
Auch ein Gentleman verschließt sich nicht der Moderne. Das beweist Bernhard Roetzel, Autor des weltbekannten Buches „Der Gentleman – Handbuch der klassischen Herrenmode“. Auf Grundlage dieses Buches plus sehr vieler neuer Inhalte hat der „Stil-Papst“ nun eine neue iPhone-Applikation, auf den Markt gebracht, die iGentleman, Diese soll Männern beim Erwerb von Anzügen, Hemden, Herrenschuhe etc. ein kompetenter Ratgeber sein. Hintergrund ist der, dass viele Männer tage- und wochenlang über den Kauf von Unterhaltungselektronik oder Autozubehör brüten, Preisvergleiche anstellen, Testberichte lesen und Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte abwägen. Doch über den Kauf hochwertiger Kleidung, die bisweilen ähnlich Preiskategorie erreicht, ist den Herren der Schöpfung die Recherche und Auseinandersetzung damit oftmals sehr fremd. Somit laufen sie nicht nur Gefahr bei der Wahl ihrer Garderobe stilistische Fehler zu begehen, sondern auch zu hohe Preise zu bezahlen. Die iGentleman schafft praktische Abhilfe.

Angesichts des Rückkehr des regenrischen Wetters wird den Besitzern hochwertiger Business-Schuhe die Laune dieser Tage gehörig vergehen. Gehandicapt durch den langen und harten Winter, ließen sie ihre Lieblinge lieber im Schrank, als dass sie ihre Schuhe dem Eis und den Salzen auf der Straße aussetzten. Dann kommt der Frühling und das Herz des Schuhliebhabers jauchzte auf – doch nur kurz, denn die nächste Schlechtwetterfront mit Regen und Matsch steht bereits vor der Tür. Doch wie kommt der geschmacksbewusste Mann bei diesen Verhältnissen, wenn er nicht auf seine Lieblingsschuhe verzichten will, ins Büro? Entweder er nimmt sie separat mit auf die Arbeit oder er ist ein reiner Schönwetterschuhträger und wartet tapfer auf das nächste Hoch. Tatsächlich bietet sich hier jedoch eine Alternative an, zu der Mann bei Regen, Nässe und Kälte greifen kann: Überschuhe!

Georg Christoph Lichtenberg
Es ist ja doch nun einmal nicht anders: Die meisten Menschen leben mehr nach der Mode als nach der Vernunft.

Die Zeit ist reif für neue Gentleman Linktipps. Diesmal im Programm: eine stylische und vor allem kugelsichere „James Bond Uhr“, ein äußerst praktisches Weinabo für Weinliebhaber, Tipps für die perfekte Rasur und die Beschreibung der unterschiedlichen Wirkungen unterschiedlicher Bartschnitte. Außerdem Tipps für Ladies, die aus ihrem Partner einen Gentleman machen wollen.
Gentleman Linktipps

Wer in der Kulturgeschichte der Schleife stochert, wird bis in die Zeit des Sonnenkönigs, Ludwig XIV. vordringen. Der franzöische Herrscher hatte im 17. Jahrhundert ein Regiment kroatischer Soldaten, die durch ihre eigenartig geknoteten Halstücher auffielen und der Legende nach die Damen am Hofe mit den “Fliegen”, wie sie im Volksmund auch genannt werden, beeindruckten. Die Namensgebung der Krawatten geht darauf zurück, dass die Franzosen die angesprochenen Kroaten „croat“ aussprachen. Dank Herzogin Louise von Lavalliere entstanden aus den Krawatten die Schleife.

Schuhpflege erscheint bei dem heutigen Überangebot von Pflegemitteln vielen als ein Buch mit sieben Siegeln. Dabei ist sie ganz einfach und man benötigt zur optimalen Pflege von Lederschuhen auch keine Unmenge von Cremes aus Tuben oder Tiegeln, Sprays, Tinkturen und was sonst noch an überflüssigen Präparaten auf den unkundigen Käufer wartet. Eine gute Hartwachscreme aus der flachen Blechdose, wie sie schon unsere Großväter (mit zusätzlichem Einsatz von Spucke beim Polieren) nutzten, zusätzlich einige Polierbüsten und einen Auftragslappen reicht in den meisten Fällen vollkommen aus. Warum diese Creme immer noch das Beste ist, womit Sie das Oberleder Ihrer Schuhe pflegen können, erfahren Sie in den folgenden Beiträgen zum Thema Schuhpflege. Darin komme auch noch auf die Spucke zu sprechen. Doch zuvor sei die grundsätzliche Frage beantwortet, weshalb man Schuhe überhaupt pflegen sollte.

Die Vokabel “Hemd” stammt von dem althochdeutschen Wort “Hemedi” ab, was “Haut”bedeutet. Die zweite Haut als Kleidungsstück kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. War es zu seinen Anfangszeiten um das Jahr 1000 vor Christus noch ein einfaches, bodenlanges Hemd ohne Knöpfe, hat es sich über die Jahrhunderte immer weiter entwickelt. Im Mittelalter waren Hemden mit austauschbaren Krägen versehen und wurden zumeist als Unterhemden verwendet. Im 18. Jahrhundert wurden Hemden dann erstmals auch als Oberhemden getragen und zum Anfang des 20. Jahrhunderts traten Hemden dann schließlich zum ersten Mal in der heute bekannten Form mit Knöpfen entlang der kompletten Vorderseite in Erscheinung. Das Hemd mit festem Kragen etablierte sich und dominiert bis heute den Markt. Mit einer rückläufigen Verbreitung der Weste unter dem Anzug kam in den 60er-Jahren die Hemdtasche als Ausstattungsdetail dazu und wird seitdem in unterschiedlichsten Schnittformen verwendet.

Gute Nachricht für Gentlemen: Anstand, Respekt und höfliche Umgangsformen stehen bei Frauen hoch im Kurs, wie verschiedene Umfragen bestätigen. Für den dritten Teil unserer Serie „Was Frauen wollen…“ haben wir die Ergebnisse nach den gewünschten Umgangsformen und Verhaltensweisen der Männer genauer unter die Lupe genommen.

Ist es nicht schön, wie der Weinhandel an uns denkt? Sobald die Sonne auch nur ein wenig hinter den Wolken vorlugt, lachen an jeder Straßenecke Angebote für Sommerweine, Grillweine und Terrassentropfen. Sie versprechen leichten Genuss, gute Laune und überhaupt ein Leben in Glück und Schönheit. Aber irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass hier unter dem Label „sommerlich leicht“ versucht wird, die Lager von Überbeständen an banalen, saft- und kraftlosen Gewächsen zu befreien. Was also ist dran am Sommerwein?