denken und bewusstes Leben notwendig. Genau wie er sollte man überlegen, zu welchem Zeitpunkt es wirklich nützlich ist, die eigenen Emotionen nach Außen zu kommunizieren. Die Frage muss also lauten: Welchen Nutzen hätte es, die Mitmenschen mit dieser Emotionen zu beeinflussen und wie würde es sich auf deren Stimmung auswirken?<br />
<br /></br></p>
<p><a href="http://www.gentleman-blog.de/autoren/"><img src="http://www.gentleman-blog.de/wp-content/uploads/gastbeitrag-30tausend.png" alt="Gastbeitrag - 30tausend" title="Gastbeitrag - 30tausend" width="174" height="83" class="alignleft size-full wp-image-598" /></a> Diesen Beitrag haben die Macher von <a href="http://www.30tausend.de">30Tausend &#8211; Psychologie, Charisma, Karriere</a> verfasst. In ihren Gastartikeln zeigen sie Wege zum Erfolg auf und berichten dazu über allerlei interesssante Dinge aus dem Leben.  </p>
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